Gestern habe ich gemeinsam mit einer guten Freundin, die einen Abschluss in Modedesign hat und eigentlich gar nicht gerne näht....aber für mich hat sie da mal eine Ausnahme gemacht......gestern habe ich also mit dieser Freundin meinen neuen wunderschönen Geldbeutel genäht. Er ist ein Traum und genau so, wie ich ihn mir schon immer erträumt habe. Ich muss ihn die ganze Zeit in der Hand halten und streicheln. Tatatata- hier ist das gute Stück:
Außer dem Verschluß, den wir abgeändert haben, basiert der Geldbeutel auf dem ebook von ki-ba-doo
Außen aus ganz weichem Leder und innen nett bunt. Macht mich glücklich.
Und dann war ich heute noch 40 Minuten Schwimmen um 8Uhr morgens und das macht mich auch glücklich.
Alles gut- alles bunt, die Sonne scheint.
Freitag, 29. Juni 2012
Montag, 25. Juni 2012
Eis mjami
Heute morgen bin ich aufgewacht und habe mir überlegt, dass es ja spannend wäre einige Tage lang nur Rohkost zu essen.
Allerdings ließ mich der Kaffeedurst noch lieber auf "vergan" umschwenken und ich ging hochmotiviert mit Kind und Hund eine Sojamilch kaufen.
Während ich, wieder zu Hause angekommen, so den Morgenkaffe kochte, dachte ich mir, dass ich vielleicht zu Anfang Soja- und Kuhmilch mischen könnte....weil so eine Cappu mit Sojamilch schmeckt mir zu süß.
Beim Mittagessen aß ich aus Unüberlegtheit ein halbes Wiener Würstchen und musste schon ein bisschen über mich und meine anfänglichen Pläne lachen.
Aber Nachmittags kam dann ein Durchbruch und ich machte aus Cashewnüssen und Tiefkühlhimbeeren ein sehr leckeres verganes Eis.
Und weil es so lecker war, hier das Rezept.
50gr Cashewnüsse in Wasser einweichen. (2-8 Stunden)
Wasser abgießen und 50ml Rapsöl wieder draufgießen.
Dann noch 100ml Wasser dazu und mindestens eine lange Minute beherzt pürieren.
Zu dieser "Sahne" dann 2 Handvoll Tiefkühlobst....ich habe Himbeeren gewählt....schütten und nochmal sämig in die gewünschte Konsistenz pürieren.
Fertig ist das Eis. Nicht unbedingt kalorienarm, aber vegan und echt lecker.
Letztes Jahr habe ich Eis aus reifen, in Scheiben geschnittenen und tiefgekühlten Bananenscheiben und Obst gemacht.
Dieses schmeckt ähnlich nur etwas sahniger. (Hat ja auch mehr Fett durch die "vegane Sahne").
Lecker.
Die Kinder sind ja da immer recht streng in der Geschmackskontrolle und heute hatte ich hier ganze drei Testesser/innen, die alle absolut überzeugt waren und große Mengen verschlangen.
_____________________________
Ich bringe das Kind ins Bett. Das Kind hat plötzlich die Idee die Nachttischlampe anzumachen. Ich: "Neee, wenn ich hier bei dir liege, dann bleibt das Licht aus."
Sie (total ernst und leicht genervt): "Aber du leuchtest doch gar nicht!"
Allerdings ließ mich der Kaffeedurst noch lieber auf "vergan" umschwenken und ich ging hochmotiviert mit Kind und Hund eine Sojamilch kaufen.
Während ich, wieder zu Hause angekommen, so den Morgenkaffe kochte, dachte ich mir, dass ich vielleicht zu Anfang Soja- und Kuhmilch mischen könnte....weil so eine Cappu mit Sojamilch schmeckt mir zu süß.
Beim Mittagessen aß ich aus Unüberlegtheit ein halbes Wiener Würstchen und musste schon ein bisschen über mich und meine anfänglichen Pläne lachen.
Aber Nachmittags kam dann ein Durchbruch und ich machte aus Cashewnüssen und Tiefkühlhimbeeren ein sehr leckeres verganes Eis.
Und weil es so lecker war, hier das Rezept.
50gr Cashewnüsse in Wasser einweichen. (2-8 Stunden)
Wasser abgießen und 50ml Rapsöl wieder draufgießen.
Dann noch 100ml Wasser dazu und mindestens eine lange Minute beherzt pürieren.
Zu dieser "Sahne" dann 2 Handvoll Tiefkühlobst....ich habe Himbeeren gewählt....schütten und nochmal sämig in die gewünschte Konsistenz pürieren.
Fertig ist das Eis. Nicht unbedingt kalorienarm, aber vegan und echt lecker.
Letztes Jahr habe ich Eis aus reifen, in Scheiben geschnittenen und tiefgekühlten Bananenscheiben und Obst gemacht.
Dieses schmeckt ähnlich nur etwas sahniger. (Hat ja auch mehr Fett durch die "vegane Sahne").
Lecker.
Die Kinder sind ja da immer recht streng in der Geschmackskontrolle und heute hatte ich hier ganze drei Testesser/innen, die alle absolut überzeugt waren und große Mengen verschlangen.
