Dienstag, 12. Juni 2012

ziemlich genau ein Jahr nach der ersten Diagnose....

Ich bin gestern endlich mal wieder in einem See geschwommen und dann nachmittags kam plötzlich der Anruf von ihr, dass seine unerklärlichen Schmerzen sich als neue Metastasen rausgestellt haben.
Wir haben sie im Krankenhaus abgeholt und ich habe Abends auf ihrem Balkon mit ihr das gleiche Gespräch wie schon vor einem Jahr, nach der ersten Dianose geführt.
Nur, dass jetzt ein Jahr mit Höhen und Tiefen hinter ihm liegt, die ganzen Chemos und Bestrahlungen ihn müde und kraftlos gemacht haben und sie traurig und dass nun einfach schon alles ausprobiert wurde.
"Kannst du dir vorstellen, dass R. sterben würde in nächster Zeit?" hat sie mich gestern gefragt. "Nein...manchmal versuche ich mir das vorzustellen, aber dann höre ich auf, wenn es anfängt weh zu tun."

Der neue Tumor ist mal wieder riesig und so um die Niere geschlungen, dass die Ärzte nicht große Hoffnungen haben, dass sie ihn rausschnippeln können.
Ich bin irgendwie nicht mehr so richtig traurig.....ich bin so genervt von dieser arschlochhinterhältigen Krankheit.


Edit vom 14.06.:

Er darf nach Hause. Krebs ist nun überall und er muss nicht mehr im Krankenhaus sein.


4 Kommentare:

Kittie hat gesagt…

Last Lecture kennst Du wahrscheinlich, oder?

MohnMarzipan hat gesagt…

nein, das kannte ich bisher nicht. Aber ich habe es mir gerade auf youtube angeschaut und es hat mich ganz schön berührt. Danke.

Kittie hat gesagt…

Es gibt das auch als Buch und Hörbuch. Ist sehr zu empfehlen, aber macht wirklich oft traurig. Aber er erzählt so viele gute und schöne Dinge...

MohnMarzipan hat gesagt…

ja, das Buch habe ich mir auch bestellt. Bin schon gespannt.