Uns gehts besser.
Sonnenschein, mit Dingen abfinden, neue Perspektiven schaffen, regelmäßig schlafen, mit Freunden sprechen......wir rappelt uns gerade wieder auf.
Dem eigenen Mann beim Holzhacken zuschauen als Entspannungsmoment. ;-) Sehr schön. Der Mann und der Moment.
Soweit erstmal.
Dienstag, 27. März 2012
Samstag, 17. März 2012
wir sind fertig.
Wir haben den Kinderladen noch nicht richtig aufgegeben, aber im Moment kümmern sich die Behörden um den Laden (und die sind glücklicherweise sehr geschockt und wir haben oberste Priorität und es kommen weiterhin immer wieder mehr Dinge raus, die falsch laufen).
Aber R. und ich sind ausgebrannt, super gestresst, der Körper rebelliert.
R. ist krankgeschrieben, seit er vor einigen Tagen heulend heim kam und kämpft hier zu Hause darum, das dumpfe Gefühl mal wieder loszuwerden und den Kopf klar zu bekommen. Im Moment noch ohne Erfolg.
Ich erwische mich ständig dabei, die Zähne so fest zusammen zu beißen, dass mein Kiefer wehtut. Schlafen geht schlecht, Haut ist schlecht, Kopf ist schwer.
Wie ist das passiert? Ich versteh es gar nicht. Wie konnte uns sowas passieren? Wie konnten wir einem Scheiß Kinderladen so eine Wichtigkeit geben, dass wir nun beide gar nicht wissen, wohin mit dem ganzen Körperstress?
R. ist also aus der Betreuung erstmal raus. Die Kinder werden von einer Honorarkraft betreut und zwei Müttern. Es ist scheiße. R. ist auf jeden Fall derjenige, den die Kinder kennen und dem sie vertrauen. Jetzt verschwindet er auf einmal von einen auf den anderen Tag. Der kindachtende und umsichtige Umgang von R. wird durch eine, vielleicht ganz nette, aber auf jedenfall typisch Erzieherinnenmäßige Realität/Normalität ersetzt. Es ist gemein. Die Arbeit mit den Kindern fand er immer toll und es hat ihn überhaupt nicht angestrengt. Die ganzen Erwachsenen sind das Problem.
Wird Madita in den nächsten Tagen in die Kita gehen? Keine Ahnung?
Was machen wir, wenn die Behörden sich irgendwie mit unserem Träger einig werden? Wie finden wir einen netten Kitaplatz ab Sommer?
Der Kopf rauscht. Ich war glaube ich noch nie in meinem Leben so hilflos gestresst. Und ich versteh einfach nicht, wie das passieren konnte....warum es so auswegslos wurde......wieso wir da nicht rauskommen......?
ABER
Trostspendenderweise ist der Frühling da. 20 Grad sind es und wir fahren morgen in den Garten. Ich werde auf einer Wiese rumliegen und ein Buch lesen und aufpassen, dass ich die Zähne nicht so fest aufeinanderbeiße.
Und auch noch wirklich zerstreuend ist Madita, die vor einigen Tagen beschlossen hat, dass sie Michel aus Lönneberga ist. Alle Prinzessinenkleider sind gerade völlig unaktuell. Mit einer zu kurzen, geringelten Leggins, einer Mütze und einem Matrosenpulli läuft sie also nun als Michel durch Berlin und ist einfach, wie immer, eine coole Socke.
Wir haben den Kinderladen noch nicht richtig aufgegeben, aber im Moment kümmern sich die Behörden um den Laden (und die sind glücklicherweise sehr geschockt und wir haben oberste Priorität und es kommen weiterhin immer wieder mehr Dinge raus, die falsch laufen).
Aber R. und ich sind ausgebrannt, super gestresst, der Körper rebelliert.
R. ist krankgeschrieben, seit er vor einigen Tagen heulend heim kam und kämpft hier zu Hause darum, das dumpfe Gefühl mal wieder loszuwerden und den Kopf klar zu bekommen. Im Moment noch ohne Erfolg.
Ich erwische mich ständig dabei, die Zähne so fest zusammen zu beißen, dass mein Kiefer wehtut. Schlafen geht schlecht, Haut ist schlecht, Kopf ist schwer.
Wie ist das passiert? Ich versteh es gar nicht. Wie konnte uns sowas passieren? Wie konnten wir einem Scheiß Kinderladen so eine Wichtigkeit geben, dass wir nun beide gar nicht wissen, wohin mit dem ganzen Körperstress?
R. ist also aus der Betreuung erstmal raus. Die Kinder werden von einer Honorarkraft betreut und zwei Müttern. Es ist scheiße. R. ist auf jeden Fall derjenige, den die Kinder kennen und dem sie vertrauen. Jetzt verschwindet er auf einmal von einen auf den anderen Tag. Der kindachtende und umsichtige Umgang von R. wird durch eine, vielleicht ganz nette, aber auf jedenfall typisch Erzieherinnenmäßige Realität/Normalität ersetzt. Es ist gemein. Die Arbeit mit den Kindern fand er immer toll und es hat ihn überhaupt nicht angestrengt. Die ganzen Erwachsenen sind das Problem.
Wird Madita in den nächsten Tagen in die Kita gehen? Keine Ahnung?
Was machen wir, wenn die Behörden sich irgendwie mit unserem Träger einig werden? Wie finden wir einen netten Kitaplatz ab Sommer?
Der Kopf rauscht. Ich war glaube ich noch nie in meinem Leben so hilflos gestresst. Und ich versteh einfach nicht, wie das passieren konnte....warum es so auswegslos wurde......wieso wir da nicht rauskommen......?
ABER
Trostspendenderweise ist der Frühling da. 20 Grad sind es und wir fahren morgen in den Garten. Ich werde auf einer Wiese rumliegen und ein Buch lesen und aufpassen, dass ich die Zähne nicht so fest aufeinanderbeiße.
Und auch noch wirklich zerstreuend ist Madita, die vor einigen Tagen beschlossen hat, dass sie Michel aus Lönneberga ist. Alle Prinzessinenkleider sind gerade völlig unaktuell. Mit einer zu kurzen, geringelten Leggins, einer Mütze und einem Matrosenpulli läuft sie also nun als Michel durch Berlin und ist einfach, wie immer, eine coole Socke.
Montag, 12. März 2012
Sonntag, 4. März 2012
Mit 3 Jahren und 8 Monaten
- kann das Kind ganz schnell bis 14 zählen, kann schon beinnah alle Buchstaben lesen und einige auch schreiben und kann alle Farben auf englisch.
- kann man mit ihr schon echt super Gespräche über das Leben führen:
"Gott hat eine Frau und sein Beruf ist es "Liebe zu machen". Wie Kinder gemacht werden weiß man auch schon in allen Details. (Und wünscht sich dann, wenn wir schon beim Thema sind, kleine Gechwister....oder eine Maus, besser eine Babykatze und wenn es gar nicht anders geht, dann auch einen kleinen Welpen unserer Hündin).
- spielt am liebsten mit Playmobilfiguren. Die unterhalten sich dann miteinander und erleben Abenteuer in unserer Wohnung.
- bester Freund ist "der kleine Bruder auf Zeit".
- auch der beste Freund ist unser derzeitiger Kinderladenbufdi, der allerding Mitte März schon seinen Freiwilligendienst beendet. Wie wird das sein?
- wir haben seit einigen Tagen einen Schallplattenspieler und das Kind hört Geschichten auf Schallplatte...ausdauernd und fast die ganze Zeit über.....CDs und Kasetten sind gerade out.
- sie geht Abends erst gegen 22Uhr ins Bett und schläft bis 9Uhr. Das ist Abends blöd....aber morgens so lange ausschlafen zu können, ist auch echt toll. R. und sie fangen den Kinderladentag um 10Uhr an.
- wir spielen ausdauernd "Ich sehe was, was du nicht siehst".
- heute war sie zum ersten mal alleine bei einer Freundin. Da war Geburtstagsparty. Wir haben sie um 15Uhr hingebracht und um 18Uhr abgeholt und sie fand es super.
- sie ist super kuschelig, will morgens nach dem Aufwachen am liebsten noch lange im Bett liegen bleiben und da auch frühstücken. Was ein Glück....in den letzten 3,5 Jahren wurden wir sonst immer mit einem genervten "Komm wir stehen auf" früh am Morgen geweckt. So ein Kaffee im Bett finde ich auch prima.
- der Hund hört auf sie....somit ist sie im Rudel also über dem Hund. Na endlich. ;-)
- wenn man sie fragt, was sie machen will, sagt sie "shoppen". Also sind wir heute über den Ku' Damm geschlendert. Wir haben nichts gekauft, aber das Kind hat ganz viele Schuhe anprobiert und war extrem begeistert. Verrückt.....das hat sie glaube ich von ihrer Oma.....also von mir nicht.
- Sie macht Verrücktes: Sie schneidet ihre Socken in klitzekleine Stücke, haut auf der Tastatur des Laptops rum und schaut dann was wir so machen.
- sie hat eine echt häßliche Meejungfrauenbarbie von ihrer Oma geschenkt bekommen (und ich finde das prima, weil Omas genau das machen sollten), die sie ganz toll findet- und R. und ich stellen heute fest, dass wir rausgewachsen sind aus der "es ist uns super wichtig, womit das Kind spielt, was es anhat usw.". Wenn Häßliches glücklich macht, dann nur her damit. Und wenn sie sich in einem pinken Oberteil mit Glitzersteinchen schön fühlt, dann ertrag ich das jetzt auch tapfer. (auch wenn die Augen wehtun....).
Das Kind ist eine Künstlerin und beehrt uns ab und an mit Installationen wie dieser. Tagelang musste das auf dem Küchentisch so stehenbleiben.

Der Kinderladen ist immer noch eine Katastrophe. Mittlerweile lässt sich die gesamte Elternschaft beim Dachverband für Elterninitiativen beraten und die Situation hat sich gerade total verschärft- es ist alles wie in einem sehr schlechten Mafiafilm, macht überhaupt keinen Spass sondern Bauchschmerzen und schlaflose Nächte. Irgendwie gibt es aber auch kein Alternativprogramm. Die Plätze für den Sommer 2012 hier in Kreuzberg sind eigentlich alle weg. Weglaufen ist also auch keine richtige Lösung. Selbst gründen? Vielleicht.
Im Moment ist die Kitaaufsicht informiert und es ist alles einfach zum heulen. Die Kinder bekommen alles mit..... zum Glück ist mittlerweile die große Februarkrankheitswelle ein wenig vorrüber. Das Kind hat nach diesem ganzen kränkeln wieder einen riesigen Entwicklungssprung gemacht. Das fällt mir irgendwie immer wieder auf, dass sie sich nach Krankheitsphasen immer echt verändert. Ihr ganzes Spielen hat sich verändert. Sie spielt viel ausdauernder und konzentrierter. Zur Zeit liebt sie Playmobil und wir denken ernsthaft darüber nach unsere auf Flohmärkten zusammengekaufte Lego Duplo Sammlung wieder zu verkaufen um für das Geld mehr Playmobil zu beschaffen. (Aber R. kann sich noch nicht so richtig trennen, weil er so gerne baut....). Gestern mussten sich alle Männchen in Reih und Glied aufstellen, sie hat ihnen in einem strengen Ton was von Regeln und "einer nach dem anderen" und "die anderen warten" erzählt (woher hat sie das....sicher nicht aus dem Kinderladen? Ich bin empört ;-). ) und dann durften alle nacheinander in einem Wasserglas planschen wurden dannach liebevoll abgetrocknet und durften sich dann wieder hinten in die Schlange stellen.
Und sie singt...schon immer....aber jetzt hat es auch eine neue Qualität. Ich darf auf dem Sofa Publikum spielen, während sie auf dem Nähtisch mit dem Micro eine Show bietet.

UND.....langsam kommt der Frühling... letztes Wochenende haben wir die Saison in unserem Wäldchen offiziell eröffnet. Bei Kälte aber Sonnenschein haben wir einen ganzen Tag damit verbracht, die Gartenmöbel wieder aufzustellen, Unkraut zu rupfen, Beete umzugraben, die frischgeschlüpften Narzissen zu bewundern usw.
Das Kind ist super glücklich und eigentlich bemerkt man sie gar nicht, sobald wir da sind. Sie ist total beschäftigt mit ihren kleinen Gartenhandschuhen und dem kleinen Schubkarren. Das ist echt super.
Wir haben ein großes Lagerfeuer gemacht, Linsensuppe gekocht und uns auf den kommenden Frühling und den Sommer gefreut. Dieses Jahr bauen wir ein Kinderhäusschen und versuchen uns weiterhin im Gemüseanbau (zwei Kürbisse waren unsere Ernte 2011....das kann noch besser werden).
Dieses Grundstück, 25km von unserer Wohnung entfernt ist echt so toll und wichtig für uns und das war echt einer der tollsten Dinge, die uns in den letzten Jahren zugeflogen sind.
Im Frühling eröffnet der neue Flughafan in Schönefeld und unser Grundstück ist wohl direkt in der Einflugrute. Noch lachen wir darüber und stellen uns vor, wie wir mit großen Ohrenschützern in der Sonne liegen.....mal sehen.
- kann das Kind ganz schnell bis 14 zählen, kann schon beinnah alle Buchstaben lesen und einige auch schreiben und kann alle Farben auf englisch.
- kann man mit ihr schon echt super Gespräche über das Leben führen:
"Gott hat eine Frau und sein Beruf ist es "Liebe zu machen". Wie Kinder gemacht werden weiß man auch schon in allen Details. (Und wünscht sich dann, wenn wir schon beim Thema sind, kleine Gechwister....oder eine Maus, besser eine Babykatze und wenn es gar nicht anders geht, dann auch einen kleinen Welpen unserer Hündin).
- spielt am liebsten mit Playmobilfiguren. Die unterhalten sich dann miteinander und erleben Abenteuer in unserer Wohnung.
- bester Freund ist "der kleine Bruder auf Zeit".
- auch der beste Freund ist unser derzeitiger Kinderladenbufdi, der allerding Mitte März schon seinen Freiwilligendienst beendet. Wie wird das sein?
- wir haben seit einigen Tagen einen Schallplattenspieler und das Kind hört Geschichten auf Schallplatte...ausdauernd und fast die ganze Zeit über.....CDs und Kasetten sind gerade out.
- sie geht Abends erst gegen 22Uhr ins Bett und schläft bis 9Uhr. Das ist Abends blöd....aber morgens so lange ausschlafen zu können, ist auch echt toll. R. und sie fangen den Kinderladentag um 10Uhr an.
