Sonntag, 27. Mai 2012

Mittwoch, 23. Mai 2012


Donnerstag, 17. Mai 2012

Fluffige, duftende, goldbraune, leckere Waffeln

Heute habe ich die beste Waffel gegessen.
Und das grandioseste daran ist, dass das Kind und ich sie hier gemeinsam zubereitet haben....also habe ich das Rezept. Juhu.
Das zweitbeste ist, dass ich nach Waffeln gesucht habe, in die kein ganzes Stück Butter kommt- also sind sie sozusagen sogar figurfreundlich (soweit Waffeln das sein können und überhaupt sollen oder gar wollen)

Zutaten
(für etwa 10 Waffeln....vielleicht auch nur 8...die waren hier so schnell weg, keine Ahnung wieviele ich gebacken habe)

150g Quark (ich habe Magerquark genommen, weil wir den da hatten)
50g zerlassene Butter
40g Zucker
150g Mehl (ich habe Dinkel- und Weizenmehl gemischt)
eine kleine Tasse Milch
3 Eier
eine Prise Salz

Eigelbe und Zucker solange mixen bis sich diese oberleckere cremige, schaumige Masse gebildet hat (die ich als Kind auch immer als "Koggelmoggel" essen durfte...jetzt wegen Salmonellengefahr aber nicht mehr tue), dann Quark und die flüssige Butter hinzufügen und zum Schluss noch Mehl und Milch.

Eiweiß mit einer Prise Salz zu Eisschnee schlagen und dann unterheben.

Und dann die Waffeln backen und gut aufpassen, dass man noch eine abbekommt.


Samstag, 12. Mai 2012

Waldkindergarten

Es gibt doch eine Waldkita hier in "der Nähe"!!! Das wußte ich gar nicht. Es ist echt zu schaffen und sie haben noch Plätze frei!
Wenn alles soweit läuft wie geplant und nicht irgendwas Unvorhersehbares dazwischen kommt, wird das Kind, die bester Freundin und der kleine Bruder auf Zeit ab August wieder gemeinsam in eine Kita gehen. Und zwar in diesen integrierten Waldkindergarten. Da kommen gerade viele Kinder in die Schule und sie wollen die Gruppe mit möglichst wenig Kleinen auffüllen. Da kommt unser Grüppchen gerade recht. Puuuh. Was ein Glück.

35 Minuten dauert es von Tür zur Tür mit den Öffentlichen (und das ist natürlich super, wenn man bedenkt, dass wir Mitten in der Stadt wohnen). Integriert bedeutet in diesem Fall, dass die Kita auch Räume hat. Dort werden die Kinder morgens abgegeben. Um halb neun geht es in den 10 Minuten entfernten Wald.
Mittagessen gibt es wieder in der Kita und dannach gehen dann die müden Kinder schlafen und die Großen gehen wieder raus. Bei extremer Kälte oder Gewitter können die Kinder auch in den Räumen bleiben. Ansonsten sind sie aber im Wald.

Ich weiß nicht, ob Waldkita für alle Kinder das Optimum ist- für unser Kind aber sicher. Sie will einfach IMMER raus.

Aber wir sind schon einfach nach unserer Vorgeschichte ganz schön geschädigt.
Ich bin so unsicher. Ich habe Probleme damit der Kitaleitung zu vertrauen, ich bin mir unsicher, die richtige Entscheidung zu treffen. Ich will auf keinen Fall dem Kind einen weiteren Wechsel zumuten. Die nächste Kita muss dann bleiben! Und wir müssen diese Entscheidung natürlich nach 60 Minuten reinschnuppern treffen. Aber- dieses Gefühl werden ich ja bei allen Kitas haben. Nach unserer Kitaerfahrung ja auch irgendwie klar.

Dieser Waldkindergarten ist keine Elternini (und das finde ich so lalala......aber wenn ich genauer darüber nachdenke, dann finde ich es durchaus famos und erholsam).

Und nachdem wir uns nun entschieden haben und zugesagt haben, stellt sich jeden Tag ein sichereres und besseres Gefühl ein und ich glaube es wird gut.


