Mittwoch, 13. Juni 2012
Uns geht es gerade echt seltsam.Es passieren so verrückte und blöde Sachen gerade mit uns und um uns herum.
Das führt dazu, dass wir so ungeduldig werden und auch manchmal unfair zum Kind. Das tut mir natürlich total leid...aber irgendwie ist es eben gerade so.
Gestern haben wir uns zusammengerissen und R. hat den ganzen Tag mit dem Kind draußen Tolles gemacht und ich habe ihr einen riesigen neuen Basteltisch gebaut und ihn in IHR NEUES ZIMMER gestellt.
Unser Zimmeraufteilung war ja irgendwie so rein nach Gefühl hier in der Wohnung sortiert. Küche und Schlafzimmer gibt es, dann ein großes Zimmer, in der meine Nähmaschine, Bücher und bisher auch alles Sachen des Kindes standen. Und dann ein weiteres Zimmer mit zusätzlichem Bett, einem kleinen TV und auch paar Sachen vom Kind.
Das führte in letzter Zeit dazu, dass das Kind sich im größten Zimmer eingeschlossen hat um in Ruhe Hörspiele zu hören und nebenbei Wände zu bemalen, Decken zu zerschneiden und sonstige lustige Experimente.
Nun hat sie ein Zimmer, was zum einen einfach viel übersichtlicher ist. Wir haben nur die Sachen reingestellt, sie sie wirklich gerade benutzt.
Es sind also nur ihre Sachen drin....also ärgere ich mich nicht, wenn sie mal was "umgestaltet" und sie findet das auch viel entspannter.
Sie hat sich soooooooooo gefreut. Und dann gleich beschlossen, dass sie in dem Zimmer schlafen will.....*schluck* wie jetzt, ohne uns?
"Ja- ich bin jetzt groß"
Das Einschlafen ging übrigens in den letzten Tagen völlig skurril von statten. Es hat bis jetzt eigentlich, bis auf einmal, immer geklappt. Aber wir sind dazu übergegangen, dass einer von uns an der Türschwelle sitzt- am Laptop oder mit Leselicht und Buch. Dann sieht sie unser Gesicht und kann auch noch was dringendes erzählen, muss aber nicht immerzu aufstehen.
R. und ich wäre echt bereit uns wieder mit ihr hinzulegen.....aber sie will es auf keinen Fall. Sie ist so entschieden, dass ein Gespräch darüber ausgeschlossen ist.
Gestern also Premiere im eigenen Zimmer und eigenen Bett......der Hund entschied sich dann auch zu allem Überfluss, bei ihr und dann im eigenen Körbchen zu nächtigen. Das war vielleicht komisch. So ein großes Bett nur für uns zwei.
Heute morgen um 8Uhr hat sie uns dann freudestrahlend geweckt. Gut hätte sie geschlafen und heute Nacht will sie das wieder.
Verrückte Welt.
Dienstag, 12. Juni 2012
ziemlich genau ein Jahr nach der ersten Diagnose....
Ich bin gestern endlich mal wieder in einem See geschwommen und dann nachmittags kam plötzlich der Anruf von ihr, dass seine unerklärlichen Schmerzen sich als neue Metastasen rausgestellt haben.
Wir haben sie im Krankenhaus abgeholt und ich habe Abends auf ihrem Balkon mit ihr das gleiche Gespräch wie schon vor einem Jahr, nach der ersten Dianose geführt.
Nur, dass jetzt ein Jahr mit Höhen und Tiefen hinter ihm liegt, die ganzen Chemos und Bestrahlungen ihn müde und kraftlos gemacht haben und sie traurig und dass nun einfach schon alles ausprobiert wurde.
"Kannst du dir vorstellen, dass R. sterben würde in nächster Zeit?" hat sie mich gestern gefragt. "Nein...manchmal versuche ich mir das vorzustellen, aber dann höre ich auf, wenn es anfängt weh zu tun."
Der neue Tumor ist mal wieder riesig und so um die Niere geschlungen, dass die Ärzte nicht große Hoffnungen haben, dass sie ihn rausschnippeln können.
Ich bin irgendwie nicht mehr so richtig traurig.....ich bin so genervt von dieser arschlochhinterhältigen Krankheit.
Edit vom 14.06.:
Er darf nach Hause. Krebs ist nun überall und er muss nicht mehr im Krankenhaus sein.
Wir haben sie im Krankenhaus abgeholt und ich habe Abends auf ihrem Balkon mit ihr das gleiche Gespräch wie schon vor einem Jahr, nach der ersten Dianose geführt.
Nur, dass jetzt ein Jahr mit Höhen und Tiefen hinter ihm liegt, die ganzen Chemos und Bestrahlungen ihn müde und kraftlos gemacht haben und sie traurig und dass nun einfach schon alles ausprobiert wurde.
"Kannst du dir vorstellen, dass R. sterben würde in nächster Zeit?" hat sie mich gestern gefragt. "Nein...manchmal versuche ich mir das vorzustellen, aber dann höre ich auf, wenn es anfängt weh zu tun."
Der neue Tumor ist mal wieder riesig und so um die Niere geschlungen, dass die Ärzte nicht große Hoffnungen haben, dass sie ihn rausschnippeln können.
Ich bin irgendwie nicht mehr so richtig traurig.....ich bin so genervt von dieser arschlochhinterhältigen Krankheit.
Edit vom 14.06.:
Er darf nach Hause. Krebs ist nun überall und er muss nicht mehr im Krankenhaus sein.
Sonntag, 10. Juni 2012
Freitag, 8. Juni 2012
Vor kurzem hat Manati-Mum
darüber geschrieben, dass Moritz es geschafft hatte an einem Abend
alleine einzuschlafen. Wow...ich war beeindruckt. Ich las den Post total interessiert, weil wir uns
auch fragten, wann und wie das mit dem alleine Einschlafen wohl
funktionieren wird.
Obwohl bisher das mit der "Kindererziehung" im Großen und Ganzen viel einfacher als gedacht war.
Es funktioniert in etwa so:
Wir machen gar nichts (weitesgehend bin ich da mit Tom Hodgkinson einer Meinung) und das Kind wird immer coller, lustiger, schlauer und größer.
Sie lernt alles was man so zum Leben braucht einfach von selbst. Mit 9 Monaten lief sie los, mit 15 Monaten begann sie zu sprechen, mit 19 Monaten brauchte sie plötzlich keine Windel mehr, Abgestillt haben wir gemeinsam nach einem Gespräch, bei der ich ihr erklärte, dass ich es echt gerne gemacht habe aber nun keine Lust mehr habe.
Schnulli fand sie immer doof, "Danke und Bitte" sagen finden wir nett, aber jemanden (auch wenn der "jemand" drei Jahre alt ist) darauf hinzuweisen, dass man "Bitte und Danke" sagen sollte, finden wir extrem unhöflich....deshalb haben wir da noch nie irgendwie "erzieherisch" auf das Kind eingewirkt, aber sie sagt es trotzdem - mit großem Enthusiasmus.- Wie auch "Guten Tag" (und das mit noch größerem Enthusiasmus und einfach zu allen Menschen, denen wir im Alltag begegnet und auch zu allen an denen wir nur vorbeilaufen). Keine Ahnung....was sind sonst noch die üblichen Erziehungsziele in diesem Alter? Mag sein, dass ich in einigen Jahren anders darüber denke....zur Zeit wird das Kind ganz von alleine sehr gesellschaftsfähig- falls das hier überhaupt das Ziel ist oder sein sollte.
Also: Schlafen funktioniert bei uns so.
Nach der Geburt des Kindes kauften R. und ich eine riesige Matratze und schlafen seitdem gemeinsam darauf. Zu Dritt- manchmal noch mit Hund zu unseren Füßen.
Wenn wir wollen würden, könnten wir das Kind mittlerweile auch in das zusätzliche Gästebett legen- da würde sie sicher auch einschlafen- aber wir finden es viel "heimeliger" so zusammen. Wenn sie aber mal alleine schlafen will bzw schlafen wollen würde, dann wäre das natürlich absolut erlaubt ;-).
Einschlafen ging lange lange Zeit mit Stillen. Und dann mit Geschichtenerzählen und Kuscheln.
Dann habe ich R. und dem Kind des Post von Manati-Mum vorgelesen.
Vorgestern habe ich dann gefragt, ob sie es auch eigentlich mal alleine versuchen will.
JAAAAA!!!! (Okay...sie hat Ja gesagt....leichte Verwirrung meinerseits....aber nun gut. Dann soll es geschehen.)
"Okay. Dann kuschel ich dich hier ein und lass die Tür auf und gehe ins Wohnzimmer. Kuss Kuss, Schlaf gut!"
Nun beginnt ein reger Verkehr im Flur. Jede 20 Sekunden stürmt ein sehr gut gelauntes und sehr aufgeregtes Kind zu mir ins Wohnzimmer um mir Verschiedenes mitzuteilen.