- wir spielen ausdauernd "Ich sehe was, was du nicht siehst".
- heute war sie zum ersten mal alleine bei einer Freundin. Da war Geburtstagsparty. Wir haben sie um 15Uhr hingebracht und um 18Uhr abgeholt und sie fand es super.
- sie ist super kuschelig, will morgens nach dem Aufwachen am liebsten noch lange im Bett liegen bleiben und da auch frühstücken. Was ein Glück....in den letzten 3,5 Jahren wurden wir sonst immer mit einem genervten "Komm wir stehen auf" früh am Morgen geweckt. So ein Kaffee im Bett finde ich auch prima.
- der Hund hört auf sie....somit ist sie im Rudel also über dem Hund. Na endlich. ;-)
- wenn man sie fragt, was sie machen will, sagt sie "shoppen". Also sind wir heute über den Ku' Damm geschlendert. Wir haben nichts gekauft, aber das Kind hat ganz viele Schuhe anprobiert und war extrem begeistert. Verrückt.....das hat sie glaube ich von ihrer Oma.....also von mir nicht.
- Sie macht Verrücktes: Sie schneidet ihre Socken in klitzekleine Stücke, haut auf der Tastatur des Laptops rum und schaut dann was wir so machen.
- sie hat eine echt häßliche Meejungfrauenbarbie von ihrer Oma geschenkt bekommen (und ich finde das prima, weil Omas genau das machen sollten), die sie ganz toll findet- und R. und ich stellen heute fest, dass wir rausgewachsen sind aus der "es ist uns super wichtig, womit das Kind spielt, was es anhat usw.". Wenn Häßliches glücklich macht, dann nur her damit. Und wenn sie sich in einem pinken Oberteil mit Glitzersteinchen schön fühlt, dann ertrag ich das jetzt auch tapfer. (auch wenn die Augen wehtun....).
Das Kind ist eine Künstlerin und beehrt uns ab und an mit Installationen wie dieser. Tagelang musste das auf dem Küchentisch so stehenbleiben.
Der Kinderladen ist immer noch eine Katastrophe. Mittlerweile lässt sich die gesamte Elternschaft beim Dachverband für Elterninitiativen beraten und die Situation hat sich gerade total verschärft- es ist alles wie in einem sehr schlechten Mafiafilm, macht überhaupt keinen Spass sondern Bauchschmerzen und schlaflose Nächte. Irgendwie gibt es aber auch kein Alternativprogramm. Die Plätze für den Sommer 2012 hier in Kreuzberg sind eigentlich alle weg. Weglaufen ist also auch keine richtige Lösung. Selbst gründen? Vielleicht.
Im Moment ist die Kitaaufsicht informiert und es ist alles einfach zum heulen. Die Kinder bekommen alles mit..... zum Glück ist mittlerweile die große Februarkrankheitswelle ein wenig vorrüber. Das Kind hat nach diesem ganzen kränkeln wieder einen riesigen Entwicklungssprung gemacht. Das fällt mir irgendwie immer wieder auf, dass sie sich nach Krankheitsphasen immer echt verändert. Ihr ganzes Spielen hat sich verändert. Sie spielt viel ausdauernder und konzentrierter. Zur Zeit liebt sie Playmobil und wir denken ernsthaft darüber nach unsere auf Flohmärkten zusammengekaufte Lego Duplo Sammlung wieder zu verkaufen um für das Geld mehr Playmobil zu beschaffen. (Aber R. kann sich noch nicht so richtig trennen, weil er so gerne baut....). Gestern mussten sich alle Männchen in Reih und Glied aufstellen, sie hat ihnen in einem strengen Ton was von Regeln und "einer nach dem anderen" und "die anderen warten" erzählt (woher hat sie das....sicher nicht aus dem Kinderladen? Ich bin empört ;-). ) und dann durften alle nacheinander in einem Wasserglas planschen wurden dannach liebevoll abgetrocknet und durften sich dann wieder hinten in die Schlange stellen.
Und sie singt...schon immer....aber jetzt hat es auch eine neue Qualität. Ich darf auf dem Sofa Publikum spielen, während sie auf dem Nähtisch mit dem Micro eine Show bietet.
UND.....langsam kommt der Frühling... letztes Wochenende haben wir die Saison in unserem Wäldchen offiziell eröffnet. Bei Kälte aber Sonnenschein haben wir einen ganzen Tag damit verbracht, die Gartenmöbel wieder aufzustellen, Unkraut zu rupfen, Beete umzugraben, die frischgeschlüpften Narzissen zu bewundern usw.
Das Kind ist super glücklich und eigentlich bemerkt man sie gar nicht, sobald wir da sind. Sie ist total beschäftigt mit ihren kleinen Gartenhandschuhen und dem kleinen Schubkarren. Das ist echt super.
Wir haben ein großes Lagerfeuer gemacht, Linsensuppe gekocht und uns auf den kommenden Frühling und den Sommer gefreut. Dieses Jahr bauen wir ein Kinderhäusschen und versuchen uns weiterhin im Gemüseanbau (zwei Kürbisse waren unsere Ernte 2011....das kann noch besser werden).
Dieses Grundstück, 25km von unserer Wohnung entfernt ist echt so toll und wichtig für uns und das war echt einer der tollsten Dinge, die uns in den letzten Jahren zugeflogen sind.
Im Frühling eröffnet der neue Flughafan in Schönefeld und unser Grundstück ist wohl direkt in der Einflugrute. Noch lachen wir darüber und stellen uns vor, wie wir mit großen Ohrenschützern in der Sonne liegen.....mal sehen.
Dienstag, 14. Februar 2012
Gestern wieder mal Elternabend. Ätzend. Wir gehen Schritte nach vorne und viele Schritte nach hinten. Die Frau die das ganze leitet und der wir das eigentlich gerne als Elternschaft abkaufen wuerden stellt sich quer. Wir Eltern disskutieren ueber Moral. Ueber unsere Kinder und ueber andere Kitaplätze. Mittlerweile will ich einfach dass das alles aufhört. Aber das Gefuehl damit das Kind von allen Freunden wegzureissen lässt mich die Zähne zusammenbeißen.
Allerdings zerrt es unglaublich.
Noch dazu sind alle Kinder und auch wir Eltern gerade ständig krank. Alle hatten Bindehautentzuendung, alle hatten Windpocken, alle haben einen Virus der mit hohem Fieber beginnt und mit tagelangem Husten und Schnupfen endet.
Seit gestern bin ich auch krank. Erhöhte Temperatur und Ohrenschmerzen.
ÄÄÄÄÄÄÄÄtzend!!!!!!!
R. ist auch echt krank. Er kann den Kiefer nicht richtig auf und zu machen. Wir schlafen beide schlecht und wenig.
Immer wieder Treffen mit den Eltern.....immer wieder Grundsatzdisskusionen. Entscheidungen treffen und dann wieder von vorne anfangen. Alles lastet irgendwie auf R. der der einzige Erzieher ist.
Ich will ihn da raushaben. Er soll sich mal erholen. Scheiß auf den schlecht bezahlten Erzieherjob.Aber was ist dann mit den ganzen coolen Kindern? Ein unheimlicher Druck.
Das wird nicht mehr lange so gehen können. Wird es auch nicht.
Das Kind und ich hängen zu Hause rum, sind schlapp, wissen nichts mit uns anzufangen. Die ganze Zeit Emaildisskusionen mit Eltern.
Und diese Leiterin, die lässt alles an sich abprallen. Die hat gestern vorgeschlagen, dass wir doch alle geschlossen gehen sollten und uns eigene Räume suchen. Weil dies hier ist ihr Ort. (Rechtlich völlig absurd. Moralisch stimmen ihr viele Eltern zu). Sie zieht sich zurueck und fährt fuer paar Monate nach Indien und wenn wir alle weg sind startet sie neu durch.
Frust.
Allerdings zerrt es unglaublich.
Noch dazu sind alle Kinder und auch wir Eltern gerade ständig krank. Alle hatten Bindehautentzuendung, alle hatten Windpocken, alle haben einen Virus der mit hohem Fieber beginnt und mit tagelangem Husten und Schnupfen endet.
Seit gestern bin ich auch krank. Erhöhte Temperatur und Ohrenschmerzen.
ÄÄÄÄÄÄÄÄtzend!!!!!!!
R. ist auch echt krank. Er kann den Kiefer nicht richtig auf und zu machen. Wir schlafen beide schlecht und wenig.
Immer wieder Treffen mit den Eltern.....immer wieder Grundsatzdisskusionen. Entscheidungen treffen und dann wieder von vorne anfangen. Alles lastet irgendwie auf R. der der einzige Erzieher ist.
Ich will ihn da raushaben. Er soll sich mal erholen. Scheiß auf den schlecht bezahlten Erzieherjob.Aber was ist dann mit den ganzen coolen Kindern? Ein unheimlicher Druck.
Das wird nicht mehr lange so gehen können. Wird es auch nicht.
Das Kind und ich hängen zu Hause rum, sind schlapp, wissen nichts mit uns anzufangen. Die ganze Zeit Emaildisskusionen mit Eltern.
Und diese Leiterin, die lässt alles an sich abprallen. Die hat gestern vorgeschlagen, dass wir doch alle geschlossen gehen sollten und uns eigene Räume suchen. Weil dies hier ist ihr Ort. (Rechtlich völlig absurd. Moralisch stimmen ihr viele Eltern zu). Sie zieht sich zurueck und fährt fuer paar Monate nach Indien und wenn wir alle weg sind startet sie neu durch.
Frust.
Freitag, 10. Februar 2012
es ist ein bisschen wie in einem Mafiafilm, wenn man langsam seit Jahren bestehende Vereinsstrukturen aufdeckt und auch kapiert. Im Wechselbad der moralischen Bedenken aber auch der Verantwortung für 14 Kinder (ah nein, eins ist bereits abgesrungen, also 13 Kinder) ist es irgendwie auch echt bekloppt, sich mit einem Ort zu beschäftigen, an dem Madita nur noch 2,5Jahre bleiben wird. Andererseits, wieder ein Kinderladenwechsel wäre echt doof und.....
und vor allem kostet es sehr viel Kraft und Energie.
Und dazu kommt, dass im Kinderladen gerade eine riesige Krankheitswelle ist. Gestern zum Beispiel waren im Laden vier Kinder und ich hatte hier zu Hause auch vier....weil wir hier die Windpockenauffangstation waren.
Und nun, hatten wirklich alle Kinder, bis auf die zwei Geimpften Windpocken durch, jetzt kommt ein "super hohes Fieber 24 Stunden lang" Virus.
Davon sind wir heute auch betroffen und so lag ich den ganzen Tag mit einem super heißen Kind auf dem Bauch rum und bin irgendwie nicht mal dazu gekommen mir ein Brot zu machen.
Also irgendwie hatte ich mir doch dieses Jahr ruhig und langweilig gewünscht.
"Wie werden Hühnchen getötet?"
Ich "mhm, vielleicht durch Stromschlag?"
R "oder man hackt die Köpfe ab?"
Kind "oder man könnte mit dem Auto durch den Hühnerstall fahren"
und vor allem kostet es sehr viel Kraft und Energie.
Und dazu kommt, dass im Kinderladen gerade eine riesige Krankheitswelle ist. Gestern zum Beispiel waren im Laden vier Kinder und ich hatte hier zu Hause auch vier....weil wir hier die Windpockenauffangstation waren.
Und nun, hatten wirklich alle Kinder, bis auf die zwei Geimpften Windpocken durch, jetzt kommt ein "super hohes Fieber 24 Stunden lang" Virus.
Davon sind wir heute auch betroffen und so lag ich den ganzen Tag mit einem super heißen Kind auf dem Bauch rum und bin irgendwie nicht mal dazu gekommen mir ein Brot zu machen.
Also irgendwie hatte ich mir doch dieses Jahr ruhig und langweilig gewünscht.
"Wie werden Hühnchen getötet?"
Ich "mhm, vielleicht durch Stromschlag?"
R "oder man hackt die Köpfe ab?"
Kind "oder man könnte mit dem Auto durch den Hühnerstall fahren"
Montag, 30. Januar 2012
Kinderladenstürmung und so weiter
es kommt irgendwie dann doch alles anders als man so denkt.....
gerade vor ein paar Tage haben wir angefangen und über unsere eigene Kitagründung Gedanken zu machen.....und dann ist plötzlich die Stimmung in dem Kinderladen in dem unser Kind ist und in dem R. als Erzieher arbeitet gekippt.
Ich kann das irgendwie hier im Blog nicht so richtig erklären, dafür müsste ich total weit ausholen und euch mit Details langweilen.
Um mich kurz zu fassen, könnte ich sagen, dass unser Kinderladen ja noch nie eine richtige Elterninitiative war. Auf dem Papier schon und in der Realität leider nicht. Das schien eine Zeit lang okay. Dann schien es überhaupt nicht mehr okay, aber nur R. und ich wussten irgendwie richtig davon. Das war eine echt ätzende Zeit. Wir hatten hier einen super Stress und R. hat auch echt irgendwie gesundheitlich ziemlich abgebaut.
Und nun, und nun ist da irgendwie so ein Supergau passiert, dass nun alle Eltern dergleichen Meinung sind. Innerhalb von Stunden war klar: Wir müssen diesen Kinderladen wirklich zu einer echten Elternini machen-
Es ist anstrengend, ich rede jeden Abend mit meinem Gewissen, es ist spannend, es ist ätzend, es ist arbeitsaufwendig....aber endlich passiert was. Egal was- aber es bewegt sich und es wird sich verändern.
Es ist ein bisschen wie mit 20. Die Elternschaft brennt und ist motiviert und das Tempo ist rasant. Und R. und ich atmen ein und aus und der Stress verändert sich. Aus einem wütenden, stillstehenden, auswegslosen Stress, wird ein kreativer Tatendrangstress....und das ist wirklich entspannter.
Und ansonsten habe ich etwas ersteigert und ohne es zu wissen gegen mich selbst begoten und das Ding statt für 9€ für 16,50€ ersteigert. (Zum Glück ging es nicht um mehr Geld). Weil R. und ich natürlich zwei Accounts haben und ich mich da vertan hatte und irgendwie ist das doch echt doof, wenn man gegen sich selbst arbeitet.
;-)
Ja, sowas machen wir hier gerade. Irgendwie sonst keine Zeit für gar nichts.
gerade vor ein paar Tage haben wir angefangen und über unsere eigene Kitagründung Gedanken zu machen.....und dann ist plötzlich die Stimmung in dem Kinderladen in dem unser Kind ist und in dem R. als Erzieher arbeitet gekippt.