Also, wie sind Eure Kleidungstipps? Ist jemand Waldkitaerfahren und kann uns ein paar Wichtigkeiten zum Einstieg sagen?

P.S. Ich weiß schon.....die bekloppten Berliner. Ziehen sie Mitten in die laute, volle stinkende Stadt mit ihren Kindern und wollen dann das Kind jeden Morgen in den Wald fahren.......ja, echt bekloppt.

Montag, 7. Mai 2012

Helga und die wilden Stühle.....äh die bunte Stühle


"Helga war ein kleiner Küchenstuhl. Sie lebte mit ihren Brüdern in einer alten gemütlichen Küche. Sie hatten es im Leben zu etwas gebracht. Der erste war Zahnarztstuhl, der andere hatte sich mit Freunden zusammengetan und arbeitetet als Stapelstuhl und der dritte war sogar ein Lehrstuhl. Helga beeindruckte das überhaupt nicht. Wie alle kleinen Stühle träumte sie davon, später einmal Schleudersitz zu werden oder ein Raketenstuhl im Weltraum."

Ich habe Helga in einem Buch kennengelernt, welches die Oma dem Kind geschenkt hat. Ein super nettes Buch. Es ist eine sehr ausgesuchte Sammlung von Vorleseklassikern. Klein in einer großen Welt heißt es. Und ich finde viele Geschichte wirklich wirklich besonders schön.
"Du groß und ich klein" von Gregoire Solotareff, "Das kleine große Mädchen" von Uri Orlev, "Katz und Maus" von Margaret Mahy oder "Die Schildkröte hat Geburtstag" von Elizabeth Shaw.

Aber hier erstmal einige Kumpels von Helga. Unsere "neuen" Wildstühle.


So ein Stuhlsitzpolster zu beziehen dauert 5 Minuten.
Einen ollen Stuhl rosa zu streichen dauert 15 Minuten (selbstverständlich blutet da R.s Schreinerherz, wenn ich den Stuhl vorher weder wasche, noch abschleife und auch nur einmal dick Lack drüberpinsle....aber meine Konzentrationsspanne bei kreativem Handwerk reicht immer höchstens 60 Minuten.....und ich finde der Stuhl ist prima geworden.)

Da lacht mein Herz!

Samstag, 5. Mai 2012

Barfußpfad liegt genau im derzeitigen Interessengebiet....

Mit dem Barfußpfad in Bad Sobernheim haben meine Mutter und ich genau ins Schwarze getroffen, was die derzeitigen Interessen des Kindes angeht.
Barfuß sein....ungefähr das Wichtigste was es so gibt....dicht gefolgt von nackig sein. Klettern, rennen, Wasserspiele, Pusteblumen, Sonnenschein und Infotafeln- alles Dinge die das Kind liebt.

Schade, dass es sowas in Berlin nicht gibt. Wir hätten sicher eine Jahreskarte.....

















Sowieso ist das Kind eine gute und ausdauernde Läuferin. Wir haben ja einen Hund, also sind Spaziergänge hier mehrmals am Tag dran und auch immer sehr beliebt. Ich denke es ist ein Verdienst von R., dass sie so gerne draussen ist. Weltentdecken, sich Zeit nehmen für Kleinigkeiten, Kreide oder Seifenblasen in der Tasche, Parcouring in der Stadt, so sind die Spaziergänge der Beiden.
Ich bin viel ungeduldiger, ängstlicher....so insgesamt.

Jedenfalls waren die 3,5km Barfußpfad ein Klacks und wir hätten ihn sicher gleich nochmal umrunden können.
Stattdessen sind wir nach Bad Sobernheim rein gefahren und haben ein dickes Biene Maja Eis gegessen und dann hat das Kind noch auf dem Marktplatz im Brunnen gespielt.....(Barfuß versteht sich).




Auf dem letzten Bild zeigt sie uns übrigens wie lange sie noch dableiben will......15 Minuten nämlich ;-).



Gestern haben das Kind und ich hier übrigens fleißig Stühle gestrichen und Polster frisch aufgezogen.....das zeig ich Euch dann morgen.