Ich sitze auf dem Sofa und lese und schmunzel.
1. "Du, ich muss dir was ganz wichtiges sagen: Ich habe am 7. Juli Geburtstag"
2. "Du, aber die Überraschung morgen früh, die soll aus Schokolade sein". (Aha....jetzt verstehe ich das begeisterte "JA!". Sie hat sich also gemerkt, dass Moritz einen Schokokuchen bekommen hat. Die neue Erkenntnis: Mein Kind macht also alles für Süßigkeiten. Leicht beunruhigt lese ich weiter.)
3. Ich höre sie aus dem Schlafzimmer glücklich seufzen: "Ah wie toll!" (spricht sie sich Mut zu?)
4. R. kommt heim. Er schlägt ihr gleich vor, dass er sich zu ihr legt: "Nein, auf keinen Fall- das mach ich ganz alleine. Niemand darf sich zu mir legen."
5. "Du ich muss dir was ganz dringendes sagen: hast du gesehen, wie hell es draußen noch ist?"
6. R. sagt dem Kind, dass wir morgen früh gerne auch den Versuch groß feiern. Auch wenn es heute noch nicht ganz klappt. Er könnte sich gerne zu ihr legen. (Ich muss über R. leise in mich hineingrinsen. Vielleicht braucht er morgen früh zur Belohnung einen Schikokuchen eher als das Kind. Dieses versucht es nun seit 10 Minuten, ist total guter Laune und voller Vorfreude.)
7. Das Kind stürmt nochmal ins Wohnzimmer: "Papa, du darfst mich nicht ins Bett bringen heute, das mache ich alleine." (Okay- er hat es kapiert und legt sich mit einem Buch neben mir aufs Sofa.)
8. Das Letzte was wir von ihr hören, ruft sie uns aus dem Schlafzimmer zu: "Aber sagt mir bloß bescheid, wenn es schon morgen früh ist!!!"
Und dann nach insgesamt 15 Minuten aufgeregtes Rumgelaufe ist es nach wenigen Minuten plötzlich ganz still im Schlafzimmer. Das Kind schläft. Ich freu mich total für sie.....und geh nochmal einkaufen....wegen der Schoko.
Morgens wacht das Kind auf und ist begeistert: "Ich habs geschafft!!! Ich bin alleine eingeschlafen!!!!"
Dann gibt es Himbeertörtchen und Luftschlangen im Bett und auch Schoko.
Das Kind ruft stolz Oma an und erzählt ihr aufgeregt was passiert ist. Die Oma ist auch beeindruckt und verspricht auch eine Überraschung zu schicken. "Und heute Abend?" Kind: "Na dann schlaf ich auch alleine ein- ich kann das ja jetzt!" Wer weiß.....ist ja auch egal. Wir haben jedenfalls wild gefeiert!
Gestern Abend: "Na, soll ich mich zu dir legen, oder probierst du es nochmal?" Kind: "Na, ich schlafe natürlich alleine- jetzt kann ich es doch"
Wieder beginnt eine bewegte Flurzeit in der das Kind und noch allehand Wichtigkeiten mitteilt. Sie ist nicht ganz so begeistert wie beim ersten mal...aber immer noch sehr entschlossen. Am Ende sitze ich in der Tür und sie schläft tatsächlich wieder alleine ein.
Heute Abend sind noch alle Karten offen. R. liegt noch bei ihr und liest ihr eine Gute Nacht Geschichte vor....mal sehen.
P.S. Einige male rübergekommen. R. legt sich zu ihr, sie schickt ihn weg. Wieder einge Wanderungen über den Flur. Ich sage, dass ich mich etwas zu ihr kuschel und dann aufstehe. (Sie will es ja unbedingt alleine schaffen). Ich liege so da und beobachte wie ihr nun doch die Augen zufallen. Als ich gerade überlege, dass ich jetzt nun aufstehen sollte, weil ich es ja versprochen habe, flüstert sie mit letzter Kraft: "Du musst jetzt verschwinden....ich bin schon total müde."
Ich bewundere den eisernen Willen und beschließe mir eine Scheibe davon abzuschneiden.
P.P.S. Ich habe mir meinen Post nochmal durchgelesen. R. und ich sind einfach bekloppt. Echt. Vielleicht R. noch ein bisschen mehr als ich....aber so über den Daumen gepeilt sind wir zwei einfach Idioten- wir haben ihr das einfach nicht zugetraut....aber das Kind ist zum Glück ein eigener Mensch....und ein Toller.
_________
Edit: Vierter Abend. Irendwie flutscht es heute nicht und R. bringt das Kind schließlich ins Bett. Aber das hat sie (und R.) sich auch verdient. ;-)
Obwohl bisher das mit der "Kindererziehung" im Großen und Ganzen viel einfacher als gedacht war.
Es funktioniert in etwa so:
Wir machen gar nichts (weitesgehend bin ich da mit Tom Hodgkinson einer Meinung) und das Kind wird immer coller, lustiger, schlauer und größer.
Sie lernt alles was man so zum Leben braucht einfach von selbst. Mit 9 Monaten lief sie los, mit 15 Monaten begann sie zu sprechen, mit 19 Monaten brauchte sie plötzlich keine Windel mehr, Abgestillt haben wir gemeinsam nach einem Gespräch, bei der ich ihr erklärte, dass ich es echt gerne gemacht habe aber nun keine Lust mehr habe.
Schnulli fand sie immer doof, "Danke und Bitte" sagen finden wir nett, aber jemanden (auch wenn der "jemand" drei Jahre alt ist) darauf hinzuweisen, dass man "Bitte und Danke" sagen sollte, finden wir extrem unhöflich....deshalb haben wir da noch nie irgendwie "erzieherisch" auf das Kind eingewirkt, aber sie sagt es trotzdem - mit großem Enthusiasmus.- Wie auch "Guten Tag" (und das mit noch größerem Enthusiasmus und einfach zu allen Menschen, denen wir im Alltag begegnet und auch zu allen an denen wir nur vorbeilaufen). Keine Ahnung....was sind sonst noch die üblichen Erziehungsziele in diesem Alter? Mag sein, dass ich in einigen Jahren anders darüber denke....zur Zeit wird das Kind ganz von alleine sehr gesellschaftsfähig- falls das hier überhaupt das Ziel ist oder sein sollte.
Also: Schlafen funktioniert bei uns so.
Nach der Geburt des Kindes kauften R. und ich eine riesige Matratze und schlafen seitdem gemeinsam darauf. Zu Dritt- manchmal noch mit Hund zu unseren Füßen.
Wenn wir wollen würden, könnten wir das Kind mittlerweile auch in das zusätzliche Gästebett legen- da würde sie sicher auch einschlafen- aber wir finden es viel "heimeliger" so zusammen. Wenn sie aber mal alleine schlafen will bzw schlafen wollen würde, dann wäre das natürlich absolut erlaubt ;-).
Einschlafen ging lange lange Zeit mit Stillen. Und dann mit Geschichtenerzählen und Kuscheln.
Dann habe ich R. und dem Kind des Post von Manati-Mum vorgelesen.
Vorgestern habe ich dann gefragt, ob sie es auch eigentlich mal alleine versuchen will.
JAAAAA!!!! (Okay...sie hat Ja gesagt....leichte Verwirrung meinerseits....aber nun gut. Dann soll es geschehen.)
"Okay. Dann kuschel ich dich hier ein und lass die Tür auf und gehe ins Wohnzimmer. Kuss Kuss, Schlaf gut!"
Nun beginnt ein reger Verkehr im Flur. Jede 20 Sekunden stürmt ein sehr gut gelauntes und sehr aufgeregtes Kind zu mir ins Wohnzimmer um mir Verschiedenes mitzuteilen.
Ich sitze auf dem Sofa und lese und schmunzel.
1. "Du, ich muss dir was ganz wichtiges sagen: Ich habe am 7. Juli Geburtstag"
2. "Du, aber die Überraschung morgen früh, die soll aus Schokolade sein". (Aha....jetzt verstehe ich das begeisterte "JA!". Sie hat sich also gemerkt, dass Moritz einen Schokokuchen bekommen hat. Die neue Erkenntnis: Mein Kind macht also alles für Süßigkeiten. Leicht beunruhigt lese ich weiter.)
3. Ich höre sie aus dem Schlafzimmer glücklich seufzen: "Ah wie toll!" (spricht sie sich Mut zu?)
4. R. kommt heim. Er schlägt ihr gleich vor, dass er sich zu ihr legt: "Nein, auf keinen Fall- das mach ich ganz alleine. Niemand darf sich zu mir legen."
5. "Du ich muss dir was ganz dringendes sagen: hast du gesehen, wie hell es draußen noch ist?"
6. R. sagt dem Kind, dass wir morgen früh gerne auch den Versuch groß feiern. Auch wenn es heute noch nicht ganz klappt. Er könnte sich gerne zu ihr legen. (Ich muss über R. leise in mich hineingrinsen. Vielleicht braucht er morgen früh zur Belohnung einen Schikokuchen eher als das Kind. Dieses versucht es nun seit 10 Minuten, ist total guter Laune und voller Vorfreude.)