Ich kann das irgendwie hier im Blog nicht so richtig erklären, dafür müsste ich total weit ausholen und euch mit Details langweilen.
Um mich kurz zu fassen, könnte ich sagen, dass unser Kinderladen ja noch nie eine richtige Elterninitiative war. Auf dem Papier schon und in der Realität leider nicht. Das schien eine Zeit lang okay. Dann schien es überhaupt nicht mehr okay, aber nur R. und ich wussten irgendwie richtig davon. Das war eine echt ätzende Zeit. Wir hatten hier einen super Stress und R. hat auch echt irgendwie gesundheitlich ziemlich abgebaut.
Und nun, und nun ist da irgendwie so ein Supergau passiert, dass nun alle Eltern dergleichen Meinung sind. Innerhalb von Stunden war klar: Wir müssen diesen Kinderladen wirklich zu einer echten Elternini machen-
Es ist anstrengend, ich rede jeden Abend mit meinem Gewissen, es ist spannend, es ist ätzend, es ist arbeitsaufwendig....aber endlich passiert was. Egal was- aber es bewegt sich und es wird sich verändern.
Es ist ein bisschen wie mit 20. Die Elternschaft brennt und ist motiviert und das Tempo ist rasant. Und R. und ich atmen ein und aus und der Stress verändert sich. Aus einem wütenden, stillstehenden, auswegslosen Stress, wird ein kreativer Tatendrangstress....und das ist wirklich entspannter.
Und ansonsten habe ich etwas ersteigert und ohne es zu wissen gegen mich selbst begoten und das Ding statt für 9€ für 16,50€ ersteigert. (Zum Glück ging es nicht um mehr Geld). Weil R. und ich natürlich zwei Accounts haben und ich mich da vertan hatte und irgendwie ist das doch echt doof, wenn man gegen sich selbst arbeitet.
;-)
Ja, sowas machen wir hier gerade. Irgendwie sonst keine Zeit für gar nichts.
Dienstag, 24. Januar 2012
Heute ist ein guter Tag. Ein fantastischer Tag eigentlich.
Unser Freund wurde heute operiert. Nachdem im Herbst eine OP mit der Entdeckung von Metastasen schneller vorbei war als sie angefangen hatte. Nach 13 Zyklen Chemo heute ein neuer Anlauf. Und es ist alles super gelaufen. Der Magen ist raus und die Ärzte behaupten, alles was Krebs war ist auch raus. (Und das ist soooo krass, damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet.)
Eine echte reale Chance und die beste Ausgangslage seit der Diagnose.
Ich freu mich irgendwie...aber irgendwie bin ich auch so überrascht, dass die Freude nicht so ankommt. Und irgendwie habe ich auch Angst, dass das doch nicht stimmt.
Und während das alles passiert ist, habe ich mit meinem Kind, welches nicht mehr so pockig ist zum Glück, einen super schönen und entspannten Tag verlebt. Und die Welt dreht sich weiter.
Unser Freund wurde heute operiert. Nachdem im Herbst eine OP mit der Entdeckung von Metastasen schneller vorbei war als sie angefangen hatte. Nach 13 Zyklen Chemo heute ein neuer Anlauf. Und es ist alles super gelaufen. Der Magen ist raus und die Ärzte behaupten, alles was Krebs war ist auch raus. (Und das ist soooo krass, damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet.)
Eine echte reale Chance und die beste Ausgangslage seit der Diagnose.
Ich freu mich irgendwie...aber irgendwie bin ich auch so überrascht, dass die Freude nicht so ankommt. Und irgendwie habe ich auch Angst, dass das doch nicht stimmt.
Und während das alles passiert ist, habe ich mit meinem Kind, welches nicht mehr so pockig ist zum Glück, einen super schönen und entspannten Tag verlebt. Und die Welt dreht sich weiter.
Freitag, 20. Januar 2012
Windpocken
Windpocken hat das Kind. Was auf den ersten Blick wie eine echt lustige Krankheit schien, bei der man paar Pocken hat aber sich ansonsten prima fühlt und in der Kinderladenfreien Woche eine Art Urlaub zu Hause genießen kann, das entpuppt sich Nachts zu einer der beschwerlichsten Krankheiten, die wir hier so bisher hatten. Das Kind wacht dauernd auf und es juckt super doll. Einschlafen ist beinah unmöglich. Die Pocken finden sich an den fiesesten Stellen.
Wir schmieren dieses verschriebene Zeug drauf aber irgendwie wirkt es nicht. Irgendwer irgendwelche Hausmittelchen?
Wir schmieren dieses verschriebene Zeug drauf aber irgendwie wirkt es nicht. Irgendwer irgendwelche Hausmittelchen?
Mittwoch, 18. Januar 2012
uns geht es gut.
Ich habe eine Ausführliche Neugründungsberatung bezüglich Kinderläden hinter mir und bin um einiges schlauer. Jetzt rechnen wir und überlegen und planen und verwerfen wieder.
Wir haben Silvester in Göttingen verbracht und sind dann noch spontan zu meinen Eltern weitergefahren. Da diese gerade umgezogen sind und viel Zeugs übrig haben sind wir super reich beschenkt wieder nach Hause gekommen und haben dann erstmal ein neues Bücherregal gekauft und die ganze Wohnung umgestellt. Jetzt ist alles untergebracht und ich fühl mich noch ein Stückchen wohler hier.
Das Kind ist gestern zum ersten mal in die höhere Entwicklungsstufe der Manipulation eingetreten und R. und ich sind mächtig stolz. Sie umarmt R. schmusig und säuselt ihm ins Ohr: "Papa, ich habe dich sooooo lieb- du bist der liebste Papa auf der ganzen Welt". ....und dann im gleichen Atemzug....."wollen wir gemeinsam mit den Pinseln und Glitzerfarben auf dem großen Papier malen?"
So macht man es. Wir mussten sehr lachen.
Das neue Jahr ist da, die Sonne scheint oft, noch 3-4 Monate und der Frühling ist da ;-). Alles super hier bei uns.
Ich habe eine Ausführliche Neugründungsberatung bezüglich Kinderläden hinter mir und bin um einiges schlauer. Jetzt rechnen wir und überlegen und planen und verwerfen wieder.
Wir haben Silvester in Göttingen verbracht und sind dann noch spontan zu meinen Eltern weitergefahren. Da diese gerade umgezogen sind und viel Zeugs übrig haben sind wir super reich beschenkt wieder nach Hause gekommen und haben dann erstmal ein neues Bücherregal gekauft und die ganze Wohnung umgestellt. Jetzt ist alles untergebracht und ich fühl mich noch ein Stückchen wohler hier.
Das Kind ist gestern zum ersten mal in die höhere Entwicklungsstufe der Manipulation eingetreten und R. und ich sind mächtig stolz. Sie umarmt R. schmusig und säuselt ihm ins Ohr: "Papa, ich habe dich sooooo lieb- du bist der liebste Papa auf der ganzen Welt". ....und dann im gleichen Atemzug....."wollen wir gemeinsam mit den Pinseln und Glitzerfarben auf dem großen Papier malen?"
So macht man es. Wir mussten sehr lachen.
Das neue Jahr ist da, die Sonne scheint oft, noch 3-4 Monate und der Frühling ist da ;-). Alles super hier bei uns.
Dienstag, 27. Dezember 2011
Weihnachten war richtig schön. Das Kind war glücklich bis oben hin und wir Erwachsenen hatten wirklich alle einen echt schönen Abend. Wir haben lecker gegessen und am Ende Gitarre gespielt, gesungen und getanzt.
Übermorgen flüchten wir vor den Knallern aufs Land und verbringen mit Freunden ein fetenhaft und doch ruhiges Silvester. Ich freu mich drauf und der Hund sicher auch- denn dem machen die Knaller hier in Berlin ganz schön zu schaffen. (Und ich mags auch nicht). Vor paar Jahren war sie da noch völlig unbeieindruckt und jetzt liegt sie zitternd unter dem Tisch.
Ich habe übrigens meine alten Kinderdias zu Weihnachten bekommen und einen Dia-Scanner.
Das ist richtig schön. Und auch ziemlich lustig.
So könnte meine Mutter heute wohl auch durch Kreuzberg laufen und würde absolut nicht auffallen. Witzigerweise haben wir vor drei Jahren beinah den identischen Kinderwagen gefahren.
Und später dann, haben wir tatsächlich das Kind einige Zeit lang in meinem alten Wagen rumkutschiert.
So sah er 1979 aus.
Und mein altes Kleid hat das Kind heute auch noch (nur habe ich davon kein Bild).
ich mit Uroma das Kind mit Uroma

Übermorgen flüchten wir vor den Knallern aufs Land und verbringen mit Freunden ein fetenhaft und doch ruhiges Silvester. Ich freu mich drauf und der Hund sicher auch- denn dem machen die Knaller hier in Berlin ganz schön zu schaffen. (Und ich mags auch nicht). Vor paar Jahren war sie da noch völlig unbeieindruckt und jetzt liegt sie zitternd unter dem Tisch.
Ich habe übrigens meine alten Kinderdias zu Weihnachten bekommen und einen Dia-Scanner.
Das ist richtig schön. Und auch ziemlich lustig.
So könnte meine Mutter heute wohl auch durch Kreuzberg laufen und würde absolut nicht auffallen. Witzigerweise haben wir vor drei Jahren beinah den identischen Kinderwagen gefahren.
Und später dann, haben wir tatsächlich das Kind einige Zeit lang in meinem alten Wagen rumkutschiert.
So sah er 1979 aus.
Und mein altes Kleid hat das Kind heute auch noch (nur habe ich davon kein Bild).
ich mit Uroma das Kind mit Uroma
Mittwoch, 21. Dezember 2011
Dienstag, 13. Dezember 2011
Es ist sehr weihnachtlich bei uns. Aber auch gerade ätzend.
Das Kind ist krank und um uns die Zeit hier zu vertreiben, haben wir einfach schon die Weihnachtskiste aus dem Keller geholt und einen Tannenbaum gekauft. Hoffentlich ist er bis Heiligabend nicht völlig vertrocknet- im Moment duftet und leuchtet er vor sich hin. Und das Kind will immer in dem "weihnachtlichen Wohnzimmer" sitzen.
Überhaupt kränkelt es hier ziemlich. Zuerst war ich total krank, dann R. und dann das Kind. Nun sind alle Betreuenden im Kinderladen krank und R. und die neue Bufti-Frau rocken den Laden. (Eigentlich sind sie mindestens 5 Leute auf einmal). Er kommt total ausgespielt nach Hause und trifft hier auf das Kind und mich, denen auch langsam die Decke auf den Kopf fällt.- weil das Kind zu krank zum rausgehen und zu gesund zum schlafen ist. Aber wir schlagen und tapfer und versuchen die innere Balance zu behalten. Wir schauen Pipi Langstrumpf im Inhalationszelt und malen ganz viel und lesen ganz viel.
Bald ist Weihnachten- und das macht mir eigentlich recht gute Laune. Meine Eltern kommen (die absoluten Weihnachtsgrinchs übrigens- ein bisschen riskant- weil man ganz schön kämpfen muss um Gemütlichkeit herzustellen- aber ich vergesse ihre Hektik jedes mal und freue mich immer wieder darauf, dass sie kommen. Vielleicht sind sie ja mittlerweile so alt, dass sie sich gezwungenermaßen langsam bewegen?!? ;-) ich glaube nicht. Die sind leider erst Mitte fünfzig.) Meine Schwester und ihr neuer sehr toller Freund kommen auch. Sehr Familienmäßig- ein Gegenprogramm zu letzem Jahr- und Familienmäßig find ich gut. Was kochen wir? Was kocht ihr so?
Aber in meinem Bauch grummelt es. Es passieren gerade viele doofe Sachen.
Meine kleine tolle Schwester hatte übrigens Pech und der Laptop ihrer Mitbewohnerin ist just in dem Moment kaputt gegangen, als sie ihn gerade kurz geliehen hatte. Das ist ätzend. Mainboard ist kaputt- also Totalschaden. Dabei hatte sie sich eigentlich einen Laptop zu Weihnachten gewünscht. Ich finde manchmal hat man echt so blödes Pech.
Meine Oma bekommt gerade ihre zweite Knieprothese- und letztes Jahr um die Zeit war die erste OP, die völlig schief lief und die PDA ist falsch gesetzt worden und alles war sehr ätzend. Ich hoffe dieses mal läuft es besser.
Gut ist aber- dass R. und ich im Moment im "Entrümpelungsfieber" sind. Das kommt plötzlich und unerwartet alle paar Monate- dann - ohne das wir uns abstimmer- fangen wir beide an in Ecken und Schubladen auszumisten und das dauert so ein paar Tage und dannach ist alles wieder bisschen luftiger, ordentlicher und schöner.
Und dieses Fieber hat uns gerade befallen und das macht mich froh.
Froh macht mich auch, dass das komische Jahr langsam zu Ende geht und ich hoffe, dass das nächste Jahr ganz gewöhnlich und langweilig wird und nicht so eine Gefühlsachterbahn wie 2011.
Das Kind ist krank und um uns die Zeit hier zu vertreiben, haben wir einfach schon die Weihnachtskiste aus dem Keller geholt und einen Tannenbaum gekauft. Hoffentlich ist er bis Heiligabend nicht völlig vertrocknet- im Moment duftet und leuchtet er vor sich hin. Und das Kind will immer in dem "weihnachtlichen Wohnzimmer" sitzen.
Überhaupt kränkelt es hier ziemlich. Zuerst war ich total krank, dann R. und dann das Kind. Nun sind alle Betreuenden im Kinderladen krank und R. und die neue Bufti-Frau rocken den Laden. (Eigentlich sind sie mindestens 5 Leute auf einmal). Er kommt total ausgespielt nach Hause und trifft hier auf das Kind und mich, denen auch langsam die Decke auf den Kopf fällt.- weil das Kind zu krank zum rausgehen und zu gesund zum schlafen ist. Aber wir schlagen und tapfer und versuchen die innere Balance zu behalten. Wir schauen Pipi Langstrumpf im Inhalationszelt und malen ganz viel und lesen ganz viel.
Bald ist Weihnachten- und das macht mir eigentlich recht gute Laune. Meine Eltern kommen (die absoluten Weihnachtsgrinchs übrigens- ein bisschen riskant- weil man ganz schön kämpfen muss um Gemütlichkeit herzustellen- aber ich vergesse ihre Hektik jedes mal und freue mich immer wieder darauf, dass sie kommen. Vielleicht sind sie ja mittlerweile so alt, dass sie sich gezwungenermaßen langsam bewegen?!? ;-) ich glaube nicht. Die sind leider erst Mitte fünfzig.) Meine Schwester und ihr neuer sehr toller Freund kommen auch. Sehr Familienmäßig- ein Gegenprogramm zu letzem Jahr- und Familienmäßig find ich gut. Was kochen wir? Was kocht ihr so?