Donnerstag, 3. Mai 2012

Freie Tage

Kind und ich waren für einige Tage bei meinen Eltern. Das war total schön. Ich will echt irgendwann mal raus aus dieser stinkenden und vollen Berlinstadt. Das Kind ist nacktfüssig über jede Wiese gerannt, die uns in die Quere gekommen ist.

Seit gestern sind wir wieder zu Hause. Auch schön....aber irgendwie ist mir die Stadt gerade echt über.









Dienstag, 24. April 2012

Experimentierwerkstatt: Zucker färben und Haare schneiden





Aus Lebensmittelfarben (zum Beispiel Eierfarben) lassen sich wirklich spannende Dinge machen. Lieblingsbeschäftigung der letzten Tage war das Einfärben von Zuckerwürfeln. Da sitzt das Kind eine Stunde am Küchentisch und färbt den ein oder anderen Würfel ein. Schaut zu wie die Farben sich vermischen, wie der Würfel die Flüssigkeit aufsaugt und sich dann nach und nach auflöst. Total meditativ.
Da wir schon dabei waren, haben wir auch noch einige Nudeln eingefärbt um sie dann aufzufädeln. 



Hier übrigens das Kind mit dem kleinen Bruder auf Zeit (der gar nicht mehr so klein ist) beim Fachsimpeln über die neuen Playmobilmännchen. 
Zu sehen: der neue Haarschnitt. 
Behauptete sie noch einige Minuten vorher, dass die Haare lang bis zum Boden wachsen sollten, schnitt sie sich im nächsten Augenblick schon eine fesche Kurzhaarfrisur. R. und ich standen leicht panisch daneben und versicherten ihr, dass die Haare dann wirklich kurz sind und es ziemlich lang dauert, bis sie wieder lang werden....."Ja, das weiß ich. Ich will sie kurz!" sprach das Kind und schnitt beherzt zu. 
Abends kam dann die Maskenbildnertante vorbei und begradigte hier und dort und nun ist das Kind stolz wie Bolle und trägt erhobenen Hauptes eine schicke Kurzhaarfrisur.


Edit:
wir haben heute mal den Betreuungsplatz in unserer von-nun-an Ex-Kita gekündigt. Ich bin traurig und erleichtert zugleich. Es ist also vorbei. Jetzt muss es nur noch im Gehirn ankommen und dann im Herzen.

Tempelhofer Feld


wohnt man Mitten in Berlin, dann ist das Tempelhoferfeld wie ein Urlaub für die Augen. Weit schauen, kein Autolärm, viel Platz zum rennen und ein Wind wie am Meer.




Montag, 23. April 2012

Kindermuseum










Vor einigen Tagen waren das Kind und ich im MitMachmuseum. Das ist da echt nett.
Wir sind im Kletterregal rumgeirrt, haben gebastelt, im Bett gelegen und Bücher gelesen, wir haben Seifen abgewogen und Kücken beim Schlüpfen angesehen.



Dann totmüde nach Hause gefahren.....




Sonntag, 15. April 2012

Arbeitszeugnis

sagt mal.....wenn man (also ich) in unserem Familienbetrieb gearbeitet hat....stellt dann die eigene Mutter einem ein Arbeitszeugnis aus?

Freitag, 13. April 2012

Fledermaus City

Immer wenn das Kind einer Aussage eine gewichtige Meinung verleihen will sagt es, dass sie nachts als Fledermaus auf einen Baum geflogen ist und es dort in ihrer Fledermauszeitung gelesen hat.
Zum Beispiel steht in der Zeitung, dass Süßigkeiten gesund sind und dass man keine Jacke anzuziehen braucht und andere wissenschaftliche Erkenntnisse.

Heute unterhalten uns R. und ich darüber, dass wir mehr Geld brauchen......

Kind: Das ist kein Problem. Auf meinem Feldermausbaum habe ich ein Konto und auf dem Konto sind viele Tausend Euro.

Also auf nach Fledermaus City!