_____________________________
Ich bringe das Kind ins Bett. Das Kind hat plötzlich die Idee die Nachttischlampe anzumachen. Ich: "Neee, wenn ich hier bei dir liege, dann bleibt das Licht aus."
Sie (total ernst und leicht genervt): "Aber du leuchtest doch gar nicht!"
Donnerstag, 21. Juni 2012
Freitag, 15. Juni 2012
Baumhaus Teil 1. und die Geschichte der Hagenunus
Heute waren R. und das Kind im Garten und haben den ersten Teil des Baumhauses gebaut. Sozusagen den Grundstock.
Beim nächsten mal kommt auf diese Plattform ein Haus drauf.
Und während jedenfalls im Garten gewerkelt wurde, habe ich in einem Kinderladen ausgeholfen.
Das war ein echt schöner Tag und ich hatte richtig super viel Spass mit den Kindern.
Zuerst habe ich mit den großen Jungs, dieses Spiel gespielt. Wir haben um ein Sammelkartenpack von Star Wars gespielt......hätte ich gewonnen, hätte ich 2€ bekommen, haben sie mir versichert. Habe ich leider nicht.....also muss ich in den nächsten Tagen in so ein Star Wars Pack investieren.....Wettschulden sind ja Ehrenschulden, habe ich mir sagen lassen. Natürlich erwähnte die Erzieherin im vorbeigehen, dass wir doch auch einfach aus Freude spielen könnten (sowas muss wahrscheinlich eine Erzieherin sagen, schätze ich mal), aber wir grinsten uns nur wohlwissend an.
Und eine Hagenunugeschichte habe ich auch erzählt. Ich hatte über die Geschichte schon mal vor 2 Jahren gepostet.
Es ist ein kleines Indianervolk und dieses begeistert einfach ALLE Kinder, die ich kenne.
Ich habe heute mal gegooglet und festgestellt, dass es viele verschiedene Versionen der Geschichte gibt.
Also schaut mal hier oder hier oder eben bei mir.
Aber der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt und die Kinder spinnen auch gerne selbst ein bisschen mit. Wichtig ist aus vollem Leib den Hagenunuschlachtruf zu brüllen....! He Hagenunu he Hagehagenunu he Hagenunu Yeaaaaaaaah!!!!! Das hilft auch grandios gegen Traurigkeit.
Das Kind nächtigt jetzt nun übrigens doch wieder bei uns. "Meine Güte, habe ich schon lange nicht mehr hier geschlafen!" rief sie gestern Abend entzückt, als sie nach einer Probenacht im eigenen Zimmer wieder bei uns einzog. Aber heute zum Beispiel wiedermal alleine....mit mir auf der Türschwelle und als "Kuscheltier" unseren großen roten Koffer. Das wäre nämlich ihr "liebster Abenteuerkoffer und er müsse nun immer mit im Bett schlafen". Für uns bleibt da nun nicht mehr viel Platz, fürchte ich. Das Kind ist ein Freak.
Beim nächsten mal kommt auf diese Plattform ein Haus drauf.
Und während jedenfalls im Garten gewerkelt wurde, habe ich in einem Kinderladen ausgeholfen.
Das war ein echt schöner Tag und ich hatte richtig super viel Spass mit den Kindern.
Zuerst habe ich mit den großen Jungs, dieses Spiel gespielt. Wir haben um ein Sammelkartenpack von Star Wars gespielt......hätte ich gewonnen, hätte ich 2€ bekommen, haben sie mir versichert. Habe ich leider nicht.....also muss ich in den nächsten Tagen in so ein Star Wars Pack investieren.....Wettschulden sind ja Ehrenschulden, habe ich mir sagen lassen. Natürlich erwähnte die Erzieherin im vorbeigehen, dass wir doch auch einfach aus Freude spielen könnten (sowas muss wahrscheinlich eine Erzieherin sagen, schätze ich mal), aber wir grinsten uns nur wohlwissend an.
Und eine Hagenunugeschichte habe ich auch erzählt. Ich hatte über die Geschichte schon mal vor 2 Jahren gepostet.
Es ist ein kleines Indianervolk und dieses begeistert einfach ALLE Kinder, die ich kenne.
Ich habe heute mal gegooglet und festgestellt, dass es viele verschiedene Versionen der Geschichte gibt.
Also schaut mal hier oder hier oder eben bei mir.
Aber der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt und die Kinder spinnen auch gerne selbst ein bisschen mit. Wichtig ist aus vollem Leib den Hagenunuschlachtruf zu brüllen....! He Hagenunu he Hagehagenunu he Hagenunu Yeaaaaaaaah!!!!! Das hilft auch grandios gegen Traurigkeit.
Das Kind nächtigt jetzt nun übrigens doch wieder bei uns. "Meine Güte, habe ich schon lange nicht mehr hier geschlafen!" rief sie gestern Abend entzückt, als sie nach einer Probenacht im eigenen Zimmer wieder bei uns einzog. Aber heute zum Beispiel wiedermal alleine....mit mir auf der Türschwelle und als "Kuscheltier" unseren großen roten Koffer. Das wäre nämlich ihr "liebster Abenteuerkoffer und er müsse nun immer mit im Bett schlafen". Für uns bleibt da nun nicht mehr viel Platz, fürchte ich. Das Kind ist ein Freak.