Aber in meinem Bauch grummelt es. Es passieren gerade viele doofe Sachen.
Meine kleine tolle Schwester hatte übrigens Pech und der Laptop ihrer Mitbewohnerin ist just in dem Moment kaputt gegangen, als sie ihn gerade kurz geliehen hatte. Das ist ätzend. Mainboard ist kaputt- also Totalschaden. Dabei hatte sie sich eigentlich einen Laptop zu Weihnachten gewünscht. Ich finde manchmal hat man echt so blödes Pech.
Meine Oma bekommt gerade ihre zweite Knieprothese- und letztes Jahr um die Zeit war die erste OP, die völlig schief lief und die PDA ist falsch gesetzt worden und alles war sehr ätzend. Ich hoffe dieses mal läuft es besser.
Gut ist aber- dass R. und ich im Moment im "Entrümpelungsfieber" sind. Das kommt plötzlich und unerwartet alle paar Monate- dann - ohne das wir uns abstimmer- fangen wir beide an in Ecken und Schubladen auszumisten und das dauert so ein paar Tage und dannach ist alles wieder bisschen luftiger, ordentlicher und schöner.
Und dieses Fieber hat uns gerade befallen und das macht mich froh.
Froh macht mich auch, dass das komische Jahr langsam zu Ende geht und ich hoffe, dass das nächste Jahr ganz gewöhnlich und langweilig wird und nicht so eine Gefühlsachterbahn wie 2011.
Donnerstag, 1. Dezember 2011
Prickeln
Das Kind ist im Prickelfieber.
Um dieses Fieber auszulösen braucht man folgende Dinge:
Und dann gehts los.....
.....und weil es so schön ist, geht es dann gleich noch weiter......
Nachdem das Kind sich keine schlimmen Verletzungen damit zugefügt hat, probiere ich es gleich am Montag mit den Kindern im Laden aus. So als Gegenprogramm zum Rasierschaum. Ich stelle mir das so vor: während ich gemütlich Kaffeetrinke und verträumt aus dem Fenster schaue, prickeln 6 Kinder in absoluter Konzentration und ohne ein Mucks zu sagen, vor sich hin. ;-) Na mal sehen.
Was wir sonst noch machen?
Tanzen.
Unsere Nachbarn von Gegenüber haben sicherlich viel Freude mit uns. Denn R. und ich tanzen selbstverständlich auch wild mit.
Das Kind ist tanzwütig, denn in dem letzten Packet von Oma waren echte Ballettschläppchen und Stulpen drin. Natürlich sind wir auch im Besitz diverser Balletttrikots. Und üben das Kind und ich, mit einer Hand am Bücherregal Ballettschritte. (ich habe da mal so einen Kurs gemacht....als ich 7 Jahre alt war. War aber keine lange und erfolgreiche Karriere.)
Auf diesen Bildern trägt das Kind allerdings ein "Ola....schau mal.....ein Famingo-Kleid....habe ich aus dem Kinderladen geliehen!!!!!!".
So ist das gerade also bei uns.
Und gestern....dann endlich.....haben wir unseren diesjährigen Adventskranz zusammengebastelt. Sieht fast so aus, wie der im letzten Jahr.
Nun frühstücken wir bei Kerzenlicht und das Kind findet es wunderbar.
Und heute Nacht haben R. und ich Adventskalenderpäckchen geschnürt. Aber wir sind weiser geworden. Nachdem wir letztens Jahr die gesamte Adventszeit um 5.30-6.00Uhr aufgestanden sind, weil das Kind von der Vorfreude geweckt wurde, ein Päckchen öffnen zu können......werden dieses Jahr die Päckchen nach dem Kinderladen aufgemacht. Ich fürchte, jetzt will das Kind immer nach Hause. Na mal sehen. Wir sind in der Testphase.
Um dieses Fieber auszulösen braucht man folgende Dinge:
Und dann gehts los.....
.....und weil es so schön ist, geht es dann gleich noch weiter......
Nachdem das Kind sich keine schlimmen Verletzungen damit zugefügt hat, probiere ich es gleich am Montag mit den Kindern im Laden aus. So als Gegenprogramm zum Rasierschaum. Ich stelle mir das so vor: während ich gemütlich Kaffeetrinke und verträumt aus dem Fenster schaue, prickeln 6 Kinder in absoluter Konzentration und ohne ein Mucks zu sagen, vor sich hin. ;-) Na mal sehen.
Was wir sonst noch machen?
Tanzen.
Unsere Nachbarn von Gegenüber haben sicherlich viel Freude mit uns. Denn R. und ich tanzen selbstverständlich auch wild mit.
Das Kind ist tanzwütig, denn in dem letzten Packet von Oma waren echte Ballettschläppchen und Stulpen drin. Natürlich sind wir auch im Besitz diverser Balletttrikots. Und üben das Kind und ich, mit einer Hand am Bücherregal Ballettschritte. (ich habe da mal so einen Kurs gemacht....als ich 7 Jahre alt war. War aber keine lange und erfolgreiche Karriere.)
Auf diesen Bildern trägt das Kind allerdings ein "Ola....schau mal.....ein Famingo-Kleid....habe ich aus dem Kinderladen geliehen!!!!!!".
So ist das gerade also bei uns.
Und gestern....dann endlich.....haben wir unseren diesjährigen Adventskranz zusammengebastelt. Sieht fast so aus, wie der im letzten Jahr.
Nun frühstücken wir bei Kerzenlicht und das Kind findet es wunderbar.
Und heute Nacht haben R. und ich Adventskalenderpäckchen geschnürt. Aber wir sind weiser geworden. Nachdem wir letztens Jahr die gesamte Adventszeit um 5.30-6.00Uhr aufgestanden sind, weil das Kind von der Vorfreude geweckt wurde, ein Päckchen öffnen zu können......werden dieses Jahr die Päckchen nach dem Kinderladen aufgemacht. Ich fürchte, jetzt will das Kind immer nach Hause. Na mal sehen. Wir sind in der Testphase.
Mittwoch, 30. November 2011
Rasierschaum
Merke: auch wenn die Sonne scheint.....bei matschigen Rumgematsche lieber drinnen bleiben und entweder alle nackt ausziehen oder Malerkittel anziehen. Zumindest im Winter ;-)
Samstag, 26. November 2011
Castor
R. ist beim Castor und der Hund, das Kind und ich haben Sturmfrei. Na ja...sturmfrei ist blöd.
Donnerstag, 24. November 2011
uns gibt es noch
diese Kinderladensache nimmt uns irgendwie physisch und psychisch ziemlich in Anspruch. Irgendwie hat es uns in den Sog der Verantwortung gezogen aus dem wir nicht wieder rauskommen. Und es ist nicht alles so schön und leicht- die Kinder sind super. R. macht es Spass als Erzieher zu arbeiten- das Team ist anstrengend und arbeitsaufwendig und es ist irgendwie mühsam sich in einem Kinderladen um Erwachsene kümmern zu müssen.
R. hat nun die Kitaleitung....aber im Hintergrund steht jemand anderes. Es ist einfach irgendwie nicht rund und wir sehnen uns nach Selbstständigkeit. Mal wieder. Es wird kommen- da bin ich mir immer sicherer.
Und zwischenzeitig- vergessen wir Geburtstage, setzen Prioritäten falsch, verschicken keine längst überfälligen Päckchen für super frisch geschlüpfte Babys und führen Abends im Bett aufreibende Gespräche über Teamführung- und das alles zu einem 3/4 Erziehergehalt. Es soll ein super Platz für das Kind werden. Aber irgendwie werden wir uns immer unsicherer ob das zu schaffen ist.
Natürlich gibt es auch 1000 tolle Momente, die super viel Spass machen.
Ich habe zum Beispiel gestern mit den älteren Kindern Nicht Newtonsche Flüssigkeit hergestellt (inspiriert von Frau Liebe) und kann Euch versichern, dass ihr es auch unbedingt mal ausprobieren müsst und das es ein absolut Partytaugliche Spielerei ist.
Wir haben davon etwa 1 Liter gemacht und mit Fingerfarben eingefärbt. 5 dreijährige habe ich damit über eine Stunde in absolut konzentriertes "Farbe auf dem Bürgersteig verteilen" -Arbeiten versetzt.
Witzigerweise fanden die Kinder zwar, dass es eine tolle Konsistenz hat- aber dieses absolut abgefahrene, dass es mal fest mal total flüssig ist- das hat sie nicht besonders erstaunt-
dafür aber die Eltern umso mehr. Und so standen am Ende des Tages 6 Erwachsene versunken vor der Schüssel und haben rumgematscht.
Vielleicht sollten wir das nächste mal dieses hier versuchen. ;-)
R. hat nun die Kitaleitung....aber im Hintergrund steht jemand anderes. Es ist einfach irgendwie nicht rund und wir sehnen uns nach Selbstständigkeit. Mal wieder. Es wird kommen- da bin ich mir immer sicherer.
Und zwischenzeitig- vergessen wir Geburtstage, setzen Prioritäten falsch, verschicken keine längst überfälligen Päckchen für super frisch geschlüpfte Babys und führen Abends im Bett aufreibende Gespräche über Teamführung- und das alles zu einem 3/4 Erziehergehalt. Es soll ein super Platz für das Kind werden. Aber irgendwie werden wir uns immer unsicherer ob das zu schaffen ist.
Natürlich gibt es auch 1000 tolle Momente, die super viel Spass machen.
Ich habe zum Beispiel gestern mit den älteren Kindern Nicht Newtonsche Flüssigkeit hergestellt (inspiriert von Frau Liebe) und kann Euch versichern, dass ihr es auch unbedingt mal ausprobieren müsst und das es ein absolut Partytaugliche Spielerei ist.
Wir haben davon etwa 1 Liter gemacht und mit Fingerfarben eingefärbt. 5 dreijährige habe ich damit über eine Stunde in absolut konzentriertes "Farbe auf dem Bürgersteig verteilen" -Arbeiten versetzt.
Witzigerweise fanden die Kinder zwar, dass es eine tolle Konsistenz hat- aber dieses absolut abgefahrene, dass es mal fest mal total flüssig ist- das hat sie nicht besonders erstaunt-
dafür aber die Eltern umso mehr. Und so standen am Ende des Tages 6 Erwachsene versunken vor der Schüssel und haben rumgematscht.
Vielleicht sollten wir das nächste mal dieses hier versuchen. ;-)
Freitag, 11. November 2011
Wie richtet man einen Kinderladen ein?
Wie richtet man einen Kinderladen ein- haben wir uns gefragt.
Als unser Kinderladen Mitte September eröffnet hat, bestand (und besteht) die Einrichtung aus ein paar geliehenen Tischen und Stühlen und Spielsachen, die die Eltern alle erstmal mitgebracht hatten.
Langsam gilt es also zu überlegen, was wir anschaffen wollen und wie wir die Räume gestalten.
Ich habe in den letzten Wochen einen Denkprozess in meinem Kopf ablaufen lassen, der mit: "schönen Holzspielsachen mit bisschen Duplo und bisschen Flohmarkt-Retro Sachen Mix" begonnen hat und dann über- "möglichst keine typischen Spielsachen, sondern Alltagsgegenstände aus der Erwachsenenwelt" bis zum jetzigen Ergebnis gereift ist.
Ich habe mir unzählige Bilder von Kindergärten im Netz angeschaut und mal wirklich überlegt, was Madita hier seit 3,5 Jahren zu Hause bespielt.
Meine Ausgangsüberlegungen waren:
Ich hatte zu meinen Ausgangspunkten einige Ideen- aber war mir unsicher und hatte das Gefühl auch sehr beschränkt zu denken.
Zum einen habe ich also eine AG gegründet und eine andere Mutter- auch Pädagogin übrigens- Theaterpädagogin- hatte Lust mitzudenken.
Zum anderen habe ich Bücher beschaffen: über Reggio-Pädagogik, über Offene Arbeit und über das Hamburger Raumgestaltungskonzept. Ich hatte nämlich gelesen, dass dieses Konzept auf Reggio basiert.
Also erstmal- die einige Bücher sind toll. Richtig toll!
1. Bildungsräume für Kinder von Null bis Drei von Angelika von der Beek
2. Bildungsräume für Kinder von Drei bis Sechs von Angelika von der Beek
Beide absolut empfehlenswert. Auch wenn ihr nicht gerade vor habt, einen Kinderladen einzurichten. Erstmal sind die Texte sehr gut und geben viel Input für Ideen, wie und mit was Kinder spielen und wie Kinder lernen. Es gibt auch sehr viele Bilder und das ganze sprudelt vor Inspiration für Selberbauer/innen.
____
Unser Kinderladen besteht aus zwei Räumen, einem recht großen Badezimmer und einem großen Esszimmer mit einer Küchentheke.
Es ist nicht wirklich sehr viel Platz und unsere Altersmischung ist auch nicht gerade einfach. Unser jüngstes Kind ist ein knappes Jahr alt und das älteste Kind beinah 4 Jahre alt.
Diese Ideensammlung wird sich also so nicht wirklich 1:1 übernehmen lassen. Und wir sind uns auch alle einig, dass wir Dogmatismus blöd finden- es werden also sicher noch einige Brüche dazu kommen. Trotzdem brenne ich für die Ideen und glaube, dass es eine ziemlich optimale Kinderladenumgebung werden kann.
In Berlin gibt es einen Wertstoffverwertungshof der uns viele unserer Ideen umsetzen lassen wird, ohne zum Beispiel 1000e von Euros in große Bauklötze investieren zu müssen.
Ich bin gespannt auf Eure Kommentare. Wie sieht es in Euren Kindergärten aus? Habt ihr Tipps? Erfahrungen?
Als unser Kinderladen Mitte September eröffnet hat, bestand (und besteht) die Einrichtung aus ein paar geliehenen Tischen und Stühlen und Spielsachen, die die Eltern alle erstmal mitgebracht hatten.
Langsam gilt es also zu überlegen, was wir anschaffen wollen und wie wir die Räume gestalten.
Ich habe in den letzten Wochen einen Denkprozess in meinem Kopf ablaufen lassen, der mit: "schönen Holzspielsachen mit bisschen Duplo und bisschen Flohmarkt-Retro Sachen Mix" begonnen hat und dann über- "möglichst keine typischen Spielsachen, sondern Alltagsgegenstände aus der Erwachsenenwelt" bis zum jetzigen Ergebnis gereift ist.