Donnerstag, 12. April 2012

Aus dem Nebenzimmer.

Kind hat Besuch vom kleinen Bruder auf Zeit. Sie spielen Bauarbeiter.
Er "Ich bin Bauarbeiter und du bist Bauarbeiter"
Sie "Nein, ich bin kein Bauarbeiter.....ich bin eine BauarbeiterIN"

Und ansonsten waren R. und ich gestern mal aus. Endlich mal wieder.
Lange geplant (....wir wollen tanzen gehen.....) und dann, dann hatte ich einen Scheißtag und Migräne, das Kind hat ewig gebraucht zum Einschlafen (und lässt sich gerade nur durch R. und mich ins Bett bringen).....wir sind dann um halb elf total müde und lustlos im Kino um die Ecke gelandet.
Und haben Karten für den Film gekauft, der um diese Uhrzeit noch lief "BARBARA".
Ein super guter und sehr empfehlenswerter Film.


Auf jeden Fall hätte man im Anschluss noch in eine Kneipe gehen können um über den Film zu reden und Alkohol zu trinken.....aber dafür waren wir dann zu müde. Das mit dem Ausgehen im hohen Altern von Anfang Dreißig, das üben wir dann nochmal.
Nächste Woche hat R. Geburtstag.....vielleicht eine neue Chance.


P.S. zwei Stunden später
er "ich bin ein Ritter"
sie "und ich bin eine Ritterin"
er *überlegt* "mhm, ich bin nur ein Ritter"

Freitag, 6. April 2012

Dienstag, 3. April 2012

Heute haben wir uns eine Kita angesehen. Ein bekannter größerer Träger, der einen sehr guten Ruf hat in Berlin.
Noch vor einem Jahr hätte ich alles völlig absurd gefunden.
Zum Beispiel, dass man sich da mit der Leiterin unterhält, aber die Erzieherinnen nicht kennenlernt.......oder dass in der Kita insgesamt über 100 Kinder betreut werden......oder dass es eine große Gruppe von 40 Kindern gibt, für die nur 4 Erzieherinnen zuständig sind. Das alles hätte uns vor einem Jahr milde Lächeln lassen.

Und heute....ja, der Eindruck ist gut. Die Räume sind hübsch, hell, es gibt tolles Spielzeug für Freispiel, Montessorimaterial habe ich gesehen, es gibt einen großen Garten in den die Kinder immer dürfen, einen Bewegungsraum, ein Kunstatelier.....die 4 Erzieherinnen sehen auf dem Foto nett aus. Sie haben keine glänzenden langen Fingernägel...oder solche auffälligen Dinge.....alles ist transparent, hat alles Hand und Fuß was uns erzählt wurde. Madita war ganz begeistert.

Ich habe ein echt gutes Gefühl. Leich wehmütig, denn sicher kann man morgens nicht einfach bleiben und ein bisschen mitspielen, das Kind wird wahrscheinlich nicht alle Eltern der anderen Kinder mit Vornamen kennen und mit einer Umarmung begrüßen, man wird wohl nicht auf Elternabenden darüber stundenlang diskutieren was genau die Kinder zum Frühstück bekommen (wobei.....das vermisse ich nicht....schätzungsweise), es gibt bestimmt viele Regeln, usw. ABER, diese Kita wird in einem Jahr noch da sein, die Erzieherinnen können sich auf die Kinder konzentrieren und müssen nicht 1000 Sachen nebenei machen, es wird Material gekauft werden, es gibt Kontrolle und Transparenz, es kann nicht einfach jeder in die Kita reinspazieren, ich muss nicht das Mittagessen kochen und vorbeibringen, es wird nicht heute beschlossen, dass nächste Woche 4 Tage zu sein wird, usw. Ich finde immer noch, dass es pädagogisch sinnvoll ist, wenn die Eltern am Kitaalltag aktiv teilnehmen, ich finde es ist schön, wenn die Gruppe klein ist, ich finde familiär auch gut, aber das Kind wird noch 2 Jahre in die Kita gehen, bevor sie in die Schule kommt. Ich will einfach, dass sie jetzt einen Platz hat, wo sie bleiben kann, wo sie Freundschaften schließen kann, keine Experimente mehr an ihr......noch ist nichts entschieden....aber auf jeden Fall war das ein ganz guter Tag für uns.