7. Das Kind stürmt nochmal ins Wohnzimmer: "Papa, du darfst mich nicht ins Bett bringen heute, das mache ich alleine." (Okay- er hat es kapiert und legt sich mit einem Buch neben mir aufs Sofa.)
8. Das Letzte was wir von ihr hören, ruft sie uns aus dem Schlafzimmer zu: "Aber sagt mir bloß bescheid, wenn es schon morgen früh ist!!!"
Und dann nach insgesamt 15 Minuten aufgeregtes Rumgelaufe ist es nach wenigen Minuten plötzlich ganz still im Schlafzimmer. Das Kind schläft. Ich freu mich total für sie.....und geh nochmal einkaufen....wegen der Schoko.
Morgens wacht das Kind auf und ist begeistert: "Ich habs geschafft!!! Ich bin alleine eingeschlafen!!!!"
Dann gibt es Himbeertörtchen und Luftschlangen im Bett und auch Schoko.
Das Kind ruft stolz Oma an und erzählt ihr aufgeregt was passiert ist. Die Oma ist auch beeindruckt und verspricht auch eine Überraschung zu schicken. "Und heute Abend?" Kind: "Na dann schlaf ich auch alleine ein- ich kann das ja jetzt!" Wer weiß.....ist ja auch egal. Wir haben jedenfalls wild gefeiert!
Gestern Abend: "Na, soll ich mich zu dir legen, oder probierst du es nochmal?" Kind: "Na, ich schlafe natürlich alleine- jetzt kann ich es doch"
Wieder beginnt eine bewegte Flurzeit in der das Kind und noch allehand Wichtigkeiten mitteilt. Sie ist nicht ganz so begeistert wie beim ersten mal...aber immer noch sehr entschlossen. Am Ende sitze ich in der Tür und sie schläft tatsächlich wieder alleine ein.
Heute Abend sind noch alle Karten offen. R. liegt noch bei ihr und liest ihr eine Gute Nacht Geschichte vor....mal sehen.
P.S. Einige male rübergekommen. R. legt sich zu ihr, sie schickt ihn weg. Wieder einge Wanderungen über den Flur. Ich sage, dass ich mich etwas zu ihr kuschel und dann aufstehe. (Sie will es ja unbedingt alleine schaffen). Ich liege so da und beobachte wie ihr nun doch die Augen zufallen. Als ich gerade überlege, dass ich jetzt nun aufstehen sollte, weil ich es ja versprochen habe, flüstert sie mit letzter Kraft: "Du musst jetzt verschwinden....ich bin schon total müde."
Ich bewundere den eisernen Willen und beschließe mir eine Scheibe davon abzuschneiden.
P.P.S. Ich habe mir meinen Post nochmal durchgelesen. R. und ich sind einfach bekloppt. Echt. Vielleicht R. noch ein bisschen mehr als ich....aber so über den Daumen gepeilt sind wir zwei einfach Idioten- wir haben ihr das einfach nicht zugetraut....aber das Kind ist zum Glück ein eigener Mensch....und ein Toller.
_________
Edit: Vierter Abend. Irendwie flutscht es heute nicht und R. bringt das Kind schließlich ins Bett. Aber das hat sie (und R.) sich auch verdient. ;-)
Dienstag, 5. Juni 2012
Was habe ich für einen Müll studiert?
Echt mal....wäre ich nochmal 19 Jahre alt, dann würde ich Hebamme werden.....oder ich würde Sozialpädagogik an der FH studieren.
Ein universitärer Abschluss in Erziehungswissenschaft will kein Mensch.
Ja, das Studium war ganz nett.....ich habe viel zu Prävention von sexuellem Missbrauch gelernt und zu pädagogischen Bilderbüchern, ich habe eine nette Studienzeit gehabt, mit Demos, WG-Küchen und vielen Gesprächen bei Rotwein und Zigaretten. Ich habe viel rumgejobbt (selten was Studienbezogenes leider) und nun bin ich über 30 Jahre alt und habe also einen Magisterabschluss (das ist wenigstens ganz nett- mir scheint es in den Stellenanzeigen wird Magister und Master gleichgesetzt) und keinen Beruf gelernt und es gibt überhaupt keine Stellen für diesen blöden Abschluss.
Gerne kann ich als Soz Päd irgendwo anfangen, oder als Erzieherin. Alles ganz nette Berufe.....und ich könnte mir vielleicht auch die dafür vorausgesetzten Fertigkeiten selbst anlesen ( denn das ist es ja, was man in so einem Geisteswissenschaftlichen Studium lernt. Lesen.)....aber WARUM habe ich dann nicht so eine Erzieherinausbildung gemacht oder echt spaßig kurz und knackig an der FH studiert, wie R.???
Ich bin ein Volkswirtschaftlicher Totalschaden....irgendjemand aus meiner Generation hat es letztens so genannt. Das sind Leute die also ewig studieren um dann nicht in diesem Bereich zu arbeiten.
Erziehungswissenschaftler verdienen gut 1000€ brutto mehr als Sozialpädagogen.....deshalb werden sie kaum angestellt. Eigentlich nur an der Uni...dazu habe ich weder Lust noch die nötigen Conections.
Grundschullehramt wäre fein, dämmert es mir.
Ich erkundige mich da gerade. "Guten Tag, ich habe gerade das Studium beendet. Erziehungswissenschaften und Germanistik.....wollen wir nun vielleicht die Vernunft gelten lassen und daraus einen echten Beruf basteln? Grundschullehramt zum Beispiel?"
Wir überlegen auch gerade ob SOS-Kinderdorf-Eltern nicht ein echt passender Beruf für uns wäre. Wir haben uns da erkundigt. Wenn R. mit seiner Erzieherausbildung da einsteigt, dann startet er mit einem echt guten Gehalt (wirklich etwa auf Erziehungswissenschaften Niveau- AHA!). Man bekommt ein Haus und Garten gestellt (glaube ich) und kann da mit der ganzen Familie einziehen. Einer von uns würde dann auch noch "ausser Haus" arbeiten.
Kinder finden wir ja eh gut. Und ich denke wir sind auch eigentlich im Stande mit Kindern liebevoll und richtig umzugehen die Schlimmes erlebt haben. Ich denke schon, dass wir gute Pädagogen sind. (Eigentlich das Einzige was wir können, denke ich mal.)
Unser Kind hätte dann plötzlich Geschwister- das wäre auch schön.
Irgendwie platt war ich zu lesen, dass man sechs Kinder bekommt. Dann sind wir mit einem Schlag eine Großfamilie. Und natürlich sollte man sich vorher überlegen, ob man diese Familie eine Generation begleitet. Die Kinder sind 0-12 Jahre wenn sie zu uns ziehen und bleiben bis sie 18 Jahren alt sind. (Dannach hat man natürlich immer noch diese sechs Kinder, aber wohnt dann nicht mehr zusammen.)
Das macht mir irgendwie echt Angst- ganz schön gebunden- ganz schön viel Verantwortung.
Was ich noch seltsamer finde ist, dass man ja dann in einem Angestelltenverhältnis ist und somit Anspruch/Pflicht auf Urlaub und freie Tage hat. "So Tschüss meine Kinder, ich nehme jetzt meine Frau und mein "echtes" Kind und fahre in den Urlaub und ihr bleibt hier mit der Familienhelferin". Das schnürt mir auch irgendwie leicht die Kehle zu.
Wir schauen uns mal so ein Kinderdorf vielleicht bald mal an. Ist ja schon was anderes als darüber nur zu lesen.
Ansonsten bewerbe ich mich auch brav auf Soz Päd Stellen und schaue was so kommen mag. Ob man sich wohl als Kitaleitung bewerben kann, wenn man kaum in einer Kita gearbeitet hat? Blöd, oder?
Gedenkstättenpädagogik? Ich kann ja mal zumindest echt gut polnisch sprechen.....
Das ist irgendwie so wie Abizeit (was will ich werden?) nur dass es nicht mehr so spassig ist und dass man sich fragt, was man wohl die ganzen Jahre während des Studiums gedacht hat.
Das Kind hat auch stets gute Ideen. Eine Eisdiele sollten wir eröffnen! Oder eine Konditorei!
P.S.
Neu entdeckt und für sehr gut befunden. Am Donnerstag um 19Uhr gibt es ein Kurzkonzert bei Dussmann- Eintritt frei.
Ein universitärer Abschluss in Erziehungswissenschaft will kein Mensch.
