Donnerstag, 31. März 2011

Frühling

also...ein Update für Omas und Opas und Tanten.
Uns geht es gut. Wir sind oft im Gärtchen-Wäldchen und ich siebe einen riesigen Berg Kompost, während R. fluchend die Wände des Häusschens spachtelt. Das Kind hat einen kleinen Schubkarren und kleine Gartenhandschuhe und arbeitet tatkräftig und unermüdlich mit. Wenn nur der besagte Specht nicht wäre....
Das ganze nimmt Formen an. Nächste Woche kommt endlich der Elektriker und beginnt den Strom anzuschließen. Die ganzen alten vergammelten Möbel wurden heute morgen auf den Sperrmüll gestellt.
Bald können wir streichen und putzen und sobald es wärmer ist, will ich da auch mal übernachten. Juhej. Das wird ein super Sommer.
Ich hätte ja gerne eine Hollywoodschaukel.

Kita ist immer noch cool- aber vorgestern wollte sie auch mal zu Hause bleiben- ist sie dann auch.
Wir wollen natürlich immer Mittags wissen wie es war und was sie gemacht hat und was sie gegessen hat...und sie hat selten Lust uns detailliert zu berichten. Heute waren wir draußen und sie setzte sich auf eine Bank und rief R. und mich zu sich: "Kommt, ich erzähl Euch eine Geschichte aus der Kita" lockte sie uns. Und als wir so zusammen auf der Bank saßen, sagte sie: "Heute in der Kita war mein Erzieher da. Und der heißt G... . So fertig. Das war die Geschichte."
-Dieser Erzieher ist auch der, der sie durch die ganze Eingewöhnung begleitet hat und der immer da ist....also eine saumäßig spannende Geschichte. ;-)

Ansonsten lese ich viel, weil sich dies für einen Germanistikprüfling so gehört. Mittlerweile kann man das ja manchmal auch draußen in der Sonne in einem Café. Also sehr nett.
Und Abends bin ich schwer beschäftigt, weil ich mir gerade "Lost" reinziehe. Ich habe Halbzeit heute. Bin in der Mitte der 3. Staffel.

Wohnung suchen, weitere Betreuungskinder suchen, Gartenmöbel suchen, Kindergartenhaus oder Kindergartenhausidee suchen....

Montag, 21. März 2011

mit 2 Jahren 8 Monaten und 14 Tagen

bist du ein völlig begeistertes Kitakind. Es gab keinen einzigen Moment indem du traurig warst. Schon am 4. Tag bist du ganz alleine 3,5 Stunden geblieben und auch am 5. und 6. Tag findest du Kita prima.
Nur müde macht dich die ganze Sache. Jetzt bist du manchmal nachmittags ganz schön wütend. Vielleicht sind es auch die vielen neuen Eindrücke. Mal schauen.

Du hast einen Kopffüßler gemalt und dann noch 3-4 weitere- jetzt malst du wieder "nur" Striche und Kreise- hübsch aufgereiht- sozusagen einen Kopffüßler-Bausatz.

Du fängst an polnische Wörter in deine Alltagssprache einzubinden.- Toll ist, dass du eine polnische Erzieherin hast, die mit dir polnisch reden kann und die du nach neuen Wörtern löchern kannst.

Du hast dir heute zum ersten mal deine beiden Socken ganz alleine angezogen.

Du magst unseren Wäldchen-Garten sehr. Zwar hast du dich heute Nachmittag total vor dem Specht gefürchtet und die Schnecke fandest du auch eklig und überhaupt sind Dir alle Tiere im Garten noch suspekt- aber wir arbeiten dran. Die Saison hat ja erst begonnen. ;-) Aber abgesehen davon genießt du die Zeit im Garten total, gräbst in der Erde, spielst mit dem Hund, gießt die Blumen und willst nie nach Hause.

Du schaust dir jetzt jeden Abend einen Stapel Bücher an, bevor du schläfst. Du gehst immer noch um 19Uhr schlafen- manchmal schon um 18Uhr und stehst zwischen 6-7Uhr auf- also ziemlich früh für unsere Verhältnisse.

