Dienstag, 24. April 2012

Experimentierwerkstatt: Zucker färben und Haare schneiden





Aus Lebensmittelfarben (zum Beispiel Eierfarben) lassen sich wirklich spannende Dinge machen. Lieblingsbeschäftigung der letzten Tage war das Einfärben von Zuckerwürfeln. Da sitzt das Kind eine Stunde am Küchentisch und färbt den ein oder anderen Würfel ein. Schaut zu wie die Farben sich vermischen, wie der Würfel die Flüssigkeit aufsaugt und sich dann nach und nach auflöst. Total meditativ.
Da wir schon dabei waren, haben wir auch noch einige Nudeln eingefärbt um sie dann aufzufädeln. 



Hier übrigens das Kind mit dem kleinen Bruder auf Zeit (der gar nicht mehr so klein ist) beim Fachsimpeln über die neuen Playmobilmännchen. 
Zu sehen: der neue Haarschnitt. 
Behauptete sie noch einige Minuten vorher, dass die Haare lang bis zum Boden wachsen sollten, schnitt sie sich im nächsten Augenblick schon eine fesche Kurzhaarfrisur. R. und ich standen leicht panisch daneben und versicherten ihr, dass die Haare dann wirklich kurz sind und es ziemlich lang dauert, bis sie wieder lang werden....."Ja, das weiß ich. Ich will sie kurz!" sprach das Kind und schnitt beherzt zu. 
Abends kam dann die Maskenbildnertante vorbei und begradigte hier und dort und nun ist das Kind stolz wie Bolle und trägt erhobenen Hauptes eine schicke Kurzhaarfrisur.


Edit:
wir haben heute mal den Betreuungsplatz in unserer von-nun-an Ex-Kita gekündigt. Ich bin traurig und erleichtert zugleich. Es ist also vorbei. Jetzt muss es nur noch im Gehirn ankommen und dann im Herzen.

Tempelhofer Feld


wohnt man Mitten in Berlin, dann ist das Tempelhoferfeld wie ein Urlaub für die Augen. Weit schauen, kein Autolärm, viel Platz zum rennen und ein Wind wie am Meer.




Montag, 23. April 2012

Kindermuseum










Vor einigen Tagen waren das Kind und ich im MitMachmuseum. Das ist da echt nett.
Wir sind im Kletterregal rumgeirrt, haben gebastelt, im Bett gelegen und Bücher gelesen, wir haben Seifen abgewogen und Kücken beim Schlüpfen angesehen.



Dann totmüde nach Hause gefahren.....




Sonntag, 15. April 2012

Arbeitszeugnis

sagt mal.....wenn man (also ich) in unserem Familienbetrieb gearbeitet hat....stellt dann die eigene Mutter einem ein Arbeitszeugnis aus?

Freitag, 13. April 2012

Fledermaus City

Immer wenn das Kind einer Aussage eine gewichtige Meinung verleihen will sagt es, dass sie nachts als Fledermaus auf einen Baum geflogen ist und es dort in ihrer Fledermauszeitung gelesen hat.
Zum Beispiel steht in der Zeitung, dass Süßigkeiten gesund sind und dass man keine Jacke anzuziehen braucht und andere wissenschaftliche Erkenntnisse.

Heute unterhalten uns R. und ich darüber, dass wir mehr Geld brauchen......

Kind: Das ist kein Problem. Auf meinem Feldermausbaum habe ich ein Konto und auf dem Konto sind viele Tausend Euro.

Also auf nach Fledermaus City!

Donnerstag, 12. April 2012

Aus dem Nebenzimmer.

Kind hat Besuch vom kleinen Bruder auf Zeit. Sie spielen Bauarbeiter.
Er "Ich bin Bauarbeiter und du bist Bauarbeiter"
Sie "Nein, ich bin kein Bauarbeiter.....ich bin eine BauarbeiterIN"

Und ansonsten waren R. und ich gestern mal aus. Endlich mal wieder.
Lange geplant (....wir wollen tanzen gehen.....) und dann, dann hatte ich einen Scheißtag und Migräne, das Kind hat ewig gebraucht zum Einschlafen (und lässt sich gerade nur durch R. und mich ins Bett bringen).....wir sind dann um halb elf total müde und lustlos im Kino um die Ecke gelandet.
Und haben Karten für den Film gekauft, der um diese Uhrzeit noch lief "BARBARA".
Ein super guter und sehr empfehlenswerter Film.