Ja, das Studium war ganz nett.....ich habe viel zu Prävention von sexuellem Missbrauch gelernt und zu pädagogischen Bilderbüchern, ich habe eine nette Studienzeit gehabt, mit Demos, WG-Küchen und vielen Gesprächen bei Rotwein und Zigaretten. Ich habe viel rumgejobbt (selten was Studienbezogenes leider) und nun bin ich über 30 Jahre alt und habe also einen Magisterabschluss (das ist wenigstens ganz nett- mir scheint es in den Stellenanzeigen wird Magister und Master gleichgesetzt) und keinen Beruf gelernt und es gibt überhaupt keine Stellen für diesen blöden Abschluss.
Gerne kann ich als Soz Päd irgendwo anfangen, oder als Erzieherin. Alles ganz nette Berufe.....und ich könnte mir vielleicht auch die dafür vorausgesetzten Fertigkeiten selbst anlesen ( denn das ist es ja, was man in so einem Geisteswissenschaftlichen Studium lernt. Lesen.)....aber WARUM habe ich dann nicht so eine Erzieherinausbildung gemacht oder echt spaßig kurz und knackig an der FH studiert, wie R.???
Ich bin ein Volkswirtschaftlicher Totalschaden....irgendjemand aus meiner Generation hat es letztens so genannt. Das sind Leute die also ewig studieren um dann nicht in diesem Bereich zu arbeiten.
Erziehungswissenschaftler verdienen gut 1000€ brutto mehr als Sozialpädagogen.....deshalb werden sie kaum angestellt. Eigentlich nur an der Uni...dazu habe ich weder Lust noch die nötigen Conections.
Grundschullehramt wäre fein, dämmert es mir.
Ich erkundige mich da gerade. "Guten Tag, ich habe gerade das Studium beendet. Erziehungswissenschaften und Germanistik.....wollen wir nun vielleicht die Vernunft gelten lassen und daraus einen echten Beruf basteln? Grundschullehramt zum Beispiel?"
Wir überlegen auch gerade ob SOS-Kinderdorf-Eltern nicht ein echt passender Beruf für uns wäre. Wir haben uns da erkundigt. Wenn R. mit seiner Erzieherausbildung da einsteigt, dann startet er mit einem echt guten Gehalt (wirklich etwa auf Erziehungswissenschaften Niveau- AHA!). Man bekommt ein Haus und Garten gestellt (glaube ich) und kann da mit der ganzen Familie einziehen. Einer von uns würde dann auch noch "ausser Haus" arbeiten.
Kinder finden wir ja eh gut. Und ich denke wir sind auch eigentlich im Stande mit Kindern liebevoll und richtig umzugehen die Schlimmes erlebt haben. Ich denke schon, dass wir gute Pädagogen sind. (Eigentlich das Einzige was wir können, denke ich mal.)
Unser Kind hätte dann plötzlich Geschwister- das wäre auch schön.
Irgendwie platt war ich zu lesen, dass man sechs Kinder bekommt. Dann sind wir mit einem Schlag eine Großfamilie. Und natürlich sollte man sich vorher überlegen, ob man diese Familie eine Generation begleitet. Die Kinder sind 0-12 Jahre wenn sie zu uns ziehen und bleiben bis sie 18 Jahren alt sind. (Dannach hat man natürlich immer noch diese sechs Kinder, aber wohnt dann nicht mehr zusammen.)
Das macht mir irgendwie echt Angst- ganz schön gebunden- ganz schön viel Verantwortung.
Was ich noch seltsamer finde ist, dass man ja dann in einem Angestelltenverhältnis ist und somit Anspruch/Pflicht auf Urlaub und freie Tage hat. "So Tschüss meine Kinder, ich nehme jetzt meine Frau und mein "echtes" Kind und fahre in den Urlaub und ihr bleibt hier mit der Familienhelferin". Das schnürt mir auch irgendwie leicht die Kehle zu.
Wir schauen uns mal so ein Kinderdorf vielleicht bald mal an. Ist ja schon was anderes als darüber nur zu lesen.
Ansonsten bewerbe ich mich auch brav auf Soz Päd Stellen und schaue was so kommen mag. Ob man sich wohl als Kitaleitung bewerben kann, wenn man kaum in einer Kita gearbeitet hat? Blöd, oder?
Gedenkstättenpädagogik? Ich kann ja mal zumindest echt gut polnisch sprechen.....
Das ist irgendwie so wie Abizeit (was will ich werden?) nur dass es nicht mehr so spassig ist und dass man sich fragt, was man wohl die ganzen Jahre während des Studiums gedacht hat.
Das Kind hat auch stets gute Ideen. Eine Eisdiele sollten wir eröffnen! Oder eine Konditorei!
P.S.
Neu entdeckt und für sehr gut befunden. Am Donnerstag um 19Uhr gibt es ein Kurzkonzert bei Dussmann- Eintritt frei.
Dienstag, 29. Mai 2012
Prinzessin....oder mit 3 jahren, 10 Monaten und 22 Tagen
Wir waren auf dem Kinderkarneval hier in Kreuzberg. Das Kind hatte sehr genaue Vorstellungen, wie sie aussehen wollte: "Rübschenkleid und rote Backen von der Zugluft.....ganz wichtig auch rote Lippen.....und selbstverständlich eine standesgemäße Krone.....mit Zacken bitte......"
Diese Krone ist nun übrigens auch leider am Kopf angewachsen und selbst beim Baden bleibt sie drauf. Aber die Leute auf der Straße verbeugen sich und das Prinzessin-Dasein ist halt eben ein harter Job.
Das Kind hat gerade ein super lustige (leicht lässtig manchmal für Dritte) Phase. Sie spricht JEDEN an. Sie ist so offen und kommunikativ, dass mir die Leute auf Spielplätzen und in Freibädern schon manchmal ein bisschen leid tun. Besonders beliebt sind natürlich Mütter mit Babys. Ich erinnere mich auch noch an die vielen Mädchen die sich mit mir über das Babykind unterhalten wollten, die sie sich mal kurz "leihen" wollten um mit ihr zu schaukeln. Meistens war das Babykind begeistert von diesen großen Mädchen. Manchmal war es eine Entlasstung und eine Möglichkeit sich mal für paar Minuten hinzusetzen. Manchmal bin ich geflüchet ;-)
"Na....wie schmeckt das Getränk?" "Schau mal, ich habe neue Schuhe" "Weißt du was, ich habe einen Hund" "Schau mal, das ist meine Mama" "Soll ich dir mal zeigen wie gut ich schwimmen kann?". So fangen Gespräche an.
Ich unterhalte mich gerne mit Kindern.
Also mit beinnahe 4 Jahren ist das Leben so:
-mit Schwimmflügeln schwimmt das Kind im tiefsten Wasser und wie ein Fisch. Ausdauernd und ohne Anflug von Angst. Großer Wunsch ist es dieses Jahr an einen richtigen Strand zu fahren.
-Englischlernen ist gerade groß angesagt. Angefangen hat es mit einer "Die kleine Hexe lernt Englisch" CD, die ich aus aus der Bib mitgenommen habe, weil ich nicht richtig geschaut habe. Die kam riesig gut an. Also liehen wir noch "Englisch lernen mit Raabe Socke" und noch irgendwas und der Knüller ist wie immer Ritter Rost - Rusty Movie. Das Kind sitzt stundenlang vor der Anlage und hört die CDs rauf und runter. Sie hat ganz viele englische Wörter und Sätze gelernt. Aber vor allem spricht sich jetzt ununterbrochen eine lustige Phantasiesprache mit "englischem Akzent".
-ähnlich angesagt ist eine CD zum Thema Wald. Letztens hielt sie mir einen echt spannenden Vortrag über Baumsterben durch Wildschweine und irgendwelche Vögel usw. Ich war schwer beeindruckt.
-Kochen und Backen und Putzen - dafür lässt das Kind jedes Spiel stehen. Ich koche schon immer schnell und heimlich um mal was in meinem Tempo und Ruhe zu machen. Aber das Kind hat ein gutes Gespür im richtigen Moment in die Küche zu kommen und das Bad feucht "feudeln" kann sie auch schon super.
-Heute haben R. und das Kind im Park einen kleinen Stein in Herzform gefunden. "Mama, Mama......ich habe eine Überraschung für Dich. Einen super schönen Stein. (Anerkennende Begeisterung meinerseits)..... den legen wir auf dein Grab, wenn du mal stirbst- aber das dauert noch lange. (Netterweise hat sie nicht "leider" gesagt.)
Diese Krone ist nun übrigens auch leider am Kopf angewachsen und selbst beim Baden bleibt sie drauf. Aber die Leute auf der Straße verbeugen sich und das Prinzessin-Dasein ist halt eben ein harter Job.