Gestern hast du auf dem Flohmarkt ein Fahrrad angehimmelt, was wir dann für 5€ gekauft haben und tapfer haben R. und ich mit Dir Radfahren geübt. Du bist stolz wie Bolle und weinst immer total wenn wir nicht mehr können. Neben einem winzigen Rad in gebückter Haltung zu rennen macht furchtbare Rückenschmerzen. R. hat sich schon eine Diclo-Tablette eingeworfen. Bei  mir zwickt es auch schon. Irgendwie scheinen wir zu alt und gebrechlich für die Elternschafft zu sein. Aber du machst dich gut auf dem Rad- ich hoffe du kannst es bald alleine. (Oder wir kaufen Stützräder)

Wir lesen Janosch und er trifft irgendwie genau Deinen Humor, denn du merkst dir allerhand Janoschzitate.

Seit Tagen hörst du jeden Tag mindestens einmal das gleiche Hörspiel: Kleine Prinzessin. Gute Nacht. Du kannst alles wortwörtlich mitsprechen und willst es immer und immer wieder hören um das Gelernte zu verfeinern.

Die Warum-Phase ist jetzt ziemlich dominant.

Du interessierst dich jetzt wirklich sehr für unseren Hund. du fandest Luca schon immer gut, aber jetzt spielst du ganz viel mit ihr. So ist eine Deiner Lieblingsbeschäftigungen gerade mit dem Hund draussen fangen spielen. Du rennst dem Hund kreuz und quer durch die Gegend nach und luca ist dabei total lustig, weil sie demonstrativ langsam vor Dir wegläuft.

Du liebst es zu pickniken und wir essen deshalb oft draussen. Jetzt ist es auf unserem Balkon auch toll warm und sonnig.

Ich habe das Gefühl, dass dich beim Vorlesen mehr die spannenden Wörter als der Inhalt interessieren. So läßt du dir zum Beispiel mit Vorliebe aus dem Ritter Rost Kochbuch Rezepte vorlesen und R. und ich sterben vor Langeweile.

Ich habe während der Eingewöhnung gemerkt, dass du im Vergleich zu Gleichaltrigen Kindern in deiner ziemlich groß bist und echt gut sprichst.

Du kannst es kaum erwarten, bis du nur mit Rock und Strumpfhose nach draußen kannst. Der Inbegriff von Eleganz- in Deinen Augen. Ich glaube morgen ist es soweit.

Donnerstag, 17. März 2011

4. Tag der Eingewöhnung

Das Kind ist nun ein wirkliches Kitakind.
Wir hatten heute morgen nochmal drüber geredet, dass ich gleich wieder gehe, nachdem ich sie hinbringe. Ich habe gesagt, dass ich mich in ein Café in der Nähe setze und wenn sie traurig ist, dann kann der Erzieher mich anrufen und ich komme.
Das fand sie gut.
(Ich war tatsächlich in dem Cafe, aber dann in der letzten Stunde vor dem Abholen bin ich eigentlich immer um den Block spaziert und habe dauernd auf die Uhr geschaut. Ich habe mir sogar Zigaretten gekauft, obwohl ich eigentlich schon lange nicht mehr rauche- und auch vorher war ich nur Gelegenheitsraucherin, die nie eigene Zigaretten hatte.)

Also habe ich sie reingebracht und ausgezogen und weg war sie. Ich bin hinterher und habe mich verabschiedet, aber da war sie schon im "Kitamodus" und kaum mehr ansprechbar.

Alles lief super.

Als ich sie abgeholt habe, war sie total vergnügt und wollte eigentlich gerne noch dableiben.

Morgen geht sie wieder hin, hat sie gesagt.

Ich freue mich. Sie ist echt froh.

Der Erzieher hat gesagt, dass es echt Spaß mit ihr macht und sie äußerst witzig ist....das ist mir auch schon aufgefallen. ;-)

Mittwoch, 16. März 2011

Kitatag 3 und ansonsten ziemliches Pech

Also, der heutige Tag gehört nicht zu meinen Lieblingstagen.
Irgendwie war das Zeitmanagement heute morgen nicht ganz perfekt. Der Regen hatte den Fahrradhänger unter Wasser gesetzt und wir mussten die 2km zur Kita mit Kinderwagen im Laufschritt zurücklegen. Ich hatte sowohl Geld wie auch Handy zu Hause vergessen und deshalb wurde aus dem ersten mal Kind in der Kita lassen und 20 Minuten lang Kaffee kaufen gehen (den ich heute morgen sehr nötig gehabt hätte) 20 Minuten lang im Treppenhaus vor der Tür stehen.

Eingewöhnung lief aber prima. Das Kind freute sich in der Kita anzukommen, sagte "Ja ist gut, Tschüss" als ich mich für besagte 20 Minuten verabschiedete und beachtete mich auch nicht, als ich wiederkam. Sie hat zum ersten mal beim Morgenkreis mitgemacht und war ganz begeistert und dann wurde wieder gemalt und gebastelt, sie wollte wieder raus in den Sandkastenund fand den Bewegungsraum ganz prima.