Sonntag, 1. April 2012

ein Schritt vorwärts, zwei zurück. Schon um 20Uhr ins Bett gehen um die Gedankenschleifen und das Rumheulen zu umgehen. Ich weine nicht um einen Kita- oder Arbeitsplatz....ich weine, weil es ungerecht ist. Und Ungerechtigkeit liegt wie ein Stein im Magen.
Meine Eltern sagen, dass ich nun wohl erwachsen werde....räusper mit 32......ist vielleicht so. Ist scheiße.
Kita kann mich mal.
Einzelen Eltern leider auch.....fast noch schmerzhafter.
Wir suchen jetzt eine Kita. (Lieber Anonymkommentator....Danke für den Tipp....wir haben uns beworben) Alle meine "Elterniniüberzeugungen" haben sich sogut wie in Luft aufgelöst.
Ich will einfach nur, dass es ein Platz ist, an dem wir unser Kind einfach die nächsten 2 Jahre lassen können. Keinen Wechsel mehr, keine Experimente.

Um Mitternacht vor dem Computer erscheint es mir völlig sinnvoll, Madita in einer Waldkita anzumelden, die über eine Stunde weit weg ist und nur bis 13 Uhr auf hat.......Waldkita wäre wirklich genau das Richtige für sie.....leider wohnen wir Mitten in der Stadt......blöd.
Wenigstens scheint die Sonne....ich geh mal auf den Flohmarkt.

Dienstag, 27. März 2012

Uns gehts besser.
Sonnenschein, mit Dingen abfinden, neue Perspektiven schaffen, regelmäßig schlafen, mit Freunden sprechen......wir rappelt uns gerade wieder auf.


Dem eigenen Mann beim Holzhacken zuschauen als Entspannungsmoment. ;-) Sehr schön. Der Mann und der Moment.


Soweit erstmal.

Samstag, 17. März 2012

wir sind fertig.
Wir haben den Kinderladen noch nicht richtig aufgegeben, aber im Moment kümmern sich die Behörden um den Laden (und die sind glücklicherweise sehr geschockt und wir haben oberste Priorität und es kommen weiterhin immer wieder mehr Dinge raus, die falsch laufen).

Aber R. und ich sind ausgebrannt, super gestresst, der Körper rebelliert.
R. ist krankgeschrieben, seit er vor einigen Tagen heulend heim kam und kämpft hier zu Hause darum, das dumpfe Gefühl mal wieder loszuwerden und den Kopf klar zu bekommen. Im Moment noch ohne Erfolg.

Ich erwische mich ständig dabei, die Zähne so fest zusammen zu beißen, dass mein Kiefer wehtut. Schlafen geht schlecht, Haut ist schlecht, Kopf ist schwer.

Wie ist das passiert? Ich versteh es gar nicht. Wie konnte uns sowas passieren? Wie konnten wir einem Scheiß Kinderladen so eine Wichtigkeit geben, dass wir nun beide gar nicht wissen, wohin mit dem ganzen Körperstress?

R. ist also aus der Betreuung erstmal raus. Die Kinder werden von einer Honorarkraft betreut und zwei Müttern. Es ist scheiße. R. ist auf jeden Fall derjenige, den die Kinder kennen und dem sie vertrauen. Jetzt verschwindet er auf einmal von einen auf den anderen Tag. Der kindachtende und  umsichtige Umgang von R. wird durch eine, vielleicht ganz nette, aber auf jedenfall typisch Erzieherinnenmäßige Realität/Normalität ersetzt. Es ist gemein. Die Arbeit mit den Kindern fand er immer toll und es hat ihn überhaupt nicht angestrengt. Die ganzen Erwachsenen sind das Problem.

Wird Madita in den nächsten Tagen in die Kita gehen? Keine Ahnung?
Was machen wir, wenn die Behörden sich irgendwie mit unserem Träger einig werden? Wie finden wir einen netten Kitaplatz ab Sommer?