Mittwoch, 13. Juni 2012
Uns geht es gerade echt seltsam.Es passieren so verrückte und blöde Sachen gerade mit uns und um uns herum.
Das führt dazu, dass wir so ungeduldig werden und auch manchmal unfair zum Kind. Das tut mir natürlich total leid...aber irgendwie ist es eben gerade so.
Gestern haben wir uns zusammengerissen und R. hat den ganzen Tag mit dem Kind draußen Tolles gemacht und ich habe ihr einen riesigen neuen Basteltisch gebaut und ihn in IHR NEUES ZIMMER gestellt.
Unser Zimmeraufteilung war ja irgendwie so rein nach Gefühl hier in der Wohnung sortiert. Küche und Schlafzimmer gibt es, dann ein großes Zimmer, in der meine Nähmaschine, Bücher und bisher auch alles Sachen des Kindes standen. Und dann ein weiteres Zimmer mit zusätzlichem Bett, einem kleinen TV und auch paar Sachen vom Kind.
Das führte in letzter Zeit dazu, dass das Kind sich im größten Zimmer eingeschlossen hat um in Ruhe Hörspiele zu hören und nebenbei Wände zu bemalen, Decken zu zerschneiden und sonstige lustige Experimente.
Nun hat sie ein Zimmer, was zum einen einfach viel übersichtlicher ist. Wir haben nur die Sachen reingestellt, sie sie wirklich gerade benutzt.
Es sind also nur ihre Sachen drin....also ärgere ich mich nicht, wenn sie mal was "umgestaltet" und sie findet das auch viel entspannter.
Sie hat sich soooooooooo gefreut. Und dann gleich beschlossen, dass sie in dem Zimmer schlafen will.....*schluck* wie jetzt, ohne uns?
"Ja- ich bin jetzt groß"
Das Einschlafen ging übrigens in den letzten Tagen völlig skurril von statten. Es hat bis jetzt eigentlich, bis auf einmal, immer geklappt. Aber wir sind dazu übergegangen, dass einer von uns an der Türschwelle sitzt- am Laptop oder mit Leselicht und Buch. Dann sieht sie unser Gesicht und kann auch noch was dringendes erzählen, muss aber nicht immerzu aufstehen.
R. und ich wäre echt bereit uns wieder mit ihr hinzulegen.....aber sie will es auf keinen Fall. Sie ist so entschieden, dass ein Gespräch darüber ausgeschlossen ist.
Gestern also Premiere im eigenen Zimmer und eigenen Bett......der Hund entschied sich dann auch zu allem Überfluss, bei ihr und dann im eigenen Körbchen zu nächtigen. Das war vielleicht komisch. So ein großes Bett nur für uns zwei.
Heute morgen um 8Uhr hat sie uns dann freudestrahlend geweckt. Gut hätte sie geschlafen und heute Nacht will sie das wieder.
Verrückte Welt.
Dienstag, 12. Juni 2012
ziemlich genau ein Jahr nach der ersten Diagnose....
Ich bin gestern endlich mal wieder in einem See geschwommen und dann nachmittags kam plötzlich der Anruf von ihr, dass seine unerklärlichen Schmerzen sich als neue Metastasen rausgestellt haben.
Wir haben sie im Krankenhaus abgeholt und ich habe Abends auf ihrem Balkon mit ihr das gleiche Gespräch wie schon vor einem Jahr, nach der ersten Dianose geführt.
Nur, dass jetzt ein Jahr mit Höhen und Tiefen hinter ihm liegt, die ganzen Chemos und Bestrahlungen ihn müde und kraftlos gemacht haben und sie traurig und dass nun einfach schon alles ausprobiert wurde.
"Kannst du dir vorstellen, dass R. sterben würde in nächster Zeit?" hat sie mich gestern gefragt. "Nein...manchmal versuche ich mir das vorzustellen, aber dann höre ich auf, wenn es anfängt weh zu tun."
Der neue Tumor ist mal wieder riesig und so um die Niere geschlungen, dass die Ärzte nicht große Hoffnungen haben, dass sie ihn rausschnippeln können.
Ich bin irgendwie nicht mehr so richtig traurig.....ich bin so genervt von dieser arschlochhinterhältigen Krankheit.
Edit vom 14.06.:
Er darf nach Hause. Krebs ist nun überall und er muss nicht mehr im Krankenhaus sein.
Wir haben sie im Krankenhaus abgeholt und ich habe Abends auf ihrem Balkon mit ihr das gleiche Gespräch wie schon vor einem Jahr, nach der ersten Dianose geführt.
Nur, dass jetzt ein Jahr mit Höhen und Tiefen hinter ihm liegt, die ganzen Chemos und Bestrahlungen ihn müde und kraftlos gemacht haben und sie traurig und dass nun einfach schon alles ausprobiert wurde.
"Kannst du dir vorstellen, dass R. sterben würde in nächster Zeit?" hat sie mich gestern gefragt. "Nein...manchmal versuche ich mir das vorzustellen, aber dann höre ich auf, wenn es anfängt weh zu tun."
Der neue Tumor ist mal wieder riesig und so um die Niere geschlungen, dass die Ärzte nicht große Hoffnungen haben, dass sie ihn rausschnippeln können.
Ich bin irgendwie nicht mehr so richtig traurig.....ich bin so genervt von dieser arschlochhinterhältigen Krankheit.