Der Erzieher sagte, dass es so toll läuft, dass ich sie einfach morgen um 9Uhr zum Frühstück bringen soll und nach dem Mittagessen um halb eins abholen kann.
Das hat mich total überrumpelt. Von 20Minuten auf 3,5 Stunden. (Und länger wollen wir sie dieses Jahr auch gar nicht schicken).

Der Erzieher sagt, es läuft prima.
Morgen wollen sie auf den großen Spielplatz in der Nähe und das Kind soll im Rucksack ein zweites Frühstück mitbringen.
Und weil das Kind großer Picknickfan ist und es auch irgendwie schlüssig erscheint, dass ich bei dem Ausflug nicht mitmache, scheint es auch okay zu sein, dass ich dann gehe nach dem Bringen. Zumindest heute Abend in der Theorie. Sie sagt zwar, dass ich auf jeden Fall mitkommen soll, aber dann findet sie es auch in Ordnung, wenn ich sage, dass ich sie nach dem Mittagessen doch einfach abholen kann.
Ich bin ganz schön aufgeregt.

Ich bin hin und hergerissen. Auf der einen Seite sehe ich, dass sie wirklich super viel Spaß hat und die Kita ein riesiges Abenteuer für sie ist. Dort gibt es Spielsachen, die sie hier nicht hat und die Kinder haben wirklich total viele Möglichkeiten.
Ich finde auch, dass die Kinder in ihrer Gruppe nett sind und sie fühlt sich sichtlich wohl.

Andererseits finde ich einfach, dass so eine "Kitasituation" eine seltsame Sache ist. Eigentlich bin ich überzeugt davon, dass die Ablösung von Seiten des Kindes erfolgen sollte und nicht durch mich herbeigeführt werden muss. (Aber vielleicht löst sie sich ja gerade total freiwillig?)
Und es widerstrebt übrigens allen meinen Überzeugungen sie morgen da trotzdem da zu lassen, auch wenn sie sagt, dass ich nicht gehen soll.
Wir machen ja hier auch Eingewöhnungen bei uns zu Hause mit unseren Betreuungskindern. Mir ist bewusst, dass Kinder manchmal eben traurig sind, wenn die Eltern gehen, aber gleich nachdem die Tür zugefallen ist, sich wieder entspannen und auf die Situation hier einstellen können.
Trotzdem finde ich es eigentlich nicht richtig.
Das man die Kinder "zu ihrem Glück zwingt". Ich glaube bei jedem Kind kommt irgendwann der Moment, dass es einfach von sich aus, die Eltern weghaben möchte. Bei manchen Kindern ist das vielleicht mit 3 und ein anderen mit 7 Jahren. Klar, man muss arbeiten usw. - ich spreche hier auch von einer Idealsituation.
Wir sind ja auch tatsächlich gerade in der luxuriösen Situation, dass keine NOTWENDIGKEIT besteht, dass das Kind in die Kita geht.
Es soll einfach ein Angebot sein. Und dieses Angebot scheint ihr ja auch sehr zu gefallen.

Heute habe ich irgendwie das Gefühl, dass wir aus Versehen und ganz plötzlich in die Situation gekommen sind, dass das Kind nun Vormittags fremdbetreut wird.
Das ist natürlich Quatsch. Seit Monaten wissen wir, dass sie in die Kita kommen wird. Wir hatten das Gefühl, dass sie lieber mit Gleichaltrigen spielen möchte, als mit den Kleinen bei uns. Und dass wir die Kinderbetreuung auf den Vormittags verschieben wollen und die Nachmittage mit dem Kind frei zu haben.
Aber irgendwie überrumpelt mich das trotzdem alles gerade ziemlich.


Vielleicht bin ich auch nur schräg drauf. Bisschen zu wenig Schlaf, weil das Kind gerade schon um 6Uhr aufsteht, R. und ich unsere Schlafenszeiten aber noch nicht angepasst haben. Und das Kind ist ja echt froh gerade und hat ja eigentlich keine Ablösungsprobleme..... was ein Glück.

Und blöd ist der Tag,  weil wir eine Absage für die schöne Wohnung bekommen haben.