Das Kind hat gerade ein super lustige (leicht lässtig manchmal für Dritte) Phase. Sie spricht JEDEN an. Sie ist so offen und kommunikativ, dass mir die Leute auf Spielplätzen und in Freibädern schon manchmal ein bisschen leid tun. Besonders beliebt sind natürlich Mütter mit Babys. Ich erinnere mich auch noch an die vielen Mädchen die sich mit mir über das Babykind unterhalten wollten, die sie sich mal kurz "leihen" wollten um mit ihr zu schaukeln. Meistens war das Babykind begeistert von diesen großen Mädchen. Manchmal war es eine Entlasstung und eine Möglichkeit sich mal für paar Minuten hinzusetzen. Manchmal bin ich geflüchet ;-)
"Na....wie schmeckt das Getränk?" "Schau mal, ich habe neue Schuhe" "Weißt du was, ich habe einen Hund" "Schau mal, das ist meine Mama" "Soll ich dir mal zeigen wie gut ich schwimmen kann?". So fangen Gespräche an.
Ich unterhalte mich gerne mit Kindern.
Also mit beinnahe 4 Jahren ist das Leben so:
-mit Schwimmflügeln schwimmt das Kind im tiefsten Wasser und wie ein Fisch. Ausdauernd und ohne Anflug von Angst. Großer Wunsch ist es dieses Jahr an einen richtigen Strand zu fahren.
-Englischlernen ist gerade groß angesagt. Angefangen hat es mit einer "Die kleine Hexe lernt Englisch" CD, die ich aus aus der Bib mitgenommen habe, weil ich nicht richtig geschaut habe. Die kam riesig gut an. Also liehen wir noch "Englisch lernen mit Raabe Socke" und noch irgendwas und der Knüller ist wie immer Ritter Rost - Rusty Movie. Das Kind sitzt stundenlang vor der Anlage und hört die CDs rauf und runter. Sie hat ganz viele englische Wörter und Sätze gelernt. Aber vor allem spricht sich jetzt ununterbrochen eine lustige Phantasiesprache mit "englischem Akzent".
-ähnlich angesagt ist eine CD zum Thema Wald. Letztens hielt sie mir einen echt spannenden Vortrag über Baumsterben durch Wildschweine und irgendwelche Vögel usw. Ich war schwer beeindruckt.
-Kochen und Backen und Putzen - dafür lässt das Kind jedes Spiel stehen. Ich koche schon immer schnell und heimlich um mal was in meinem Tempo und Ruhe zu machen. Aber das Kind hat ein gutes Gespür im richtigen Moment in die Küche zu kommen und das Bad feucht "feudeln" kann sie auch schon super.
-Heute haben R. und das Kind im Park einen kleinen Stein in Herzform gefunden. "Mama, Mama......ich habe eine Überraschung für Dich. Einen super schönen Stein. (Anerkennende Begeisterung meinerseits)..... den legen wir auf dein Grab, wenn du mal stirbst- aber das dauert noch lange. (Netterweise hat sie nicht "leider" gesagt.)
Sonntag, 27. Mai 2012
Mittwoch, 23. Mai 2012
Donnerstag, 17. Mai 2012
Fluffige, duftende, goldbraune, leckere Waffeln
Und das grandioseste daran ist, dass das Kind und ich sie hier gemeinsam zubereitet haben....also habe ich das Rezept. Juhu.
Das zweitbeste ist, dass ich nach Waffeln gesucht habe, in die kein ganzes Stück Butter kommt- also sind sie sozusagen sogar figurfreundlich (soweit Waffeln das sein können und überhaupt sollen oder gar wollen)
Zutaten
(für etwa 10 Waffeln....vielleicht auch nur 8...die waren hier so schnell weg, keine Ahnung wieviele ich gebacken habe)
150g Quark (ich habe Magerquark genommen, weil wir den da hatten)
50g zerlassene Butter
40g Zucker
150g Mehl (ich habe Dinkel- und Weizenmehl gemischt)
eine kleine Tasse Milch
3 Eier
eine Prise Salz
Eigelbe und Zucker solange mixen bis sich diese oberleckere cremige, schaumige Masse gebildet hat (die ich als Kind auch immer als "Koggelmoggel" essen durfte...jetzt wegen Salmonellengefahr aber nicht mehr tue), dann Quark und die flüssige Butter hinzufügen und zum Schluss noch Mehl und Milch.
Eiweiß mit einer Prise Salz zu Eisschnee schlagen und dann unterheben.
Und dann die Waffeln backen und gut aufpassen, dass man noch eine abbekommt.
Samstag, 12. Mai 2012
Waldkindergarten
Es gibt doch eine Waldkita hier in "der Nähe"!!! Das wußte ich gar nicht. Es ist echt zu schaffen und sie haben noch Plätze frei!
Wenn alles soweit läuft wie geplant und nicht irgendwas Unvorhersehbares dazwischen kommt, wird das Kind, die bester Freundin und der kleine Bruder auf Zeit ab August wieder gemeinsam in eine Kita gehen. Und zwar in diesen integrierten Waldkindergarten. Da kommen gerade viele Kinder in die Schule und sie wollen die Gruppe mit möglichst wenig Kleinen auffüllen. Da kommt unser Grüppchen gerade recht. Puuuh. Was ein Glück.
35 Minuten dauert es von Tür zur Tür mit den Öffentlichen (und das ist natürlich super, wenn man bedenkt, dass wir Mitten in der Stadt wohnen). Integriert bedeutet in diesem Fall, dass die Kita auch Räume hat. Dort werden die Kinder morgens abgegeben. Um halb neun geht es in den 10 Minuten entfernten Wald.
Mittagessen gibt es wieder in der Kita und dannach gehen dann die müden Kinder schlafen und die Großen gehen wieder raus. Bei extremer Kälte oder Gewitter können die Kinder auch in den Räumen bleiben. Ansonsten sind sie aber im Wald.
Ich weiß nicht, ob Waldkita für alle Kinder das Optimum ist- für unser Kind aber sicher. Sie will einfach IMMER raus.
Aber wir sind schon einfach nach unserer Vorgeschichte ganz schön geschädigt.
Ich bin so unsicher. Ich habe Probleme damit der Kitaleitung zu vertrauen, ich bin mir unsicher, die richtige Entscheidung zu treffen. Ich will auf keinen Fall dem Kind einen weiteren Wechsel zumuten. Die nächste Kita muss dann bleiben! Und wir müssen diese Entscheidung natürlich nach 60 Minuten reinschnuppern treffen. Aber- dieses Gefühl werden ich ja bei allen Kitas haben. Nach unserer Kitaerfahrung ja auch irgendwie klar.
Dieser Waldkindergarten ist keine Elternini (und das finde ich so lalala......aber wenn ich genauer darüber nachdenke, dann finde ich es durchaus famos und erholsam).
Und nachdem wir uns nun entschieden haben und zugesagt haben, stellt sich jeden Tag ein sichereres und besseres Gefühl ein und ich glaube es wird gut.
Also, wie sind Eure Kleidungstipps? Ist jemand Waldkitaerfahren und kann uns ein paar Wichtigkeiten zum Einstieg sagen?
P.S. Ich weiß schon.....die bekloppten Berliner. Ziehen sie Mitten in die laute, volle stinkende Stadt mit ihren Kindern und wollen dann das Kind jeden Morgen in den Wald fahren.......ja, echt bekloppt.
Wenn alles soweit läuft wie geplant und nicht irgendwas Unvorhersehbares dazwischen kommt, wird das Kind, die bester Freundin und der kleine Bruder auf Zeit ab August wieder gemeinsam in eine Kita gehen. Und zwar in diesen integrierten Waldkindergarten. Da kommen gerade viele Kinder in die Schule und sie wollen die Gruppe mit möglichst wenig Kleinen auffüllen. Da kommt unser Grüppchen gerade recht. Puuuh. Was ein Glück.
35 Minuten dauert es von Tür zur Tür mit den Öffentlichen (und das ist natürlich super, wenn man bedenkt, dass wir Mitten in der Stadt wohnen). Integriert bedeutet in diesem Fall, dass die Kita auch Räume hat. Dort werden die Kinder morgens abgegeben. Um halb neun geht es in den 10 Minuten entfernten Wald.
Mittagessen gibt es wieder in der Kita und dannach gehen dann die müden Kinder schlafen und die Großen gehen wieder raus. Bei extremer Kälte oder Gewitter können die Kinder auch in den Räumen bleiben. Ansonsten sind sie aber im Wald.
Ich weiß nicht, ob Waldkita für alle Kinder das Optimum ist- für unser Kind aber sicher. Sie will einfach IMMER raus.
Aber wir sind schon einfach nach unserer Vorgeschichte ganz schön geschädigt.
Ich bin so unsicher. Ich habe Probleme damit der Kitaleitung zu vertrauen, ich bin mir unsicher, die richtige Entscheidung zu treffen. Ich will auf keinen Fall dem Kind einen weiteren Wechsel zumuten. Die nächste Kita muss dann bleiben! Und wir müssen diese Entscheidung natürlich nach 60 Minuten reinschnuppern treffen. Aber- dieses Gefühl werden ich ja bei allen Kitas haben. Nach unserer Kitaerfahrung ja auch irgendwie klar.
Dieser Waldkindergarten ist keine Elternini (und das finde ich so lalala......aber wenn ich genauer darüber nachdenke, dann finde ich es durchaus famos und erholsam).