Edit vom 14.06.:
Er darf nach Hause. Krebs ist nun überall und er muss nicht mehr im Krankenhaus sein.
Sonntag, 10. Juni 2012
Freitag, 8. Juni 2012
Vor kurzem hat Manati-Mum
darüber geschrieben, dass Moritz es geschafft hatte an einem Abend
alleine einzuschlafen. Wow...ich war beeindruckt. Ich las den Post total interessiert, weil wir uns
auch fragten, wann und wie das mit dem alleine Einschlafen wohl
funktionieren wird.
Obwohl bisher das mit der "Kindererziehung" im Großen und Ganzen viel einfacher als gedacht war.
Es funktioniert in etwa so:
Wir machen gar nichts (weitesgehend bin ich da mit Tom Hodgkinson einer Meinung) und das Kind wird immer coller, lustiger, schlauer und größer.
Sie lernt alles was man so zum Leben braucht einfach von selbst. Mit 9 Monaten lief sie los, mit 15 Monaten begann sie zu sprechen, mit 19 Monaten brauchte sie plötzlich keine Windel mehr, Abgestillt haben wir gemeinsam nach einem Gespräch, bei der ich ihr erklärte, dass ich es echt gerne gemacht habe aber nun keine Lust mehr habe.
Schnulli fand sie immer doof, "Danke und Bitte" sagen finden wir nett, aber jemanden (auch wenn der "jemand" drei Jahre alt ist) darauf hinzuweisen, dass man "Bitte und Danke" sagen sollte, finden wir extrem unhöflich....deshalb haben wir da noch nie irgendwie "erzieherisch" auf das Kind eingewirkt, aber sie sagt es trotzdem - mit großem Enthusiasmus.- Wie auch "Guten Tag" (und das mit noch größerem Enthusiasmus und einfach zu allen Menschen, denen wir im Alltag begegnet und auch zu allen an denen wir nur vorbeilaufen). Keine Ahnung....was sind sonst noch die üblichen Erziehungsziele in diesem Alter? Mag sein, dass ich in einigen Jahren anders darüber denke....zur Zeit wird das Kind ganz von alleine sehr gesellschaftsfähig- falls das hier überhaupt das Ziel ist oder sein sollte.
Also: Schlafen funktioniert bei uns so.
Nach der Geburt des Kindes kauften R. und ich eine riesige Matratze und schlafen seitdem gemeinsam darauf. Zu Dritt- manchmal noch mit Hund zu unseren Füßen.
Wenn wir wollen würden, könnten wir das Kind mittlerweile auch in das zusätzliche Gästebett legen- da würde sie sicher auch einschlafen- aber wir finden es viel "heimeliger" so zusammen. Wenn sie aber mal alleine schlafen will bzw schlafen wollen würde, dann wäre das natürlich absolut erlaubt ;-).
Einschlafen ging lange lange Zeit mit Stillen. Und dann mit Geschichtenerzählen und Kuscheln.
Dann habe ich R. und dem Kind des Post von Manati-Mum vorgelesen.
Vorgestern habe ich dann gefragt, ob sie es auch eigentlich mal alleine versuchen will.
JAAAAA!!!! (Okay...sie hat Ja gesagt....leichte Verwirrung meinerseits....aber nun gut. Dann soll es geschehen.)
"Okay. Dann kuschel ich dich hier ein und lass die Tür auf und gehe ins Wohnzimmer. Kuss Kuss, Schlaf gut!"
Nun beginnt ein reger Verkehr im Flur. Jede 20 Sekunden stürmt ein sehr gut gelauntes und sehr aufgeregtes Kind zu mir ins Wohnzimmer um mir Verschiedenes mitzuteilen.
Ich sitze auf dem Sofa und lese und schmunzel.
1. "Du, ich muss dir was ganz wichtiges sagen: Ich habe am 7. Juli Geburtstag"
2. "Du, aber die Überraschung morgen früh, die soll aus Schokolade sein". (Aha....jetzt verstehe ich das begeisterte "JA!". Sie hat sich also gemerkt, dass Moritz einen Schokokuchen bekommen hat. Die neue Erkenntnis: Mein Kind macht also alles für Süßigkeiten. Leicht beunruhigt lese ich weiter.)
3. Ich höre sie aus dem Schlafzimmer glücklich seufzen: "Ah wie toll!" (spricht sie sich Mut zu?)
4. R. kommt heim. Er schlägt ihr gleich vor, dass er sich zu ihr legt: "Nein, auf keinen Fall- das mach ich ganz alleine. Niemand darf sich zu mir legen."
5. "Du ich muss dir was ganz dringendes sagen: hast du gesehen, wie hell es draußen noch ist?"
6. R. sagt dem Kind, dass wir morgen früh gerne auch den Versuch groß feiern. Auch wenn es heute noch nicht ganz klappt. Er könnte sich gerne zu ihr legen. (Ich muss über R. leise in mich hineingrinsen. Vielleicht braucht er morgen früh zur Belohnung einen Schikokuchen eher als das Kind. Dieses versucht es nun seit 10 Minuten, ist total guter Laune und voller Vorfreude.)