Dienstag, 15. März 2011

Kita Tag 2. der Eingewöhnung

Das Kind wollte heute morgen eigentlich lieber mit R. in die Kita. Das geht leider nicht, weil nur ein Elternteil die Eingewöhnung machen soll. Sie war dann aber zum Glück schnell einverstanden.
Das selbsternannte "Kitamädchen" war ganz aufgeregt und hat sich auf den Kitavormittag gefreut. Dort angekommen rannte sie auch sofort rein.

Alerdings kontaktierte sie mich schon um einiges öfter, als gestern noch. (Gestern waren es nämlich genau null mal). Ich sollte ihr helfen beim Klettern und ich sollte mit raus zum Sandkasten und mit ihr aufs Klo gehen.
Das habe ich dann natürlich auch alles gemacht. Dann ist sie wieder alleine los.
Sie fand es wieder toll, hat auch mit anderen Kindern gespielt und mit Wasserfarben gemalt, war als Prinzessin verkleidet, hat sich mit ihrer neuen Zahnbürste die Zähne geputzt und freut sich schon total, dass sie morgen dort Mittagessen darf.

Morgen soll ich auch mal für 10Minuten was "erledigen gehen".

Ich mag die Kita, weil die Kinder wirklich meistens machen können, wozu sie Lust haben. Das finde ich echt wichtig, Sie können immer dann raus, wann sie möchten, zu jeder Zeit mit den Wasserfarben malen, sie können sich in der ganzen Kita frei bewegen, alles ist in Kinderhöhe gelagert und der Betreuungsschlüssel ist auch super.

Woran ich mich wirklich noch gewöhnen muss, ist, dass das Kind nun 3-4 Stunden am Tag Dinge erleben wird, bei denen weder R. noch ich dabei sein werden.
Oder, dass andere Erwachsene dem Kind sagen, was richtig und was falsch ist.
Ein verrückter Gedanke, der sich völlig meiner Vorstellungskraft entzieht.
Aber ich bin ja auch noch in der Eingewöhnung.





Ob ich alles Erzieher gerne habe, wird sich noch rausstellen.

Montag, 14. März 2011

Kita

Das Kind ist ein "Kitamädchen" hat sie heute auf dem Weg zur Kita verkündet.
Der erste Tag der Eingewöhnung lief erwartungsgemäß prima. Alles war neu und spannend und der Erzieher hat sich in den zwei Stunden nur um das Kind gekümmert. Ich saß rum wurde kein bisschen benötigt und habe gelesen. Das Kind und der Erzieher haben mit den anderen Kindern Puppenhaus gespielt, waren in der Kinderküche, haben mit Wasserfarben gemalt und das Kind hat sich als Clown verkleidet. Dann haben sie gebastelt und waren draußen in der Sandkiste.
Das alles fand das "Kitamädchen" super.

Dann sind wir nach zwei Stunden nach Hause und das Kind will morgen wieder hin. Soweit so gut.


Wir haben uns am Samstag eine superschöne Wohnung angesehen, die wir auch bezahlen könnten und die sogar nicht bombastisch weit weg zu der Kita ist.
Bewerbung war nach 20 Minuten bei der Hausverwaltung, ich habe da auch gleich angerufen um zu versichern, dass wir die Wohnung lieben und sie hegen und pflegen würden- jetzt heißt es abwarten und Daumen drücken.
Altbau, in einem Zimmer liegt echtes tolles Parkett, in den anderen beiden Dielen, es gibt eine Badewanne, eine tolle Kammer neben der Küche, einen Balkon, alte Flügeltüren und Stuck an der Decke. Für 82qm beträgt die Miete 665€/warm. Der einzige Hacken ist, dass warm Wasser über einen Durchlauferhitzer läuft. Geheizt wird mit Fernwärme.
Was zahlt man so an Strom bei einem Durchlauferhitzer? Wir sind tendenziell Menschen die mindestens einmal am Tag duschen und eigentlich auch heiß und nicht so kurz....wobei wir an der Dauer auch arbeiten könnten.

Na ja, es gab natürlich neben uns auch noch zahlreiche andere Interessenten- also hoffen wir auf unser Glück.

Am Sonntag waren wir im Wäldchen-Garten und haben die Styropordecke abgemacht und den umgefallenen Zaun auseinandergebaut.
Das Kind ist total gerne draußen. Sie will eigentlich immer raus.
Und sie liebt den Garten. Ich sehe schon, das wird ein feiner Sommer.


Mittwoch, 9. März 2011

Kopffüßler! Yeah!!!!

