Montag, 13. Juni 2011
Die Buddelbieber
So, wieder mal zu Hause angekommen. Geduscht, Emails gelesen, auf dem Sofa rumgelegen und gleich geht es in das 2x2m Bett. Ist auch schön....aber ich würde wirklich lieber auf dem Land wohnen. Oder so im Speckgürtel....da ist es doch noch schöner. Da hat man alles. Die große Stadt ist nur einen Steinwurf weit weg, aber die Ruhe, der Platz und der Sternenhimmel sind wirklich toll.
Wieder mal haben wir das lange WE im Garten verbracht. Dieses mal haben zum ersten mal Freunde mit uns dort übernachtet. Wir haben Stockbrot gemacht, das Kind ist in R.s Arm am Lagerfeuer eingepennt. Perfekt.
Lecker gegessen, in der Hängematte gelernt, alles rosa lackiert, Wein getrunken, Brunnen aktiviert und 600L Wasser per Hand gepumpt (das soll man am Anfang so machen....wir wussten gar nicht so recht wohin mit dem kostbaren Zeug), lang geschlafen, Dorfleben genossen, Schnecken beoachtet, Balancierast gebaut, Hochbeet gepflegt, zweite Wassertonne aufgebaut, mit den Nachbarn gequatscht, nette Gespräche geführt, gekuschelt, Prinzessinen und Buddelbiebern beim Spielen zugeschaut...super war's.
Freitag, 10. Juni 2011
ein Spatz
zu Studizeiten habe ich viel im Ausland gejobbt. Für eine Firma, die kulturell hochwertigere Familienurlaube anbot war ich wochenlang in Dänemark, Frankreich und Italien. Das war meistens sehr nett. Die Arbeit war schön, ich verbrachte den Sommer an netten Orten und nebenbei verdiente ich Geld.
Damals war die Firma klein und familiär und so durfte man sich auch von Freunden besuchen lassen.
So kam es jedenfalls dass ich mal nachts um drei Uhr mit einer Freundin, die ich gerade vom Flughafen abgeholt hatte auf einer Landstraße zwischen Arezzo und Perugia eine angefahrene Katze fand.
Und weil einem als Tierfreundin nichts anderes übrig bleibt, hielt ich also an und wir packten die Katze ins Auto. Das heißt, meine Freundin übernahm das Steuer und ich setzte mich mit der Katze auf den Schoß auf den Beifahrersitz und ließ mich vollbluten.
Der Plan war zum Haus zu fahren und dort einen Tierarzt im Telefonbuch ausfindig zu machen.
Die Katze fühlte sich warm an, bewegte sich aber nicht. Als wir nach ner Stunde Fahrt am Haus ankamen und die Arme mal bei Licht genauer anschauten, war klar, dass sie wohl nicht mehr lebt...wahrscheinlich schon gleich beim Unfall gestorben ist. So haben wir also eine tote Katze über 100km durch Italien gefahren.
2Jahre später fand eine Familie eine kleine Babykatze am Strand von Falster. Irgendwie wurde sie mir angedreht. (Dabei bin ich ja eigentlich eher ein Hundemensch. Aber diese Babykatze fand ich schon auch ziemlich cool.) Sie lebte dann die Saison lang bei uns und dann nahm ich sie in einem selbstgebauten Katzenkorb mit nach Deutschland, wo sie von Freunden aufgenommen worden ist.
Es gibt auch noch 1-2 Hundegeschichten....ich will nicht langweilen.....
Es ist so. Ich hasse es in solche Situationen zu kommen, weil ich dann so willenlos bin.
Heute also mal wieder. Ich habe einen super Lerntag vor mir. Mal den ganzen Tag durchbüffeln- sehr gut. Frisch geduscht und hochmotiviert trete ich aus der Haustier, da liegt ein Babyspatz vor mir. Auf dem Rücken. Gar nicht mehr soooo klein- in vollem Federkleid.
So Mitten in der Parkplatzeinfahrt kann er ja nicht liegenbleiben. Also trage ich ihn bis zur Baumscheibe (die sind hier so 25qm groß und begrünt) und warte auf seine Eltern. Nach einer Stunde rufe ich eine Freundin an, die Tierärztin ist. Die saht, dass es Ästlinge sind. Kleine Spatzen die nicht mehr im Nest wohnen, aber von den Eltern gefüttert werden.
Aber weil ich ihn in so einer komischen Position aufgefunden habe und er auch keinen Ton von sich gibt (und die fütternden Eltern finden zu ihren Kindern aufgrund des Rumgepiepses) soll ich ihn mitnehmen. Oh nööö.
Gut, mitgenommen. Erste Hilfe Maßnahme: Wasser mit Traubenzucker und Rührei. (Davon aber allerhöchstens 3 Portionen- also vielleicht so ein Löffelchen voll- ab dann gibt es Verdauungsprobleme).
Er atmet, wird Zwangsernährt, er schläft, wir kaufen lebendige Heimchen und füttern ihn damit.
Ich lese im Netz- dass es ein Fulltimejob ist, dass seine Eltern nach 24Std. aufhören ihn zu suchen.
Der Plan- wir peppeln in auf, sobald er einen Ton von sich gibt, setzen wir ihn wieder raus und warten auf die Eltern.
Er isst, kackt, trinkt, schläft und nach 6 Stunden fängt er an sich mehr zu bewegen und zu schreien. Juhu!
Wir bringen ihn runter. Vom Balkon aus beobachten wir ihn. Nach einer halben Stunde kommen Spatzeneltern und übernehmen die Sache. Juhu! Ich weiß nicht so genau....vielleicht hätte er sich auch von alleine erholt....vielleicht auch nicht. Jedenfalls muss ich heute Nacht nicht jede Stunde aufstehen um einem Spatz kleine schnelle eklige Heimchen mit einer Pinzette in den Rachen zu füllen. Ich bin sehr froh!
Hoffentlich finde ich nicht sobald wieder ein Tier.
(Aber gleich gehe ich runter und schenke ca. 500 Heimchen das Leben, die ich heute morgen für 1,99€ im Zoofachhandel gekauft habe. Man, heute war ich aber echt fleißig.)
Damals war die Firma klein und familiär und so durfte man sich auch von Freunden besuchen lassen.
So kam es jedenfalls dass ich mal nachts um drei Uhr mit einer Freundin, die ich gerade vom Flughafen abgeholt hatte auf einer Landstraße zwischen Arezzo und Perugia eine angefahrene Katze fand.
Und weil einem als Tierfreundin nichts anderes übrig bleibt, hielt ich also an und wir packten die Katze ins Auto. Das heißt, meine Freundin übernahm das Steuer und ich setzte mich mit der Katze auf den Schoß auf den Beifahrersitz und ließ mich vollbluten.
Der Plan war zum Haus zu fahren und dort einen Tierarzt im Telefonbuch ausfindig zu machen.
Die Katze fühlte sich warm an, bewegte sich aber nicht. Als wir nach ner Stunde Fahrt am Haus ankamen und die Arme mal bei Licht genauer anschauten, war klar, dass sie wohl nicht mehr lebt...wahrscheinlich schon gleich beim Unfall gestorben ist. So haben wir also eine tote Katze über 100km durch Italien gefahren.
2Jahre später fand eine Familie eine kleine Babykatze am Strand von Falster. Irgendwie wurde sie mir angedreht. (Dabei bin ich ja eigentlich eher ein Hundemensch. Aber diese Babykatze fand ich schon auch ziemlich cool.) Sie lebte dann die Saison lang bei uns und dann nahm ich sie in einem selbstgebauten Katzenkorb mit nach Deutschland, wo sie von Freunden aufgenommen worden ist.
Es gibt auch noch 1-2 Hundegeschichten....ich will nicht langweilen.....
Es ist so. Ich hasse es in solche Situationen zu kommen, weil ich dann so willenlos bin.
Heute also mal wieder. Ich habe einen super Lerntag vor mir. Mal den ganzen Tag durchbüffeln- sehr gut. Frisch geduscht und hochmotiviert trete ich aus der Haustier, da liegt ein Babyspatz vor mir. Auf dem Rücken. Gar nicht mehr soooo klein- in vollem Federkleid.
So Mitten in der Parkplatzeinfahrt kann er ja nicht liegenbleiben. Also trage ich ihn bis zur Baumscheibe (die sind hier so 25qm groß und begrünt) und warte auf seine Eltern. Nach einer Stunde rufe ich eine Freundin an, die Tierärztin ist. Die saht, dass es Ästlinge sind. Kleine Spatzen die nicht mehr im Nest wohnen, aber von den Eltern gefüttert werden.
Aber weil ich ihn in so einer komischen Position aufgefunden habe und er auch keinen Ton von sich gibt (und die fütternden Eltern finden zu ihren Kindern aufgrund des Rumgepiepses) soll ich ihn mitnehmen. Oh nööö.
Gut, mitgenommen. Erste Hilfe Maßnahme: Wasser mit Traubenzucker und Rührei. (Davon aber allerhöchstens 3 Portionen- also vielleicht so ein Löffelchen voll- ab dann gibt es Verdauungsprobleme).
Er atmet, wird Zwangsernährt, er schläft, wir kaufen lebendige Heimchen und füttern ihn damit.
Ich lese im Netz- dass es ein Fulltimejob ist, dass seine Eltern nach 24Std. aufhören ihn zu suchen.
Der Plan- wir peppeln in auf, sobald er einen Ton von sich gibt, setzen wir ihn wieder raus und warten auf die Eltern.
Er isst, kackt, trinkt, schläft und nach 6 Stunden fängt er an sich mehr zu bewegen und zu schreien. Juhu!
Wir bringen ihn runter. Vom Balkon aus beobachten wir ihn. Nach einer halben Stunde kommen Spatzeneltern und übernehmen die Sache. Juhu! Ich weiß nicht so genau....vielleicht hätte er sich auch von alleine erholt....vielleicht auch nicht. Jedenfalls muss ich heute Nacht nicht jede Stunde aufstehen um einem Spatz kleine schnelle eklige Heimchen mit einer Pinzette in den Rachen zu füllen. Ich bin sehr froh!
Hoffentlich finde ich nicht sobald wieder ein Tier.
(Aber gleich gehe ich runter und schenke ca. 500 Heimchen das Leben, die ich heute morgen für 1,99€ im Zoofachhandel gekauft habe. Man, heute war ich aber echt fleißig.)
Mittwoch, 8. Juni 2011
Sommer
Super Gartenwetter ist gerade in und um Berlin. Viel Sonne und immer wieder Gewitter. Ich freue mich am Wochenende die frisch geschlüpften Radieschen und die Rote Beete und die Bohnen und die Kräuter bewundern zu können.
Unser Familientempo ist gerade auf turbo geschaltet und es fühlt sich eigentlich echt gut an.
Ich bin wieder richtig gut drin im Lernen und der 13.07 nährt sich mit großen Schritten.
Und um keine Langeweile aufkommen zu lassen, werden wir ab dem 20.06 unsere neue Wohnung- die sich ja nach nochmaliger kurzer Besichtigung (Mietvertrag ist schon unterschrieben- Mietfrei haben wir bekommen und der reguläre Mietpreis ist auch super- also ist Renovieren schon okay und war auch eingeplant...nur irgendwie waren wir trotzdem leicht geschockt, als wir da nochmal kurz zum Ausmessen rein durften) nun doch als ziemliche Bruchbude entpuppt hat sanieren. (Renovieren ist hier irgendwie nicht das richtige Wort).
Der geplante Umzugstermin am 1.07 hat sich nun als völlig unrealistisch erwiesen und wurde auf den 1.08 verschoben. Das heißt Turbowohnungsaufhübschung und Klausur fallen irgendwie gleichzeitig aus....und dazu kommen noch paar Kinder die von uns betreut werden wollen- und natürlich unser eigenes.
Meine Eltern werden Ende Juni nochmal für eine Woche hier aufschlagen um uns ein bisschen zu unterstützen. R. macht es ja zum Glück sogar ein bisschen Spass und ich bin eigentlich echt entspannt- das wird schon hübsch werden am Ende.



Bis der ganze Superstreß beginnt, verbringen wir wie gehabt alle freien Tage im Garten. (da lässt es sich auch gleich doppelt so gut lernen- so in der Hängematte liegend).
Ich weiß nicht, ob ich es schon geschrieben habe- wir haben ja nun ein Brunnenset zum "Selbermachen" gekauft. (für ca. 350€). Vor einigen Wochen haben wir unsere stärksten Freunde in den Garten geladen um gemeinsam mit Hilfe des überdimensionalen Erdhandbohrer das Loch in den Boden zu bohren.
Das ganze war dann dank feinem Sandboden und einem Grundwasserspiegel der schon bei 4m liegt sehr schnell vorbei (hat knappe 15Minuten gedauert). Uns fehlten damals Teile um mit dem "Brunnen in den Boden rammen" zu beginnen und so blieb die Manneskraft dann ungenutzt.
Letztes WE hat R. dann die Motivation gepackt. Ganz alleine schraubte er mit Bärenkräften 6 Meter Rohre zusammen und rammte sie mit einem viel zu kleinen Hammer in den Boden. Das hat 10 Stunden gedauert insgesamt. Aber er war fest entschlossen. Ich hab ihm ein bisschen geholfen (hae so 3 Minuten gehämmert, dann wurde es mir zu anstrengend).
Ganz zum Schluss muss man einen Gartenschlauch in das Rohr einlassen um den Filter von innen gut durch zu spülen. Da wir ja logischerweise noch keinen Wasseranschluss haben, waren für diesen Schritt unsere netten Nachbarn vorgesehen. Diese haben sich aber dummerweise gerade an diesem Wochenende entschlossen wegzufahren und ihr Pubertist versicherte uns glaubhaft, dass er keinesfalls den Gartenschlauch einfach so über den Zaun werfen kann, weil dieser an ein komplexes Sprenklersystem mit Zeitschaltuhren angeschlossen ist und er befürchtet etwas kaputt zu machen.
Nun liegt also der große Tag des ersten Wasserpumpens noch vor uns.
Ich hoffe, dass Wasserkanister schleppen hat nun bald ein Ende.
Unser Familientempo ist gerade auf turbo geschaltet und es fühlt sich eigentlich echt gut an.
Ich bin wieder richtig gut drin im Lernen und der 13.07 nährt sich mit großen Schritten.
Und um keine Langeweile aufkommen zu lassen, werden wir ab dem 20.06 unsere neue Wohnung- die sich ja nach nochmaliger kurzer Besichtigung (Mietvertrag ist schon unterschrieben- Mietfrei haben wir bekommen und der reguläre Mietpreis ist auch super- also ist Renovieren schon okay und war auch eingeplant...nur irgendwie waren wir trotzdem leicht geschockt, als wir da nochmal kurz zum Ausmessen rein durften) nun doch als ziemliche Bruchbude entpuppt hat sanieren. (Renovieren ist hier irgendwie nicht das richtige Wort).
Der geplante Umzugstermin am 1.07 hat sich nun als völlig unrealistisch erwiesen und wurde auf den 1.08 verschoben. Das heißt Turbowohnungsaufhübschung und Klausur fallen irgendwie gleichzeitig aus....und dazu kommen noch paar Kinder die von uns betreut werden wollen- und natürlich unser eigenes.
Meine Eltern werden Ende Juni nochmal für eine Woche hier aufschlagen um uns ein bisschen zu unterstützen. R. macht es ja zum Glück sogar ein bisschen Spass und ich bin eigentlich echt entspannt- das wird schon hübsch werden am Ende.



Bis der ganze Superstreß beginnt, verbringen wir wie gehabt alle freien Tage im Garten. (da lässt es sich auch gleich doppelt so gut lernen- so in der Hängematte liegend).
Ich weiß nicht, ob ich es schon geschrieben habe- wir haben ja nun ein Brunnenset zum "Selbermachen" gekauft. (für ca. 350€). Vor einigen Wochen haben wir unsere stärksten Freunde in den Garten geladen um gemeinsam mit Hilfe des überdimensionalen Erdhandbohrer das Loch in den Boden zu bohren.
Das ganze war dann dank feinem Sandboden und einem Grundwasserspiegel der schon bei 4m liegt sehr schnell vorbei (hat knappe 15Minuten gedauert). Uns fehlten damals Teile um mit dem "Brunnen in den Boden rammen" zu beginnen und so blieb die Manneskraft dann ungenutzt.