Auf jeden Fall hätte man im Anschluss noch in eine Kneipe gehen können um über den Film zu reden und Alkohol zu trinken.....aber dafür waren wir dann zu müde. Das mit dem Ausgehen im hohen Altern von Anfang Dreißig, das üben wir dann nochmal.
Nächste Woche hat R. Geburtstag.....vielleicht eine neue Chance.


P.S. zwei Stunden später
er "ich bin ein Ritter"
sie "und ich bin eine Ritterin"
er *überlegt* "mhm, ich bin nur ein Ritter"

Freitag, 6. April 2012

Dienstag, 3. April 2012

Heute haben wir uns eine Kita angesehen. Ein bekannter größerer Träger, der einen sehr guten Ruf hat in Berlin.
Noch vor einem Jahr hätte ich alles völlig absurd gefunden.
Zum Beispiel, dass man sich da mit der Leiterin unterhält, aber die Erzieherinnen nicht kennenlernt.......oder dass in der Kita insgesamt über 100 Kinder betreut werden......oder dass es eine große Gruppe von 40 Kindern gibt, für die nur 4 Erzieherinnen zuständig sind. Das alles hätte uns vor einem Jahr milde Lächeln lassen.

Und heute....ja, der Eindruck ist gut. Die Räume sind hübsch, hell, es gibt tolles Spielzeug für Freispiel, Montessorimaterial habe ich gesehen, es gibt einen großen Garten in den die Kinder immer dürfen, einen Bewegungsraum, ein Kunstatelier.....die 4 Erzieherinnen sehen auf dem Foto nett aus. Sie haben keine glänzenden langen Fingernägel...oder solche auffälligen Dinge.....alles ist transparent, hat alles Hand und Fuß was uns erzählt wurde. Madita war ganz begeistert.

Ich habe ein echt gutes Gefühl. Leich wehmütig, denn sicher kann man morgens nicht einfach bleiben und ein bisschen mitspielen, das Kind wird wahrscheinlich nicht alle Eltern der anderen Kinder mit Vornamen kennen und mit einer Umarmung begrüßen, man wird wohl nicht auf Elternabenden darüber stundenlang diskutieren was genau die Kinder zum Frühstück bekommen (wobei.....das vermisse ich nicht....schätzungsweise), es gibt bestimmt viele Regeln, usw. ABER, diese Kita wird in einem Jahr noch da sein, die Erzieherinnen können sich auf die Kinder konzentrieren und müssen nicht 1000 Sachen nebenei machen, es wird Material gekauft werden, es gibt Kontrolle und Transparenz, es kann nicht einfach jeder in die Kita reinspazieren, ich muss nicht das Mittagessen kochen und vorbeibringen, es wird nicht heute beschlossen, dass nächste Woche 4 Tage zu sein wird, usw. Ich finde immer noch, dass es pädagogisch sinnvoll ist, wenn die Eltern am Kitaalltag aktiv teilnehmen, ich finde es ist schön, wenn die Gruppe klein ist, ich finde familiär auch gut, aber das Kind wird noch 2 Jahre in die Kita gehen, bevor sie in die Schule kommt. Ich will einfach, dass sie jetzt einen Platz hat, wo sie bleiben kann, wo sie Freundschaften schließen kann, keine Experimente mehr an ihr......noch ist nichts entschieden....aber auf jeden Fall war das ein ganz guter Tag für uns.

Sonntag, 1. April 2012

ein Schritt vorwärts, zwei zurück. Schon um 20Uhr ins Bett gehen um die Gedankenschleifen und das Rumheulen zu umgehen. Ich weine nicht um einen Kita- oder Arbeitsplatz....ich weine, weil es ungerecht ist. Und Ungerechtigkeit liegt wie ein Stein im Magen.
Meine Eltern sagen, dass ich nun wohl erwachsen werde....räusper mit 32......ist vielleicht so. Ist scheiße.
Kita kann mich mal.
Einzelen Eltern leider auch.....fast noch schmerzhafter.
Wir suchen jetzt eine Kita. (Lieber Anonymkommentator....Danke für den Tipp....wir haben uns beworben) Alle meine "Elterniniüberzeugungen" haben sich sogut wie in Luft aufgelöst.
Ich will einfach nur, dass es ein Platz ist, an dem wir unser Kind einfach die nächsten 2 Jahre lassen können. Keinen Wechsel mehr, keine Experimente.

Um Mitternacht vor dem Computer erscheint es mir völlig sinnvoll, Madita in einer Waldkita anzumelden, die über eine Stunde weit weg ist und nur bis 13 Uhr auf hat.......Waldkita wäre wirklich genau das Richtige für sie.....leider wohnen wir Mitten in der Stadt......blöd.
Wenigstens scheint die Sonne....ich geh mal auf den Flohmarkt.