Ich habe mir unzählige Bilder von Kindergärten im Netz angeschaut und mal wirklich überlegt, was Madita hier seit 3,5 Jahren zu Hause bespielt.
Meine Ausgangsüberlegungen waren:
- im Kinderladen sollen nicht die gleichen Sachen sein, wie bei den Kindern zu Hause
- es sollen auf keinen Fall typische Werfritz-Dinge gekauft werden weil die zum einen super teuer sind und zum anderen super-hässlich.
- im Kinderladen soll es schön sein
- der Kinderladen soll nicht zugemüllt werden
- ich wünsche mir für die Kinder, dass sie die Möglichkeit haben konzentriert und ausdauernd zu spielen und sich nicht langweilen.
Ich hatte zu meinen Ausgangspunkten einige Ideen- aber war mir unsicher und hatte das Gefühl auch sehr beschränkt zu denken.
Zum einen habe ich also eine AG gegründet und eine andere Mutter- auch Pädagogin übrigens- Theaterpädagogin- hatte Lust mitzudenken.
Zum anderen habe ich Bücher beschaffen: über Reggio-Pädagogik, über Offene Arbeit und über das Hamburger Raumgestaltungskonzept. Ich hatte nämlich gelesen, dass dieses Konzept auf Reggio basiert.
Also erstmal- die einige Bücher sind toll. Richtig toll!
1. Bildungsräume für Kinder von Null bis Drei von Angelika von der Beek
2. Bildungsräume für Kinder von Drei bis Sechs von Angelika von der Beek
Beide absolut empfehlenswert. Auch wenn ihr nicht gerade vor habt, einen Kinderladen einzurichten. Erstmal sind die Texte sehr gut und geben viel Input für Ideen, wie und mit was Kinder spielen und wie Kinder lernen. Es gibt auch sehr viele Bilder und das ganze sprudelt vor Inspiration für Selberbauer/innen.
Hier mal ein paar Einblicke- es ist kein richtiger Text sondern mein Brainstorming, das ist für die Teamsitzung vorbereitet habe:
___________________________________________________________
HAMBURGER RAUMGESTALTUNGSKONZEPT
basiert auf Reggio-Pädagogik und auf der Offenen Arbeit.
Reggiopädagogik:
Das Bild vom Kind in der ReggioPädagogik
- das Kind ist ein großer Forscher
- das Kind verfügt über zahlreiche Sprachen- es kann sich auf viele Arten ausdrücken also ob verbal, durch Mimik, durch Handlungen usw.
- das Kind ist selbst der Konstrukteur seines Wissens – das heißt das Kind wird als von Geburt an kompetent betrachtet. Der Wissenserwerb erfolgt nicht durch Vermittlungsprozesse zwischen Erwachsenem und Kind sondern im Selbstlernprozess des Kindes und ist eingebettet in eine demokratische Beziehung zu anderen Kindern und Erwachsenen. Die Aufgabe des Erziehenden ist Zuhören und Beobachten und das Kind bei Bedarf zu unterstützen.
Offene Arbeit in Kindergärten- Stichpunkte:
- Bild vom Kind als Akteur seiner Entwicklung
- die Orientierung an den Bedürfnissen der Kinder (fort von der Defizitorientierung)
- der hohe Stellenwert der Wahlfreiheit und des Freispiels
- flexible Zeitstrukturen
- Angebote und Projekte (mit einem Bezug auf Reggiopädagogik)
- Stammgruppen
- die freie Wahl der Bezugspersonen und der Freunde
- eine willkommenheißende Eingewöhnung
- die Öffnung der Mitarbeiter füreinander
- Diskursorientierung
- Verantwortung aller Mitarbeiter für den ganzen Kinderladen
- tägliche Planungsrunden
- das Fachfrauenprinzip
- Dialogische Zusammenarbeit mit Eltern
Hamburger Raumgestaltungskonzept
als die Verbindung von Denkweisen und Räumen
- konkretes Denken: Bewegungsraum (Bewegungsbaustelle nicht zu verwechseln mit herkömmlichen Toberäumen)
- gestaltendes Denken: Atelier und Bauraum
- erzählendes Denken: Rollenspielraum
- theoretisches Denken: überall (z.B. mathematisches Denken benötigt gleiches Material in großer Menge)
Tipps/Prioritätensetzung für kleine Kinderläden:
An erster Stelle steht der Bewegungsraum-
dann kommt das Atelier, dann der Bauraum und schließlich Rollenspielraum. Rollenspiele gehen nämlich überall.
Nicht bewährt haben sich Ruhe und Wahrnehmungsräume- in aller Regel werden sie von den Kindern in Toberäume umfunktioniert.
In den Anfängen der Offenen Arbeit wurden stets SnoezeleRäume eingerichtet- das hat nicht funktioniert. Das Hamburger Raumgestaltungskonzept suchte nach anderen Lösungen für das Bedürfnis der Kinder sich zu entspannen. Lösung: Hochebenen in den jeweiligen Räumen. Die Kinder können sich jederzeit zurückziehen- und zwar der Situation entsprechend.
Beim Bau von Podesten sollten möglichst Naturmaterialien verwendet werden. Dann entfällt die Notwendigkeit von Tastwänden und Taststrassen.
Keine Brettspielbereiche notwendig (Regelspiele): Weil die Kinder sich in verschiedensten Situationen an Regeln halten müssen und auch zu Hause meistens Regelspiele vorhanden sind.
Kind als Forscher.
Alle reden darüber. Aber was heißt es eigentlich? Widerspruch sind die zahlreichen Förderungen von Kindern und der Gedanke: Erwachsene müssen den Kindern was vorgeben- sonst passiert nichts.
Zugespitzt: Wenn wir auf die Ergebnisse der Forscher vertrauen, müssen wir den Kindern nichts beibringen. Denn alles was wir ihnen beibringen, machen Kinder von sich aus. Es soll auch nicht um Manipulation gehen. Also nicht darum sich möglichst geschickt dabei anzustellen, damit die Kinder freiwillig das tun, wozu wir sie sonst zwingen müssten.
Die pädagogische Frage lautet: wie sollen unsere Kinder lernen und forschen können? Welche Bedingungen sollen sie in unseren Räumen vorfinden?
Was spricht für Funktionsräume/Erfahrungsräume/Aktionsräume im Gegensatz zu multifunktionalen Gruppenräumen?:
Die ErzieherInnen müssen nicht dauernd was für die Kinder tun, sondern die Kinder können es selbst tun.
Die Kinder haben mehr Freiheit Ideen umzusetzen.
Die Kinder stellen selbst Verknüpfungen zwischen Rollenspiel, Bewegung und Bauen her.
Früher fragten die ErzieherInnen die Kinder: Was braucht ihr? Heute haben die Kinder fast alles parat.
Hamburger Raumkonzept schlägt folgende Bereiche vor:
- Bewegung (als Bewegungsbaustelle
- Atelier (einen Raum für Kunst, zum Schneiden, malen, rummatschen am besten ist es, wenn im Kinderladen ein großes Bad ist- da richtet man am idealsten ein Atelier ein)
- Bauraum (mit großen Klötzen, Kapla-Steinen, Brettern, Papperollen und ganz wichtig dem Belebungsmaterial)
- Rollenspiel/Theater (Verkleidungskisten, Dingen aus der Erwachsenwelt- wie Töpfe, Teller, Einkaufsladenzubehör, Decken)
- Musik
zu 1. Bewegungsbaustelle kann sein: Traktorreifenschläuche, Zauberkästen(das sind Turnkästen mit Aussparungen in die man zum Beispiel ein Brett klemmen kann), Bretter, halbierte Rundhölzer zum Balancieren. Decken, Schaukel.
zu 2. Es kommen keine von ErzieherInnen gebastelte Basteleien an die Fenster. Die Fenster sollen Licht reinlassen.
Wir basteln erst Ergebnisorientiert mit den Kindern, wenn sie das fordern. Ansonsten geht es um den Prozess und nicht um das Ergebnis. So werden auch keine Bilder aufgehängt- solang die Kinder nicht selbst auf die Idee kommen. Bastelmaterial sollte in großen Mengen vorhanden sein und zum experimentieren einladen. (Scheren, Tapetenkleister, Fingerfarben, Ton, Kataloge zum drin Rumschneiden, Tesafilm, Papierrollen, große Pinsel, Zeitungspapier)
zu 3. Belebungsmaterial:
Die meisten Kinder bauen um für alles Mögliche eine Behausung, einen Unterstand oder einen Weg zu haben. Deshalb brauchen sie viel Belebungsmaterial- also Tiere, Figuren, Fahrzeuge. So werden Bauernhöfe, Parkgaragen oder Häuser, Küchen, Kaufläden überflüssig. Diese können sich die Kinder je nach Bedarf selbst bauen.
Zu 3. Sortiersysteme:
Um die kleinen Teile aufzubewahren, braucht man Kästen, die auch zum bauen genutzt werden können. Sortiersysteme sind auch mathematisch- deshalb sollte ihnen viel Aufmerksamkeit geschenkt werden.
Zu 3. Akzente durch Spiegel- und großformatige Fotos von Bauwerken. Die Bauwerke der Kinder sollten auch fotografiert werden und als Inspiration in möglichst großen Formaten aufgehängt werden.
Große Bausteine werden an der Wand gestapelt. Mittelgroße in Container aufbewahrt.
Zu 4. Rollenspiel ist zum einen Verkleidungskiste, Spiegel, aber auch Puppen, Kochgeschirr, Einkaufsladenschnick-schnak usw
Esszimmer:
Stühle weg- Hocker kaufen. Die Hocker dürfen überall im Kinderladen benutzt werden. Sie dienen sowohl im Bauraum wie auch in der Bewegungsbaustelle als Bauteile. Sind also Multifunktional.
Wichtig sind: vielfältige Lichtquellen um die Räume plastischer und gemütlicher zu machen, keine Deko im herkömmlichen Sinne-, die Räume sollen alle zu einem vertieften konzentrierten forschen einladen. Von einem Material soll viel zur Verfügung stehen. Wenn wir zum Beispiel Baumaterial besorgen, sollen die Kinder die Möglichkeit haben nach Herzenslust mit den Sachen zu bauen und riesige Gebilde erschaffen. Also nicht so was wie eine Kiste Duplo und eine Kiste Holzklötze und eine Kiste sonstwas sondern zum Beispiel die Kaplasteine die 1000er Packungen verkauft werden.
Unser Kinderladen besteht aus zwei Räumen, einem recht großen Badezimmer und einem großen Esszimmer mit einer Küchentheke.
Es ist nicht wirklich sehr viel Platz und unsere Altersmischung ist auch nicht gerade einfach. Unser jüngstes Kind ist ein knappes Jahr alt und das älteste Kind beinah 4 Jahre alt.
Diese Ideensammlung wird sich also so nicht wirklich 1:1 übernehmen lassen. Und wir sind uns auch alle einig, dass wir Dogmatismus blöd finden- es werden also sicher noch einige Brüche dazu kommen. Trotzdem brenne ich für die Ideen und glaube, dass es eine ziemlich optimale Kinderladenumgebung werden kann.
In Berlin gibt es einen Wertstoffverwertungshof der uns viele unserer Ideen umsetzen lassen wird, ohne zum Beispiel 1000e von Euros in große Bauklötze investieren zu müssen.
Ich bin gespannt auf Eure Kommentare. Wie sieht es in Euren Kindergärten aus? Habt ihr Tipps? Erfahrungen?
Sonntag, 16. Oktober 2011
Mit 3 Jahren, 3 Monaten und 9 Tagen.....
Sie: "Wenn ich das nächste mal Geburtstag habe....werde ich dann vier oder fünf Jahre alt?"
Ich: "Vier"
Sie: "Oh schön, vier ist schon richtig groß"
Ich: "Ja, das stimmt"
Stille....sie denkt....
Sie: "Bist du auch schon vier?"
Wenn sie alleine ist, spielt sie am liebsten Bügelperlen stecken, Aufkleber irgendwo hin sortieren, Kuscheltiere aufreihen, irgendetwas ausmalen, sich chic anziehen (das heißt am liebsten kurzärmelig und ohne Hose- oder aber, wenn Hose unbedingt sein muss- dann Leggins), Ballett tanzen, Bibi Blocksberg hören, oder auf R. oder mir rumliegen und uns anbetteln, dass wir ihr vorlesen sollen. Sie ist auch oft die Prinzessin, R. ist der König, ich die Königin und Luca der Prinzessinenhund. Und sie will IIIIIIIMMMMMMEEEER raus. Draußen findet sie rumklettern auf dem Spielplatz und Kinderbauernhof gut. Und stundenlang kann sie einfach so durch die Straßen ziehen und sich Sachen ansehen, die sie so findet. Aber sie liebt es auch durch Geschäfte zu bummeln, Schwätzchen zu halten, Klamotten anzuprobieren, Kuchen essen zu gehen und so weiter.
Mit dem kleinen Bruder auf Zeit spielt sie witzige Phantasiespiele- vorgestern hatten sie ein unsichtbares Minibaby, das in eine Hand gepasst hat. Sie haben es "rumgetragen" und darüber verhandelt, wer es stillen sollte/könnte.
Oder sie essen unsichtbare Süßigkeiten, unsichtbare grüne Eier oder Kekse. Sie spielen auch total witzig Verstecken.
Wenn das Kind ihn ärgern will, verzaubert sie ihn mit ihrem Zauberstab in irgendetwas, einen Drachen oder auch mal in eine Hose. Da fürchtet er sich: "Nein, will kein Drachen sein. Mach das weg". Sie: "Na gut, dann eben nicht".
In der Kita wollen die 3 Jährigen am allerliebsten ewig vorgelesen bekommen, basteln oder rausgehen. Eigentlich spielen sie zur Zeit kaum miteinander- hängen aber immer auf einem Haufen und ich höre immer nur ein kollektives: VORLESEN!!!
Das Kind hat vor Kurzem bemerkt, dass sie alleine an den Wasserhahn kommt und nun werden R. und ich stündlich mit Tassen voller Wasser beglückt- was ja mal jetzt echt sinnvoll und gesund ist.
Sie will sich mindestens 5 mal am Tag umziehen und wir haben nun alle ihre Klamotten so deponiert, dass sie da alleine drankommt. Sie kann auch schon fast alles alleine an und ausziehen- Juhej- weil mich nervt diese Umzieherei und ich bin froh sagen zu können: Mach was du willst!