Noch ist das Foto-Kabel nicht gefunden, dabei ist da ein Bild drauf, bei dessen Anblick mein Herz hüpft. Das Kind hat heute einen Kopffüßler gemalt!!!!! Da lachen die Herzen der beiden Pädagogeneltern.
Es ist völlig verrückt. Sie malte bisher ausschließlich krikelkrakel...seit ein paar Wochen fing sie an Striche zu zeichnen, fein säuberlich einen neben dem anderen. Nie hat sie den Anspruch darauf erhoben, dass es bestimmte Gegenstände oder Personen sind, die sie malt. Und heute- ganz plötzlich einen kompletten klassischen Kopffüßler: Papa-R. Mit Kopfbauch, zwei Armen, zwei Beinen, Augen, Mund und Nase. Ihr merkt schon- ich bin ein fanatischer Kopffüßlerfan
Die Technik ist auch super. Sie malt alles auf dem Kopf- aber alles ist genau richtig platziert und einfach künstlerisch sehr wertvoll ;-)

Und ein zweiter Tageshöhepunkt war, als sie unserem Besuch erklärte: "Schau mal, das ist meine Puppe Mixer- benannt nach einem Rührgerät" Ich habe keine Ahnung woher sie den Ausdruck "benennen" oder "Rührgerät" kennt.


Am Montag war der kleine Bruder auf Zeit bei seiner Oma im Rheinland und wir hatten hier sozusagen frei und sind zu Feier des Tages in den Zoo gegangen.
Am tollsten fand das Kind dieses mal die Otter:
"Ich will auch ein Otter sein! Ich will ohne Taucherbrille tauchen und Fisch essen und so einen tollen Schwanz haben" gab sie wütend und sehr laut zum Besten. Dann standen wir da eine halbe Stunde und haben die Kerlchen beobachtet.



Ansonsten war ich gestern in der Stadtbücherei und habe einen Haufen Kinderbücher und die Lernbücher meiner vergangenen Klausur zurückgegeben und (wie fast immer) eine saftige Strafe bezahlt, weil ich die Leihfrist überzogen habe. (Also ehrlich, ich habe der Stadtbücherei sicher schon soviel Geld gegeben, seit ich in Berlin wohne, dass sie sich ohne Probleme eine fette Nähmaschine kaufen könnte.)
Na ja, aber was ich eigentlich sagen wollte, ist, dass ich dort eine sehr tolle Dissertation zu genau meinem nächsten Prüfungsthema gefunden habe. Eine Arbeit über den Schreibstil der polnischen Schriftstellerin Hanna Krall.
Sie ist übrigens einer sehr spannende Frau und ich kenne und liebe alle ihre Bücher. Sie schreibt über Einzelschicksale von polnischen Juden während des Holocaust- sehr empfehlenswert.

Jetzt gehe ich mal ins Bett- heute morgen war ich nämlich dran mit Aufstehen (R. und ich wechseln uns morgens ab) und das Kind wollte leider schon um 5Uhr aufstehen. Daran war ich nicht ganz unschuldig.
Das Kind trägt ja seit fast einem Jahr tagsüber keine Windel mehr.
Nachts hat sie noch eine an, aber eigentlich wacht sie schon seit Monaten auf und nutzt ihr Töpfchen, wenn sie muss.
Die Windel ist eigentlich immer trocken. Also hat sie gestern Abend keine angezogen. Und heute morgen um 5Uhr sprachs neben mir: "Ich bin ganz nass, der Schlafsack ist ganz nass".
Dannach kuschelte sie sich zwar noch brav zu mir und R. unter die Decke, aber an wieder Einschlafen war nicht mehr zu denken. Sie quatschte fröhlich vor sich hin. Hat sich noch total kooperativ 20Minuten lang Bücher im Bett angeschaut- aber dann doch beschlossen, dass sie nun aufstehen und frühstücken will.
Müüüüde.

Edit:
ich habe mir einfach ein neues Kabel gekauft:
Tatatatata: Hier ist er- der tolle süße, gigantische und erster Kopffüßler:

Samstag, 5. März 2011

wenn ich etwas Wichtiges an einen Platz lege an dem ich es sicher wiederfinde....

wenn ich etwas Wichtiges an einen Platz lege, an dem ich es sicher wiederfinde, dann ist es mit ziemlicher Sicherheit für immer, oder zumindest für längere Zeit verloren.
Ich erinnere mich, dass ich das Fotoapparatkabel an solch einen sicheren Ort gelegt habe....und nun suche ich diesen sicheren Ort schon seit Tagen.

Deshalb heute keine Bilder.