Letztes WE hat R. dann die Motivation gepackt. Ganz alleine schraubte er mit Bärenkräften 6 Meter Rohre zusammen und rammte sie mit einem viel zu kleinen Hammer in den Boden. Das hat 10 Stunden gedauert insgesamt. Aber er war fest entschlossen. Ich hab ihm ein bisschen geholfen (hae so 3 Minuten gehämmert, dann wurde es mir zu anstrengend).
Ganz zum Schluss muss man einen Gartenschlauch in das Rohr einlassen um den Filter von innen gut durch zu spülen. Da wir ja logischerweise noch keinen Wasseranschluss haben, waren für diesen Schritt unsere netten Nachbarn vorgesehen. Diese haben sich aber dummerweise gerade an diesem Wochenende entschlossen wegzufahren und ihr Pubertist versicherte uns glaubhaft, dass er keinesfalls den Gartenschlauch einfach so über den Zaun werfen kann, weil dieser an ein komplexes Sprenklersystem mit Zeitschaltuhren angeschlossen ist und er befürchtet etwas kaputt zu machen.
Nun liegt also der große Tag des ersten Wasserpumpens noch vor uns.
Ich hoffe, dass Wasserkanister schleppen hat nun bald ein Ende.
Dienstag, 24. Mai 2011
Irgendwie läuft alles super aber irgendwie auch nicht.
Die Sonne scheint (meistens) und uns gehts gut. Wir haben endlich eine Wohnung gefunden, wir haben den Garten soweit in Schuß, dass man da gemütliche Wochenenden verbringen kann, wir schmieden Zukunftsberufspläne und ich habe endlich meine zwei letzten Prüfungstermine. Am 13.07 schreibe ich meine NDL Klausur und am 5.09 ist die letzte mündliche Prüfung. Dann bin ich FERTIG!
Aber in der Kita läuft es komisch. Nicht zwischen dem Kind und ihren Erziehern- da ist alles soweit prima (und das ist ja auch das wichtigste)- sondern zwischen den anderen Eltern und uns. Es ist eine Elternini und irgendwie sind wir aus Versehen ziemlich angeeckt. Und das macht Bauchschmerzen. Bald haben wir einen Termin mit dem Vorstand- vielleicht schreibe ich dann Genaueres. Irgendwie so gar nicht meine Rolle.
Wir haben unseren Fotoapparat irgendwie verloren. Es war kein tolles Ding, aber die Knipse mit der wir ALLE Kinderbilder gemacht haben. Blöd. Sie war sehr treu- hat 100mal runterfallen und Tonnen von Sand überlebt und jetzt haben wir sie irgendwo liegenlassen. Deshalb auch erst mal keine Bilder.
Die Sonne scheint (meistens) und uns gehts gut. Wir haben endlich eine Wohnung gefunden, wir haben den Garten soweit in Schuß, dass man da gemütliche Wochenenden verbringen kann, wir schmieden Zukunftsberufspläne und ich habe endlich meine zwei letzten Prüfungstermine. Am 13.07 schreibe ich meine NDL Klausur und am 5.09 ist die letzte mündliche Prüfung. Dann bin ich FERTIG!
Aber in der Kita läuft es komisch. Nicht zwischen dem Kind und ihren Erziehern- da ist alles soweit prima (und das ist ja auch das wichtigste)- sondern zwischen den anderen Eltern und uns. Es ist eine Elternini und irgendwie sind wir aus Versehen ziemlich angeeckt. Und das macht Bauchschmerzen. Bald haben wir einen Termin mit dem Vorstand- vielleicht schreibe ich dann Genaueres. Irgendwie so gar nicht meine Rolle.
Wir haben unseren Fotoapparat irgendwie verloren. Es war kein tolles Ding, aber die Knipse mit der wir ALLE Kinderbilder gemacht haben. Blöd. Sie war sehr treu- hat 100mal runterfallen und Tonnen von Sand überlebt und jetzt haben wir sie irgendwo liegenlassen. Deshalb auch erst mal keine Bilder.
Sonntag, 15. Mai 2011
Wir sind dann mal im Garten...
Wir verbringen jede freie Minute in unserem Garten. Wir sammeln Tannenzapfen, graben Stolperwurzeln aus, Grillen was das Zeug hält, pflegen die kleinen Beete, pflanzen Kürbis auf den Kompost, treffen Freunde, pflanzen Flieder und haben innerhalb 20 Minuten das Loch für den Rammbrunnen gebohrt. Der Boden ist einfach nur reiner Sand. Nach 4Meter waren wir schon am Grundwasser eingetroffen. Beim nächsten mal schlagen wir den Rammfilter ein und befestigen die Pumpe. Und dann wird sich der vertrocknete Rasen aber wundern ;-)
Sonntag, 8. Mai 2011
Einfach mal geschrieben, was mir so einfällt.
Das Kind mag ja Sprache gerne.
"Heute morgen" ist DER Zeitbegriff schlechthin. Den nutzt sie um alle Erzählungen einzuleiten. Das kann gestern, vor einigen Tagen, morgen und vor einem Jahr heißen.
"Bauer, Deine Äpfel sind so sauer" ist gerade ihr liebstes "Sprichwort".
"Neulich heute morgen, war ich noch ein kleines Baby"
Oh- eine Zauberviktument- sagte das Kind ganz beglückt, als sie die Funktion des weißen "Killerstiftes" erkannt hat, mit dem man die Farben der Zauberstifte verändern kann.
Heute morgen habe ich zum Muttertag ein Bild bekommen. Auf dem Bild bin ich. Als Kopffüssler- und ich habe Augen, Pupillen und Augenbrauen.
Gestern waren wir auf einem Kindergeburtstag. Das war wirklich sehr nett. Alle Kinder aus der Kitagruppe waren eingeladen. Wir waren auf einem echt schönen Waldspielplatz, es gab leckeres Essen und viel Platz zum Spielen.
Über eine Situation mussten R. und ich sehr schmunzeln.
"Mama Mama, der J. lässt mich nicht mit in die Höhle."
Mutter: "Ah Quatsch, das hat er bestimmt nicht so gemeint. Geh nochmal hin und sag ihm, die Höhle sei für alle Kinder"
R.s. leises Kommentar dazu: "Genau, das hat er sicher nicht so gemeint- denn alle Kinder sind kleine Kommunisten- nur wir Erwachsenen sind Kapitalisten."
Übrigens habe ich die tollen Tipps zur Gestaltung unseres Gartenhäuschens nicht vergessen oder unterschlagen.
Die Entscheidung ist einfach noch nicht gefallen.
Im Moment ist alles einfach weiß gestrichen. Vier Erwachsene dürfen bei den Innengestaltung mitreden- und zwei Kinder haben auch Vetorecht. Ich befürchte es bleibt bei weiß.
Ich habe eine Antwort von der Ki.ka Frau bekommen. Meine Mail hat sie weitergeleitet. Die Arme ;-)
So, R. bekommt gerade von der besten Maskenbildnertante einen neuen Haarschnitt und dann fahren wir gleich los in unseren Garten.
"Heute morgen" ist DER Zeitbegriff schlechthin. Den nutzt sie um alle Erzählungen einzuleiten. Das kann gestern, vor einigen Tagen, morgen und vor einem Jahr heißen.
"Bauer, Deine Äpfel sind so sauer" ist gerade ihr liebstes "Sprichwort".
"Neulich heute morgen, war ich noch ein kleines Baby"
Oh- eine Zauberviktument- sagte das Kind ganz beglückt, als sie die Funktion des weißen "Killerstiftes" erkannt hat, mit dem man die Farben der Zauberstifte verändern kann.
Heute morgen habe ich zum Muttertag ein Bild bekommen. Auf dem Bild bin ich. Als Kopffüssler- und ich habe Augen, Pupillen und Augenbrauen.
Gestern waren wir auf einem Kindergeburtstag. Das war wirklich sehr nett. Alle Kinder aus der Kitagruppe waren eingeladen. Wir waren auf einem echt schönen Waldspielplatz, es gab leckeres Essen und viel Platz zum Spielen.
Über eine Situation mussten R. und ich sehr schmunzeln.
"Mama Mama, der J. lässt mich nicht mit in die Höhle."
Mutter: "Ah Quatsch, das hat er bestimmt nicht so gemeint. Geh nochmal hin und sag ihm, die Höhle sei für alle Kinder"
R.s. leises Kommentar dazu: "Genau, das hat er sicher nicht so gemeint- denn alle Kinder sind kleine Kommunisten- nur wir Erwachsenen sind Kapitalisten."
Übrigens habe ich die tollen Tipps zur Gestaltung unseres Gartenhäuschens nicht vergessen oder unterschlagen.
Die Entscheidung ist einfach noch nicht gefallen.
Im Moment ist alles einfach weiß gestrichen. Vier Erwachsene dürfen bei den Innengestaltung mitreden- und zwei Kinder haben auch Vetorecht. Ich befürchte es bleibt bei weiß.
Ich habe eine Antwort von der Ki.ka Frau bekommen. Meine Mail hat sie weitergeleitet. Die Arme ;-)
So, R. bekommt gerade von der besten Maskenbildnertante einen neuen Haarschnitt und dann fahren wir gleich los in unseren Garten.
Donnerstag, 28. April 2011
was der große Kindersender zu "Kein Küsschen auf Kommando" denkt ... und was ich so antworte
Da hatte ich heute eine Mail im Posteingang.
Da hat sich die gute Frau des Kindersenders wirklich hingesetzt und mir ausführlich geantwortet.
Ich wünschte irgendwie sie hätte es nicht getan.
Nicht dass ich das alles bisher wahnsinnig pädagogisch fand, was da so läuft, aber irgendwie hatte ich schon die naive Vorstellung, dass da Menschen sind, die eine wage Ahnung davon haben, was sie machen.
Nun muss ich antworten, wa? Und ihr was über Prävention schreiben....ah mensch.
Hier ihre Mail an mich. Ich sitze schon an der Antwort, aber bin noch nicht fertig. Ich weiß irgendwie gar nicht wo ich anfangen soll.
Sehr geehrte Frau B....,
vielen Dank für Ihre E-Mail. Bitte entschuldigen Sie, dass wir erst heute
auf Ihre Zuschrift reagieren. Aufgrund der Postberge, welche uns in den
vergangenen Wochen erreichten, war es uns leider nicht eher möglich.
Sie geben uns eine Rückmeldung zu einer Folge der Serie "Kleine
Prinzessin". Wir freuen uns über Ihre Zuschrift und die kritische
Auseinandersetzung mit der kleinen, recht selbstbezogenen, ein wenig
verzogenen Prinzessin.
Bei der Episode "Ich will die Tante nicht küssen" handelt es sich um die
den meisten Eltern vertraute Situation, dass das Kind von einem zum anderen
Tag die herzliche und familienübliche Begrüßung einer alten Tante
verweigert. Die Tante ist ja nun keine Fremde, sondern ein wohlbekanntes
Familienmitglied, das von Zeit zu Zeit zu Besuch kommt und auch in unserer
Serie wiederholt auftaucht. In den anderen Folgen hat die kleine Prinzessin
stets großen Spaß mit der alten Tante, sei es, dass eine Theateraufführung
nicht so gelingt wie geplant, sei es, dass der gemeinsame Urlaub schöner
ist als der getrennt verbrachte.
In der von Ihnen benannten Folge soll also die Prinzessin die Tante mit
einem Kuss begrüßen, was vom König und der Königin nicht hinterfragt wird,
weil das offenbar in der Tradition des Schlosses so gebräuchlich ist. Das
ist natürlich eine Konvention, die nicht in jeder Familie üblich ist. In
manchen werden Küsse ausgetauscht, in manchen ein Wangenkuss verabreicht,
dann wieder reicht ein freundlicher Handschlag. Insofern steht der
geforderte Kuss beispielhaft für eine herzliche Geste. Das sollten Sie mit
Ihrer Tochter in dieser Weise besprechen. Niemand will die zuschauenden
Kinder zum Küssen zwingen. Es tut uns leid, dass Sie das Filmexempel so eng
missverstanden haben. Andrerseits kennen alle Eltern die Situation, dass
Kinder einen Besucher nicht begrüßen wollen, dieses Ritual aber zur
Erziehung gehört. Dies ist die wahre und eigentlich sehr pädagogische
Botschaft, die der Autor Dave Ingham und wir mit dieser Episode vermitteln
wollten. Denn schließlich, und auch das zeigt der Film, führt die Akzeptanz
zu fröhlichem Miteinander und gemeinsamem Vergnügen.
Wir hoffen, das Missverständnis ausgeräumt zu haben und dass Sie weiterhin
gemeinsam mit Ihrer Tochter viel Spaß bei und mit der kleinen Prinzessin
haben werden.
Beste Grüße aus Erfurt sendet
M... H....
______
Edit
Und um die Aussagen hier nicht einfach so unkommentiert stehen zu lassen, hier meine Antwort.
Eigentlich ein wirklich anschauliches Beispiel, denn ich denke, dass was die nette Frau des Kindersenders hier schreibt, ist die Meinung der meisten Menschen, die sich noch nicht mit Prävention von sexuellem Missbrauch auseinander gesetzt haben.
Sehr geehrte Frau H.,
Vielen Dank für Ihre ausführliche E-Mail.
In Deutschland ist etwa jedes 4. Mädchen und jeder 9. Junge im Verlauf ihrer Kindheit und Jugend mindestens einmal von sexuellem Missbrauch betroffen.
Die Täter und Täterinnen sind zu 90% im engen und engsten Familien- und Bekanntenkreis zu finden.
Da hat sich die gute Frau des Kindersenders wirklich hingesetzt und mir ausführlich geantwortet.
Ich wünschte irgendwie sie hätte es nicht getan.
Nicht dass ich das alles bisher wahnsinnig pädagogisch fand, was da so läuft, aber irgendwie hatte ich schon die naive Vorstellung, dass da Menschen sind, die eine wage Ahnung davon haben, was sie machen.
Nun muss ich antworten, wa? Und ihr was über Prävention schreiben....ah mensch.
Hier ihre Mail an mich. Ich sitze schon an der Antwort, aber bin noch nicht fertig. Ich weiß irgendwie gar nicht wo ich anfangen soll.
Sehr geehrte Frau B....,
vielen Dank für Ihre E-Mail. Bitte entschuldigen Sie, dass wir erst heute
auf Ihre Zuschrift reagieren. Aufgrund der Postberge, welche uns in den
vergangenen Wochen erreichten, war es uns leider nicht eher möglich.
Sie geben uns eine Rückmeldung zu einer Folge der Serie "Kleine
Prinzessin". Wir freuen uns über Ihre Zuschrift und die kritische
Auseinandersetzung mit der kleinen, recht selbstbezogenen, ein wenig
verzogenen Prinzessin.
Bei der Episode "Ich will die Tante nicht küssen" handelt es sich um die
den meisten Eltern vertraute Situation, dass das Kind von einem zum anderen
Tag die herzliche und familienübliche Begrüßung einer alten Tante
verweigert. Die Tante ist ja nun keine Fremde, sondern ein wohlbekanntes
Familienmitglied, das von Zeit zu Zeit zu Besuch kommt und auch in unserer
Serie wiederholt auftaucht. In den anderen Folgen hat die kleine Prinzessin
stets großen Spaß mit der alten Tante, sei es, dass eine Theateraufführung
nicht so gelingt wie geplant, sei es, dass der gemeinsame Urlaub schöner
ist als der getrennt verbrachte.
In der von Ihnen benannten Folge soll also die Prinzessin die Tante mit
einem Kuss begrüßen, was vom König und der Königin nicht hinterfragt wird,
weil das offenbar in der Tradition des Schlosses so gebräuchlich ist. Das
ist natürlich eine Konvention, die nicht in jeder Familie üblich ist. In
manchen werden Küsse ausgetauscht, in manchen ein Wangenkuss verabreicht,
dann wieder reicht ein freundlicher Handschlag. Insofern steht der
geforderte Kuss beispielhaft für eine herzliche Geste. Das sollten Sie mit
Ihrer Tochter in dieser Weise besprechen. Niemand will die zuschauenden
Kinder zum Küssen zwingen. Es tut uns leid, dass Sie das Filmexempel so eng
missverstanden haben. Andrerseits kennen alle Eltern die Situation, dass
Kinder einen Besucher nicht begrüßen wollen, dieses Ritual aber zur
Erziehung gehört. Dies ist die wahre und eigentlich sehr pädagogische
Botschaft, die der Autor Dave Ingham und wir mit dieser Episode vermitteln
wollten. Denn schließlich, und auch das zeigt der Film, führt die Akzeptanz
zu fröhlichem Miteinander und gemeinsamem Vergnügen.