Wir reden nach wie vor viel über Sterben und Tod, was zum einen denke ich an ihrem Alter liegt- zum anderen natürlich auch an unserem krebskranken Freund- das Thema ist hier halt ständig dran. Wir beantworten alle ihre Fragen und sie weiß demnach ziemlich gut über Magenkrebs und die Behandlung Bescheid- ich habe in keinsterweise das Gefühl, dass sie das beunruhigend findet- ich denke es tut ihr gut, sich darüber mit uns auszutauschen und nicht nebenbei mitzubekommen, dass wir da ein geheimes trauriges Thema haben.
Sie will ganz viel kuscheln und ist ganz schmusig- was ich meistens total schön finde- aber manchmal auch auf R. oder den Hundi verweise.
Sie geht gerade gegen halb zehn schlafen und wacht um halb acht auf. Schade- sie war mal auf 12 Stunden Schlaf eingegroovt- ich habe auch das Gefühl, ihr fehlen an manchen Tagen diese zwei Stunden. Na mal sehen-
Sie kennt mittlerweile und Dank des tollen Graziela ABC Posters fast alle Buchstaben. Sie zählt bis zehn. Sie kann sich schon super in Gegenden orientieren, in denen wir öfters sind und merkt sich viele Straßennamen und Bushaltestellen.
Sie findet rosa und rot chic.
Sie hat noch immer super Angst vor öffenlichen Klos.
Sie ist letzten Sonntag geritten und war mehr als begeistert.
Sie spielt begeistert mit einem Freund in der Kita "böser Pirat".
Sie hat sich heute von mir alle Märchen der Brüder Grimm aus dem neuen Märchenbuch vorlesen lassen, dass ich auf dem Flohmarkt gekauft habe- und sie ist trotzdem eingeschlafen und wollte auch alle Märchen hören ;-) bisher kannte sie nur Schneewittchen und die auch nur in einer abgeschwächten Form. Jetzt habe ich einfach alles vorgelesen und sie fand es ihrem Blick nach zu Urteilen schon gruselig- aber halt auch schaurig schön.
Jetzt schläft sie. Sie ist natürlich wie immer schon das tollste Kind der Welt und ich freue mich so sehr, dass sie da ist.
Ich: "Vier"
Sie: "Oh schön, vier ist schon richtig groß"
Ich: "Ja, das stimmt"
Stille....sie denkt....
Sie: "Bist du auch schon vier?"
Wenn sie alleine ist, spielt sie am liebsten Bügelperlen stecken, Aufkleber irgendwo hin sortieren, Kuscheltiere aufreihen, irgendetwas ausmalen, sich chic anziehen (das heißt am liebsten kurzärmelig und ohne Hose- oder aber, wenn Hose unbedingt sein muss- dann Leggins), Ballett tanzen, Bibi Blocksberg hören, oder auf R. oder mir rumliegen und uns anbetteln, dass wir ihr vorlesen sollen. Sie ist auch oft die Prinzessin, R. ist der König, ich die Königin und Luca der Prinzessinenhund. Und sie will IIIIIIIMMMMMMEEEER raus. Draußen findet sie rumklettern auf dem Spielplatz und Kinderbauernhof gut. Und stundenlang kann sie einfach so durch die Straßen ziehen und sich Sachen ansehen, die sie so findet. Aber sie liebt es auch durch Geschäfte zu bummeln, Schwätzchen zu halten, Klamotten anzuprobieren, Kuchen essen zu gehen und so weiter.
Mit dem kleinen Bruder auf Zeit spielt sie witzige Phantasiespiele- vorgestern hatten sie ein unsichtbares Minibaby, das in eine Hand gepasst hat. Sie haben es "rumgetragen" und darüber verhandelt, wer es stillen sollte/könnte.
Oder sie essen unsichtbare Süßigkeiten, unsichtbare grüne Eier oder Kekse. Sie spielen auch total witzig Verstecken.
Wenn das Kind ihn ärgern will, verzaubert sie ihn mit ihrem Zauberstab in irgendetwas, einen Drachen oder auch mal in eine Hose. Da fürchtet er sich: "Nein, will kein Drachen sein. Mach das weg". Sie: "Na gut, dann eben nicht".
In der Kita wollen die 3 Jährigen am allerliebsten ewig vorgelesen bekommen, basteln oder rausgehen. Eigentlich spielen sie zur Zeit kaum miteinander- hängen aber immer auf einem Haufen und ich höre immer nur ein kollektives: VORLESEN!!!
Das Kind hat vor Kurzem bemerkt, dass sie alleine an den Wasserhahn kommt und nun werden R. und ich stündlich mit Tassen voller Wasser beglückt- was ja mal jetzt echt sinnvoll und gesund ist.
Sie will sich mindestens 5 mal am Tag umziehen und wir haben nun alle ihre Klamotten so deponiert, dass sie da alleine drankommt. Sie kann auch schon fast alles alleine an und ausziehen- Juhej- weil mich nervt diese Umzieherei und ich bin froh sagen zu können: Mach was du willst!
Wir reden nach wie vor viel über Sterben und Tod, was zum einen denke ich an ihrem Alter liegt- zum anderen natürlich auch an unserem krebskranken Freund- das Thema ist hier halt ständig dran. Wir beantworten alle ihre Fragen und sie weiß demnach ziemlich gut über Magenkrebs und die Behandlung Bescheid- ich habe in keinsterweise das Gefühl, dass sie das beunruhigend findet- ich denke es tut ihr gut, sich darüber mit uns auszutauschen und nicht nebenbei mitzubekommen, dass wir da ein geheimes trauriges Thema haben.
Sie will ganz viel kuscheln und ist ganz schmusig- was ich meistens total schön finde- aber manchmal auch auf R. oder den Hundi verweise.
Sie geht gerade gegen halb zehn schlafen und wacht um halb acht auf. Schade- sie war mal auf 12 Stunden Schlaf eingegroovt- ich habe auch das Gefühl, ihr fehlen an manchen Tagen diese zwei Stunden. Na mal sehen-
Sie kennt mittlerweile und Dank des tollen Graziela ABC Posters fast alle Buchstaben. Sie zählt bis zehn. Sie kann sich schon super in Gegenden orientieren, in denen wir öfters sind und merkt sich viele Straßennamen und Bushaltestellen.
Sie findet rosa und rot chic.
Sie hat noch immer super Angst vor öffenlichen Klos.
Sie ist letzten Sonntag geritten und war mehr als begeistert.
Sie spielt begeistert mit einem Freund in der Kita "böser Pirat".
Sie hat sich heute von mir alle Märchen der Brüder Grimm aus dem neuen Märchenbuch vorlesen lassen, dass ich auf dem Flohmarkt gekauft habe- und sie ist trotzdem eingeschlafen und wollte auch alle Märchen hören ;-) bisher kannte sie nur Schneewittchen und die auch nur in einer abgeschwächten Form. Jetzt habe ich einfach alles vorgelesen und sie fand es ihrem Blick nach zu Urteilen schon gruselig- aber halt auch schaurig schön.
Jetzt schläft sie. Sie ist natürlich wie immer schon das tollste Kind der Welt und ich freue mich so sehr, dass sie da ist.
Mittwoch, 12. Oktober 2011
Kinderladen
Ich habe ja damit gerechnet, dass die Anfänge im Kinderladen auch mal chaotisch sein würden. Nun hat es mich aber doch etwas überrollt.
Die tolle Frau, die das alles angeleiert hat und die Leitungsfunktion hat ist überraschend ziemlich krank geworden und R. stand plötzlich total alleine da.
Automatisch hat es mich also irgendwie in die Verantwortung gezogen und unerwartet und unvorbereitet waren R. und ich zuständig und verantwortlich für 12 Kinder, einen Bufti, einen Praktikanten und einen Haufen Eltern.
Keinen cent Geld, da keinen Zugang zum Konto.
Total verrückte und stressige Tage liegen hinter uns und auch noch vor uns.(Aber es wird besser).
ABER es naht auch Hilfe. Der echt tolle Erzieher aus der alten Kita des Kindes hat sich bei uns beworben (strike) und wenn die anderen Eltern ihn auch gut finden, wird er in 9 Tagen anfangen. Das wäre echt super. Er ist dann der erste im Team, der schonmal tatsächlich in einer Kita gearbeitet hat und ich glaube, dass er echt viel Input und Struktur mitbringen wird.
Den Kindern geht es ziemlich gut würde ich sagen- außer vielleicht unserem Kind, da sie seit Tagen bis Abends an den Teamsitzungen teilnehmen muss. Aber das wird sich ja hoffentlich auch bald ändern.
Weil einige von Euch gefragt haben, kann ich an der Stelle paar Sätze zu unserem Kinderladen sagen:
Wir haben wie gesagt im Moment 12 Kinder- am Ende sollen es 16 sein.
Die Jüngsten sind 13 Monate alt, die Ältesten 3,5. Wir sind aber noch auf der Suche nach etwas älteren Kindern.
Im Moment teilen wir die Gruppe oft in Jüngere und Ältere um einfach alles zu entzerren (weil ja auch bei manchen noch die Eltern dabei sind- da sind wir einfach insgesamt zu Viele)- aber die Idee ist, dass sie im Alltag vorwiegend altersgemischt bleiben.
In der Theorie existieren ganz viele schöne Ideen- und uns rauchen die Köpfe, während wir uns überlegen, wie das alles in der Praxis funktionieren könnte.
Alle Kinder essen gemeinsam. Aber was ist eine gute Zeit? Während die 3,5jährigen locker um 13Uhr essen könnten um am Vormittag genügend Zeit für zum Beispiel lustige Ausflüge zu haben, sind die 13 Monate alten Kinder eigentlich um 11.30Uhr fix und alle, würden gerne essen und dann Mittagsschlaf machen.
Im Moment essen wir also um 12Uhr.
Eine große Disskusion bahnt sich zum Thema Frückstück an. Im Moment treffen die meisten Kinder zwischen 9 und 9.30Uhr im Kinderladen ein. Wir stellen einen Obst -und Gemüseteller für alle als "Zweites Frühstück" hin. Vor allem die jüngeren Kinder bleiben sowieso nicht am Tisch sitzen und ich finde es auch schön so ein offenes Essensangebot in Form von Fingerfood zu haben.
Natürlich gibt es da unter der Elternschaft aber auch ganz andere Meinungen.
Und dann noch? Soll das Essen immer vegetarisch sein? Soll es vorwiegend oder ausschließlich bio sein? Darf Zucker in den Speiseplan eingebaut werden? Alles typische Themen auf einem Elternabend eine Elterninitiativ Kita.
Wir würden den Alltag gerne so gestalten, dass die verschiedenen Betreuer Angebote zum Programm machen oder Wünsche der Kinder aufnehmen und verwirklichen. Also zum Beispiel: "Wer hat Lust heute mit mir zu basteln?" oder auch "Ah, du willst gerne auf den Spielplatz. Ja super, wer mag noch mitkommen."
Aber wie macht man das eigentlich bei 13 Monate alten Kindern? Also vor allem bei mehreren Einjährigen. (Weil, dass das mit einem Einjährigen funktioniert, das weiß ich schon).
Wir fänden eine "bejahende Umgebung" toll. Dass zum Beispiel Bastelzeug, Wasserfarben, Spiele usw. für die Kinder griffbereit zur Verfügung stehen. So war es auch in der alten Kita des Kindes. Aber da waren die Jüngsten in der Gruppe 2,5. Wie sollen wir das bloß verwirklichen?
Fragen über Fragen. Ich werde sicher immer mal wieder was darüber schreiben.
Morgen ist erstmal Elternabend. Bin schon gespannt.
Die tolle Frau, die das alles angeleiert hat und die Leitungsfunktion hat ist überraschend ziemlich krank geworden und R. stand plötzlich total alleine da.
Automatisch hat es mich also irgendwie in die Verantwortung gezogen und unerwartet und unvorbereitet waren R. und ich zuständig und verantwortlich für 12 Kinder, einen Bufti, einen Praktikanten und einen Haufen Eltern.
Keinen cent Geld, da keinen Zugang zum Konto.
Total verrückte und stressige Tage liegen hinter uns und auch noch vor uns.(Aber es wird besser).
ABER es naht auch Hilfe. Der echt tolle Erzieher aus der alten Kita des Kindes hat sich bei uns beworben (strike) und wenn die anderen Eltern ihn auch gut finden, wird er in 9 Tagen anfangen. Das wäre echt super. Er ist dann der erste im Team, der schonmal tatsächlich in einer Kita gearbeitet hat und ich glaube, dass er echt viel Input und Struktur mitbringen wird.
Den Kindern geht es ziemlich gut würde ich sagen- außer vielleicht unserem Kind, da sie seit Tagen bis Abends an den Teamsitzungen teilnehmen muss. Aber das wird sich ja hoffentlich auch bald ändern.
Weil einige von Euch gefragt haben, kann ich an der Stelle paar Sätze zu unserem Kinderladen sagen:
Wir haben wie gesagt im Moment 12 Kinder- am Ende sollen es 16 sein.
Die Jüngsten sind 13 Monate alt, die Ältesten 3,5. Wir sind aber noch auf der Suche nach etwas älteren Kindern.
Im Moment teilen wir die Gruppe oft in Jüngere und Ältere um einfach alles zu entzerren (weil ja auch bei manchen noch die Eltern dabei sind- da sind wir einfach insgesamt zu Viele)- aber die Idee ist, dass sie im Alltag vorwiegend altersgemischt bleiben.
In der Theorie existieren ganz viele schöne Ideen- und uns rauchen die Köpfe, während wir uns überlegen, wie das alles in der Praxis funktionieren könnte.
Alle Kinder essen gemeinsam. Aber was ist eine gute Zeit? Während die 3,5jährigen locker um 13Uhr essen könnten um am Vormittag genügend Zeit für zum Beispiel lustige Ausflüge zu haben, sind die 13 Monate alten Kinder eigentlich um 11.30Uhr fix und alle, würden gerne essen und dann Mittagsschlaf machen.
Im Moment essen wir also um 12Uhr.
Eine große Disskusion bahnt sich zum Thema Frückstück an. Im Moment treffen die meisten Kinder zwischen 9 und 9.30Uhr im Kinderladen ein. Wir stellen einen Obst -und Gemüseteller für alle als "Zweites Frühstück" hin. Vor allem die jüngeren Kinder bleiben sowieso nicht am Tisch sitzen und ich finde es auch schön so ein offenes Essensangebot in Form von Fingerfood zu haben.
Natürlich gibt es da unter der Elternschaft aber auch ganz andere Meinungen.
Und dann noch? Soll das Essen immer vegetarisch sein? Soll es vorwiegend oder ausschließlich bio sein? Darf Zucker in den Speiseplan eingebaut werden? Alles typische Themen auf einem Elternabend eine Elterninitiativ Kita.