Der Kopf rauscht. Ich war glaube ich noch nie in meinem Leben so hilflos gestresst. Und ich versteh einfach nicht, wie das passieren konnte....warum es so auswegslos wurde......wieso wir da nicht rauskommen......?

ABER

Trostspendenderweise ist der Frühling da. 20 Grad sind es und wir fahren morgen in den Garten. Ich werde auf einer Wiese rumliegen und ein Buch lesen und aufpassen, dass ich die Zähne nicht so fest aufeinanderbeiße.

Und auch noch wirklich zerstreuend ist Madita, die vor einigen Tagen beschlossen hat, dass sie Michel aus Lönneberga ist. Alle Prinzessinenkleider sind gerade völlig unaktuell. Mit einer zu kurzen, geringelten Leggins, einer Mütze und einem Matrosenpulli läuft sie also nun als Michel durch Berlin und ist einfach, wie immer, eine coole Socke.

Montag, 12. März 2012


Sonntag, 4. März 2012

Mit 3 Jahren und 8 Monaten
- kann das Kind ganz schnell bis 14 zählen, kann schon beinnah alle Buchstaben lesen und einige auch schreiben und  kann alle Farben auf englisch.
- kann man mit ihr schon echt super Gespräche über das Leben führen:
"Gott hat eine Frau und sein Beruf ist es "Liebe zu machen". Wie Kinder gemacht werden weiß man auch schon in allen Details. (Und wünscht sich dann, wenn wir schon beim Thema sind, kleine Gechwister....oder eine Maus, besser eine Babykatze und wenn es gar nicht anders geht, dann auch einen kleinen Welpen unserer Hündin).
- spielt am liebsten mit Playmobilfiguren. Die unterhalten sich dann miteinander und erleben Abenteuer in unserer Wohnung.
- bester Freund ist "der kleine Bruder auf Zeit".
- auch der beste Freund ist unser derzeitiger Kinderladenbufdi, der allerding Mitte März schon seinen Freiwilligendienst beendet. Wie wird das sein?
- wir haben seit einigen Tagen einen Schallplattenspieler und das Kind hört Geschichten auf Schallplatte...ausdauernd und fast die ganze Zeit über.....CDs und Kasetten sind gerade out.
- sie geht Abends erst gegen 22Uhr ins Bett und schläft bis 9Uhr. Das ist Abends blöd....aber morgens so lange ausschlafen zu können, ist auch echt toll. R. und sie fangen den Kinderladentag um 10Uhr an.
- wir spielen ausdauernd "Ich sehe was, was du nicht siehst".
- heute war sie zum ersten mal alleine bei einer Freundin. Da war Geburtstagsparty. Wir haben sie um 15Uhr hingebracht und um 18Uhr abgeholt und sie fand es super.
- sie ist super kuschelig, will morgens nach dem Aufwachen am liebsten noch lange im Bett liegen bleiben und da auch frühstücken. Was ein Glück....in den letzten 3,5 Jahren wurden wir sonst immer mit einem genervten "Komm wir stehen auf" früh am Morgen geweckt. So ein Kaffee im Bett finde ich auch prima.
- der Hund hört auf sie....somit ist sie im Rudel also über dem Hund. Na endlich. ;-)
- wenn man sie fragt, was sie machen will, sagt sie "shoppen". Also sind wir heute über den Ku' Damm geschlendert. Wir haben nichts gekauft, aber das Kind hat ganz viele Schuhe anprobiert und war extrem begeistert. Verrückt.....das hat sie glaube ich von ihrer Oma.....also von mir nicht.
- Sie macht Verrücktes: Sie schneidet ihre Socken in klitzekleine Stücke, haut auf der Tastatur des Laptops rum und schaut dann was wir so machen.
- sie hat eine echt häßliche Meejungfrauenbarbie von ihrer Oma geschenkt bekommen (und ich finde das prima, weil Omas genau das machen sollten), die sie ganz toll findet-  und R. und ich stellen heute fest, dass wir rausgewachsen sind aus der "es ist uns super wichtig, womit das Kind spielt, was es anhat usw.". Wenn Häßliches glücklich macht, dann nur her damit. Und wenn sie sich in einem pinken Oberteil mit Glitzersteinchen schön fühlt, dann ertrag ich das jetzt auch tapfer. (auch wenn die Augen wehtun....).