Wir hoffen, das Missverständnis ausgeräumt zu haben und dass Sie weiterhin
gemeinsam mit Ihrer Tochter viel Spaß bei und mit der kleinen Prinzessin
haben werden.
Beste Grüße aus Erfurt sendet
M... H....
______
Edit
Und um die Aussagen hier nicht einfach so unkommentiert stehen zu lassen, hier meine Antwort.
Eigentlich ein wirklich anschauliches Beispiel, denn ich denke, dass was die nette Frau des Kindersenders hier schreibt, ist die Meinung der meisten Menschen, die sich noch nicht mit Prävention von sexuellem Missbrauch auseinander gesetzt haben.
Sehr geehrte Frau H.,
Vielen Dank für Ihre ausführliche E-Mail.
Ich war postitiv überrascht überhaupt eine Antwort zu bekommen. Nun habe ich aber das Gefühl noch einige Dinge klarzustellen. Ich denke, Sie haben eine falsche Vorstellung davon, was mein großes Problem an der Folge der kleinen Prinzessin ist.
Ich habe ich mich als Erziehungswissenschafterin auf das Thema sexueller Missbrauch und Prävention von sexuellem Missbrauch spezialisiert, als diese möchte ich Ihnen kurz umreißen, wie Kinder zu Opfern sexuellen Missbrauchs werden und dann konkret auf die Episode der Kleinen Prinzessin eingehen.
Ich hoffe so das vorliegende Missverständnis klären zu können.
In Deutschland ist etwa jedes 4. Mädchen und jeder 9. Junge im Verlauf ihrer Kindheit und Jugend mindestens einmal von sexuellem Missbrauch betroffen.
50% davon von schwerem sexuellen Missbrauch, das heißt mit körperlichem Kontakt, die anderen 50% werden missbraucht, indem sie z.B. gezwungen werden Pornos anzuschauen oder sich vor der Täter bzw. Täterin selbst zu befriedigen usw.
Die meisten Opfer sind zwischen 6-12 Jahre alt. Viele Kinder werden aber schon im Kleinkindalter oder aber auch als Säuglinge sexuell missbraucht.
Oft vollzieht sich der Beginn des Missbrauchs (und dann auch der Missbrauch selbst) über einen sehr langen Zeitraum. In diesem gehen Täter und Täterinnen (mindestens 15% der Menschen die Kinder sexuell missbrauchen sind auch Frauen) immer weiter in der Schwere seiner Handlungen.
Die Täter und Täterinnen sind zu 90% im engen und engsten Familien- und Bekanntenkreis zu finden.
Das heißt, es handelt sich um Menschen die das Kind gut kennt und denen es oftmals vertraut - wie z.B. Erzieher und Erzieherinnen, Lehrer und Lehrerinnen, die Eltern selbst, Stiefeltern,Onkels und Tanten, Cousins und Cousinen, enge Freunde der Familie, Nachbarn und Nachbarinnen, Sporttrainer, Kinderpsychologen, Ärzte usw.
Weniger als 10% der Täter und Täterinnen waren dem Kind vor der Tat nicht bekannt. Das allgemein kursierende Bild des gefährlichen Fremden mit den Bonbons ist also ein Irrtum.
Wir wissen also, dass Täter und Täterinnen im Regelfall vertraute Personen sind.
Genau diese Position nutzen Täter und Täterinnen als Strategie, um die Kinder zu verunsichern und gefügig zu machen. Die Täter und Täterinnen missbrauchen einerseits und andererseits bekommen die Kinder oft tolle Geschenke und Zuneigung von ihnen. Diese Mischung im Zusammenspiel mit Täterstrategien, zur Internalisierung von Schuld und schlechtem Gewissen, führt, neben einem großem Wirrwarr von irritierenden Gefühlen, zu Schweigen über die Tat.
Eine identitätsstärkende Erziehung ist also ein Grundpfeiler moderner präventiver Arbeit. Präventive Arbeit stellt nicht die Gefahr des sexuellen Missbrauchs in den Mittelpunkt, sondern versucht die Kinder im Alltag zu stärken. Dazu gehört die Stärkung der Intuition des Kindes und die Ermutigung zum Widerstand und Ungehorsam, besonders in Situationen die das Selbstbestimmungsrecht des Kindes (eines jeden Menschen übrigends) einschränken.
Dem zu Grunde liegt die Idee, dass ein Kind was zu Gehorsam erzogen wurde und dem suggeriert wurde, dass Erwachsene immer recht haben, sich in einer Situation des sexuellen Missbrauchs nicht wehren kann.
Ein weiteres Präventionsziel ist auch die Sensibilisierung für mögliche Missbrauchssituationen: Keiner darf dich küssen wenn du es nicht willst usw. Kinder sollen also vorher schon so gestärkt werden, dass sie von dem Verhalten des Täters oder der Täterin irritiert sind und sich Hilfe holen.
Ein weiteres Präventionsziel ist auch die Sensibilisierung für mögliche Missbrauchssituationen: Keiner darf dich küssen wenn du es nicht willst usw. Kinder sollen also vorher schon so gestärkt werden, dass sie von dem Verhalten des Täters oder der Täterin irritiert sind und sich Hilfe holen.
Allgemein gilt es also Kinder in Alltagssituationen darin zu stärken, dass sie möglichst durch das Verhalten des Täters irritiert sind was im besten Fall dazu führt dass sie sich einer Dritten Person mitteilen.
Bezogen auf die besagte Folge der Kleinen Prinzessin sehe ich das wie folgt:
Bezogen auf die besagte Folge der Kleinen Prinzessin sehe ich das wie folgt:
Ich habe die Prinzessin als eine sehr mitfühlenden und kooperativen Mensch "beobachtet". Sie ist selbstbewusst und wird von den Erwachsenen mit Respekt behandelt.
Ich fand immer, dass sie eine tolle Identifikationsfigur für Kinder darstellt.
Und bis auf die von uns nun diskutierte Folge mit dem Kuß, mag ich die Serie aus diesen Gründen wirklich gerne.
Sie schreiben:
"In der von Ihnen benannten Folge soll also die Prinzessin die Tante mit
einem Kuss begrüßen, was vom König und der Königin nicht hinterfragt wird,
weil das offenbar in der Tradition des Schlosses so gebräuchlich ist. Das
ist natürlich eine Konvention, die nicht in jeder Familie üblich ist. In
manchen werden Küsse ausgetauscht, in manchen ein Wangenkuss verabreicht,
dann wieder reicht ein freundlicher Handschlag. Insofern steht der
geforderte Kuss beispielhaft für eine herzliche Geste."
Sie schreiben:
"In der von Ihnen benannten Folge soll also die Prinzessin die Tante mit
einem Kuss begrüßen, was vom König und der Königin nicht hinterfragt wird,
weil das offenbar in der Tradition des Schlosses so gebräuchlich ist. Das
ist natürlich eine Konvention, die nicht in jeder Familie üblich ist. In
manchen werden Küsse ausgetauscht, in manchen ein Wangenkuss verabreicht,
dann wieder reicht ein freundlicher Handschlag. Insofern steht der
geforderte Kuss beispielhaft für eine herzliche Geste."
Ja, leider ist es viel zu oft noch üblich, dass Eltern nicht nur gewisse Vorstellungen davon haben, wie ihre Kinder andere Menschen begrüßen sollten,
sondern diese mit körperlich oder erpresserischen Mitteln durchsetzten. Genau diese Strukturen machen Kinder zu potentiell sehr geeigneten Opfern. Wie sollen Kinder noch entscheiden können ob es Ok ist oder nicht wenn und was ein anderer Erwachsener über ihren Körper ihr Verhalten bestimmt?!
Genauso wenig wie wir als Erwachsene dazu gezwungen (ob auf manipulative Weise oder durch körperlichen Einsatz) werden sollten jemanden anderes zu Küssen (sei es auch nur zur Begrüßung) genauso wenig darf dies Kindern passieren.
Natürlich ist es sehr oft so dass Eltern sich in einem Konflikt befinden: einerseits gibt es soziale Konventionen und andererseits das eigene Kind, dass diese noch nicht beherrscht oder (gerade nicht) ausüben möchte. Und genau hier liegt der Beitrag den jedes Elternteil zur Prävention von Missbrauch leisten kann: sich genau solchen Situationen gegenüber zu Sensibilisieren und diese zu hinterfragen. Das Kind als Mensch mit dem Recht auf Selbstbestimmung wahrnehmen und schützen. (Achtung, dies heißt nicht das Kinder tun und lassen können was sie wollen, also bitte nicht verwechseln!)
Natürlich muss nicht alles was Kinder konsumieren eine Prävention vor sexuellem Missbrauch sein, könnten Sie einwenden.
Natürlich nicht. Es verstreicht zwar eine nette Chance, die Prävention wieder mal in den harmlosen Alltag einzubinden (denn dass die Tante der kleinen Prinzessin ihr nichts böses will, ist ja offensichtlich), aber nun gut.
Dennoch möchte ich Sie noch auf eine weitere Problematik hinweisen, die sie bisher garnicht in ihre Überlegungen einbezogen haben.
Natürlich nicht. Es verstreicht zwar eine nette Chance, die Prävention wieder mal in den harmlosen Alltag einzubinden (denn dass die Tante der kleinen Prinzessin ihr nichts böses will, ist ja offensichtlich), aber nun gut.
Dennoch möchte ich Sie noch auf eine weitere Problematik hinweisen, die sie bisher garnicht in ihre Überlegungen einbezogen haben.
Wie gesagt kommen sehr viele Kinder im Lauf ihrer Kindheit mit sexuellem Missbrauch in Kontakt, werden direkt oder indirekt Opfer.
Die besagte Folge der kleinen Prinzessin werden also sicher Kinder gesehen haben, die bereits Opfer von schweren sexuellen Missbrauch geworden sind.
Viele davon, haben erfahrungsgemäß noch nicht den Mut gefunden, sich irgendwo Hilfe zu suchen und müssen die Situation mit sich selbst ausmachen.
Bei sexuellem Missbrauch laufen gewisse Muster ab (oben sprach ich z.B. bereits von Täterstrategien), diese Muster erkennen betroffene Kinder wieder.
Das Küsschen, obwohl man eigentlich nicht möchte und das Geschenk was man dafür bekommt, sind genau solche Muster, die viele betroffene Kinder kennen und hier mit Sicherheit wiedererkennen werden. Was für diese Kinder also als Quintessenz dieser Folge der kleinen Prinzessin stehenbleibt ist, dass auch die kleine Prinzessin etwas tut was sie nicht möchte, was sie sogar ekelig findet, dass sie dafür aber schließlich ihr Geschenk bekommt und die Eltern stolz und zufrieden sind, sie sich also nicht so anstellen soll.
Weiterhin schreiben Sie dass "die Akzeptanz zu fröhlichen Miteinander und gemeinsamen Vergnügen" führt. Warum muss dieses Vergnügen auf Kosten des Kindes gehen? Warum kann hier nicht die erwachsene Tante akzeptieren, dass das Kind die Tante gern hat ihr aber kein Kuss geben möchte?
Bei sexuellem Missbrauch laufen gewisse Muster ab (oben sprach ich z.B. bereits von Täterstrategien), diese Muster erkennen betroffene Kinder wieder.
Das Küsschen, obwohl man eigentlich nicht möchte und das Geschenk was man dafür bekommt, sind genau solche Muster, die viele betroffene Kinder kennen und hier mit Sicherheit wiedererkennen werden. Was für diese Kinder also als Quintessenz dieser Folge der kleinen Prinzessin stehenbleibt ist, dass auch die kleine Prinzessin etwas tut was sie nicht möchte, was sie sogar ekelig findet, dass sie dafür aber schließlich ihr Geschenk bekommt und die Eltern stolz und zufrieden sind, sie sich also nicht so anstellen soll.
Weiterhin schreiben Sie dass "die Akzeptanz zu fröhlichen Miteinander und gemeinsamen Vergnügen" führt. Warum muss dieses Vergnügen auf Kosten des Kindes gehen? Warum kann hier nicht die erwachsene Tante akzeptieren, dass das Kind die Tante gern hat ihr aber kein Kuss geben möchte?
Kinder lernen an Vorbildern, in dieser Position sollten wir uns als Erwachsene konstant hinterfragen ob soziale Konventionen immer wichtiger als individuelle Grenzen sind oder ob nicht soziale Konventionen eh nur so weit reichen sollten wie sie die Grenzen des Einzelnen nicht überschreiten?!
Mit freundlichen Grüßen
...
Labels:
Prävention sexueller Missbrauch
Mittwoch, 27. April 2011
Suche Blogs mit Bildern von tollen Räumen- Gewinnertipp wird mit Retrostoffpaket belohnt
Ich bräuchte mal Eure Hilfe.
Das Gartenhäuschen ist soweit entkernt und renoviert. Jetzt braucht es nur noch den Feinschliff. Das heißt, welche Farben sollen an die Wände? Was soll an die Fenster?
Ich brauche Ideen.
Kennt ihr tolle Wohn-Blogs die als Inspirationsquelle dienen könnten?
Für so ein Wochenendhaus fände ich ja was verspieltes in zarten Farben gut.
Die Mutter des kleinen Bruders auf Zeit, mit denen wir uns den Garten ja teilen, hat gesagt, sie fände englische Rautentapete chic. (Kann ich mir noch gar nichts drunter vorstellen, aber ich bin gespannt).
Der Raum ist etwa 18qm groß, zur Zeit liegt auf dem Boden helles Laminat. (R. hat sich fest vorgenommen nächstes Jahr Dielen zu verlegen- er als militanter Laminatgegner).
Und um den Spaßfaktor zu erhöhen bekommt der Gewinnertipp ein Retro-Stoff Überraschungspacket mit 500gr Stoff aus der Mohn-Marzipan Werkstatt.
(500gr ist ein großer Versandumschlag voll.)
Verschiedene Größen und Arten von Stoff werden in dem Paket sein. Retroblumen, ein Stück Graziela, alte Bettwäschestücke, Handtuchteile.
Am Freitag fahren wir in den Baumarkt und am Samstag wird gestrichen.
Ich bin gespannt auf Eure Ideen und tolle Wohn-Blogs, die ich noch nicht kenne.
Gewinnen wird der Tipp der am ehesten zu der Umsetzung am Wochenende beigetragen hat. Ob ihr eine konkrete Idee habt, oder ich dann was auf einem von Euch vorgeschlagenen Blog oder Website entdecke ist egal.
Außerdem ist ja mal so eine Ideensammlung sowieso fein, auch wenn es nicht direkt um dieses Gartenhaus von uns geht.
Das Gartenhäuschen ist soweit entkernt und renoviert. Jetzt braucht es nur noch den Feinschliff. Das heißt, welche Farben sollen an die Wände? Was soll an die Fenster?
Ich brauche Ideen.
Kennt ihr tolle Wohn-Blogs die als Inspirationsquelle dienen könnten?
Für so ein Wochenendhaus fände ich ja was verspieltes in zarten Farben gut.
Die Mutter des kleinen Bruders auf Zeit, mit denen wir uns den Garten ja teilen, hat gesagt, sie fände englische Rautentapete chic. (Kann ich mir noch gar nichts drunter vorstellen, aber ich bin gespannt).
Der Raum ist etwa 18qm groß, zur Zeit liegt auf dem Boden helles Laminat. (R. hat sich fest vorgenommen nächstes Jahr Dielen zu verlegen- er als militanter Laminatgegner).
Und um den Spaßfaktor zu erhöhen bekommt der Gewinnertipp ein Retro-Stoff Überraschungspacket mit 500gr Stoff aus der Mohn-Marzipan Werkstatt.
(500gr ist ein großer Versandumschlag voll.)
