Am Wochenende war es auch mal in Berlin richtig schönes T-Shirt Wetter.
So waren beste Tante, Kind und ich am Samstag im Zoo. Das war eine mittelgute Idee. Wir sind Zooverwöhnt.... bisher waren wir immer unter der Woche und hatten Platz und Ruhe. An dem ersten richtig warmen Samstag im Jahr hatten natürlich außer uns noch einige andere Berliner diese Zooidee.
Fischotter waren auch dieses mal der Favorit. Und Robben.
Aber eigentlich findet das Kind die Tiere im Zoo irgendwie gar nicht so wichtig. Bollerwagen ist das Ausflugsziel würde ich sagen. Sie zieht ihn alleine durch den ganzen Zoo und ist sehr zufrieden mit sich und der Welt.
Irgendwie sind wir dieses mal auch einen anderen Weg als bisher immer gegangen und standen plötzlich vor einem riesigen Spielplatz und einem Souvenirgeschäft.
Das Kind wählte diese schicke Kopfbedeckung.
Ich fand ein Teil für die Verkleidungskiste sei eine gute Idee und so rannte das Kind also als Eisbärbaby weiter durch den Zoo.
Erst die beste Tante machte uns darauf aufmerksam, dass das vielleicht etwas provokativ oder auch geschmacklos sei- so in Angesicht von Knuts tragischem Ableben.
Das erklärte wohl auch die Blicke.
Hier fiel mir dann Knut auch wieder ein. Meine Assoziationskette zwischen Eisbär und Knut war bis dato noch nicht so gefestigt. Ob wohl der Hut deshalb so preiswert war?
Gut, dass das Kind die Mütze nicht mehr trug als wir am Ausgang mit einer verrückten Demo zusammenstießen, die gegen die Ausstopfung von Knut demonstrierte. (Es ist doch schön, dass die Menschen für sinnvolle Ziele auf die Straße gehen, nicht wahr?)
Heute rief mich die Tante an und mir vorzuschlagen, dass wir das Kind nächsten Samstag mal zur Abwechslung als Elefantenbaby verkleidet durch den Zoo laufen lassen könnten. ;-)
Am Sonntag waren wir mit Freunden in unserem Garten. es war so warm, dass die Kinder nackig rumgelaufen sind und wir uns in der Zeit mit dem englischen Rasen befassen konnten.
Da auf dem Grundstück unzählige riesige Kiefern wachsen, ist der Boden bedeckt mit Nadeln und Tannenzapfen. Nach stundenlangen bearbeiten, und Gras neu aussähen (und dann hat es auch die ganze Nacht sehr Gartenfreudig geregnet) warten wir nun also auf den englischen Rasen. Leider ist das Kind Barfuß auf irgendwas getreten...wahrscheinlich einen Tannenzapfen und hat eine ganz schön fiese Wunde an der Sohle.
Der Arzt sagt, es sieht alles prima aus- aber sie hat einen fetten Verband und kann gar nicht auftreten und ist sehr unglücklich mit der Gesamtsituation.
Und irgendwie habe ich mich auch zu einer Tetanusimpfung hinreißen lassen. Na ja, Tetanus ist ja wahrscheinlich in Ordnung, wenn wir die Gefahren des Gärtchen-Wäldchens beachten, die da noch lauern.
Themawechsel:
Wir stecken ja nun Mitten in der Warum-Phase und ich darf allen Eltern, die das noch vor sich haben schonmal versprechen, dass diese Phase eine wunderbare ist.
Wir haben nun schon herausgefunden, dass es unsere Aufgabe ist, genau zu ergründen, was genau die Frage ist.
Wenn das Kind also fragt: "Warum darf ich die Autoür nicht einfach so aufmachen, wenn da ein anderes Auto kommt?"
Und man antwortet: "Weil dann das andere Auto unsere Autotür einfach rausbrechen würde."
Sie: "Warum?"
"Weil es dann nicht schnell genug bremsen könnte?
Sie: "Warum?"
"Weil man einige Zeit braucht um auf die Bremse zu treten und dann braucht das Auto auch noch ein bisschen um dann anzuhalten"
Sie: "Aber warum?"
Und R. anhand von Reiswaffeln anschaulich zeigt, wie das dann wäre, wenn ein Auto die Reiswaffelautotür umnieten würde usw. ....
Und irgendwann (nach geschätzen 150 mal "Warum" ) ist es dann klar.
Das Kind möchte wissen, warum die Autotür kaputt geht, wenn ein anderes Auto dagegen fährt.
Ist diese Frage dann beantwortet sagt sie sehr befriedigt: Ja.
Und R. wischt sich den Schweiß von der Stirn.


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