Meine Klausur ist rum. Ich habe keine Ahnung, welche Note ich bekomme, aber vermutlich habe ich bestanden.
Dieses "keine Ahnung" Gefühl kommt auch nicht daher, dass ich zu wenig gelernt habe.... es ist so, dass meine Professorin, die ich wirklich mag, weil sie sowohl meine Magisterarbeit, wie auch meine mündliche Prüfung gut bewertet hat, findet, dass jeglicher Dialog mit mir über die Themen "Wettbewerbsverzerrung" sei. Das heißt, ich habe gesagt: "Ich würde gerne die Klausur über Konzepte rassismuskritischer Bildungsarbeit schreiben".
Sie: "Gut".
Das war's.

Also habe ich mir eine Klausur zurechtgebastelt und bin davon ausgegangen, dass sie in der Prüfung dann eine mindestens 4-Zeilige Frage stellt, aus der der Schwerpunkt ersichtlich wird.
"Diskutieren Sie Konzepte der rassismuskritischen Bildungsarbeit", war dann die Frage. Ich habe also alles hingeschrieben, was ich mir so zurechtgelegt habe und mal sehen.

Hauptsache es ist rum.
Ich bin widererwartend irgendwie ein perfekter Prüfungstyp- wenn es so was gibt. Ich lerne ziemlich ausdauernd und bin kein bisschen aufgeregt vorher. Vor der Klausur war ich sogar ziemlich gelangweilt. Schon so gelangweilt, dass ich das Gefühl hatte, ein bisschen mehr Aufregung hätte meine Vorbereitungen bereichert. Aber trotzdem habe ich dann während der Klausur alles runtergerattert, was ich gelernt hatte. Ich hatte eine halbe Stunde Zeit gehabt mir am Schluss alles durchzulesen und bin dann 10min vor Abgabe gegangen.
Nur Spass macht mir das Lernen nicht so richtig.
Und jetzt kommt Germanistik....da stellen sich mir ja die Nackenhaare auf- das kann ich gar nicht, fürchte ich.
Anfang Mai will ich die mündliche machen und dann paar Wochen später die Klausur. Und dann wäre ich fertig. Puuh.

Themawechsel:

Gestern waren wir mal wieder in unserem Gärtchen.
Da wir ja keine Wohnung finden, die wir renovieren können, verlagern wir unseren Aktionismus eben in das 15qm Häuschen.
Wir haben alle Tapeten abgerissen und die ganze Holzverkleidung.
Als nächstes ist die hübsche Styropordecke dran.
Dann wird die Elektrik neu verlegt. Dann spachteln wir und streichen. Alle alten Möbel kommen weg.
Wir müssen jetzt mal den Kompost zu neuem Leben erwecken.
Ich freue mich drauf. Das Kind war gestern auch ganz fröhlich und ist mit dem Hund durchs hohe Gras gestampft.
Jetzt habe ich mal an Euch eine Frage.

Das Grundstück ist ja mitten im Wohngebiet. Trotzdem gibt es keinen Wasser und Abwasseranschluss. Den zu verlegen kostet ja sicher mehrere Tausend €uro und kommt nicht in Frage.
Früher kam das Wasser durch eine Elektropumpe. Den "Brunnen" gibt es auch noch, wir haben keine Ahnung ob der versandet ist- sehr wahrscheinlich. Er war mindestens 5 Jahre lang nicht in Betrieb. Als wir das Häuschen übernommen haben, lag da eine neue Elektropumpe. Uns ist völlig unklar, wie man die anschließt, die Anschlüsse die dran sind, passen auf den ersten Blick überhaupt nicht zu denen, die aus der Erde kommen.

Jetzt haben wir einige Fragen.
Kann man im Wohngebiet einfach so Wasser selbst Pumpen?
Wen beauftragt man, wenn man herausfinden will, ob der Brunnen noch funktioniert?
Was passiert, wenn er versandet ist?

Weil Wasser wäre irgendwie schon nett. Zum Kochen kann man sich sicher welches aus Berlin mitbringen. Aber das Kind will im Sommer planschen. Und wenn man da übernachtet, wäre ja sich mal zu waschen auch nicht schlecht.

Unser Klo braucht kein Wasser- das ist ja ein Trennkompostklo...aber Geschirr spülen....ah.... Wasser wäre einfach gut.

Habt ihr Gärtchen? Wie ist es da gelöst?

(ich habe übrigens prima Fotos von dem Brunnen gemacht, um sie Euch zu zeigen....aber das blöde Kabel....)