Verschiedene Größen und Arten von Stoff werden in dem Paket sein. Retroblumen, ein Stück Graziela, alte Bettwäschestücke, Handtuchteile.
Am Freitag fahren wir in den Baumarkt und am Samstag wird gestrichen.
Ich bin gespannt auf Eure Ideen und tolle Wohn-Blogs, die ich noch nicht kenne.
Gewinnen wird der Tipp der am ehesten zu der Umsetzung am Wochenende beigetragen hat. Ob ihr eine konkrete Idee habt, oder ich dann was auf einem von Euch vorgeschlagenen Blog oder Website entdecke ist egal.
Außerdem ist ja mal so eine Ideensammlung sowieso fein, auch wenn es nicht direkt um dieses Gartenhaus von uns geht.
Donnerstag, 21. April 2011
Kein Küsschen auf Kommando
Das Kind, R. und ich finden ja die kleine Prinzessin von Tony Ross ziemlich gut.
Letztens kam eine Folge auf Kika. In der Folge ging es darum, dass eine Tante kommen sollte und die kleine Prinzessin sich vor der Begrüßung fürchtete, weil die Tante so eklig ist und immer Küsschen geben möchte.
Die kleine Prinzessin versicherte also allen, dass sie die Tante auf keinen Fall zur Begrüßung küssen werde und verstecke sich unter dem Bett.
Die Königin weinte, weil sie unbedingt wollte, dass die Begrüßung (für die Tante) perfekt ablaufen sollte.
Und dann am Ende der Folge reiste diese Tante also an.
Die kleine Prinzessin kam sogar aus ihrem Versteck raus und begrüßte die Tante freundlich, aber diese wollte noch ihren Kuss.
Ein großer haariger Kußmund kann also auf die Prinzessin zu und sie ekelte sich furchtbar......
und dann überwand sie sich und küsste die Tante. Dafür bekam sie ein Geschenk. Es wäre gar nicht so eklig gewesen, wie sie befürchtet hatte, sagte sie dann.
???? HÄÄÄÄH??????
Ich saß völlig verstört vor dem Fernseher und konnte gar nicht glauben, dass das nun die Botschaft der Sendung war.
Es war das Hauptthema. Es ging während der ganzen Folge nur um diesen Kuss. Und die Botschaft ist also: "Ah komm, mach der Tante eine Freude und küss sie, wird schon nicht so schlimm sein?" Was ist das denn das für eine wahnsinnig beschissene Aussage.
Ich habe ja schon so einiges zu Prävention von sexuellem Missbrauch geschrieben. Das Thema finde ich wichtig und wir achten sehr darauf das Kind empfindsam für mögliche Täter oder Täterinnenstrategien zu machen.
Sie weiß, dass nur sie alleine über ihren Körper bestimmen darf. Dass heißt im Alltag zum Beispiel auch, dass wir sie nicht zum Naseputzen zwinge, wenn sie gerade keine Lust hat. Kleinigkeiten eben.
Sie weiß, dass nicht alles automatisch richtig ist, was Erwachsene machen.
Dass heißt im Alltag zum Beispiel, dass wir uns öfters bei ihr entschuldigen, wenn wir was blödes gemacht haben und ihr sagen, dass es doof von uns war. Oder auch, dass wir einfach nicht mit unserem "Erwachsensein" argumentieren. Und dass wir sie als vollwertigen Menschen respektieren.
In der alltäglichen Prävention vor sexuellem Missbrauch geht es nicht darum, dem Kind Angst zu machen. Also ich sage nicht: Du musst aufpassen und nie mit einem fremden Erwachsenen mitgehen, auch wenn er dir was tolles dafür bietet. (Wenn sie bisschen älter ist, werde ich aber sagen, dass es Erwachsene gibt, die wollen, dass das Kind ihren Penis oder Scheide berührt. Oder die selbst die Scheide oder den Penis von dem Kind anfassen wollen. Ich werde ihr sagen, dass das nicht in Ordnung ist, dass die Erwachsenen das nicht dürfen und das auch wissen. Dass sie das deshalb versteckt machen und dem Kind erzählen, dass es ein Geheimnis wäre. Dass es aber echt blöde Geheimnisse gibt und das wäre zum Beispiel so eins. Wenn so etwas passiert, dass kann das Kind zu mir oder einem anderen Erwachsen gehen und wir helfen ihr dann. Wichtig ist keine Angst zu machen und dann nicht so richtig zu erklären, was dann eigentlich passiert. Total blöd ist zum Beispiel: "Gehe nie mit einem Fremden mit. Der macht dann ganz schlimme Sachen.")
Wir versuchen unser Kind und auch unsere Betreuungskinder jeden Tag und in 1000 kleinen unbedeutenden Situationen darauf vorzubereiten, dass sie auf ihren Bauch hören sollen und dass Erwachsene im Normalfall darauf Rücksicht nehmen.
Ich denke mit Prävention ist es so. Es gibt eindeutig Fälle von sexuellem Missbrauch, vor denen man das Kind nicht schützen kann. Zum Beispiel wird sich kaum ein Kind dagegen wehren können, wenn der Erwachsene einfach seine körperliche Stärke anwendet.
So läuft es aber in den wenigsten Fällen. Meistens bauen Täter und Täterinnen Beziehungen auf. Der Missbrauch passiert langsam und schleichend. Die Kinder kennen diese Erwachsenen und mögen sie gerne. Täterinnen und Täter wenden fiese Strategien an um die Kinder zu beeinflussen. Ein Kind in der Weise zu stärken, dass es diese Strategien als "seltsam" für sich erkennt, ist auf jeden Fall eine riesige Aufgabe und nicht mit paar Gesprächen oder Bilderbüchern zu erledigen.
Eine konsequente und selbstkritische Reflexion des eigenen Umgangs mit dem Kind ist nötig. Man muss sich einfach entscheiden, würde ich sagen. Will man ein angepasstes "braves" Kind, dass gut funktioniert und halt vorraussichtlich auch gut für Täter oder Täterin funktionieren wird, weil es ja so erzogen wurde- oder will man ein Pippi Langstrumpf-Kind mit eigenem Kopf, was eben nicht so reibungslos funktioniert. Denn eins geht irgendwie nicht. Das Kind so "hinzubekommen", dass es bei mir brav allen die Hand gibt und immer gehorcht usw. und dann plötzlich aus heiterem Himmel in einer total komplexen und verwirrenden Situation die Stärke aufbringt "Nein" zu sagen und sich dann noch traut mir davon dann zu erzählen.
Die Täter und Täterinnen sieben außerdem die potentiellen Opfer aus und suchen sich, wenn sie die Wahl haben, ein Kind, das sie als leichter "knackbar" einschätzen.
Pippi Langstrumpfs sind meistens zu anstrengend und fallen durch das Raster.
Wobei das natürlich alles nicht so schwarz weiß ist. Unser Kind, von je her als Pippi Langstrumpf erzogen, ist super kooperativ. In der Kita wird sie als "sehr brav" bezeichnet. "Gott, was haben wir nur falsch gemacht??!? ;-)"
Aber sie ist es eben gewohnt, dass alle ihre Gefühle und Emotionen und Bedürfnisse von uns ernst genommen werden. Letztens hat eine Bekannte zu ihr gesagt: "Das kannst du noch nicht, dafür bist du zu klein". (Adultismus vom feinsten, denn es ging nicht um die Körpergröße, sondern darum eine Situation einzuschätzen.) Ich schaute das Kind an und das Kind schaute die Frau an und machte in völliger Gelassenheit weiter. Der Spruch war ihr glaube ich einfach so fremd und sie fand es so absurd, dass ihr jemand sagen will, was sie kann und was nicht.
Aber wird sie auch so cool sein, wenn ein Mensch den sie mag und dem sie vertraut anfängt sie zu manipulieren- keine Ahnung. Hoffentlich.
Man sollte einfach wachsam bleiben. Auch ein Pippi Langstrumpfkind ist natürlich nicht gegen alle Strategien geschützt.
Aber vielleicht traut sie sich dann wenigstens uns zu erzählen, dass da gerade was seltsames passiert.
Und was ich irgendwie bisher ein bisschen ausgeblendet habe, was aber auch sehr wichtig ist, weil man das einfach wissen muss um Situationen richtig einzuschätzen oder Dinge zu deuten, die das Kind erzählt, ist, dass sehr oft die Täter und Täterinnen auch keine Erwachsene sind, sondern Jugendliche oder auch Kinder. Dazu ein anderes mal mehr.
Und jetzt schreib ich erstmal an Kika.
Letztens kam eine Folge auf Kika. In der Folge ging es darum, dass eine Tante kommen sollte und die kleine Prinzessin sich vor der Begrüßung fürchtete, weil die Tante so eklig ist und immer Küsschen geben möchte.
Die kleine Prinzessin versicherte also allen, dass sie die Tante auf keinen Fall zur Begrüßung küssen werde und verstecke sich unter dem Bett.
Die Königin weinte, weil sie unbedingt wollte, dass die Begrüßung (für die Tante) perfekt ablaufen sollte.
Und dann am Ende der Folge reiste diese Tante also an.
Die kleine Prinzessin kam sogar aus ihrem Versteck raus und begrüßte die Tante freundlich, aber diese wollte noch ihren Kuss.
Ein großer haariger Kußmund kann also auf die Prinzessin zu und sie ekelte sich furchtbar......
und dann überwand sie sich und küsste die Tante. Dafür bekam sie ein Geschenk. Es wäre gar nicht so eklig gewesen, wie sie befürchtet hatte, sagte sie dann.
???? HÄÄÄÄH??????
Ich saß völlig verstört vor dem Fernseher und konnte gar nicht glauben, dass das nun die Botschaft der Sendung war.
Es war das Hauptthema. Es ging während der ganzen Folge nur um diesen Kuss. Und die Botschaft ist also: "Ah komm, mach der Tante eine Freude und küss sie, wird schon nicht so schlimm sein?" Was ist das denn das für eine wahnsinnig beschissene Aussage.
Ich habe ja schon so einiges zu Prävention von sexuellem Missbrauch geschrieben. Das Thema finde ich wichtig und wir achten sehr darauf das Kind empfindsam für mögliche Täter oder Täterinnenstrategien zu machen.
Sie weiß, dass nur sie alleine über ihren Körper bestimmen darf. Dass heißt im Alltag zum Beispiel auch, dass wir sie nicht zum Naseputzen zwinge, wenn sie gerade keine Lust hat. Kleinigkeiten eben.
Sie weiß, dass nicht alles automatisch richtig ist, was Erwachsene machen.
Dass heißt im Alltag zum Beispiel, dass wir uns öfters bei ihr entschuldigen, wenn wir was blödes gemacht haben und ihr sagen, dass es doof von uns war. Oder auch, dass wir einfach nicht mit unserem "Erwachsensein" argumentieren. Und dass wir sie als vollwertigen Menschen respektieren.
In der alltäglichen Prävention vor sexuellem Missbrauch geht es nicht darum, dem Kind Angst zu machen. Also ich sage nicht: Du musst aufpassen und nie mit einem fremden Erwachsenen mitgehen, auch wenn er dir was tolles dafür bietet. (Wenn sie bisschen älter ist, werde ich aber sagen, dass es Erwachsene gibt, die wollen, dass das Kind ihren Penis oder Scheide berührt. Oder die selbst die Scheide oder den Penis von dem Kind anfassen wollen. Ich werde ihr sagen, dass das nicht in Ordnung ist, dass die Erwachsenen das nicht dürfen und das auch wissen. Dass sie das deshalb versteckt machen und dem Kind erzählen, dass es ein Geheimnis wäre. Dass es aber echt blöde Geheimnisse gibt und das wäre zum Beispiel so eins. Wenn so etwas passiert, dass kann das Kind zu mir oder einem anderen Erwachsen gehen und wir helfen ihr dann. Wichtig ist keine Angst zu machen und dann nicht so richtig zu erklären, was dann eigentlich passiert. Total blöd ist zum Beispiel: "Gehe nie mit einem Fremden mit. Der macht dann ganz schlimme Sachen.")
Wir versuchen unser Kind und auch unsere Betreuungskinder jeden Tag und in 1000 kleinen unbedeutenden Situationen darauf vorzubereiten, dass sie auf ihren Bauch hören sollen und dass Erwachsene im Normalfall darauf Rücksicht nehmen.
Ich denke mit Prävention ist es so. Es gibt eindeutig Fälle von sexuellem Missbrauch, vor denen man das Kind nicht schützen kann. Zum Beispiel wird sich kaum ein Kind dagegen wehren können, wenn der Erwachsene einfach seine körperliche Stärke anwendet.
So läuft es aber in den wenigsten Fällen. Meistens bauen Täter und Täterinnen Beziehungen auf. Der Missbrauch passiert langsam und schleichend. Die Kinder kennen diese Erwachsenen und mögen sie gerne. Täterinnen und Täter wenden fiese Strategien an um die Kinder zu beeinflussen. Ein Kind in der Weise zu stärken, dass es diese Strategien als "seltsam" für sich erkennt, ist auf jeden Fall eine riesige Aufgabe und nicht mit paar Gesprächen oder Bilderbüchern zu erledigen.
Eine konsequente und selbstkritische Reflexion des eigenen Umgangs mit dem Kind ist nötig. Man muss sich einfach entscheiden, würde ich sagen. Will man ein angepasstes "braves" Kind, dass gut funktioniert und halt vorraussichtlich auch gut für Täter oder Täterin funktionieren wird, weil es ja so erzogen wurde- oder will man ein Pippi Langstrumpf-Kind mit eigenem Kopf, was eben nicht so reibungslos funktioniert. Denn eins geht irgendwie nicht. Das Kind so "hinzubekommen", dass es bei mir brav allen die Hand gibt und immer gehorcht usw. und dann plötzlich aus heiterem Himmel in einer total komplexen und verwirrenden Situation die Stärke aufbringt "Nein" zu sagen und sich dann noch traut mir davon dann zu erzählen.
Die Täter und Täterinnen sieben außerdem die potentiellen Opfer aus und suchen sich, wenn sie die Wahl haben, ein Kind, das sie als leichter "knackbar" einschätzen.
Pippi Langstrumpfs sind meistens zu anstrengend und fallen durch das Raster.
Wobei das natürlich alles nicht so schwarz weiß ist. Unser Kind, von je her als Pippi Langstrumpf erzogen, ist super kooperativ. In der Kita wird sie als "sehr brav" bezeichnet. "Gott, was haben wir nur falsch gemacht??!? ;-)"
Aber sie ist es eben gewohnt, dass alle ihre Gefühle und Emotionen und Bedürfnisse von uns ernst genommen werden. Letztens hat eine Bekannte zu ihr gesagt: "Das kannst du noch nicht, dafür bist du zu klein". (Adultismus vom feinsten, denn es ging nicht um die Körpergröße, sondern darum eine Situation einzuschätzen.) Ich schaute das Kind an und das Kind schaute die Frau an und machte in völliger Gelassenheit weiter. Der Spruch war ihr glaube ich einfach so fremd und sie fand es so absurd, dass ihr jemand sagen will, was sie kann und was nicht.
Aber wird sie auch so cool sein, wenn ein Mensch den sie mag und dem sie vertraut anfängt sie zu manipulieren- keine Ahnung. Hoffentlich.
Man sollte einfach wachsam bleiben. Auch ein Pippi Langstrumpfkind ist natürlich nicht gegen alle Strategien geschützt.
Aber vielleicht traut sie sich dann wenigstens uns zu erzählen, dass da gerade was seltsames passiert.
Und was ich irgendwie bisher ein bisschen ausgeblendet habe, was aber auch sehr wichtig ist, weil man das einfach wissen muss um Situationen richtig einzuschätzen oder Dinge zu deuten, die das Kind erzählt, ist, dass sehr oft die Täter und Täterinnen auch keine Erwachsene sind, sondern Jugendliche oder auch Kinder. Dazu ein anderes mal mehr.
Und jetzt schreib ich erstmal an Kika.
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Prävention sexueller Missbrauch
Mittwoch, 6. April 2011
Frühlingssommerwochenenende und die Warum-Phase
Am Wochenende war es auch mal in Berlin richtig schönes T-Shirt Wetter.