7. Das Kind stürmt nochmal ins Wohnzimmer: "Papa, du darfst mich nicht ins Bett bringen heute, das mache ich alleine." (Okay- er hat es kapiert und legt sich mit einem Buch neben mir aufs Sofa.)
8. Das Letzte was wir von ihr hören, ruft sie uns aus dem Schlafzimmer zu: "Aber sagt mir bloß bescheid, wenn es schon morgen früh ist!!!"
Und dann nach insgesamt 15 Minuten aufgeregtes Rumgelaufe ist es nach wenigen Minuten plötzlich ganz still im Schlafzimmer. Das Kind schläft. Ich freu mich total für sie.....und geh nochmal einkaufen....wegen der Schoko.
Morgens wacht das Kind auf und ist begeistert: "Ich habs geschafft!!! Ich bin alleine eingeschlafen!!!!"
Dann gibt es Himbeertörtchen und Luftschlangen im Bett und auch Schoko.
Das Kind ruft stolz Oma an und erzählt ihr aufgeregt was passiert ist. Die Oma ist auch beeindruckt und verspricht auch eine Überraschung zu schicken. "Und heute Abend?" Kind: "Na dann schlaf ich auch alleine ein- ich kann das ja jetzt!" Wer weiß.....ist ja auch egal. Wir haben jedenfalls wild gefeiert!
Gestern Abend: "Na, soll ich mich zu dir legen, oder probierst du es nochmal?" Kind: "Na, ich schlafe natürlich alleine- jetzt kann ich es doch"
Wieder beginnt eine bewegte Flurzeit in der das Kind und noch allehand Wichtigkeiten mitteilt. Sie ist nicht ganz so begeistert wie beim ersten mal...aber immer noch sehr entschlossen. Am Ende sitze ich in der Tür und sie schläft tatsächlich wieder alleine ein.
Heute Abend sind noch alle Karten offen. R. liegt noch bei ihr und liest ihr eine Gute Nacht Geschichte vor....mal sehen.
P.S. Einige male rübergekommen. R. legt sich zu ihr, sie schickt ihn weg. Wieder einge Wanderungen über den Flur. Ich sage, dass ich mich etwas zu ihr kuschel und dann aufstehe. (Sie will es ja unbedingt alleine schaffen). Ich liege so da und beobachte wie ihr nun doch die Augen zufallen. Als ich gerade überlege, dass ich jetzt nun aufstehen sollte, weil ich es ja versprochen habe, flüstert sie mit letzter Kraft: "Du musst jetzt verschwinden....ich bin schon total müde."
Ich bewundere den eisernen Willen und beschließe mir eine Scheibe davon abzuschneiden.
P.P.S. Ich habe mir meinen Post nochmal durchgelesen. R. und ich sind einfach bekloppt. Echt. Vielleicht R. noch ein bisschen mehr als ich....aber so über den Daumen gepeilt sind wir zwei einfach Idioten- wir haben ihr das einfach nicht zugetraut....aber das Kind ist zum Glück ein eigener Mensch....und ein Toller.
_________
Edit: Vierter Abend. Irendwie flutscht es heute nicht und R. bringt das Kind schließlich ins Bett. Aber das hat sie (und R.) sich auch verdient. ;-)
Obwohl bisher das mit der "Kindererziehung" im Großen und Ganzen viel einfacher als gedacht war.
Es funktioniert in etwa so:
Wir machen gar nichts (weitesgehend bin ich da mit Tom Hodgkinson einer Meinung) und das Kind wird immer coller, lustiger, schlauer und größer.
Sie lernt alles was man so zum Leben braucht einfach von selbst. Mit 9 Monaten lief sie los, mit 15 Monaten begann sie zu sprechen, mit 19 Monaten brauchte sie plötzlich keine Windel mehr, Abgestillt haben wir gemeinsam nach einem Gespräch, bei der ich ihr erklärte, dass ich es echt gerne gemacht habe aber nun keine Lust mehr habe.
Schnulli fand sie immer doof, "Danke und Bitte" sagen finden wir nett, aber jemanden (auch wenn der "jemand" drei Jahre alt ist) darauf hinzuweisen, dass man "Bitte und Danke" sagen sollte, finden wir extrem unhöflich....deshalb haben wir da noch nie irgendwie "erzieherisch" auf das Kind eingewirkt, aber sie sagt es trotzdem - mit großem Enthusiasmus.- Wie auch "Guten Tag" (und das mit noch größerem Enthusiasmus und einfach zu allen Menschen, denen wir im Alltag begegnet und auch zu allen an denen wir nur vorbeilaufen). Keine Ahnung....was sind sonst noch die üblichen Erziehungsziele in diesem Alter? Mag sein, dass ich in einigen Jahren anders darüber denke....zur Zeit wird das Kind ganz von alleine sehr gesellschaftsfähig- falls das hier überhaupt das Ziel ist oder sein sollte.
Also: Schlafen funktioniert bei uns so.
Nach der Geburt des Kindes kauften R. und ich eine riesige Matratze und schlafen seitdem gemeinsam darauf. Zu Dritt- manchmal noch mit Hund zu unseren Füßen.
Wenn wir wollen würden, könnten wir das Kind mittlerweile auch in das zusätzliche Gästebett legen- da würde sie sicher auch einschlafen- aber wir finden es viel "heimeliger" so zusammen. Wenn sie aber mal alleine schlafen will bzw schlafen wollen würde, dann wäre das natürlich absolut erlaubt ;-).