Das Kind ist eine Künstlerin und beehrt uns ab und an mit Installationen wie dieser. Tagelang musste das auf dem Küchentisch so stehenbleiben.


Der Kinderladen ist immer noch eine Katastrophe. Mittlerweile lässt sich die gesamte Elternschaft beim Dachverband für Elterninitiativen beraten und die Situation hat sich gerade total verschärft- es ist alles wie in einem sehr schlechten Mafiafilm, macht überhaupt keinen Spass sondern Bauchschmerzen und schlaflose Nächte. Irgendwie gibt es aber auch kein Alternativprogramm. Die Plätze für den Sommer 2012 hier in Kreuzberg sind eigentlich alle weg. Weglaufen ist also auch keine richtige Lösung. Selbst gründen? Vielleicht.

Im Moment ist die Kitaaufsicht informiert und es ist alles einfach zum heulen. Die Kinder bekommen alles mit..... zum Glück ist mittlerweile die große Februarkrankheitswelle ein wenig vorrüber. Das Kind hat nach diesem ganzen kränkeln wieder einen riesigen Entwicklungssprung gemacht. Das fällt mir irgendwie immer wieder auf, dass sie sich nach Krankheitsphasen immer echt verändert. Ihr ganzes Spielen hat sich verändert. Sie spielt viel ausdauernder und konzentrierter. Zur Zeit liebt sie Playmobil und wir denken ernsthaft darüber nach unsere auf Flohmärkten zusammengekaufte Lego Duplo Sammlung wieder zu verkaufen um für das Geld mehr Playmobil zu beschaffen. (Aber R. kann sich noch nicht so richtig trennen, weil er so gerne baut....). Gestern mussten sich alle Männchen in Reih und Glied aufstellen, sie hat ihnen in einem strengen Ton was von Regeln und "einer nach dem anderen" und "die anderen warten" erzählt (woher hat sie das....sicher nicht aus dem Kinderladen? Ich bin empört ;-). ) und dann durften alle nacheinander in einem Wasserglas planschen wurden dannach liebevoll abgetrocknet und durften sich dann wieder hinten in die Schlange stellen.

Und sie singt...schon immer....aber jetzt hat es auch eine neue Qualität. Ich darf auf dem Sofa Publikum spielen, während sie auf dem Nähtisch mit dem Micro eine Show bietet.



UND.....langsam kommt der Frühling... letztes Wochenende haben wir die Saison in unserem Wäldchen offiziell eröffnet. Bei Kälte aber Sonnenschein haben wir einen ganzen Tag damit verbracht, die Gartenmöbel wieder aufzustellen, Unkraut zu rupfen, Beete umzugraben, die frischgeschlüpften Narzissen zu bewundern usw.
Das Kind ist super glücklich und eigentlich bemerkt man sie gar nicht, sobald wir da sind. Sie ist total beschäftigt mit ihren kleinen Gartenhandschuhen und dem kleinen Schubkarren. Das ist echt super.

Wir haben ein großes Lagerfeuer gemacht, Linsensuppe gekocht und uns auf den kommenden Frühling und den Sommer gefreut. Dieses Jahr bauen wir ein Kinderhäusschen und versuchen uns weiterhin im Gemüseanbau (zwei Kürbisse waren unsere Ernte 2011....das kann noch besser werden).
 Dieses Grundstück, 25km von unserer Wohnung entfernt ist echt so toll und wichtig für uns und das war echt einer der tollsten Dinge, die uns in den letzten Jahren zugeflogen sind.
Im Frühling eröffnet der neue Flughafan in Schönefeld und unser Grundstück ist wohl direkt in der Einflugrute. Noch lachen wir darüber und stellen uns vor, wie wir mit großen Ohrenschützern in der Sonne liegen.....mal sehen.