So waren beste Tante, Kind und ich am Samstag im Zoo. Das war eine mittelgute Idee. Wir sind Zooverwöhnt.... bisher waren wir immer unter der Woche und hatten Platz und Ruhe. An dem ersten richtig warmen Samstag im Jahr hatten natürlich außer uns noch einige andere Berliner diese Zooidee.
Fischotter waren auch dieses mal der Favorit. Und Robben.
Aber eigentlich findet das Kind die Tiere im Zoo irgendwie gar nicht so wichtig. Bollerwagen ist das Ausflugsziel würde ich sagen. Sie zieht ihn alleine durch den ganzen Zoo und ist sehr zufrieden mit sich und der Welt.
Irgendwie sind wir dieses mal auch einen anderen Weg als bisher immer gegangen und standen plötzlich vor einem riesigen Spielplatz und einem Souvenirgeschäft.
Das Kind wählte diese schicke Kopfbedeckung.
Ich fand ein Teil für die Verkleidungskiste sei eine gute Idee und so rannte das Kind also als Eisbärbaby weiter durch den Zoo.
Erst die beste Tante machte uns darauf aufmerksam, dass das vielleicht etwas provokativ oder auch geschmacklos sei- so in Angesicht von Knuts tragischem Ableben.
Das erklärte wohl auch die Blicke.
Hier fiel mir dann Knut auch wieder ein. Meine Assoziationskette zwischen Eisbär und Knut war bis dato noch nicht so gefestigt. Ob wohl der Hut deshalb so preiswert war?
Gut, dass das Kind die Mütze nicht mehr trug als wir am Ausgang mit einer verrückten Demo zusammenstießen, die gegen die Ausstopfung von Knut demonstrierte. (Es ist doch schön, dass die Menschen für sinnvolle Ziele auf die Straße gehen, nicht wahr?)
Heute rief mich die Tante an und mir vorzuschlagen, dass wir das Kind nächsten Samstag mal zur Abwechslung als Elefantenbaby verkleidet durch den Zoo laufen lassen könnten. ;-)
Am Sonntag waren wir mit Freunden in unserem Garten. es war so warm, dass die Kinder nackig rumgelaufen sind und wir uns in der Zeit mit dem englischen Rasen befassen konnten.
Da auf dem Grundstück unzählige riesige Kiefern wachsen, ist der Boden bedeckt mit Nadeln und Tannenzapfen. Nach stundenlangen bearbeiten, und Gras neu aussähen (und dann hat es auch die ganze Nacht sehr Gartenfreudig geregnet) warten wir nun also auf den englischen Rasen. Leider ist das Kind Barfuß auf irgendwas getreten...wahrscheinlich einen Tannenzapfen und hat eine ganz schön fiese Wunde an der Sohle.
Der Arzt sagt, es sieht alles prima aus- aber sie hat einen fetten Verband und kann gar nicht auftreten und ist sehr unglücklich mit der Gesamtsituation.
Und irgendwie habe ich mich auch zu einer Tetanusimpfung hinreißen lassen. Na ja, Tetanus ist ja wahrscheinlich in Ordnung, wenn wir die Gefahren des Gärtchen-Wäldchens beachten, die da noch lauern.
Themawechsel:
Wir stecken ja nun Mitten in der Warum-Phase und ich darf allen Eltern, die das noch vor sich haben schonmal versprechen, dass diese Phase eine wunderbare ist.
Wir haben nun schon herausgefunden, dass es unsere Aufgabe ist, genau zu ergründen, was genau die Frage ist.
Wenn das Kind also fragt: "Warum darf ich die Autoür nicht einfach so aufmachen, wenn da ein anderes Auto kommt?"
Und man antwortet: "Weil dann das andere Auto unsere Autotür einfach rausbrechen würde."
Sie: "Warum?"
"Weil es dann nicht schnell genug bremsen könnte?
Sie: "Warum?"
"Weil man einige Zeit braucht um auf die Bremse zu treten und dann braucht das Auto auch noch ein bisschen um dann anzuhalten"
Sie: "Aber warum?"
Und R. anhand von Reiswaffeln anschaulich zeigt, wie das dann wäre, wenn ein Auto die Reiswaffelautotür umnieten würde usw. ....
Und irgendwann (nach geschätzen 150 mal "Warum" ) ist es dann klar.
Das Kind möchte wissen, warum die Autotür kaputt geht, wenn ein anderes Auto dagegen fährt.
Ist diese Frage dann beantwortet sagt sie sehr befriedigt: Ja.
Und R. wischt sich den Schweiß von der Stirn.
So waren beste Tante, Kind und ich am Samstag im Zoo. Das war eine mittelgute Idee. Wir sind Zooverwöhnt.... bisher waren wir immer unter der Woche und hatten Platz und Ruhe. An dem ersten richtig warmen Samstag im Jahr hatten natürlich außer uns noch einige andere Berliner diese Zooidee.
Fischotter waren auch dieses mal der Favorit. Und Robben.
Aber eigentlich findet das Kind die Tiere im Zoo irgendwie gar nicht so wichtig. Bollerwagen ist das Ausflugsziel würde ich sagen. Sie zieht ihn alleine durch den ganzen Zoo und ist sehr zufrieden mit sich und der Welt.
Irgendwie sind wir dieses mal auch einen anderen Weg als bisher immer gegangen und standen plötzlich vor einem riesigen Spielplatz und einem Souvenirgeschäft.
Das Kind wählte diese schicke Kopfbedeckung.
Ich fand ein Teil für die Verkleidungskiste sei eine gute Idee und so rannte das Kind also als Eisbärbaby weiter durch den Zoo.
Erst die beste Tante machte uns darauf aufmerksam, dass das vielleicht etwas provokativ oder auch geschmacklos sei- so in Angesicht von Knuts tragischem Ableben.
Das erklärte wohl auch die Blicke.
Hier fiel mir dann Knut auch wieder ein. Meine Assoziationskette zwischen Eisbär und Knut war bis dato noch nicht so gefestigt. Ob wohl der Hut deshalb so preiswert war?
Gut, dass das Kind die Mütze nicht mehr trug als wir am Ausgang mit einer verrückten Demo zusammenstießen, die gegen die Ausstopfung von Knut demonstrierte. (Es ist doch schön, dass die Menschen für sinnvolle Ziele auf die Straße gehen, nicht wahr?)
Heute rief mich die Tante an und mir vorzuschlagen, dass wir das Kind nächsten Samstag mal zur Abwechslung als Elefantenbaby verkleidet durch den Zoo laufen lassen könnten. ;-)
Am Sonntag waren wir mit Freunden in unserem Garten. es war so warm, dass die Kinder nackig rumgelaufen sind und wir uns in der Zeit mit dem englischen Rasen befassen konnten.
Da auf dem Grundstück unzählige riesige Kiefern wachsen, ist der Boden bedeckt mit Nadeln und Tannenzapfen. Nach stundenlangen bearbeiten, und Gras neu aussähen (und dann hat es auch die ganze Nacht sehr Gartenfreudig geregnet) warten wir nun also auf den englischen Rasen. Leider ist das Kind Barfuß auf irgendwas getreten...wahrscheinlich einen Tannenzapfen und hat eine ganz schön fiese Wunde an der Sohle.
Der Arzt sagt, es sieht alles prima aus- aber sie hat einen fetten Verband und kann gar nicht auftreten und ist sehr unglücklich mit der Gesamtsituation.
Und irgendwie habe ich mich auch zu einer Tetanusimpfung hinreißen lassen. Na ja, Tetanus ist ja wahrscheinlich in Ordnung, wenn wir die Gefahren des Gärtchen-Wäldchens beachten, die da noch lauern.
Themawechsel:
Wir stecken ja nun Mitten in der Warum-Phase und ich darf allen Eltern, die das noch vor sich haben schonmal versprechen, dass diese Phase eine wunderbare ist.
Wir haben nun schon herausgefunden, dass es unsere Aufgabe ist, genau zu ergründen, was genau die Frage ist.
Wenn das Kind also fragt: "Warum darf ich die Autoür nicht einfach so aufmachen, wenn da ein anderes Auto kommt?"
Und man antwortet: "Weil dann das andere Auto unsere Autotür einfach rausbrechen würde."
Sie: "Warum?"
"Weil es dann nicht schnell genug bremsen könnte?
Sie: "Warum?"
"Weil man einige Zeit braucht um auf die Bremse zu treten und dann braucht das Auto auch noch ein bisschen um dann anzuhalten"
Sie: "Aber warum?"
Und R. anhand von Reiswaffeln anschaulich zeigt, wie das dann wäre, wenn ein Auto die Reiswaffelautotür umnieten würde usw. ....
Und irgendwann (nach geschätzen 150 mal "Warum" ) ist es dann klar.
Das Kind möchte wissen, warum die Autotür kaputt geht, wenn ein anderes Auto dagegen fährt.
Ist diese Frage dann beantwortet sagt sie sehr befriedigt: Ja.
Und R. wischt sich den Schweiß von der Stirn.
Donnerstag, 31. März 2011
Frühling
also...ein Update für Omas und Opas und Tanten.
Uns geht es gut. Wir sind oft im Gärtchen-Wäldchen und ich siebe einen riesigen Berg Kompost, während R. fluchend die Wände des Häusschens spachtelt. Das Kind hat einen kleinen Schubkarren und kleine Gartenhandschuhe und arbeitet tatkräftig und unermüdlich mit. Wenn nur der besagte Specht nicht wäre....
Das ganze nimmt Formen an. Nächste Woche kommt endlich der Elektriker und beginnt den Strom anzuschließen. Die ganzen alten vergammelten Möbel wurden heute morgen auf den Sperrmüll gestellt.
Bald können wir streichen und putzen und sobald es wärmer ist, will ich da auch mal übernachten. Juhej. Das wird ein super Sommer.
Ich hätte ja gerne eine Hollywoodschaukel.
Kita ist immer noch cool- aber vorgestern wollte sie auch mal zu Hause bleiben- ist sie dann auch.
Wir wollen natürlich immer Mittags wissen wie es war und was sie gemacht hat und was sie gegessen hat...und sie hat selten Lust uns detailliert zu berichten. Heute waren wir draußen und sie setzte sich auf eine Bank und rief R. und mich zu sich: "Kommt, ich erzähl Euch eine Geschichte aus der Kita" lockte sie uns. Und als wir so zusammen auf der Bank saßen, sagte sie: "Heute in der Kita war mein Erzieher da. Und der heißt G... . So fertig. Das war die Geschichte."
-Dieser Erzieher ist auch der, der sie durch die ganze Eingewöhnung begleitet hat und der immer da ist....also eine saumäßig spannende Geschichte. ;-)
Ansonsten lese ich viel, weil sich dies für einen Germanistikprüfling so gehört. Mittlerweile kann man das ja manchmal auch draußen in der Sonne in einem Café. Also sehr nett.
Und Abends bin ich schwer beschäftigt, weil ich mir gerade "Lost" reinziehe. Ich habe Halbzeit heute. Bin in der Mitte der 3. Staffel.
Wohnung suchen, weitere Betreuungskinder suchen, Gartenmöbel suchen, Kindergartenhaus oder Kindergartenhausidee suchen....
Uns geht es gut. Wir sind oft im Gärtchen-Wäldchen und ich siebe einen riesigen Berg Kompost, während R. fluchend die Wände des Häusschens spachtelt. Das Kind hat einen kleinen Schubkarren und kleine Gartenhandschuhe und arbeitet tatkräftig und unermüdlich mit. Wenn nur der besagte Specht nicht wäre....
Das ganze nimmt Formen an. Nächste Woche kommt endlich der Elektriker und beginnt den Strom anzuschließen. Die ganzen alten vergammelten Möbel wurden heute morgen auf den Sperrmüll gestellt.
Bald können wir streichen und putzen und sobald es wärmer ist, will ich da auch mal übernachten. Juhej. Das wird ein super Sommer.
Ich hätte ja gerne eine Hollywoodschaukel.
Kita ist immer noch cool- aber vorgestern wollte sie auch mal zu Hause bleiben- ist sie dann auch.
Wir wollen natürlich immer Mittags wissen wie es war und was sie gemacht hat und was sie gegessen hat...und sie hat selten Lust uns detailliert zu berichten. Heute waren wir draußen und sie setzte sich auf eine Bank und rief R. und mich zu sich: "Kommt, ich erzähl Euch eine Geschichte aus der Kita" lockte sie uns. Und als wir so zusammen auf der Bank saßen, sagte sie: "Heute in der Kita war mein Erzieher da. Und der heißt G... . So fertig. Das war die Geschichte."
-Dieser Erzieher ist auch der, der sie durch die ganze Eingewöhnung begleitet hat und der immer da ist....also eine saumäßig spannende Geschichte. ;-)
Ansonsten lese ich viel, weil sich dies für einen Germanistikprüfling so gehört. Mittlerweile kann man das ja manchmal auch draußen in der Sonne in einem Café. Also sehr nett.
Und Abends bin ich schwer beschäftigt, weil ich mir gerade "Lost" reinziehe. Ich habe Halbzeit heute. Bin in der Mitte der 3. Staffel.
Wohnung suchen, weitere Betreuungskinder suchen, Gartenmöbel suchen, Kindergartenhaus oder Kindergartenhausidee suchen....
Montag, 21. März 2011
mit 2 Jahren 8 Monaten und 14 Tagen
bist du ein völlig begeistertes Kitakind. Es gab keinen einzigen Moment indem du traurig warst. Schon am 4. Tag bist du ganz alleine 3,5 Stunden geblieben und auch am 5. und 6. Tag findest du Kita prima.
Nur müde macht dich die ganze Sache. Jetzt bist du manchmal nachmittags ganz schön wütend. Vielleicht sind es auch die vielen neuen Eindrücke. Mal schauen.
Du hast einen Kopffüßler gemalt und dann noch 3-4 weitere- jetzt malst du wieder "nur" Striche und Kreise- hübsch aufgereiht- sozusagen einen Kopffüßler-Bausatz.
Du fängst an polnische Wörter in deine Alltagssprache einzubinden.- Toll ist, dass du eine polnische Erzieherin hast, die mit dir polnisch reden kann und die du nach neuen Wörtern löchern kannst.
Du hast dir heute zum ersten mal deine beiden Socken ganz alleine angezogen.
Du magst unseren Wäldchen-Garten sehr. Zwar hast du dich heute Nachmittag total vor dem Specht gefürchtet und die Schnecke fandest du auch eklig und überhaupt sind Dir alle Tiere im Garten noch suspekt- aber wir arbeiten dran. Die Saison hat ja erst begonnen. ;-) Aber abgesehen davon genießt du die Zeit im Garten total, gräbst in der Erde, spielst mit dem Hund, gießt die Blumen und willst nie nach Hause.
Du schaust dir jetzt jeden Abend einen Stapel Bücher an, bevor du schläfst. Du gehst immer noch um 19Uhr schlafen- manchmal schon um 18Uhr und stehst zwischen 6-7Uhr auf- also ziemlich früh für unsere Verhältnisse.
Gestern hast du auf dem Flohmarkt ein Fahrrad angehimmelt, was wir dann für 5€ gekauft haben und tapfer haben R. und ich mit Dir Radfahren geübt. Du bist stolz wie Bolle und weinst immer total wenn wir nicht mehr können. Neben einem winzigen Rad in gebückter Haltung zu rennen macht furchtbare Rückenschmerzen. R. hat sich schon eine Diclo-Tablette eingeworfen. Bei mir zwickt es auch schon. Irgendwie scheinen wir zu alt und gebrechlich für die Elternschafft zu sein. Aber du machst dich gut auf dem Rad- ich hoffe du kannst es bald alleine. (Oder wir kaufen Stützräder)
Wir lesen Janosch und er trifft irgendwie genau Deinen Humor, denn du merkst dir allerhand Janoschzitate.
Seit Tagen hörst du jeden Tag mindestens einmal das gleiche Hörspiel: Kleine Prinzessin. Gute Nacht. Du kannst alles wortwörtlich mitsprechen und willst es immer und immer wieder hören um das Gelernte zu verfeinern.
Die Warum-Phase ist jetzt ziemlich dominant.
Du interessierst dich jetzt wirklich sehr für unseren Hund. du fandest Luca schon immer gut, aber jetzt spielst du ganz viel mit ihr. So ist eine Deiner Lieblingsbeschäftigungen gerade mit dem Hund draussen fangen spielen. Du rennst dem Hund kreuz und quer durch die Gegend nach und luca ist dabei total lustig, weil sie demonstrativ langsam vor Dir wegläuft.