Und nachdem wir uns nun entschieden haben und zugesagt haben, stellt sich jeden Tag ein sichereres und besseres Gefühl ein und ich glaube es wird gut.
Also, wie sind Eure Kleidungstipps? Ist jemand Waldkitaerfahren und kann uns ein paar Wichtigkeiten zum Einstieg sagen?
P.S. Ich weiß schon.....die bekloppten Berliner. Ziehen sie Mitten in die laute, volle stinkende Stadt mit ihren Kindern und wollen dann das Kind jeden Morgen in den Wald fahren.......ja, echt bekloppt.
Montag, 7. Mai 2012
Helga und die wilden Stühle.....äh die bunte Stühle
Kennt ihr Helga und die wilden Stühle?
"Helga war ein kleiner Küchenstuhl. Sie lebte mit ihren Brüdern in einer alten gemütlichen Küche. Sie hatten es im Leben zu etwas gebracht. Der erste war Zahnarztstuhl, der andere hatte sich mit Freunden zusammengetan und arbeitetet als Stapelstuhl und der dritte war sogar ein Lehrstuhl. Helga beeindruckte das überhaupt nicht. Wie alle kleinen Stühle träumte sie davon, später einmal Schleudersitz zu werden oder ein Raketenstuhl im Weltraum."
Ich habe Helga in einem Buch kennengelernt, welches die Oma dem Kind geschenkt hat. Ein super nettes Buch. Es ist eine sehr ausgesuchte Sammlung von Vorleseklassikern. Klein in einer großen Welt heißt es. Und ich finde viele Geschichte wirklich wirklich besonders schön.
"Du groß und ich klein" von Gregoire Solotareff, "Das kleine große Mädchen" von Uri Orlev, "Katz und Maus" von Margaret Mahy oder "Die Schildkröte hat Geburtstag" von Elizabeth Shaw.
Aber hier erstmal einige Kumpels von Helga. Unsere "neuen" Wildstühle.
So ein Stuhlsitzpolster zu beziehen dauert 5 Minuten.
Einen ollen Stuhl rosa zu streichen dauert 15 Minuten (selbstverständlich blutet da R.s Schreinerherz, wenn ich den Stuhl vorher weder wasche, noch abschleife und auch nur einmal dick Lack drüberpinsle....aber meine Konzentrationsspanne bei kreativem Handwerk reicht immer höchstens 60 Minuten.....und ich finde der Stuhl ist prima geworden.)
Da lacht mein Herz!
Samstag, 5. Mai 2012
Barfußpfad liegt genau im derzeitigen Interessengebiet....
Mit dem Barfußpfad in Bad Sobernheim haben meine Mutter und ich genau ins Schwarze getroffen, was die derzeitigen Interessen des Kindes angeht.
Barfuß sein....ungefähr das Wichtigste was es so gibt....dicht gefolgt von nackig sein. Klettern, rennen, Wasserspiele, Pusteblumen, Sonnenschein und Infotafeln- alles Dinge die das Kind liebt.
Schade, dass es sowas in Berlin nicht gibt. Wir hätten sicher eine Jahreskarte.....
Sowieso ist das Kind eine gute und ausdauernde Läuferin. Wir haben ja einen Hund, also sind Spaziergänge hier mehrmals am Tag dran und auch immer sehr beliebt. Ich denke es ist ein Verdienst von R., dass sie so gerne draussen ist. Weltentdecken, sich Zeit nehmen für Kleinigkeiten, Kreide oder Seifenblasen in der Tasche, Parcouring in der Stadt, so sind die Spaziergänge der Beiden.
Ich bin viel ungeduldiger, ängstlicher....so insgesamt.
Jedenfalls waren die 3,5km Barfußpfad ein Klacks und wir hätten ihn sicher gleich nochmal umrunden können.
Stattdessen sind wir nach Bad Sobernheim rein gefahren und haben ein dickes Biene Maja Eis gegessen und dann hat das Kind noch auf dem Marktplatz im Brunnen gespielt.....(Barfuß versteht sich).
Auf dem letzten Bild zeigt sie uns übrigens wie lange sie noch dableiben will......15 Minuten nämlich ;-).
Gestern haben das Kind und ich hier übrigens fleißig Stühle gestrichen und Polster frisch aufgezogen.....das zeig ich Euch dann morgen.
Barfuß sein....ungefähr das Wichtigste was es so gibt....dicht gefolgt von nackig sein. Klettern, rennen, Wasserspiele, Pusteblumen, Sonnenschein und Infotafeln- alles Dinge die das Kind liebt.
Schade, dass es sowas in Berlin nicht gibt. Wir hätten sicher eine Jahreskarte.....
Sowieso ist das Kind eine gute und ausdauernde Läuferin. Wir haben ja einen Hund, also sind Spaziergänge hier mehrmals am Tag dran und auch immer sehr beliebt. Ich denke es ist ein Verdienst von R., dass sie so gerne draussen ist. Weltentdecken, sich Zeit nehmen für Kleinigkeiten, Kreide oder Seifenblasen in der Tasche, Parcouring in der Stadt, so sind die Spaziergänge der Beiden.
Ich bin viel ungeduldiger, ängstlicher....so insgesamt.
Jedenfalls waren die 3,5km Barfußpfad ein Klacks und wir hätten ihn sicher gleich nochmal umrunden können.
Stattdessen sind wir nach Bad Sobernheim rein gefahren und haben ein dickes Biene Maja Eis gegessen und dann hat das Kind noch auf dem Marktplatz im Brunnen gespielt.....(Barfuß versteht sich).
Auf dem letzten Bild zeigt sie uns übrigens wie lange sie noch dableiben will......15 Minuten nämlich ;-).
Gestern haben das Kind und ich hier übrigens fleißig Stühle gestrichen und Polster frisch aufgezogen.....das zeig ich Euch dann morgen.
Donnerstag, 3. Mai 2012
Freie Tage
Kind und ich waren für einige Tage bei meinen Eltern. Das war total schön. Ich will echt irgendwann mal raus aus dieser stinkenden und vollen Berlinstadt. Das Kind ist nacktfüssig über jede Wiese gerannt, die uns in die Quere gekommen ist.
Seit gestern sind wir wieder zu Hause. Auch schön....aber irgendwie ist mir die Stadt gerade echt über.
Seit gestern sind wir wieder zu Hause. Auch schön....aber irgendwie ist mir die Stadt gerade echt über.
Dienstag, 24. April 2012
Experimentierwerkstatt: Zucker färben und Haare schneiden
Aus Lebensmittelfarben (zum Beispiel Eierfarben) lassen sich wirklich spannende Dinge machen. Lieblingsbeschäftigung der letzten Tage war das Einfärben von Zuckerwürfeln. Da sitzt das Kind eine Stunde am Küchentisch und färbt den ein oder anderen Würfel ein. Schaut zu wie die Farben sich vermischen, wie der Würfel die Flüssigkeit aufsaugt und sich dann nach und nach auflöst. Total meditativ.
Da wir schon dabei waren, haben wir auch noch einige Nudeln eingefärbt um sie dann aufzufädeln.
Hier übrigens das Kind mit dem kleinen Bruder auf Zeit (der gar nicht mehr so klein ist) beim Fachsimpeln über die neuen Playmobilmännchen.
Zu sehen: der neue Haarschnitt.
Behauptete sie noch einige Minuten vorher, dass die Haare lang bis zum Boden wachsen sollten, schnitt sie sich im nächsten Augenblick schon eine fesche Kurzhaarfrisur. R. und ich standen leicht panisch daneben und versicherten ihr, dass die Haare dann wirklich kurz sind und es ziemlich lang dauert, bis sie wieder lang werden....."Ja, das weiß ich. Ich will sie kurz!" sprach das Kind und schnitt beherzt zu.
Abends kam dann die Maskenbildnertante vorbei und begradigte hier und dort und nun ist das Kind stolz wie Bolle und trägt erhobenen Hauptes eine schicke Kurzhaarfrisur.
Edit:
wir haben heute mal den Betreuungsplatz in unserer von-nun-an Ex-Kita gekündigt. Ich bin traurig und erleichtert zugleich. Es ist also vorbei. Jetzt muss es nur noch im Gehirn ankommen und dann im Herzen.
Tempelhofer Feld
wohnt man Mitten in Berlin, dann ist das Tempelhoferfeld wie ein Urlaub für die Augen. Weit schauen, kein Autolärm, viel Platz zum rennen und ein Wind wie am Meer.
Montag, 23. April 2012
Kindermuseum
Wir sind im Kletterregal rumgeirrt, haben gebastelt, im Bett gelegen und Bücher gelesen, wir haben Seifen abgewogen und Kücken beim Schlüpfen angesehen.
Dann totmüde nach Hause gefahren.....