Einschlafen ging lange lange Zeit mit Stillen. Und dann mit Geschichtenerzählen und Kuscheln.
Dann habe ich R. und dem Kind des Post von Manati-Mum vorgelesen.
Vorgestern habe ich dann gefragt, ob sie es auch eigentlich mal alleine versuchen will.
JAAAAA!!!! (Okay...sie hat Ja gesagt....leichte Verwirrung meinerseits....aber nun gut. Dann soll es geschehen.)
"Okay. Dann kuschel ich dich hier ein und lass die Tür auf und gehe ins Wohnzimmer. Kuss Kuss, Schlaf gut!"
Nun beginnt ein reger Verkehr im Flur. Jede 20 Sekunden stürmt ein sehr gut gelauntes und sehr aufgeregtes Kind zu mir ins Wohnzimmer um mir Verschiedenes mitzuteilen.
Ich sitze auf dem Sofa und lese und schmunzel.
1. "Du, ich muss dir was ganz wichtiges sagen: Ich habe am 7. Juli Geburtstag"
2. "Du, aber die Überraschung morgen früh, die soll aus Schokolade sein". (Aha....jetzt verstehe ich das begeisterte "JA!". Sie hat sich also gemerkt, dass Moritz einen Schokokuchen bekommen hat. Die neue Erkenntnis: Mein Kind macht also alles für Süßigkeiten. Leicht beunruhigt lese ich weiter.)
3. Ich höre sie aus dem Schlafzimmer glücklich seufzen: "Ah wie toll!" (spricht sie sich Mut zu?)
4. R. kommt heim. Er schlägt ihr gleich vor, dass er sich zu ihr legt: "Nein, auf keinen Fall- das mach ich ganz alleine. Niemand darf sich zu mir legen."
5. "Du ich muss dir was ganz dringendes sagen: hast du gesehen, wie hell es draußen noch ist?"
6. R. sagt dem Kind, dass wir morgen früh gerne auch den Versuch groß feiern. Auch wenn es heute noch nicht ganz klappt. Er könnte sich gerne zu ihr legen. (Ich muss über R. leise in mich hineingrinsen. Vielleicht braucht er morgen früh zur Belohnung einen Schikokuchen eher als das Kind. Dieses versucht es nun seit 10 Minuten, ist total guter Laune und voller Vorfreude.)
7. Das Kind stürmt nochmal ins Wohnzimmer: "Papa, du darfst mich nicht ins Bett bringen heute, das mache ich alleine." (Okay- er hat es kapiert und legt sich mit einem Buch neben mir aufs Sofa.)
8. Das Letzte was wir von ihr hören, ruft sie uns aus dem Schlafzimmer zu: "Aber sagt mir bloß bescheid, wenn es schon morgen früh ist!!!"
Und dann nach insgesamt 15 Minuten aufgeregtes Rumgelaufe ist es nach wenigen Minuten plötzlich ganz still im Schlafzimmer. Das Kind schläft. Ich freu mich total für sie.....und geh nochmal einkaufen....wegen der Schoko.
Morgens wacht das Kind auf und ist begeistert: "Ich habs geschafft!!! Ich bin alleine eingeschlafen!!!!"
Dann gibt es Himbeertörtchen und Luftschlangen im Bett und auch Schoko.
Das Kind ruft stolz Oma an und erzählt ihr aufgeregt was passiert ist. Die Oma ist auch beeindruckt und verspricht auch eine Überraschung zu schicken. "Und heute Abend?" Kind: "Na dann schlaf ich auch alleine ein- ich kann das ja jetzt!" Wer weiß.....ist ja auch egal. Wir haben jedenfalls wild gefeiert!
Gestern Abend: "Na, soll ich mich zu dir legen, oder probierst du es nochmal?" Kind: "Na, ich schlafe natürlich alleine- jetzt kann ich es doch"
Wieder beginnt eine bewegte Flurzeit in der das Kind und noch allehand Wichtigkeiten mitteilt. Sie ist nicht ganz so begeistert wie beim ersten mal...aber immer noch sehr entschlossen. Am Ende sitze ich in der Tür und sie schläft tatsächlich wieder alleine ein.
Heute Abend sind noch alle Karten offen. R. liegt noch bei ihr und liest ihr eine Gute Nacht Geschichte vor....mal sehen.
P.S. Einige male rübergekommen. R. legt sich zu ihr, sie schickt ihn weg. Wieder einge Wanderungen über den Flur. Ich sage, dass ich mich etwas zu ihr kuschel und dann aufstehe. (Sie will es ja unbedingt alleine schaffen). Ich liege so da und beobachte wie ihr nun doch die Augen zufallen. Als ich gerade überlege, dass ich jetzt nun aufstehen sollte, weil ich es ja versprochen habe, flüstert sie mit letzter Kraft: "Du musst jetzt verschwinden....ich bin schon total müde."
Ich bewundere den eisernen Willen und beschließe mir eine Scheibe davon abzuschneiden.
P.P.S. Ich habe mir meinen Post nochmal durchgelesen. R. und ich sind einfach bekloppt. Echt. Vielleicht R. noch ein bisschen mehr als ich....aber so über den Daumen gepeilt sind wir zwei einfach Idioten- wir haben ihr das einfach nicht zugetraut....aber das Kind ist zum Glück ein eigener Mensch....und ein Toller.