Du liebst es zu pickniken und wir essen deshalb oft draussen. Jetzt ist es auf unserem Balkon auch toll warm und sonnig.
Ich habe das Gefühl, dass dich beim Vorlesen mehr die spannenden Wörter als der Inhalt interessieren. So läßt du dir zum Beispiel mit Vorliebe aus dem Ritter Rost Kochbuch Rezepte vorlesen und R. und ich sterben vor Langeweile.
Ich habe während der Eingewöhnung gemerkt, dass du im Vergleich zu Gleichaltrigen Kindern in deiner ziemlich groß bist und echt gut sprichst.
Du kannst es kaum erwarten, bis du nur mit Rock und Strumpfhose nach draußen kannst. Der Inbegriff von Eleganz- in Deinen Augen. Ich glaube morgen ist es soweit.
Nur müde macht dich die ganze Sache. Jetzt bist du manchmal nachmittags ganz schön wütend. Vielleicht sind es auch die vielen neuen Eindrücke. Mal schauen.
Du hast einen Kopffüßler gemalt und dann noch 3-4 weitere- jetzt malst du wieder "nur" Striche und Kreise- hübsch aufgereiht- sozusagen einen Kopffüßler-Bausatz.
Du fängst an polnische Wörter in deine Alltagssprache einzubinden.- Toll ist, dass du eine polnische Erzieherin hast, die mit dir polnisch reden kann und die du nach neuen Wörtern löchern kannst.
Du hast dir heute zum ersten mal deine beiden Socken ganz alleine angezogen.
Du magst unseren Wäldchen-Garten sehr. Zwar hast du dich heute Nachmittag total vor dem Specht gefürchtet und die Schnecke fandest du auch eklig und überhaupt sind Dir alle Tiere im Garten noch suspekt- aber wir arbeiten dran. Die Saison hat ja erst begonnen. ;-) Aber abgesehen davon genießt du die Zeit im Garten total, gräbst in der Erde, spielst mit dem Hund, gießt die Blumen und willst nie nach Hause.
Du schaust dir jetzt jeden Abend einen Stapel Bücher an, bevor du schläfst. Du gehst immer noch um 19Uhr schlafen- manchmal schon um 18Uhr und stehst zwischen 6-7Uhr auf- also ziemlich früh für unsere Verhältnisse.
Gestern hast du auf dem Flohmarkt ein Fahrrad angehimmelt, was wir dann für 5€ gekauft haben und tapfer haben R. und ich mit Dir Radfahren geübt. Du bist stolz wie Bolle und weinst immer total wenn wir nicht mehr können. Neben einem winzigen Rad in gebückter Haltung zu rennen macht furchtbare Rückenschmerzen. R. hat sich schon eine Diclo-Tablette eingeworfen. Bei mir zwickt es auch schon. Irgendwie scheinen wir zu alt und gebrechlich für die Elternschafft zu sein. Aber du machst dich gut auf dem Rad- ich hoffe du kannst es bald alleine. (Oder wir kaufen Stützräder)
Wir lesen Janosch und er trifft irgendwie genau Deinen Humor, denn du merkst dir allerhand Janoschzitate.
Seit Tagen hörst du jeden Tag mindestens einmal das gleiche Hörspiel: Kleine Prinzessin. Gute Nacht. Du kannst alles wortwörtlich mitsprechen und willst es immer und immer wieder hören um das Gelernte zu verfeinern.
Die Warum-Phase ist jetzt ziemlich dominant.
Du interessierst dich jetzt wirklich sehr für unseren Hund. du fandest Luca schon immer gut, aber jetzt spielst du ganz viel mit ihr. So ist eine Deiner Lieblingsbeschäftigungen gerade mit dem Hund draussen fangen spielen. Du rennst dem Hund kreuz und quer durch die Gegend nach und luca ist dabei total lustig, weil sie demonstrativ langsam vor Dir wegläuft.
Du liebst es zu pickniken und wir essen deshalb oft draussen. Jetzt ist es auf unserem Balkon auch toll warm und sonnig.
Ich habe das Gefühl, dass dich beim Vorlesen mehr die spannenden Wörter als der Inhalt interessieren. So läßt du dir zum Beispiel mit Vorliebe aus dem Ritter Rost Kochbuch Rezepte vorlesen und R. und ich sterben vor Langeweile.
Ich habe während der Eingewöhnung gemerkt, dass du im Vergleich zu Gleichaltrigen Kindern in deiner ziemlich groß bist und echt gut sprichst.
Du kannst es kaum erwarten, bis du nur mit Rock und Strumpfhose nach draußen kannst. Der Inbegriff von Eleganz- in Deinen Augen. Ich glaube morgen ist es soweit.
Donnerstag, 17. März 2011
4. Tag der Eingewöhnung
Das Kind ist nun ein wirkliches Kitakind.
Wir hatten heute morgen nochmal drüber geredet, dass ich gleich wieder gehe, nachdem ich sie hinbringe. Ich habe gesagt, dass ich mich in ein Café in der Nähe setze und wenn sie traurig ist, dann kann der Erzieher mich anrufen und ich komme.
Das fand sie gut.
(Ich war tatsächlich in dem Cafe, aber dann in der letzten Stunde vor dem Abholen bin ich eigentlich immer um den Block spaziert und habe dauernd auf die Uhr geschaut. Ich habe mir sogar Zigaretten gekauft, obwohl ich eigentlich schon lange nicht mehr rauche- und auch vorher war ich nur Gelegenheitsraucherin, die nie eigene Zigaretten hatte.)
Also habe ich sie reingebracht und ausgezogen und weg war sie. Ich bin hinterher und habe mich verabschiedet, aber da war sie schon im "Kitamodus" und kaum mehr ansprechbar.
Alles lief super.
Als ich sie abgeholt habe, war sie total vergnügt und wollte eigentlich gerne noch dableiben.
Morgen geht sie wieder hin, hat sie gesagt.
Ich freue mich. Sie ist echt froh.
Der Erzieher hat gesagt, dass es echt Spaß mit ihr macht und sie äußerst witzig ist....das ist mir auch schon aufgefallen. ;-)
Wir hatten heute morgen nochmal drüber geredet, dass ich gleich wieder gehe, nachdem ich sie hinbringe. Ich habe gesagt, dass ich mich in ein Café in der Nähe setze und wenn sie traurig ist, dann kann der Erzieher mich anrufen und ich komme.
Das fand sie gut.
(Ich war tatsächlich in dem Cafe, aber dann in der letzten Stunde vor dem Abholen bin ich eigentlich immer um den Block spaziert und habe dauernd auf die Uhr geschaut. Ich habe mir sogar Zigaretten gekauft, obwohl ich eigentlich schon lange nicht mehr rauche- und auch vorher war ich nur Gelegenheitsraucherin, die nie eigene Zigaretten hatte.)
Also habe ich sie reingebracht und ausgezogen und weg war sie. Ich bin hinterher und habe mich verabschiedet, aber da war sie schon im "Kitamodus" und kaum mehr ansprechbar.
Alles lief super.
Als ich sie abgeholt habe, war sie total vergnügt und wollte eigentlich gerne noch dableiben.
Morgen geht sie wieder hin, hat sie gesagt.
Ich freue mich. Sie ist echt froh.
Der Erzieher hat gesagt, dass es echt Spaß mit ihr macht und sie äußerst witzig ist....das ist mir auch schon aufgefallen. ;-)
Mittwoch, 16. März 2011
Kitatag 3 und ansonsten ziemliches Pech
Also, der heutige Tag gehört nicht zu meinen Lieblingstagen.
Irgendwie war das Zeitmanagement heute morgen nicht ganz perfekt. Der Regen hatte den Fahrradhänger unter Wasser gesetzt und wir mussten die 2km zur Kita mit Kinderwagen im Laufschritt zurücklegen. Ich hatte sowohl Geld wie auch Handy zu Hause vergessen und deshalb wurde aus dem ersten mal Kind in der Kita lassen und 20 Minuten lang Kaffee kaufen gehen (den ich heute morgen sehr nötig gehabt hätte) 20 Minuten lang im Treppenhaus vor der Tür stehen.
Eingewöhnung lief aber prima. Das Kind freute sich in der Kita anzukommen, sagte "Ja ist gut, Tschüss" als ich mich für besagte 20 Minuten verabschiedete und beachtete mich auch nicht, als ich wiederkam. Sie hat zum ersten mal beim Morgenkreis mitgemacht und war ganz begeistert und dann wurde wieder gemalt und gebastelt, sie wollte wieder raus in den Sandkastenund fand den Bewegungsraum ganz prima.
Der Erzieher sagte, dass es so toll läuft, dass ich sie einfach morgen um 9Uhr zum Frühstück bringen soll und nach dem Mittagessen um halb eins abholen kann.
Das hat mich total überrumpelt. Von 20Minuten auf 3,5 Stunden. (Und länger wollen wir sie dieses Jahr auch gar nicht schicken).
Der Erzieher sagt, es läuft prima.
Morgen wollen sie auf den großen Spielplatz in der Nähe und das Kind soll im Rucksack ein zweites Frühstück mitbringen.
Und weil das Kind großer Picknickfan ist und es auch irgendwie schlüssig erscheint, dass ich bei dem Ausflug nicht mitmache, scheint es auch okay zu sein, dass ich dann gehe nach dem Bringen. Zumindest heute Abend in der Theorie. Sie sagt zwar, dass ich auf jeden Fall mitkommen soll, aber dann findet sie es auch in Ordnung, wenn ich sage, dass ich sie nach dem Mittagessen doch einfach abholen kann.
Ich bin ganz schön aufgeregt.
Ich bin hin und hergerissen. Auf der einen Seite sehe ich, dass sie wirklich super viel Spaß hat und die Kita ein riesiges Abenteuer für sie ist. Dort gibt es Spielsachen, die sie hier nicht hat und die Kinder haben wirklich total viele Möglichkeiten.
Ich finde auch, dass die Kinder in ihrer Gruppe nett sind und sie fühlt sich sichtlich wohl.
Andererseits finde ich einfach, dass so eine "Kitasituation" eine seltsame Sache ist. Eigentlich bin ich überzeugt davon, dass die Ablösung von Seiten des Kindes erfolgen sollte und nicht durch mich herbeigeführt werden muss. (Aber vielleicht löst sie sich ja gerade total freiwillig?)
Und es widerstrebt übrigens allen meinen Überzeugungen sie morgen da trotzdem da zu lassen, auch wenn sie sagt, dass ich nicht gehen soll.
Wir machen ja hier auch Eingewöhnungen bei uns zu Hause mit unseren Betreuungskindern. Mir ist bewusst, dass Kinder manchmal eben traurig sind, wenn die Eltern gehen, aber gleich nachdem die Tür zugefallen ist, sich wieder entspannen und auf die Situation hier einstellen können.
Trotzdem finde ich es eigentlich nicht richtig.
Das man die Kinder "zu ihrem Glück zwingt". Ich glaube bei jedem Kind kommt irgendwann der Moment, dass es einfach von sich aus, die Eltern weghaben möchte. Bei manchen Kindern ist das vielleicht mit 3 und ein anderen mit 7 Jahren. Klar, man muss arbeiten usw. - ich spreche hier auch von einer Idealsituation.
Wir sind ja auch tatsächlich gerade in der luxuriösen Situation, dass keine NOTWENDIGKEIT besteht, dass das Kind in die Kita geht.
Es soll einfach ein Angebot sein. Und dieses Angebot scheint ihr ja auch sehr zu gefallen.
Heute habe ich irgendwie das Gefühl, dass wir aus Versehen und ganz plötzlich in die Situation gekommen sind, dass das Kind nun Vormittags fremdbetreut wird.
Das ist natürlich Quatsch. Seit Monaten wissen wir, dass sie in die Kita kommen wird. Wir hatten das Gefühl, dass sie lieber mit Gleichaltrigen spielen möchte, als mit den Kleinen bei uns. Und dass wir die Kinderbetreuung auf den Vormittags verschieben wollen und die Nachmittage mit dem Kind frei zu haben.
Aber irgendwie überrumpelt mich das trotzdem alles gerade ziemlich.
Vielleicht bin ich auch nur schräg drauf. Bisschen zu wenig Schlaf, weil das Kind gerade schon um 6Uhr aufsteht, R. und ich unsere Schlafenszeiten aber noch nicht angepasst haben. Und das Kind ist ja echt froh gerade und hat ja eigentlich keine Ablösungsprobleme..... was ein Glück.
Und blöd ist der Tag, weil wir eine Absage für die schöne Wohnung bekommen haben.
Irgendwie war das Zeitmanagement heute morgen nicht ganz perfekt. Der Regen hatte den Fahrradhänger unter Wasser gesetzt und wir mussten die 2km zur Kita mit Kinderwagen im Laufschritt zurücklegen. Ich hatte sowohl Geld wie auch Handy zu Hause vergessen und deshalb wurde aus dem ersten mal Kind in der Kita lassen und 20 Minuten lang Kaffee kaufen gehen (den ich heute morgen sehr nötig gehabt hätte) 20 Minuten lang im Treppenhaus vor der Tür stehen.
Eingewöhnung lief aber prima. Das Kind freute sich in der Kita anzukommen, sagte "Ja ist gut, Tschüss" als ich mich für besagte 20 Minuten verabschiedete und beachtete mich auch nicht, als ich wiederkam. Sie hat zum ersten mal beim Morgenkreis mitgemacht und war ganz begeistert und dann wurde wieder gemalt und gebastelt, sie wollte wieder raus in den Sandkastenund fand den Bewegungsraum ganz prima.
Der Erzieher sagte, dass es so toll läuft, dass ich sie einfach morgen um 9Uhr zum Frühstück bringen soll und nach dem Mittagessen um halb eins abholen kann.
Das hat mich total überrumpelt. Von 20Minuten auf 3,5 Stunden. (Und länger wollen wir sie dieses Jahr auch gar nicht schicken).
Der Erzieher sagt, es läuft prima.
Morgen wollen sie auf den großen Spielplatz in der Nähe und das Kind soll im Rucksack ein zweites Frühstück mitbringen.
Und weil das Kind großer Picknickfan ist und es auch irgendwie schlüssig erscheint, dass ich bei dem Ausflug nicht mitmache, scheint es auch okay zu sein, dass ich dann gehe nach dem Bringen. Zumindest heute Abend in der Theorie. Sie sagt zwar, dass ich auf jeden Fall mitkommen soll, aber dann findet sie es auch in Ordnung, wenn ich sage, dass ich sie nach dem Mittagessen doch einfach abholen kann.
Ich bin ganz schön aufgeregt.
Ich bin hin und hergerissen. Auf der einen Seite sehe ich, dass sie wirklich super viel Spaß hat und die Kita ein riesiges Abenteuer für sie ist. Dort gibt es Spielsachen, die sie hier nicht hat und die Kinder haben wirklich total viele Möglichkeiten.
Ich finde auch, dass die Kinder in ihrer Gruppe nett sind und sie fühlt sich sichtlich wohl.
Andererseits finde ich einfach, dass so eine "Kitasituation" eine seltsame Sache ist. Eigentlich bin ich überzeugt davon, dass die Ablösung von Seiten des Kindes erfolgen sollte und nicht durch mich herbeigeführt werden muss. (Aber vielleicht löst sie sich ja gerade total freiwillig?)
Und es widerstrebt übrigens allen meinen Überzeugungen sie morgen da trotzdem da zu lassen, auch wenn sie sagt, dass ich nicht gehen soll.
Wir machen ja hier auch Eingewöhnungen bei uns zu Hause mit unseren Betreuungskindern. Mir ist bewusst, dass Kinder manchmal eben traurig sind, wenn die Eltern gehen, aber gleich nachdem die Tür zugefallen ist, sich wieder entspannen und auf die Situation hier einstellen können.
Trotzdem finde ich es eigentlich nicht richtig.
Das man die Kinder "zu ihrem Glück zwingt". Ich glaube bei jedem Kind kommt irgendwann der Moment, dass es einfach von sich aus, die Eltern weghaben möchte. Bei manchen Kindern ist das vielleicht mit 3 und ein anderen mit 7 Jahren. Klar, man muss arbeiten usw. - ich spreche hier auch von einer Idealsituation.