Wir würden den Alltag gerne so gestalten, dass die verschiedenen Betreuer Angebote zum Programm machen oder Wünsche der Kinder aufnehmen und verwirklichen. Also zum Beispiel: "Wer hat Lust heute mit mir zu basteln?" oder auch "Ah, du willst gerne auf den Spielplatz. Ja super, wer mag noch mitkommen."
Aber wie macht man das eigentlich bei 13 Monate alten Kindern? Also vor allem bei mehreren Einjährigen. (Weil, dass das mit einem Einjährigen funktioniert, das weiß ich schon).
Wir fänden eine "bejahende Umgebung" toll. Dass zum Beispiel Bastelzeug, Wasserfarben, Spiele usw. für die Kinder griffbereit zur Verfügung stehen. So war es auch in der alten Kita des Kindes. Aber da waren die Jüngsten in der Gruppe 2,5. Wie sollen wir das bloß verwirklichen?
Fragen über Fragen. Ich werde sicher immer mal wieder was darüber schreiben.
Morgen ist erstmal Elternabend. Bin schon gespannt.
Montag, 3. Oktober 2011
Kita ist ein spannendes Projekt. Viele Sachen laufen total chaotisch. Viele Sachen laufen total wunderbar. Ich habe das Gefühl, es gibt noch echt viel zu tun und man weiß gar nicht wo man anfangen soll. Aber- ich haben ein warmes Gefühl zu dem Ganzen und ja auch gerade Zeit um mit anzupacken.
In den nächsten Wochen werden wir uns auf die Suche nach geeignetem Spielzeug machen. Im Moment ist eine wilde Sammlung von geliehenen Sachen dort. Wir wollen wenig Spielzeug- aber ausgesucht. Möglichst Second-hand. Habt ihr Ideen? Die Kinder sind wie gesagt, zwischen 1-3,5 Jahren alt.
Ich habe gedacht, so ein Waldorf Spielständer wäre vielleicht praktisch für einen Kinderladen? Weil der ja alles sein kann- von Kinderküche über Einkaufsladen usw. Holzeisenbahn haben wir schon- wird auch heiß bespielt- da brauchen wir auch noch mehr Teile.
Duplosteine in großen Mengen....wo bekommt man sowas preiswert?
Und was hier sonst so los war in den letzten Tagen?
Nach dem Aufschneiden wurden die ganzen Metastasen sichtbar. Obwohl der Tumor selbst total geschrumpft ist. Es gibt wohl noch eine klitzekleine Chance mit weiteren Chemos- oder Wunderheilung, die ja bei Krebs ab und an vorkommen soll. Ansonsten ist es einfach ein unfassbares Gefühl einen Freund vielleicht bald zu verlieren, der Anfang dreißig ist und auch wie wir eine kleine Tochter hat und der noch Anfang Juni völlig gesund war. Krebs ist ein blödes Arschloch. Meine Vorstellung von: "Was würde ich machen, wenn ich nur noch wenige Monate zu leben hätte" entpuppt sich auch als völlig kitschig und unrealistisch. Er hat Schmerzen, ist müde. Tapfer kommt er mit in den Park und in den Garten. Unterhält sich, lacht, spielt mit den Kindern. Aber dann sieht man ihm an, dass er keine Kraft mehr hat. Dass die Tabletten nicht mehr richtig wirken. Also eine Weltreise wäre unrealistisch.
___________
Edit:
Ich kann sehr gut verstehen, dass ihr gute Tipps habt, um vielleicht dem Krebs doch noch eins auf den Deckel zu geben. Das wäre vielleicht auch mein Weg. Es ist aber nicht der Weg von unseren Freunden. Sie vertrauen, den Ärzten, bei denen er in Behandlung ist und wollen zur Zeit nicht herumexperimentieren. Das akzeptiere ich. Vielleicht ändert sich ihre Meinung noch. Dann melde ich mich. Aber zur Zeit würde ich die Tipps sowieso nicht weitergeben. Ist gerade irgendwie nicht dran. Danke Euch aber trotzdem.
In den nächsten Wochen werden wir uns auf die Suche nach geeignetem Spielzeug machen. Im Moment ist eine wilde Sammlung von geliehenen Sachen dort. Wir wollen wenig Spielzeug- aber ausgesucht. Möglichst Second-hand. Habt ihr Ideen? Die Kinder sind wie gesagt, zwischen 1-3,5 Jahren alt.
Ich habe gedacht, so ein Waldorf Spielständer wäre vielleicht praktisch für einen Kinderladen? Weil der ja alles sein kann- von Kinderküche über Einkaufsladen usw. Holzeisenbahn haben wir schon- wird auch heiß bespielt- da brauchen wir auch noch mehr Teile.
Duplosteine in großen Mengen....wo bekommt man sowas preiswert?
Und was hier sonst so los war in den letzten Tagen?
Nach dem Aufschneiden wurden die ganzen Metastasen sichtbar. Obwohl der Tumor selbst total geschrumpft ist. Es gibt wohl noch eine klitzekleine Chance mit weiteren Chemos- oder Wunderheilung, die ja bei Krebs ab und an vorkommen soll. Ansonsten ist es einfach ein unfassbares Gefühl einen Freund vielleicht bald zu verlieren, der Anfang dreißig ist und auch wie wir eine kleine Tochter hat und der noch Anfang Juni völlig gesund war. Krebs ist ein blödes Arschloch. Meine Vorstellung von: "Was würde ich machen, wenn ich nur noch wenige Monate zu leben hätte" entpuppt sich auch als völlig kitschig und unrealistisch. Er hat Schmerzen, ist müde. Tapfer kommt er mit in den Park und in den Garten. Unterhält sich, lacht, spielt mit den Kindern. Aber dann sieht man ihm an, dass er keine Kraft mehr hat. Dass die Tabletten nicht mehr richtig wirken. Also eine Weltreise wäre unrealistisch.
___________
Edit:
Ich kann sehr gut verstehen, dass ihr gute Tipps habt, um vielleicht dem Krebs doch noch eins auf den Deckel zu geben. Das wäre vielleicht auch mein Weg. Es ist aber nicht der Weg von unseren Freunden. Sie vertrauen, den Ärzten, bei denen er in Behandlung ist und wollen zur Zeit nicht herumexperimentieren. Das akzeptiere ich. Vielleicht ändert sich ihre Meinung noch. Dann melde ich mich. Aber zur Zeit würde ich die Tipps sowieso nicht weitergeben. Ist gerade irgendwie nicht dran. Danke Euch aber trotzdem.
Donnerstag, 22. September 2011
Na, wollt ihr auch in unsere Kita? Wir suchen nämlich noch Kinder
Kinder- und Familienladen in Neugründung sucht noch Kinder Jahrgang 2007/2008. Seit Kurzem existiert bereits eine Gruppe von zehn tollen Kindern im Alter von 1,5 bis 3,5 Jahren.
Unser Verständnis von Pädagogik basiert auf Inhalten der Reggio-Pädagogik und des situativen Ansatzes. Da wir von der Aktivität und Kompetenz der Kinder überzeugt sind, versuchen wir, die Eigeninitiative der Kinder zu unterstützen.
Wichtig ist uns eine familiäre Atmosphäre und so werden unsere Eltern aktiv in den Kinderladenalltag eingebunden.
Wenn Ihr also Lust habt, Herr über das Chaos zu werden und unsere Kita mitzugestalten, wenn Euch unser Konzept gefällt und Ihr neugierig geworden seid, dann freuen wir uns darauf, Euch kennenzulernen!
Bei mir melden :-)
Dienstag, 20. September 2011
Unsere neue Kita
ist toll toll toll.
Ich bin so froh, dass R. und ich so entscheidungsfreudig sind dieses Jahr. Die Kita ist einfach toll. Seit gestern gewöhnen wir 10 Kinder auf einmal ein- also eine echte Herausforderung. Überall sitzen Eltern rum und unterhalten sich oder spielen mit den Kindern. Es ist entspannt und sehr familiär. Die Kinder fühlen sich wohl.
Die Eltern sind willkommen und können/müssen sich aktiv mitbeteiligen an allen Prozessen.Wir haben einen total netten Bufti (Bundesfreiwilligen) und einen total netten Handwerker, der sich nach der Kitarenovierung entschlossen hat ein Erzieherpraktikum zu machen.
Es wird toll. Es fühlt sich sehr richtig und total schön an und ich freue mich, dass wir dabei sein dürfen bei dem Start.
Ich bin so froh, dass R. und ich so entscheidungsfreudig sind dieses Jahr. Die Kita ist einfach toll. Seit gestern gewöhnen wir 10 Kinder auf einmal ein- also eine echte Herausforderung. Überall sitzen Eltern rum und unterhalten sich oder spielen mit den Kindern. Es ist entspannt und sehr familiär. Die Kinder fühlen sich wohl.
Die Eltern sind willkommen und können/müssen sich aktiv mitbeteiligen an allen Prozessen.Wir haben einen total netten Bufti (Bundesfreiwilligen) und einen total netten Handwerker, der sich nach der Kitarenovierung entschlossen hat ein Erzieherpraktikum zu machen.
Es wird toll. Es fühlt sich sehr richtig und total schön an und ich freue mich, dass wir dabei sein dürfen bei dem Start.
Sonntag, 18. September 2011
....dieser Sommer.....
Dieser Sommer ist ohne Frage der Sommer der mir wohl am längsten in Erinnerung bleiben wird.
Wir haben soviel erlebt diesen Sommer. So viel Schönes, soviel Anstrengendes, soviel unsagbar Trauriges und Wütendmachendes, soviel Neues. Die ganze Lernerei, der erste Sommer in unserem tollen Garten, dann der Studienabschluß, zwei tolle Kinder wurden geboren, die vielen Gespräche und endlosen Gedankenschleifen über einen möglichen frühen Tod, aufgrund der fiesen Krankheit eines Freundes (am Dienstag ist die OP- hoffentlich können die Ärzte den ganzen Scheiß Magenkrebs rausschnippeln), der Umzug, die Entscheidung für die verrückte neue Kita, die Entscheidung, dass R. dort arbeiten wird, der Hundi hat wohl Brustkrebs (nennt man das beim Hund so?) und wird auch bald operiert. Irgendwie ist das Leben gerade wirklich schnell. Und ich habe das Gefühl, ich habe mich ganz schön verändert.
Kitschigerweise sind wir drei gerade sehr verliebt ineinander. Das alles hat uns erstaunlicherweise sortiert und auch wahrscheinlich achtsam gemacht. Ich fühle mich total stark. Ich bin dann mal gespannt auf den Rest des Jahres.
Wir haben soviel erlebt diesen Sommer. So viel Schönes, soviel Anstrengendes, soviel unsagbar Trauriges und Wütendmachendes, soviel Neues. Die ganze Lernerei, der erste Sommer in unserem tollen Garten, dann der Studienabschluß, zwei tolle Kinder wurden geboren, die vielen Gespräche und endlosen Gedankenschleifen über einen möglichen frühen Tod, aufgrund der fiesen Krankheit eines Freundes (am Dienstag ist die OP- hoffentlich können die Ärzte den ganzen Scheiß Magenkrebs rausschnippeln), der Umzug, die Entscheidung für die verrückte neue Kita, die Entscheidung, dass R. dort arbeiten wird, der Hundi hat wohl Brustkrebs (nennt man das beim Hund so?) und wird auch bald operiert. Irgendwie ist das Leben gerade wirklich schnell. Und ich habe das Gefühl, ich habe mich ganz schön verändert.
Kitschigerweise sind wir drei gerade sehr verliebt ineinander. Das alles hat uns erstaunlicherweise sortiert und auch wahrscheinlich achtsam gemacht. Ich fühle mich total stark. Ich bin dann mal gespannt auf den Rest des Jahres.
Freitag, 16. September 2011
Alltag
ich bin die ganze Zeit auf Achse. Keine 5 Minuten halte ich es hier zu Hause aus. Ich laufe mit dem Kind stundenlang durch Berlin, gestern waren wir im Garten, heute bei Ikea. Ich will mich die ganze Zeit bewegen und alles nachholen, wozu ich in den letzten Monaten keine Zeit hatte. Gutes Gefühl.
Heute hat das Kind alle Zeugnisse von R. zerschnitten, während er gekocht hat und ich nicht zu Hause war. Wir vermuten mal, dass er die Ausbildung und das Studium nicht nochmal wiederholen muss, oder was meint ihr? ;-)
Sein Soz. Päd. Diplom, seine staatliche Erzieher-Beglaubigung. Na ja...weil sie lagen hier auf dem Tisch rum und ich habe dann heute morgen eine Nagelschere auf den Stapel gelegt. Da bot es sich sozusagen an. (Und auf dem Tisch lagen sie, weil R. ja in der tollen neuen Kita von unserem Kind als Erzieher arbeiten wird, ab Montag geht es für ihn und für das Kind los. Das Konzept ist einfach super und er hat Lust drauf und langsam werden wir halt erwachsen. Er hat mal vor Jahren eine Erzieherausbildung gemacht. Es passt. Wenn es mit dem Kind und ihm blöd wird, dann hört er eben wieder auf. Aber wir haben da ein gutes Gefühl. Da sind sehr achtsame Erwachsene- das wird schon gut gehen.)
Und bei Ikea haben wir vorhin einen großen Bilderrahmen für das Graziela Alphabet Poster gekauft und da hat sich das Kind während der U-Bahn Fahrt draufgelegt. Oder eher draufgeworfen.
Ich liebe sie genauso sehr wie heute morgen-keine Frage, aber ich freue mich sehr auf gleich, wenn sie schlafen geht ;-)
Vielleicht sollten wir doch langsam eine Haftpflichtversicherung abschließen........
Heute hat das Kind alle Zeugnisse von R. zerschnitten, während er gekocht hat und ich nicht zu Hause war. Wir vermuten mal, dass er die Ausbildung und das Studium nicht nochmal wiederholen muss, oder was meint ihr? ;-)
Sein Soz. Päd. Diplom, seine staatliche Erzieher-Beglaubigung. Na ja...weil sie lagen hier auf dem Tisch rum und ich habe dann heute morgen eine Nagelschere auf den Stapel gelegt. Da bot es sich sozusagen an. (Und auf dem Tisch lagen sie, weil R. ja in der tollen neuen Kita von unserem Kind als Erzieher arbeiten wird, ab Montag geht es für ihn und für das Kind los. Das Konzept ist einfach super und er hat Lust drauf und langsam werden wir halt erwachsen. Er hat mal vor Jahren eine Erzieherausbildung gemacht. Es passt. Wenn es mit dem Kind und ihm blöd wird, dann hört er eben wieder auf. Aber wir haben da ein gutes Gefühl. Da sind sehr achtsame Erwachsene- das wird schon gut gehen.)