_________
Edit: Vierter Abend. Irendwie flutscht es heute nicht und R. bringt das Kind schließlich ins Bett. Aber das hat sie (und R.) sich auch verdient. ;-)
Dienstag, 5. Juni 2012
Was habe ich für einen Müll studiert?
Echt mal....wäre ich nochmal 19 Jahre alt, dann würde ich Hebamme werden.....oder ich würde Sozialpädagogik an der FH studieren.
Ein universitärer Abschluss in Erziehungswissenschaft will kein Mensch.
Ja, das Studium war ganz nett.....ich habe viel zu Prävention von sexuellem Missbrauch gelernt und zu pädagogischen Bilderbüchern, ich habe eine nette Studienzeit gehabt, mit Demos, WG-Küchen und vielen Gesprächen bei Rotwein und Zigaretten. Ich habe viel rumgejobbt (selten was Studienbezogenes leider) und nun bin ich über 30 Jahre alt und habe also einen Magisterabschluss (das ist wenigstens ganz nett- mir scheint es in den Stellenanzeigen wird Magister und Master gleichgesetzt) und keinen Beruf gelernt und es gibt überhaupt keine Stellen für diesen blöden Abschluss.
Gerne kann ich als Soz Päd irgendwo anfangen, oder als Erzieherin. Alles ganz nette Berufe.....und ich könnte mir vielleicht auch die dafür vorausgesetzten Fertigkeiten selbst anlesen ( denn das ist es ja, was man in so einem Geisteswissenschaftlichen Studium lernt. Lesen.)....aber WARUM habe ich dann nicht so eine Erzieherinausbildung gemacht oder echt spaßig kurz und knackig an der FH studiert, wie R.???
Ich bin ein Volkswirtschaftlicher Totalschaden....irgendjemand aus meiner Generation hat es letztens so genannt. Das sind Leute die also ewig studieren um dann nicht in diesem Bereich zu arbeiten.
Erziehungswissenschaftler verdienen gut 1000€ brutto mehr als Sozialpädagogen.....deshalb werden sie kaum angestellt. Eigentlich nur an der Uni...dazu habe ich weder Lust noch die nötigen Conections.
Grundschullehramt wäre fein, dämmert es mir.
Ich erkundige mich da gerade. "Guten Tag, ich habe gerade das Studium beendet. Erziehungswissenschaften und Germanistik.....wollen wir nun vielleicht die Vernunft gelten lassen und daraus einen echten Beruf basteln? Grundschullehramt zum Beispiel?"
Wir überlegen auch gerade ob SOS-Kinderdorf-Eltern nicht ein echt passender Beruf für uns wäre. Wir haben uns da erkundigt. Wenn R. mit seiner Erzieherausbildung da einsteigt, dann startet er mit einem echt guten Gehalt (wirklich etwa auf Erziehungswissenschaften Niveau- AHA!). Man bekommt ein Haus und Garten gestellt (glaube ich) und kann da mit der ganzen Familie einziehen. Einer von uns würde dann auch noch "ausser Haus" arbeiten.
Kinder finden wir ja eh gut. Und ich denke wir sind auch eigentlich im Stande mit Kindern liebevoll und richtig umzugehen die Schlimmes erlebt haben. Ich denke schon, dass wir gute Pädagogen sind. (Eigentlich das Einzige was wir können, denke ich mal.)
Unser Kind hätte dann plötzlich Geschwister- das wäre auch schön.
Irgendwie platt war ich zu lesen, dass man sechs Kinder bekommt. Dann sind wir mit einem Schlag eine Großfamilie. Und natürlich sollte man sich vorher überlegen, ob man diese Familie eine Generation begleitet. Die Kinder sind 0-12 Jahre wenn sie zu uns ziehen und bleiben bis sie 18 Jahren alt sind. (Dannach hat man natürlich immer noch diese sechs Kinder, aber wohnt dann nicht mehr zusammen.)
Das macht mir irgendwie echt Angst- ganz schön gebunden- ganz schön viel Verantwortung.
Was ich noch seltsamer finde ist, dass man ja dann in einem Angestelltenverhältnis ist und somit Anspruch/Pflicht auf Urlaub und freie Tage hat. "So Tschüss meine Kinder, ich nehme jetzt meine Frau und mein "echtes" Kind und fahre in den Urlaub und ihr bleibt hier mit der Familienhelferin". Das schnürt mir auch irgendwie leicht die Kehle zu.
Wir schauen uns mal so ein Kinderdorf vielleicht bald mal an. Ist ja schon was anderes als darüber nur zu lesen.
Ansonsten bewerbe ich mich auch brav auf Soz Päd Stellen und schaue was so kommen mag. Ob man sich wohl als Kitaleitung bewerben kann, wenn man kaum in einer Kita gearbeitet hat? Blöd, oder?
Gedenkstättenpädagogik? Ich kann ja mal zumindest echt gut polnisch sprechen.....
Das ist irgendwie so wie Abizeit (was will ich werden?) nur dass es nicht mehr so spassig ist und dass man sich fragt, was man wohl die ganzen Jahre während des Studiums gedacht hat.