Wir sind ja auch tatsächlich gerade in der luxuriösen Situation, dass keine NOTWENDIGKEIT besteht, dass das Kind in die Kita geht.
Es soll einfach ein Angebot sein. Und dieses Angebot scheint ihr ja auch sehr zu gefallen.
Heute habe ich irgendwie das Gefühl, dass wir aus Versehen und ganz plötzlich in die Situation gekommen sind, dass das Kind nun Vormittags fremdbetreut wird.
Das ist natürlich Quatsch. Seit Monaten wissen wir, dass sie in die Kita kommen wird. Wir hatten das Gefühl, dass sie lieber mit Gleichaltrigen spielen möchte, als mit den Kleinen bei uns. Und dass wir die Kinderbetreuung auf den Vormittags verschieben wollen und die Nachmittage mit dem Kind frei zu haben.
Aber irgendwie überrumpelt mich das trotzdem alles gerade ziemlich.
Vielleicht bin ich auch nur schräg drauf. Bisschen zu wenig Schlaf, weil das Kind gerade schon um 6Uhr aufsteht, R. und ich unsere Schlafenszeiten aber noch nicht angepasst haben. Und das Kind ist ja echt froh gerade und hat ja eigentlich keine Ablösungsprobleme..... was ein Glück.
Und blöd ist der Tag, weil wir eine Absage für die schöne Wohnung bekommen haben.
Dienstag, 15. März 2011
Kita Tag 2. der Eingewöhnung
Das Kind wollte heute morgen eigentlich lieber mit R. in die Kita. Das geht leider nicht, weil nur ein Elternteil die Eingewöhnung machen soll. Sie war dann aber zum Glück schnell einverstanden.
Das selbsternannte "Kitamädchen" war ganz aufgeregt und hat sich auf den Kitavormittag gefreut. Dort angekommen rannte sie auch sofort rein.
Alerdings kontaktierte sie mich schon um einiges öfter, als gestern noch. (Gestern waren es nämlich genau null mal). Ich sollte ihr helfen beim Klettern und ich sollte mit raus zum Sandkasten und mit ihr aufs Klo gehen.
Das habe ich dann natürlich auch alles gemacht. Dann ist sie wieder alleine los.
Sie fand es wieder toll, hat auch mit anderen Kindern gespielt und mit Wasserfarben gemalt, war als Prinzessin verkleidet, hat sich mit ihrer neuen Zahnbürste die Zähne geputzt und freut sich schon total, dass sie morgen dort Mittagessen darf.
Morgen soll ich auch mal für 10Minuten was "erledigen gehen".
Ich mag die Kita, weil die Kinder wirklich meistens machen können, wozu sie Lust haben. Das finde ich echt wichtig, Sie können immer dann raus, wann sie möchten, zu jeder Zeit mit den Wasserfarben malen, sie können sich in der ganzen Kita frei bewegen, alles ist in Kinderhöhe gelagert und der Betreuungsschlüssel ist auch super.
Woran ich mich wirklich noch gewöhnen muss, ist, dass das Kind nun 3-4 Stunden am Tag Dinge erleben wird, bei denen weder R. noch ich dabei sein werden.
Oder, dass andere Erwachsene dem Kind sagen, was richtig und was falsch ist.
Ein verrückter Gedanke, der sich völlig meiner Vorstellungskraft entzieht.
Aber ich bin ja auch noch in der Eingewöhnung.
Ob ich alles Erzieher gerne habe, wird sich noch rausstellen.
Das selbsternannte "Kitamädchen" war ganz aufgeregt und hat sich auf den Kitavormittag gefreut. Dort angekommen rannte sie auch sofort rein.
Alerdings kontaktierte sie mich schon um einiges öfter, als gestern noch. (Gestern waren es nämlich genau null mal). Ich sollte ihr helfen beim Klettern und ich sollte mit raus zum Sandkasten und mit ihr aufs Klo gehen.
Das habe ich dann natürlich auch alles gemacht. Dann ist sie wieder alleine los.
Sie fand es wieder toll, hat auch mit anderen Kindern gespielt und mit Wasserfarben gemalt, war als Prinzessin verkleidet, hat sich mit ihrer neuen Zahnbürste die Zähne geputzt und freut sich schon total, dass sie morgen dort Mittagessen darf.
Morgen soll ich auch mal für 10Minuten was "erledigen gehen".
Ich mag die Kita, weil die Kinder wirklich meistens machen können, wozu sie Lust haben. Das finde ich echt wichtig, Sie können immer dann raus, wann sie möchten, zu jeder Zeit mit den Wasserfarben malen, sie können sich in der ganzen Kita frei bewegen, alles ist in Kinderhöhe gelagert und der Betreuungsschlüssel ist auch super.
Woran ich mich wirklich noch gewöhnen muss, ist, dass das Kind nun 3-4 Stunden am Tag Dinge erleben wird, bei denen weder R. noch ich dabei sein werden.
Oder, dass andere Erwachsene dem Kind sagen, was richtig und was falsch ist.
Ein verrückter Gedanke, der sich völlig meiner Vorstellungskraft entzieht.
Aber ich bin ja auch noch in der Eingewöhnung.
Ob ich alles Erzieher gerne habe, wird sich noch rausstellen.
Montag, 14. März 2011
Kita
Das Kind ist ein "Kitamädchen" hat sie heute auf dem Weg zur Kita verkündet.
Der erste Tag der Eingewöhnung lief erwartungsgemäß prima. Alles war neu und spannend und der Erzieher hat sich in den zwei Stunden nur um das Kind gekümmert. Ich saß rum wurde kein bisschen benötigt und habe gelesen. Das Kind und der Erzieher haben mit den anderen Kindern Puppenhaus gespielt, waren in der Kinderküche, haben mit Wasserfarben gemalt und das Kind hat sich als Clown verkleidet. Dann haben sie gebastelt und waren draußen in der Sandkiste.
Das alles fand das "Kitamädchen" super.
Dann sind wir nach zwei Stunden nach Hause und das Kind will morgen wieder hin. Soweit so gut.
Wir haben uns am Samstag eine superschöne Wohnung angesehen, die wir auch bezahlen könnten und die sogar nicht bombastisch weit weg zu der Kita ist.
Bewerbung war nach 20 Minuten bei der Hausverwaltung, ich habe da auch gleich angerufen um zu versichern, dass wir die Wohnung lieben und sie hegen und pflegen würden- jetzt heißt es abwarten und Daumen drücken.
Altbau, in einem Zimmer liegt echtes tolles Parkett, in den anderen beiden Dielen, es gibt eine Badewanne, eine tolle Kammer neben der Küche, einen Balkon, alte Flügeltüren und Stuck an der Decke. Für 82qm beträgt die Miete 665€/warm. Der einzige Hacken ist, dass warm Wasser über einen Durchlauferhitzer läuft. Geheizt wird mit Fernwärme.
Was zahlt man so an Strom bei einem Durchlauferhitzer? Wir sind tendenziell Menschen die mindestens einmal am Tag duschen und eigentlich auch heiß und nicht so kurz....wobei wir an der Dauer auch arbeiten könnten.
Na ja, es gab natürlich neben uns auch noch zahlreiche andere Interessenten- also hoffen wir auf unser Glück.
Am Sonntag waren wir im Wäldchen-Garten und haben die Styropordecke abgemacht und den umgefallenen Zaun auseinandergebaut.
Das Kind ist total gerne draußen. Sie will eigentlich immer raus.
Und sie liebt den Garten. Ich sehe schon, das wird ein feiner Sommer.
Der erste Tag der Eingewöhnung lief erwartungsgemäß prima. Alles war neu und spannend und der Erzieher hat sich in den zwei Stunden nur um das Kind gekümmert. Ich saß rum wurde kein bisschen benötigt und habe gelesen. Das Kind und der Erzieher haben mit den anderen Kindern Puppenhaus gespielt, waren in der Kinderküche, haben mit Wasserfarben gemalt und das Kind hat sich als Clown verkleidet. Dann haben sie gebastelt und waren draußen in der Sandkiste.
Das alles fand das "Kitamädchen" super.
Dann sind wir nach zwei Stunden nach Hause und das Kind will morgen wieder hin. Soweit so gut.
Wir haben uns am Samstag eine superschöne Wohnung angesehen, die wir auch bezahlen könnten und die sogar nicht bombastisch weit weg zu der Kita ist.
Bewerbung war nach 20 Minuten bei der Hausverwaltung, ich habe da auch gleich angerufen um zu versichern, dass wir die Wohnung lieben und sie hegen und pflegen würden- jetzt heißt es abwarten und Daumen drücken.
Altbau, in einem Zimmer liegt echtes tolles Parkett, in den anderen beiden Dielen, es gibt eine Badewanne, eine tolle Kammer neben der Küche, einen Balkon, alte Flügeltüren und Stuck an der Decke. Für 82qm beträgt die Miete 665€/warm. Der einzige Hacken ist, dass warm Wasser über einen Durchlauferhitzer läuft. Geheizt wird mit Fernwärme.
Was zahlt man so an Strom bei einem Durchlauferhitzer? Wir sind tendenziell Menschen die mindestens einmal am Tag duschen und eigentlich auch heiß und nicht so kurz....wobei wir an der Dauer auch arbeiten könnten.
Na ja, es gab natürlich neben uns auch noch zahlreiche andere Interessenten- also hoffen wir auf unser Glück.
Am Sonntag waren wir im Wäldchen-Garten und haben die Styropordecke abgemacht und den umgefallenen Zaun auseinandergebaut.
Das Kind ist total gerne draußen. Sie will eigentlich immer raus.
Und sie liebt den Garten. Ich sehe schon, das wird ein feiner Sommer.
Mittwoch, 9. März 2011
Kopffüßler! Yeah!!!!
Noch ist das Foto-Kabel nicht gefunden, dabei ist da ein Bild drauf, bei dessen Anblick mein Herz hüpft. Das Kind hat heute einen Kopffüßler gemalt!!!!! Da lachen die Herzen der beiden Pädagogeneltern.
Es ist völlig verrückt. Sie malte bisher ausschließlich krikelkrakel...seit ein paar Wochen fing sie an Striche zu zeichnen, fein säuberlich einen neben dem anderen. Nie hat sie den Anspruch darauf erhoben, dass es bestimmte Gegenstände oder Personen sind, die sie malt. Und heute- ganz plötzlich einen kompletten klassischen Kopffüßler: Papa-R. Mit Kopfbauch, zwei Armen, zwei Beinen, Augen, Mund und Nase. Ihr merkt schon- ich bin ein fanatischer Kopffüßlerfan
Die Technik ist auch super. Sie malt alles auf dem Kopf- aber alles ist genau richtig platziert und einfach künstlerisch sehr wertvoll ;-)
Und ein zweiter Tageshöhepunkt war, als sie unserem Besuch erklärte: "Schau mal, das ist meine Puppe Mixer- benannt nach einem Rührgerät" Ich habe keine Ahnung woher sie den Ausdruck "benennen" oder "Rührgerät" kennt.
Am Montag war der kleine Bruder auf Zeit bei seiner Oma im Rheinland und wir hatten hier sozusagen frei und sind zu Feier des Tages in den Zoo gegangen.
Am tollsten fand das Kind dieses mal die Otter:
"Ich will auch ein Otter sein! Ich will ohne Taucherbrille tauchen und Fisch essen und so einen tollen Schwanz haben" gab sie wütend und sehr laut zum Besten. Dann standen wir da eine halbe Stunde und haben die Kerlchen beobachtet.
Ansonsten war ich gestern in der Stadtbücherei und habe einen Haufen Kinderbücher und die Lernbücher meiner vergangenen Klausur zurückgegeben und (wie fast immer) eine saftige Strafe bezahlt, weil ich die Leihfrist überzogen habe. (Also ehrlich, ich habe der Stadtbücherei sicher schon soviel Geld gegeben, seit ich in Berlin wohne, dass sie sich ohne Probleme eine fette Nähmaschine kaufen könnte.)
Na ja, aber was ich eigentlich sagen wollte, ist, dass ich dort eine sehr tolle Dissertation zu genau meinem nächsten Prüfungsthema gefunden habe. Eine Arbeit über den Schreibstil der polnischen Schriftstellerin Hanna Krall.
Sie ist übrigens einer sehr spannende Frau und ich kenne und liebe alle ihre Bücher. Sie schreibt über Einzelschicksale von polnischen Juden während des Holocaust- sehr empfehlenswert.
Jetzt gehe ich mal ins Bett- heute morgen war ich nämlich dran mit Aufstehen (R. und ich wechseln uns morgens ab) und das Kind wollte leider schon um 5Uhr aufstehen. Daran war ich nicht ganz unschuldig.
Das Kind trägt ja seit fast einem Jahr tagsüber keine Windel mehr.
Nachts hat sie noch eine an, aber eigentlich wacht sie schon seit Monaten auf und nutzt ihr Töpfchen, wenn sie muss.
Die Windel ist eigentlich immer trocken. Also hat sie gestern Abend keine angezogen. Und heute morgen um 5Uhr sprachs neben mir: "Ich bin ganz nass, der Schlafsack ist ganz nass".
Dannach kuschelte sie sich zwar noch brav zu mir und R. unter die Decke, aber an wieder Einschlafen war nicht mehr zu denken. Sie quatschte fröhlich vor sich hin. Hat sich noch total kooperativ 20Minuten lang Bücher im Bett angeschaut- aber dann doch beschlossen, dass sie nun aufstehen und frühstücken will.
Müüüüde.
Edit:
ich habe mir einfach ein neues Kabel gekauft:
Tatatatata: Hier ist er- der tolle süße, gigantische und erster Kopffüßler:
Es ist völlig verrückt. Sie malte bisher ausschließlich krikelkrakel...seit ein paar Wochen fing sie an Striche zu zeichnen, fein säuberlich einen neben dem anderen. Nie hat sie den Anspruch darauf erhoben, dass es bestimmte Gegenstände oder Personen sind, die sie malt. Und heute- ganz plötzlich einen kompletten klassischen Kopffüßler: Papa-R. Mit Kopfbauch, zwei Armen, zwei Beinen, Augen, Mund und Nase. Ihr merkt schon- ich bin ein fanatischer Kopffüßlerfan
Die Technik ist auch super. Sie malt alles auf dem Kopf- aber alles ist genau richtig platziert und einfach künstlerisch sehr wertvoll ;-)
Und ein zweiter Tageshöhepunkt war, als sie unserem Besuch erklärte: "Schau mal, das ist meine Puppe Mixer- benannt nach einem Rührgerät" Ich habe keine Ahnung woher sie den Ausdruck "benennen" oder "Rührgerät" kennt.
Am Montag war der kleine Bruder auf Zeit bei seiner Oma im Rheinland und wir hatten hier sozusagen frei und sind zu Feier des Tages in den Zoo gegangen.
Am tollsten fand das Kind dieses mal die Otter:
"Ich will auch ein Otter sein! Ich will ohne Taucherbrille tauchen und Fisch essen und so einen tollen Schwanz haben" gab sie wütend und sehr laut zum Besten. Dann standen wir da eine halbe Stunde und haben die Kerlchen beobachtet.
Ansonsten war ich gestern in der Stadtbücherei und habe einen Haufen Kinderbücher und die Lernbücher meiner vergangenen Klausur zurückgegeben und (wie fast immer) eine saftige Strafe bezahlt, weil ich die Leihfrist überzogen habe. (Also ehrlich, ich habe der Stadtbücherei sicher schon soviel Geld gegeben, seit ich in Berlin wohne, dass sie sich ohne Probleme eine fette Nähmaschine kaufen könnte.)
Na ja, aber was ich eigentlich sagen wollte, ist, dass ich dort eine sehr tolle Dissertation zu genau meinem nächsten Prüfungsthema gefunden habe. Eine Arbeit über den Schreibstil der polnischen Schriftstellerin Hanna Krall.
Sie ist übrigens einer sehr spannende Frau und ich kenne und liebe alle ihre Bücher. Sie schreibt über Einzelschicksale von polnischen Juden während des Holocaust- sehr empfehlenswert.