Dienstag, 14. Februar 2012

Gestern wieder mal Elternabend. Ätzend. Wir gehen Schritte nach vorne und viele Schritte nach hinten. Die Frau die das ganze leitet und der wir das eigentlich gerne als Elternschaft abkaufen wuerden stellt sich quer. Wir Eltern disskutieren ueber Moral. Ueber unsere Kinder und ueber andere Kitaplätze. Mittlerweile will ich einfach dass das alles aufhört. Aber das Gefuehl damit das Kind von allen Freunden wegzureissen lässt mich die Zähne zusammenbeißen.

Allerdings zerrt es unglaublich.

Noch dazu sind alle Kinder und auch wir Eltern gerade ständig krank. Alle hatten Bindehautentzuendung, alle hatten Windpocken, alle haben einen Virus der mit hohem Fieber beginnt und mit tagelangem Husten und Schnupfen endet.
Seit gestern bin ich auch krank. Erhöhte Temperatur und Ohrenschmerzen.

ÄÄÄÄÄÄÄÄtzend!!!!!!!

R. ist auch echt krank. Er kann den Kiefer nicht richtig auf und zu machen. Wir schlafen beide schlecht und wenig.

Immer wieder Treffen mit den Eltern.....immer wieder Grundsatzdisskusionen.  Entscheidungen treffen und dann wieder von vorne anfangen. Alles lastet irgendwie auf R. der der einzige Erzieher ist.
Ich will ihn da raushaben. Er soll sich mal erholen. Scheiß auf den schlecht bezahlten Erzieherjob.Aber was ist dann mit den ganzen coolen Kindern? Ein unheimlicher Druck.

Das wird nicht mehr lange so gehen können. Wird es auch nicht.


Das Kind und ich hängen zu Hause rum, sind schlapp, wissen nichts mit uns anzufangen. Die ganze Zeit Emaildisskusionen mit Eltern.

Und diese Leiterin, die lässt alles an sich abprallen. Die hat gestern vorgeschlagen, dass wir doch alle geschlossen gehen sollten und uns eigene Räume suchen. Weil dies hier ist ihr Ort. (Rechtlich völlig absurd. Moralisch stimmen ihr viele Eltern zu). Sie zieht sich zurueck und fährt fuer paar Monate nach Indien und wenn wir alle weg sind startet sie neu durch.

Frust.

Freitag, 10. Februar 2012

es ist ein bisschen wie in einem Mafiafilm, wenn man langsam seit Jahren bestehende Vereinsstrukturen aufdeckt und auch kapiert. Im Wechselbad der moralischen Bedenken aber auch der Verantwortung für 14 Kinder (ah nein, eins ist bereits abgesrungen, also 13 Kinder) ist es irgendwie auch echt bekloppt, sich mit einem Ort zu beschäftigen, an dem Madita nur noch 2,5Jahre bleiben wird. Andererseits, wieder ein Kinderladenwechsel wäre echt doof und.....
und vor allem kostet es sehr viel Kraft und Energie.


Und dazu kommt, dass im Kinderladen gerade eine riesige Krankheitswelle ist. Gestern zum Beispiel waren im Laden vier Kinder und ich hatte hier zu Hause auch vier....weil wir hier die Windpockenauffangstation waren.
Und nun, hatten wirklich alle Kinder, bis auf die zwei Geimpften Windpocken durch, jetzt kommt ein "super hohes Fieber 24 Stunden lang" Virus.
Davon sind wir heute auch betroffen und so lag ich den ganzen Tag mit einem super heißen Kind auf dem Bauch rum und bin irgendwie nicht mal dazu gekommen mir ein Brot zu machen.

Also irgendwie hatte ich mir doch dieses Jahr ruhig und langweilig gewünscht.

"Wie werden Hühnchen getötet?"
Ich "mhm, vielleicht durch Stromschlag?"
R "oder man hackt die Köpfe ab?"
Kind "oder man könnte mit dem Auto durch den Hühnerstall fahren"