Das Kind hat auch stets gute Ideen. Eine Eisdiele sollten wir eröffnen! Oder eine Konditorei!
P.S.
Neu entdeckt und für sehr gut befunden. Am Donnerstag um 19Uhr gibt es ein Kurzkonzert bei Dussmann- Eintritt frei.
Ein universitärer Abschluss in Erziehungswissenschaft will kein Mensch.
Ja, das Studium war ganz nett.....ich habe viel zu Prävention von sexuellem Missbrauch gelernt und zu pädagogischen Bilderbüchern, ich habe eine nette Studienzeit gehabt, mit Demos, WG-Küchen und vielen Gesprächen bei Rotwein und Zigaretten. Ich habe viel rumgejobbt (selten was Studienbezogenes leider) und nun bin ich über 30 Jahre alt und habe also einen Magisterabschluss (das ist wenigstens ganz nett- mir scheint es in den Stellenanzeigen wird Magister und Master gleichgesetzt) und keinen Beruf gelernt und es gibt überhaupt keine Stellen für diesen blöden Abschluss.
Gerne kann ich als Soz Päd irgendwo anfangen, oder als Erzieherin. Alles ganz nette Berufe.....und ich könnte mir vielleicht auch die dafür vorausgesetzten Fertigkeiten selbst anlesen ( denn das ist es ja, was man in so einem Geisteswissenschaftlichen Studium lernt. Lesen.)....aber WARUM habe ich dann nicht so eine Erzieherinausbildung gemacht oder echt spaßig kurz und knackig an der FH studiert, wie R.???
Ich bin ein Volkswirtschaftlicher Totalschaden....irgendjemand aus meiner Generation hat es letztens so genannt. Das sind Leute die also ewig studieren um dann nicht in diesem Bereich zu arbeiten.
Erziehungswissenschaftler verdienen gut 1000€ brutto mehr als Sozialpädagogen.....deshalb werden sie kaum angestellt. Eigentlich nur an der Uni...dazu habe ich weder Lust noch die nötigen Conections.
Grundschullehramt wäre fein, dämmert es mir.
Ich erkundige mich da gerade. "Guten Tag, ich habe gerade das Studium beendet. Erziehungswissenschaften und Germanistik.....wollen wir nun vielleicht die Vernunft gelten lassen und daraus einen echten Beruf basteln? Grundschullehramt zum Beispiel?"
Wir überlegen auch gerade ob SOS-Kinderdorf-Eltern nicht ein echt passender Beruf für uns wäre. Wir haben uns da erkundigt. Wenn R. mit seiner Erzieherausbildung da einsteigt, dann startet er mit einem echt guten Gehalt (wirklich etwa auf Erziehungswissenschaften Niveau- AHA!). Man bekommt ein Haus und Garten gestellt (glaube ich) und kann da mit der ganzen Familie einziehen. Einer von uns würde dann auch noch "ausser Haus" arbeiten.
Kinder finden wir ja eh gut. Und ich denke wir sind auch eigentlich im Stande mit Kindern liebevoll und richtig umzugehen die Schlimmes erlebt haben. Ich denke schon, dass wir gute Pädagogen sind. (Eigentlich das Einzige was wir können, denke ich mal.)
Unser Kind hätte dann plötzlich Geschwister- das wäre auch schön.
Irgendwie platt war ich zu lesen, dass man sechs Kinder bekommt. Dann sind wir mit einem Schlag eine Großfamilie. Und natürlich sollte man sich vorher überlegen, ob man diese Familie eine Generation begleitet. Die Kinder sind 0-12 Jahre wenn sie zu uns ziehen und bleiben bis sie 18 Jahren alt sind. (Dannach hat man natürlich immer noch diese sechs Kinder, aber wohnt dann nicht mehr zusammen.)
Das macht mir irgendwie echt Angst- ganz schön gebunden- ganz schön viel Verantwortung.
Was ich noch seltsamer finde ist, dass man ja dann in einem Angestelltenverhältnis ist und somit Anspruch/Pflicht auf Urlaub und freie Tage hat. "So Tschüss meine Kinder, ich nehme jetzt meine Frau und mein "echtes" Kind und fahre in den Urlaub und ihr bleibt hier mit der Familienhelferin". Das schnürt mir auch irgendwie leicht die Kehle zu.
Wir schauen uns mal so ein Kinderdorf vielleicht bald mal an. Ist ja schon was anderes als darüber nur zu lesen.
Ansonsten bewerbe ich mich auch brav auf Soz Päd Stellen und schaue was so kommen mag. Ob man sich wohl als Kitaleitung bewerben kann, wenn man kaum in einer Kita gearbeitet hat? Blöd, oder?
Gedenkstättenpädagogik? Ich kann ja mal zumindest echt gut polnisch sprechen.....
Das ist irgendwie so wie Abizeit (was will ich werden?) nur dass es nicht mehr so spassig ist und dass man sich fragt, was man wohl die ganzen Jahre während des Studiums gedacht hat.
Das Kind hat auch stets gute Ideen. Eine Eisdiele sollten wir eröffnen! Oder eine Konditorei!
P.S.
Neu entdeckt und für sehr gut befunden. Am Donnerstag um 19Uhr gibt es ein Kurzkonzert bei Dussmann- Eintritt frei.
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