Sonntag, 15. April 2012
Arbeitszeugnis
sagt mal.....wenn man (also ich) in unserem Familienbetrieb gearbeitet hat....stellt dann die eigene Mutter einem ein Arbeitszeugnis aus?
Freitag, 13. April 2012
Fledermaus City
Immer wenn das Kind einer Aussage eine gewichtige Meinung verleihen will sagt es, dass sie nachts als Fledermaus auf einen Baum geflogen ist und es dort in ihrer Fledermauszeitung gelesen hat.
Zum Beispiel steht in der Zeitung, dass Süßigkeiten gesund sind und dass man keine Jacke anzuziehen braucht und andere wissenschaftliche Erkenntnisse.
Heute unterhalten uns R. und ich darüber, dass wir mehr Geld brauchen......
Kind: Das ist kein Problem. Auf meinem Feldermausbaum habe ich ein Konto und auf dem Konto sind viele Tausend Euro.
Also auf nach Fledermaus City!
Zum Beispiel steht in der Zeitung, dass Süßigkeiten gesund sind und dass man keine Jacke anzuziehen braucht und andere wissenschaftliche Erkenntnisse.
Heute unterhalten uns R. und ich darüber, dass wir mehr Geld brauchen......
Kind: Das ist kein Problem. Auf meinem Feldermausbaum habe ich ein Konto und auf dem Konto sind viele Tausend Euro.
Also auf nach Fledermaus City!
Donnerstag, 12. April 2012
Aus dem Nebenzimmer.
Kind hat Besuch vom kleinen Bruder auf Zeit. Sie spielen Bauarbeiter.
Er "Ich bin Bauarbeiter und du bist Bauarbeiter"
Sie "Nein, ich bin kein Bauarbeiter.....ich bin eine BauarbeiterIN"
Und ansonsten waren R. und ich gestern mal aus. Endlich mal wieder.
Lange geplant (....wir wollen tanzen gehen.....) und dann, dann hatte ich einen Scheißtag und Migräne, das Kind hat ewig gebraucht zum Einschlafen (und lässt sich gerade nur durch R. und mich ins Bett bringen).....wir sind dann um halb elf total müde und lustlos im Kino um die Ecke gelandet.
Und haben Karten für den Film gekauft, der um diese Uhrzeit noch lief "BARBARA".
Ein super guter und sehr empfehlenswerter Film.
Auf jeden Fall hätte man im Anschluss noch in eine Kneipe gehen können um über den Film zu reden und Alkohol zu trinken.....aber dafür waren wir dann zu müde. Das mit dem Ausgehen im hohen Altern von Anfang Dreißig, das üben wir dann nochmal.
Nächste Woche hat R. Geburtstag.....vielleicht eine neue Chance.
P.S. zwei Stunden später
er "ich bin ein Ritter"
sie "und ich bin eine Ritterin"
er *überlegt* "mhm, ich bin nur ein Ritter"
Kind hat Besuch vom kleinen Bruder auf Zeit. Sie spielen Bauarbeiter.
Er "Ich bin Bauarbeiter und du bist Bauarbeiter"
Sie "Nein, ich bin kein Bauarbeiter.....ich bin eine BauarbeiterIN"
Und ansonsten waren R. und ich gestern mal aus. Endlich mal wieder.
Lange geplant (....wir wollen tanzen gehen.....) und dann, dann hatte ich einen Scheißtag und Migräne, das Kind hat ewig gebraucht zum Einschlafen (und lässt sich gerade nur durch R. und mich ins Bett bringen).....wir sind dann um halb elf total müde und lustlos im Kino um die Ecke gelandet.
Und haben Karten für den Film gekauft, der um diese Uhrzeit noch lief "BARBARA".
Ein super guter und sehr empfehlenswerter Film.
Auf jeden Fall hätte man im Anschluss noch in eine Kneipe gehen können um über den Film zu reden und Alkohol zu trinken.....aber dafür waren wir dann zu müde. Das mit dem Ausgehen im hohen Altern von Anfang Dreißig, das üben wir dann nochmal.
Nächste Woche hat R. Geburtstag.....vielleicht eine neue Chance.
P.S. zwei Stunden später
er "ich bin ein Ritter"
sie "und ich bin eine Ritterin"
er *überlegt* "mhm, ich bin nur ein Ritter"
Freitag, 6. April 2012
Dienstag, 3. April 2012
Heute haben wir uns eine Kita angesehen. Ein bekannter größerer Träger, der einen sehr guten Ruf hat in Berlin.
Noch vor einem Jahr hätte ich alles völlig absurd gefunden.
Zum Beispiel, dass man sich da mit der Leiterin unterhält, aber die Erzieherinnen nicht kennenlernt.......oder dass in der Kita insgesamt über 100 Kinder betreut werden......oder dass es eine große Gruppe von 40 Kindern gibt, für die nur 4 Erzieherinnen zuständig sind. Das alles hätte uns vor einem Jahr milde Lächeln lassen.
Und heute....ja, der Eindruck ist gut. Die Räume sind hübsch, hell, es gibt tolles Spielzeug für Freispiel, Montessorimaterial habe ich gesehen, es gibt einen großen Garten in den die Kinder immer dürfen, einen Bewegungsraum, ein Kunstatelier.....die 4 Erzieherinnen sehen auf dem Foto nett aus. Sie haben keine glänzenden langen Fingernägel...oder solche auffälligen Dinge.....alles ist transparent, hat alles Hand und Fuß was uns erzählt wurde. Madita war ganz begeistert.
Ich habe ein echt gutes Gefühl. Leich wehmütig, denn sicher kann man morgens nicht einfach bleiben und ein bisschen mitspielen, das Kind wird wahrscheinlich nicht alle Eltern der anderen Kinder mit Vornamen kennen und mit einer Umarmung begrüßen, man wird wohl nicht auf Elternabenden darüber stundenlang diskutieren was genau die Kinder zum Frühstück bekommen (wobei.....das vermisse ich nicht....schätzungsweise), es gibt bestimmt viele Regeln, usw. ABER, diese Kita wird in einem Jahr noch da sein, die Erzieherinnen können sich auf die Kinder konzentrieren und müssen nicht 1000 Sachen nebenei machen, es wird Material gekauft werden, es gibt Kontrolle und Transparenz, es kann nicht einfach jeder in die Kita reinspazieren, ich muss nicht das Mittagessen kochen und vorbeibringen, es wird nicht heute beschlossen, dass nächste Woche 4 Tage zu sein wird, usw. Ich finde immer noch, dass es pädagogisch sinnvoll ist, wenn die Eltern am Kitaalltag aktiv teilnehmen, ich finde es ist schön, wenn die Gruppe klein ist, ich finde familiär auch gut, aber das Kind wird noch 2 Jahre in die Kita gehen, bevor sie in die Schule kommt. Ich will einfach, dass sie jetzt einen Platz hat, wo sie bleiben kann, wo sie Freundschaften schließen kann, keine Experimente mehr an ihr......noch ist nichts entschieden....aber auf jeden Fall war das ein ganz guter Tag für uns.
Noch vor einem Jahr hätte ich alles völlig absurd gefunden.
Zum Beispiel, dass man sich da mit der Leiterin unterhält, aber die Erzieherinnen nicht kennenlernt.......oder dass in der Kita insgesamt über 100 Kinder betreut werden......oder dass es eine große Gruppe von 40 Kindern gibt, für die nur 4 Erzieherinnen zuständig sind. Das alles hätte uns vor einem Jahr milde Lächeln lassen.
Und heute....ja, der Eindruck ist gut. Die Räume sind hübsch, hell, es gibt tolles Spielzeug für Freispiel, Montessorimaterial habe ich gesehen, es gibt einen großen Garten in den die Kinder immer dürfen, einen Bewegungsraum, ein Kunstatelier.....die 4 Erzieherinnen sehen auf dem Foto nett aus. Sie haben keine glänzenden langen Fingernägel...oder solche auffälligen Dinge.....alles ist transparent, hat alles Hand und Fuß was uns erzählt wurde. Madita war ganz begeistert.
Ich habe ein echt gutes Gefühl. Leich wehmütig, denn sicher kann man morgens nicht einfach bleiben und ein bisschen mitspielen, das Kind wird wahrscheinlich nicht alle Eltern der anderen Kinder mit Vornamen kennen und mit einer Umarmung begrüßen, man wird wohl nicht auf Elternabenden darüber stundenlang diskutieren was genau die Kinder zum Frühstück bekommen (wobei.....das vermisse ich nicht....schätzungsweise), es gibt bestimmt viele Regeln, usw. ABER, diese Kita wird in einem Jahr noch da sein, die Erzieherinnen können sich auf die Kinder konzentrieren und müssen nicht 1000 Sachen nebenei machen, es wird Material gekauft werden, es gibt Kontrolle und Transparenz, es kann nicht einfach jeder in die Kita reinspazieren, ich muss nicht das Mittagessen kochen und vorbeibringen, es wird nicht heute beschlossen, dass nächste Woche 4 Tage zu sein wird, usw. Ich finde immer noch, dass es pädagogisch sinnvoll ist, wenn die Eltern am Kitaalltag aktiv teilnehmen, ich finde es ist schön, wenn die Gruppe klein ist, ich finde familiär auch gut, aber das Kind wird noch 2 Jahre in die Kita gehen, bevor sie in die Schule kommt. Ich will einfach, dass sie jetzt einen Platz hat, wo sie bleiben kann, wo sie Freundschaften schließen kann, keine Experimente mehr an ihr......noch ist nichts entschieden....aber auf jeden Fall war das ein ganz guter Tag für uns.