Und bei Ikea haben wir vorhin einen großen Bilderrahmen für das Graziela Alphabet Poster gekauft und da hat sich das Kind während der U-Bahn Fahrt draufgelegt. Oder eher draufgeworfen.
Ich liebe sie genauso sehr wie heute morgen-keine Frage, aber ich freue mich sehr auf gleich, wenn sie schlafen geht ;-)
Vielleicht sollten wir doch langsam eine Haftpflichtversicherung abschließen........
Dienstag, 13. September 2011
wir sind wieder da
das waren sehr nette Tage auf der kleinen grünen Insel. Wir sind viel Rad gefahren und haben viel Zeit gehabt um mal wieder zu dritt zu sein. Das war schön. Jetzt sind wir wieder in Berlin und sogar das Internet geht wieder und wir können uns endlich von diesem furchtbar lahmen Fo.n.. -Stick verabschieden.
Mittwoch, 7. September 2011
kurz dem Meer "Hallo" sagen
weil ich den gesamten Sommer über eigentlich kaum draußen war und weil wir mal unseren neuen Lebensabschnitt gebührend begrüßen wollen, haben wir heute spontan beschlossen übers lange Wochenende ans Meer zu fahren.
R.s Eltern arbeiten auf einer kleinen Nordseeinsel und so können wir bei ihnen übernachten.
Ich freue mich auf viel Fahrradfahren und Zeit mit dem Kind und R. Ich freue mich auf das Meer und das Watt und auf den Deich. Ich will den ganzen Tag draußen sein und Abends müde ins Bett fallen. Ich freue mich auf Ruhe und aufs "von der Stadt weg sein".
Wir sind dann am Montagabend wieder da.
Vielen Dank übrigens für die vielen lieben Kommentare. Ich sollte mal öfters die Uni abschließen- ich habe den ein oder anderen neuen Blog entdeckt ;-)
R.s Eltern arbeiten auf einer kleinen Nordseeinsel und so können wir bei ihnen übernachten.
Ich freue mich auf viel Fahrradfahren und Zeit mit dem Kind und R. Ich freue mich auf das Meer und das Watt und auf den Deich. Ich will den ganzen Tag draußen sein und Abends müde ins Bett fallen. Ich freue mich auf Ruhe und aufs "von der Stadt weg sein".
Wir sind dann am Montagabend wieder da.
Vielen Dank übrigens für die vielen lieben Kommentare. Ich sollte mal öfters die Uni abschließen- ich habe den ein oder anderen neuen Blog entdeckt ;-)
Dienstag, 6. September 2011
Frau Magistra
das bin ich!
Notendurchschnitt eine 1,6- obwohl die Prüfung gestern nicht sehr ruhmreich war und ich den Tag heulend im Bett verbracht habe....weil....ja, ich wusste schon, dass ich nicht so eine begnadete Germanistin bin, aber wenn man so wochenlang wirklich lernt wie doof, dann ist es halt doch ein blödes Gefühl.
Aber heute Morgen erreichen mich endlich meine Klausurnoten per Mail und die sind viel besser ausgefallen, als ich dachte. Und ich bin durchaus sehr zufrieden mit meinem Notendurchschnitt. (Auch wenn irgendwie die eine Klausurnote- die in Neuerer Deutscher Literatur irgendwie nicht stimmen kann...aber ich nehme es jetzt mal so hin......vielleicht hat die ja Frau Professor so eine Sauklaue, dass die Frau vom Prüfungsamt eine 2 mit einer 3 verwechselt hat....ich werde nicht nachfragen.....vielleicht war ja der Zweitgutachter auch betrunken.....oder ich habe einfach eine Klausur geschrieben, die in Ordnung war....aber das kann echt kaum sein.)
Somit habe ich also heute morgen zum ersten mal registriert, dass ich nun fertig bin.
Dass ich nur noch einmal in die Uni muss- und zwar um mein Zeugnis in Empfang zu nehmen.
Dass ich heute eine Stunde Sport machen kann und dann den ganzen Tag mit dem tollsten Kind der Welt abzuhängen.
Dass die Sonne scheint und ich mir, wenn ich wollen würde, auch eine blöde Zeitschrift kaufen könnte.....oder ein Buch....irgendeins.
Dass ich Frau Magistra bin und jetzt mal anfangen könnte zu überlegen, was ich noch so alles sein will.
Langsam stellt sich ein Gefühl der Zufriedenheit ein.
Notendurchschnitt eine 1,6- obwohl die Prüfung gestern nicht sehr ruhmreich war und ich den Tag heulend im Bett verbracht habe....weil....ja, ich wusste schon, dass ich nicht so eine begnadete Germanistin bin, aber wenn man so wochenlang wirklich lernt wie doof, dann ist es halt doch ein blödes Gefühl.
Aber heute Morgen erreichen mich endlich meine Klausurnoten per Mail und die sind viel besser ausgefallen, als ich dachte. Und ich bin durchaus sehr zufrieden mit meinem Notendurchschnitt. (Auch wenn irgendwie die eine Klausurnote- die in Neuerer Deutscher Literatur irgendwie nicht stimmen kann...aber ich nehme es jetzt mal so hin......vielleicht hat die ja Frau Professor so eine Sauklaue, dass die Frau vom Prüfungsamt eine 2 mit einer 3 verwechselt hat....ich werde nicht nachfragen.....vielleicht war ja der Zweitgutachter auch betrunken.....oder ich habe einfach eine Klausur geschrieben, die in Ordnung war....aber das kann echt kaum sein.)
Somit habe ich also heute morgen zum ersten mal registriert, dass ich nun fertig bin.
Dass ich nur noch einmal in die Uni muss- und zwar um mein Zeugnis in Empfang zu nehmen.
Dass ich heute eine Stunde Sport machen kann und dann den ganzen Tag mit dem tollsten Kind der Welt abzuhängen.
Dass die Sonne scheint und ich mir, wenn ich wollen würde, auch eine blöde Zeitschrift kaufen könnte.....oder ein Buch....irgendeins.
Dass ich Frau Magistra bin und jetzt mal anfangen könnte zu überlegen, was ich noch so alles sein will.
Langsam stellt sich ein Gefühl der Zufriedenheit ein.
Donnerstag, 1. September 2011
quasi sind es nur noch ein paar Stunden. Wenn ich es nicht total vermassle, dann in ich am Montag gegen 10Uhr fertig.
Jahre der Studiums und Monate der Prüfungen würden dann hinter mir liegen. Was wird das bloß für ein Gefühl sein?
Erfahrungsgemäß ist es kein Schönes, wenn das Adrenalin sich verabschiedet. Kopfschmerzen und bleiernde Müdigkeit statt Hochgefühlen, hatte ich bei den letzten drei Prüfungen. Aber vielleicht ist es ja diesmal anders- weil es eben dann fix und fertig ist. Weil dieses Gefühl, was mich seit Jahren begleitet (ich habe auf Magister studiert- wenn ich Jahre sage, dann meine ich auch Jahre. Ich hatte keinerlei Zeitdruck und das Studium zieht sich mittlerweile über ein Drittel meines Lebens.Zum kotzen), dass ich nämlich eigentlich noch diesen Text lesen müsste und diese Hausarbeit schreiben und dass ich eigentlich nie das Gefühl hatte- dass ich jetzt einfach mal Urlaub habe. Natürlich habe ich mich die ganzen Jahre nicht ununterbrochen abgerackert- es war eher so, dass ich meistens irgendwelche Ausweichhandlungen vollzogen habe, weil ich eigentlich was für die Uni machen müsste, aber....
Nur wenige Sachen haben mich im Studium wirklich begeistert.
Seminare über Bilderbücher habe ich verschlungen. Die Gedanken über Prävention von sexuellem Missbrauch beschäftigen mich über Jahre.
Holocaust-Literatur war immer schon mein bevorzugtes Genre und es hat mir viel Input gegeben, Seminare darüber zu besuchen. (Die jetzige Prüfung fällt mir aus diesem Grund auch um einiges leichter, als die Letzte).
Mein Grundstudium in Marburg war Inspiration pur. Ich lernte neue Leute kennen, verliebte mich in R., ich begann mich für Politik zu interessieren und hing mit meiner WG stundenlang in der Küche und wir redeten.
Und natürlich habe ich in der Zeit nicht nur studiert. Ich habe viel gejobbt, R. und ich haben seit 11 Jahren einen Hund und seit 3 Jahren eine tolle Tochter.
Und klar, das Studium hat mich geformt- aber ich bin soooooo froh, dass es vorbei ist. Das ist einfach nicht meine Lernform gewesen. Ja, ich habe mein gesamtes Studium über gute Noten gehabt (ganz im Gegensatz zur Oberstufe) ABER TROTZDEM- außer diesen paar echt tollen Erinnerungen ist es einfach nur ein sich ewig hinziehender Kampf gegen mich selbst gewesen.
...und ich kann es irgendwie gar nicht begreifen, dass ich den womöglich am Montag gegen 10Uhr gewinnen werde.
Jahre der Studiums und Monate der Prüfungen würden dann hinter mir liegen. Was wird das bloß für ein Gefühl sein?
Erfahrungsgemäß ist es kein Schönes, wenn das Adrenalin sich verabschiedet. Kopfschmerzen und bleiernde Müdigkeit statt Hochgefühlen, hatte ich bei den letzten drei Prüfungen. Aber vielleicht ist es ja diesmal anders- weil es eben dann fix und fertig ist. Weil dieses Gefühl, was mich seit Jahren begleitet (ich habe auf Magister studiert- wenn ich Jahre sage, dann meine ich auch Jahre. Ich hatte keinerlei Zeitdruck und das Studium zieht sich mittlerweile über ein Drittel meines Lebens.Zum kotzen), dass ich nämlich eigentlich noch diesen Text lesen müsste und diese Hausarbeit schreiben und dass ich eigentlich nie das Gefühl hatte- dass ich jetzt einfach mal Urlaub habe. Natürlich habe ich mich die ganzen Jahre nicht ununterbrochen abgerackert- es war eher so, dass ich meistens irgendwelche Ausweichhandlungen vollzogen habe, weil ich eigentlich was für die Uni machen müsste, aber....
Nur wenige Sachen haben mich im Studium wirklich begeistert.
Seminare über Bilderbücher habe ich verschlungen. Die Gedanken über Prävention von sexuellem Missbrauch beschäftigen mich über Jahre.
Holocaust-Literatur war immer schon mein bevorzugtes Genre und es hat mir viel Input gegeben, Seminare darüber zu besuchen. (Die jetzige Prüfung fällt mir aus diesem Grund auch um einiges leichter, als die Letzte).
Mein Grundstudium in Marburg war Inspiration pur. Ich lernte neue Leute kennen, verliebte mich in R., ich begann mich für Politik zu interessieren und hing mit meiner WG stundenlang in der Küche und wir redeten.
Und natürlich habe ich in der Zeit nicht nur studiert. Ich habe viel gejobbt, R. und ich haben seit 11 Jahren einen Hund und seit 3 Jahren eine tolle Tochter.
Und klar, das Studium hat mich geformt- aber ich bin soooooo froh, dass es vorbei ist. Das ist einfach nicht meine Lernform gewesen. Ja, ich habe mein gesamtes Studium über gute Noten gehabt (ganz im Gegensatz zur Oberstufe) ABER TROTZDEM- außer diesen paar echt tollen Erinnerungen ist es einfach nur ein sich ewig hinziehender Kampf gegen mich selbst gewesen.
...und ich kann es irgendwie gar nicht begreifen, dass ich den womöglich am Montag gegen 10Uhr gewinnen werde.
Donnerstag, 25. August 2011
Heiraten
....nein, doch nicht R. und ich. Wir leben weiterhin in einer glücklichen wilden Ehe.
Das Kind würde gerne heiraten und zwar ...MICH. Weil sie so verliebt in mich ist. Mein Herz schmilzt.
Heute hab ich die Prinzessinenhandpuppe bespielt und sie war der Zauberer. Die zwei waren ganz verliebt ineinander und so fragte der Zauberer die Prinzessin ob sie ihn heiraten würde. Sie sagte begeistert: Ja.
Ich: Und, was machen wir jetzt?
Kind: Jetzt gehen wir in eine Kirche und dann ist da ein Pfarrer...der zeigt uns dann wie man küsst....(überlegt) nein, da sind dann zwei Pfarrer, die küssen sich und dann können wir zuschauen und wissen dann wie es geht.
Das Kind hatte schon immer die besten Ideen.
Nach der Hochzeit schlage ich vor, dass die beiden ein Kind bekommen können.
Kind begeistert: O ja. Dann bin ich jetzt Jonas *g* und du Maria....ah ne, ich bin dann jetzt das Christuskind. Dann hat die Prinzessin ein Kind.
Das Kind weiß bescheid, wie man Kinder macht :-)
Uns gehts gut. Ich habe am 5.09 meine letzte Prüfung. Um 9Uhr morgens. Ich freue mich schon so, dass es mir vor Freude schwer fällt mich aufs Lernen zu konzentrieren.
Also, wenn ich es jetzt nicht total vermassle, dürft ihr mich am übernächsten Montag Frau Magistra nennen.
Das Kind würde gerne heiraten und zwar ...MICH. Weil sie so verliebt in mich ist. Mein Herz schmilzt.
Heute hab ich die Prinzessinenhandpuppe bespielt und sie war der Zauberer. Die zwei waren ganz verliebt ineinander und so fragte der Zauberer die Prinzessin ob sie ihn heiraten würde. Sie sagte begeistert: Ja.
Ich: Und, was machen wir jetzt?
Kind: Jetzt gehen wir in eine Kirche und dann ist da ein Pfarrer...der zeigt uns dann wie man küsst....(überlegt) nein, da sind dann zwei Pfarrer, die küssen sich und dann können wir zuschauen und wissen dann wie es geht.
Das Kind hatte schon immer die besten Ideen.
Nach der Hochzeit schlage ich vor, dass die beiden ein Kind bekommen können.
Kind begeistert: O ja. Dann bin ich jetzt Jonas *g* und du Maria....ah ne, ich bin dann jetzt das Christuskind. Dann hat die Prinzessin ein Kind.
Das Kind weiß bescheid, wie man Kinder macht :-)
Uns gehts gut. Ich habe am 5.09 meine letzte Prüfung. Um 9Uhr morgens. Ich freue mich schon so, dass es mir vor Freude schwer fällt mich aufs Lernen zu konzentrieren.
Also, wenn ich es jetzt nicht total vermassle, dürft ihr mich am übernächsten Montag Frau Magistra nennen.
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