Sonntag, 1. April 2012
ein Schritt vorwärts, zwei zurück. Schon um 20Uhr ins Bett gehen um die Gedankenschleifen und das Rumheulen zu umgehen. Ich weine nicht um einen Kita- oder Arbeitsplatz....ich weine, weil es ungerecht ist. Und Ungerechtigkeit liegt wie ein Stein im Magen.
Meine Eltern sagen, dass ich nun wohl erwachsen werde....räusper mit 32......ist vielleicht so. Ist scheiße.
Kita kann mich mal.
Einzelen Eltern leider auch.....fast noch schmerzhafter.
Wir suchen jetzt eine Kita. (Lieber Anonymkommentator....Danke für den Tipp....wir haben uns beworben) Alle meine "Elterniniüberzeugungen" haben sich sogut wie in Luft aufgelöst.
Ich will einfach nur, dass es ein Platz ist, an dem wir unser Kind einfach die nächsten 2 Jahre lassen können. Keinen Wechsel mehr, keine Experimente.
Um Mitternacht vor dem Computer erscheint es mir völlig sinnvoll, Madita in einer Waldkita anzumelden, die über eine Stunde weit weg ist und nur bis 13 Uhr auf hat.......Waldkita wäre wirklich genau das Richtige für sie.....leider wohnen wir Mitten in der Stadt......blöd.
Wenigstens scheint die Sonne....ich geh mal auf den Flohmarkt.
Meine Eltern sagen, dass ich nun wohl erwachsen werde....räusper mit 32......ist vielleicht so. Ist scheiße.
Kita kann mich mal.
Einzelen Eltern leider auch.....fast noch schmerzhafter.
Wir suchen jetzt eine Kita. (Lieber Anonymkommentator....Danke für den Tipp....wir haben uns beworben) Alle meine "Elterniniüberzeugungen" haben sich sogut wie in Luft aufgelöst.
Ich will einfach nur, dass es ein Platz ist, an dem wir unser Kind einfach die nächsten 2 Jahre lassen können. Keinen Wechsel mehr, keine Experimente.
Um Mitternacht vor dem Computer erscheint es mir völlig sinnvoll, Madita in einer Waldkita anzumelden, die über eine Stunde weit weg ist und nur bis 13 Uhr auf hat.......Waldkita wäre wirklich genau das Richtige für sie.....leider wohnen wir Mitten in der Stadt......blöd.
Wenigstens scheint die Sonne....ich geh mal auf den Flohmarkt.
Dienstag, 27. März 2012
Samstag, 17. März 2012
wir sind fertig.
Wir haben den Kinderladen noch nicht richtig aufgegeben, aber im Moment kümmern sich die Behörden um den Laden (und die sind glücklicherweise sehr geschockt und wir haben oberste Priorität und es kommen weiterhin immer wieder mehr Dinge raus, die falsch laufen).
Aber R. und ich sind ausgebrannt, super gestresst, der Körper rebelliert.
R. ist krankgeschrieben, seit er vor einigen Tagen heulend heim kam und kämpft hier zu Hause darum, das dumpfe Gefühl mal wieder loszuwerden und den Kopf klar zu bekommen. Im Moment noch ohne Erfolg.
Ich erwische mich ständig dabei, die Zähne so fest zusammen zu beißen, dass mein Kiefer wehtut. Schlafen geht schlecht, Haut ist schlecht, Kopf ist schwer.
Wie ist das passiert? Ich versteh es gar nicht. Wie konnte uns sowas passieren? Wie konnten wir einem Scheiß Kinderladen so eine Wichtigkeit geben, dass wir nun beide gar nicht wissen, wohin mit dem ganzen Körperstress?
R. ist also aus der Betreuung erstmal raus. Die Kinder werden von einer Honorarkraft betreut und zwei Müttern. Es ist scheiße. R. ist auf jeden Fall derjenige, den die Kinder kennen und dem sie vertrauen. Jetzt verschwindet er auf einmal von einen auf den anderen Tag. Der kindachtende und umsichtige Umgang von R. wird durch eine, vielleicht ganz nette, aber auf jedenfall typisch Erzieherinnenmäßige Realität/Normalität ersetzt. Es ist gemein. Die Arbeit mit den Kindern fand er immer toll und es hat ihn überhaupt nicht angestrengt. Die ganzen Erwachsenen sind das Problem.
Wird Madita in den nächsten Tagen in die Kita gehen? Keine Ahnung?
Was machen wir, wenn die Behörden sich irgendwie mit unserem Träger einig werden? Wie finden wir einen netten Kitaplatz ab Sommer?
Der Kopf rauscht. Ich war glaube ich noch nie in meinem Leben so hilflos gestresst. Und ich versteh einfach nicht, wie das passieren konnte....warum es so auswegslos wurde......wieso wir da nicht rauskommen......?
ABER
Trostspendenderweise ist der Frühling da. 20 Grad sind es und wir fahren morgen in den Garten. Ich werde auf einer Wiese rumliegen und ein Buch lesen und aufpassen, dass ich die Zähne nicht so fest aufeinanderbeiße.
Und auch noch wirklich zerstreuend ist Madita, die vor einigen Tagen beschlossen hat, dass sie Michel aus Lönneberga ist. Alle Prinzessinenkleider sind gerade völlig unaktuell. Mit einer zu kurzen, geringelten Leggins, einer Mütze und einem Matrosenpulli läuft sie also nun als Michel durch Berlin und ist einfach, wie immer, eine coole Socke.
Wir haben den Kinderladen noch nicht richtig aufgegeben, aber im Moment kümmern sich die Behörden um den Laden (und die sind glücklicherweise sehr geschockt und wir haben oberste Priorität und es kommen weiterhin immer wieder mehr Dinge raus, die falsch laufen).
Aber R. und ich sind ausgebrannt, super gestresst, der Körper rebelliert.
R. ist krankgeschrieben, seit er vor einigen Tagen heulend heim kam und kämpft hier zu Hause darum, das dumpfe Gefühl mal wieder loszuwerden und den Kopf klar zu bekommen. Im Moment noch ohne Erfolg.
Ich erwische mich ständig dabei, die Zähne so fest zusammen zu beißen, dass mein Kiefer wehtut. Schlafen geht schlecht, Haut ist schlecht, Kopf ist schwer.
Wie ist das passiert? Ich versteh es gar nicht. Wie konnte uns sowas passieren? Wie konnten wir einem Scheiß Kinderladen so eine Wichtigkeit geben, dass wir nun beide gar nicht wissen, wohin mit dem ganzen Körperstress?
R. ist also aus der Betreuung erstmal raus. Die Kinder werden von einer Honorarkraft betreut und zwei Müttern. Es ist scheiße. R. ist auf jeden Fall derjenige, den die Kinder kennen und dem sie vertrauen. Jetzt verschwindet er auf einmal von einen auf den anderen Tag. Der kindachtende und umsichtige Umgang von R. wird durch eine, vielleicht ganz nette, aber auf jedenfall typisch Erzieherinnenmäßige Realität/Normalität ersetzt. Es ist gemein. Die Arbeit mit den Kindern fand er immer toll und es hat ihn überhaupt nicht angestrengt. Die ganzen Erwachsenen sind das Problem.
Wird Madita in den nächsten Tagen in die Kita gehen? Keine Ahnung?
Was machen wir, wenn die Behörden sich irgendwie mit unserem Träger einig werden? Wie finden wir einen netten Kitaplatz ab Sommer?
Der Kopf rauscht. Ich war glaube ich noch nie in meinem Leben so hilflos gestresst. Und ich versteh einfach nicht, wie das passieren konnte....warum es so auswegslos wurde......wieso wir da nicht rauskommen......?
ABER
Trostspendenderweise ist der Frühling da. 20 Grad sind es und wir fahren morgen in den Garten. Ich werde auf einer Wiese rumliegen und ein Buch lesen und aufpassen, dass ich die Zähne nicht so fest aufeinanderbeiße.
Und auch noch wirklich zerstreuend ist Madita, die vor einigen Tagen beschlossen hat, dass sie Michel aus Lönneberga ist. Alle Prinzessinenkleider sind gerade völlig unaktuell. Mit einer zu kurzen, geringelten Leggins, einer Mütze und einem Matrosenpulli läuft sie also nun als Michel durch Berlin und ist einfach, wie immer, eine coole Socke.
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