Jetzt gehe ich mal ins Bett- heute morgen war ich nämlich dran mit Aufstehen (R. und ich wechseln uns morgens ab) und das Kind wollte leider schon um 5Uhr aufstehen. Daran war ich nicht ganz unschuldig.
Das Kind trägt ja seit fast einem Jahr tagsüber keine Windel mehr.
Nachts hat sie noch eine an, aber eigentlich wacht sie schon seit Monaten auf und nutzt ihr Töpfchen, wenn sie muss.
Die Windel ist eigentlich immer trocken. Also hat sie gestern Abend keine angezogen. Und heute morgen um 5Uhr sprachs neben mir: "Ich bin ganz nass, der Schlafsack ist ganz nass".
Dannach kuschelte sie sich zwar noch brav zu mir und R. unter die Decke, aber an wieder Einschlafen war nicht mehr zu denken. Sie quatschte fröhlich vor sich hin. Hat sich noch total kooperativ 20Minuten lang Bücher im Bett angeschaut- aber dann doch beschlossen, dass sie nun aufstehen und frühstücken will.
Müüüüde.
Edit:
ich habe mir einfach ein neues Kabel gekauft:
Tatatatata: Hier ist er- der tolle süße, gigantische und erster Kopffüßler:
Samstag, 5. März 2011
wenn ich etwas Wichtiges an einen Platz lege an dem ich es sicher wiederfinde....
wenn ich etwas Wichtiges an einen Platz lege, an dem ich es sicher wiederfinde, dann ist es mit ziemlicher Sicherheit für immer, oder zumindest für längere Zeit verloren.
Ich erinnere mich, dass ich das Fotoapparatkabel an solch einen sicheren Ort gelegt habe....und nun suche ich diesen sicheren Ort schon seit Tagen.
Deshalb heute keine Bilder.
Meine Klausur ist rum. Ich habe keine Ahnung, welche Note ich bekomme, aber vermutlich habe ich bestanden.
Dieses "keine Ahnung" Gefühl kommt auch nicht daher, dass ich zu wenig gelernt habe.... es ist so, dass meine Professorin, die ich wirklich mag, weil sie sowohl meine Magisterarbeit, wie auch meine mündliche Prüfung gut bewertet hat, findet, dass jeglicher Dialog mit mir über die Themen "Wettbewerbsverzerrung" sei. Das heißt, ich habe gesagt: "Ich würde gerne die Klausur über Konzepte rassismuskritischer Bildungsarbeit schreiben".
Sie: "Gut".
Das war's.
Also habe ich mir eine Klausur zurechtgebastelt und bin davon ausgegangen, dass sie in der Prüfung dann eine mindestens 4-Zeilige Frage stellt, aus der der Schwerpunkt ersichtlich wird.
"Diskutieren Sie Konzepte der rassismuskritischen Bildungsarbeit", war dann die Frage. Ich habe also alles hingeschrieben, was ich mir so zurechtgelegt habe und mal sehen.
Hauptsache es ist rum.
Ich bin widererwartend irgendwie ein perfekter Prüfungstyp- wenn es so was gibt. Ich lerne ziemlich ausdauernd und bin kein bisschen aufgeregt vorher. Vor der Klausur war ich sogar ziemlich gelangweilt. Schon so gelangweilt, dass ich das Gefühl hatte, ein bisschen mehr Aufregung hätte meine Vorbereitungen bereichert. Aber trotzdem habe ich dann während der Klausur alles runtergerattert, was ich gelernt hatte. Ich hatte eine halbe Stunde Zeit gehabt mir am Schluss alles durchzulesen und bin dann 10min vor Abgabe gegangen.
Nur Spass macht mir das Lernen nicht so richtig.
Und jetzt kommt Germanistik....da stellen sich mir ja die Nackenhaare auf- das kann ich gar nicht, fürchte ich.
Anfang Mai will ich die mündliche machen und dann paar Wochen später die Klausur. Und dann wäre ich fertig. Puuh.
Themawechsel:
Gestern waren wir mal wieder in unserem Gärtchen.
Da wir ja keine Wohnung finden, die wir renovieren können, verlagern wir unseren Aktionismus eben in das 15qm Häuschen.
Wir haben alle Tapeten abgerissen und die ganze Holzverkleidung.
Als nächstes ist die hübsche Styropordecke dran.
Dann wird die Elektrik neu verlegt. Dann spachteln wir und streichen. Alle alten Möbel kommen weg.
Wir müssen jetzt mal den Kompost zu neuem Leben erwecken.
Ich freue mich drauf. Das Kind war gestern auch ganz fröhlich und ist mit dem Hund durchs hohe Gras gestampft.
Jetzt habe ich mal an Euch eine Frage.
Das Grundstück ist ja mitten im Wohngebiet. Trotzdem gibt es keinen Wasser und Abwasseranschluss. Den zu verlegen kostet ja sicher mehrere Tausend €uro und kommt nicht in Frage.
Früher kam das Wasser durch eine Elektropumpe. Den "Brunnen" gibt es auch noch, wir haben keine Ahnung ob der versandet ist- sehr wahrscheinlich. Er war mindestens 5 Jahre lang nicht in Betrieb. Als wir das Häuschen übernommen haben, lag da eine neue Elektropumpe. Uns ist völlig unklar, wie man die anschließt, die Anschlüsse die dran sind, passen auf den ersten Blick überhaupt nicht zu denen, die aus der Erde kommen.
Jetzt haben wir einige Fragen.
Kann man im Wohngebiet einfach so Wasser selbst Pumpen?
Wen beauftragt man, wenn man herausfinden will, ob der Brunnen noch funktioniert?
Was passiert, wenn er versandet ist?
Weil Wasser wäre irgendwie schon nett. Zum Kochen kann man sich sicher welches aus Berlin mitbringen. Aber das Kind will im Sommer planschen. Und wenn man da übernachtet, wäre ja sich mal zu waschen auch nicht schlecht.
Unser Klo braucht kein Wasser- das ist ja ein Trennkompostklo...aber Geschirr spülen....ah.... Wasser wäre einfach gut.
Habt ihr Gärtchen? Wie ist es da gelöst?
(ich habe übrigens prima Fotos von dem Brunnen gemacht, um sie Euch zu zeigen....aber das blöde Kabel....)
Ich erinnere mich, dass ich das Fotoapparatkabel an solch einen sicheren Ort gelegt habe....und nun suche ich diesen sicheren Ort schon seit Tagen.
Deshalb heute keine Bilder.
Meine Klausur ist rum. Ich habe keine Ahnung, welche Note ich bekomme, aber vermutlich habe ich bestanden.
Dieses "keine Ahnung" Gefühl kommt auch nicht daher, dass ich zu wenig gelernt habe.... es ist so, dass meine Professorin, die ich wirklich mag, weil sie sowohl meine Magisterarbeit, wie auch meine mündliche Prüfung gut bewertet hat, findet, dass jeglicher Dialog mit mir über die Themen "Wettbewerbsverzerrung" sei. Das heißt, ich habe gesagt: "Ich würde gerne die Klausur über Konzepte rassismuskritischer Bildungsarbeit schreiben".
Sie: "Gut".
Das war's.
Also habe ich mir eine Klausur zurechtgebastelt und bin davon ausgegangen, dass sie in der Prüfung dann eine mindestens 4-Zeilige Frage stellt, aus der der Schwerpunkt ersichtlich wird.
"Diskutieren Sie Konzepte der rassismuskritischen Bildungsarbeit", war dann die Frage. Ich habe also alles hingeschrieben, was ich mir so zurechtgelegt habe und mal sehen.
Hauptsache es ist rum.
Ich bin widererwartend irgendwie ein perfekter Prüfungstyp- wenn es so was gibt. Ich lerne ziemlich ausdauernd und bin kein bisschen aufgeregt vorher. Vor der Klausur war ich sogar ziemlich gelangweilt. Schon so gelangweilt, dass ich das Gefühl hatte, ein bisschen mehr Aufregung hätte meine Vorbereitungen bereichert. Aber trotzdem habe ich dann während der Klausur alles runtergerattert, was ich gelernt hatte. Ich hatte eine halbe Stunde Zeit gehabt mir am Schluss alles durchzulesen und bin dann 10min vor Abgabe gegangen.
Nur Spass macht mir das Lernen nicht so richtig.
Und jetzt kommt Germanistik....da stellen sich mir ja die Nackenhaare auf- das kann ich gar nicht, fürchte ich.
Anfang Mai will ich die mündliche machen und dann paar Wochen später die Klausur. Und dann wäre ich fertig. Puuh.
Themawechsel:
Gestern waren wir mal wieder in unserem Gärtchen.
Da wir ja keine Wohnung finden, die wir renovieren können, verlagern wir unseren Aktionismus eben in das 15qm Häuschen.
Wir haben alle Tapeten abgerissen und die ganze Holzverkleidung.
Als nächstes ist die hübsche Styropordecke dran.
Dann wird die Elektrik neu verlegt. Dann spachteln wir und streichen. Alle alten Möbel kommen weg.
Wir müssen jetzt mal den Kompost zu neuem Leben erwecken.
Ich freue mich drauf. Das Kind war gestern auch ganz fröhlich und ist mit dem Hund durchs hohe Gras gestampft.
Jetzt habe ich mal an Euch eine Frage.
Das Grundstück ist ja mitten im Wohngebiet. Trotzdem gibt es keinen Wasser und Abwasseranschluss. Den zu verlegen kostet ja sicher mehrere Tausend €uro und kommt nicht in Frage.
Früher kam das Wasser durch eine Elektropumpe. Den "Brunnen" gibt es auch noch, wir haben keine Ahnung ob der versandet ist- sehr wahrscheinlich. Er war mindestens 5 Jahre lang nicht in Betrieb. Als wir das Häuschen übernommen haben, lag da eine neue Elektropumpe. Uns ist völlig unklar, wie man die anschließt, die Anschlüsse die dran sind, passen auf den ersten Blick überhaupt nicht zu denen, die aus der Erde kommen.
Jetzt haben wir einige Fragen.
Kann man im Wohngebiet einfach so Wasser selbst Pumpen?
Wen beauftragt man, wenn man herausfinden will, ob der Brunnen noch funktioniert?
Was passiert, wenn er versandet ist?
Weil Wasser wäre irgendwie schon nett. Zum Kochen kann man sich sicher welches aus Berlin mitbringen. Aber das Kind will im Sommer planschen. Und wenn man da übernachtet, wäre ja sich mal zu waschen auch nicht schlecht.
Unser Klo braucht kein Wasser- das ist ja ein Trennkompostklo...aber Geschirr spülen....ah.... Wasser wäre einfach gut.
Habt ihr Gärtchen? Wie ist es da gelöst?
(ich habe übrigens prima Fotos von dem Brunnen gemacht, um sie Euch zu zeigen....aber das blöde Kabel....)
Mittwoch, 23. Februar 2011
Strebergärten und Rindermulch
Es gibt (in meinem Leben zumindest) Wörter die ich verdrehe.
Eines der berühmtesten ist Rindermulch.
Getrocknete Rinderkacke muss es wohl sein, habe ich mir erklärt. Wozu man es benutzt war mir ein Rätsel- und immer wenn ich es mal gesehen habe, war ich leicht verwirrt, weil es gar nicht aussah wie getrocknete Rinderkacke. Tiefgreifend habe ich mich jedoch nie damit auseinandergesetzt.
Bis....ich eines Tages...also genauer gesagt letztes Jahr....also mit 30 Jahren.....mit R. im Baumarkt war um genau diesen Rindermulch für unser Trennkompostklo in dem Wäldchen zu kaufen.
RindeNmulch???!!!! Ah.
Ich verstand sofort.
Eine Freundin von mir lebte 25 Jahre lang in der felsenfesten Annahme, dass viele Rentner sich in Strebergärten die Zeit vertreiben und strebsam bemüht sind den Rasen und die Hecken in Ordnung zu halten.
Und ihr so? Welche Erleuchtungen haben Euch so mittlerweile erreicht?
Eines der berühmtesten ist Rindermulch.
Getrocknete Rinderkacke muss es wohl sein, habe ich mir erklärt. Wozu man es benutzt war mir ein Rätsel- und immer wenn ich es mal gesehen habe, war ich leicht verwirrt, weil es gar nicht aussah wie getrocknete Rinderkacke. Tiefgreifend habe ich mich jedoch nie damit auseinandergesetzt.
Bis....ich eines Tages...also genauer gesagt letztes Jahr....also mit 30 Jahren.....mit R. im Baumarkt war um genau diesen Rindermulch für unser Trennkompostklo in dem Wäldchen zu kaufen.
RindeNmulch???!!!! Ah.
Ich verstand sofort.
Eine Freundin von mir lebte 25 Jahre lang in der felsenfesten Annahme, dass viele Rentner sich in Strebergärten die Zeit vertreiben und strebsam bemüht sind den Rasen und die Hecken in Ordnung zu halten.
Und ihr so? Welche Erleuchtungen haben Euch so mittlerweile erreicht?
Montag, 21. Februar 2011
ich explodiere gleich
mit der Wohnungssuche ist das so....manchmal ist es mir total egal- da weiß ich die Vorzüge unseres sonnigen Neubaus zu schätzen und denke, dass die perfekte Wohnung uns schon irgendwann mal treffen wird.
Aber manchmal ....JETZT....da halte ich es kaum mehr aus. Da möchte ich sooooo gerne eine neue Wohnung, dass mein magisches Denken mich dazu bringt auf das Telefon zu starren und ganz sicher zu sein, dass da gleich jemand anruft und mir eine nette Altbauwohnung hier in der Gegend anbietet.
Ich habe an 50Leute eine Rundmail geschickt, habe Tauschwilligen im Netz 1000€ geboten, habe Hausverwaltung angeschrieben und jetzt klicke ich alle paar Minuten auf den Posteingang meiner Mails in der Überzeugung, dass sich da gleich jemand meldet.
Wir haben wieder mal so eine Wohnung, die irgendwie schon okay ist, aber irgendwie zu klein mit 67qm ist, ich habe mir 1000 mal die Bilder angeschaut und den Film den R. bei der Besichtigung gedreht hat....und ich bin mir so unschlüssig. Denn eins ist klar- bei den Mietsteigungen gerade ist es Quatsch in zwei Jahren wieder zu suchen. Dann sind die Mieten noch teurer.
Aber wenn die Alternative ist, aus Kreuzberg wegzuziehen, den Kitaplatz den das Kind in zwei Wochen antritt wieder fallen zu lassen, unsere ganzen Betreuungskinder...ah das ist doch auch Käse.
Na ja, es gab heute auch durchaus nette Momente:
Eine kleine Stofflieferung von Frau Tulpe hängt gewaschen in der Sonne auf dem Balkon und das Kind hat alle ihre Puppen (eine mittelgroße und zwei klitzekleinen) Mixer genannt. Vielleicht auch Mixa: "Wo ist Mixa? Und dann noch die andere Mixa?"
Ich habe ihr daraufhin versucht die Vorzüge von verschiedenen Namen näher zu bringen- aber sie besteht drauf das sie alle Mixer heißen sollen.
Diese Namensgebung hat sich wohl gestern Abend schon ergeben, als ich gerade mit Wärmflasche am Bauch im Bett lag und geschlafen habe. Später wollte mir dann R. erzählen, wie alle Puppen heißen. Er: "Ganz lustig hat sie sie genannt- alle gleich, irgendwas mit X heißen die jetzt alle. Ah so, jetzt weiß ich es: Hexa!....*denk* oder so ähnlich."
Aber manchmal ....JETZT....da halte ich es kaum mehr aus. Da möchte ich sooooo gerne eine neue Wohnung, dass mein magisches Denken mich dazu bringt auf das Telefon zu starren und ganz sicher zu sein, dass da gleich jemand anruft und mir eine nette Altbauwohnung hier in der Gegend anbietet.
Ich habe an 50Leute eine Rundmail geschickt, habe Tauschwilligen im Netz 1000€ geboten, habe Hausverwaltung angeschrieben und jetzt klicke ich alle paar Minuten auf den Posteingang meiner Mails in der Überzeugung, dass sich da gleich jemand meldet.
Wir haben wieder mal so eine Wohnung, die irgendwie schon okay ist, aber irgendwie zu klein mit 67qm ist, ich habe mir 1000 mal die Bilder angeschaut und den Film den R. bei der Besichtigung gedreht hat....und ich bin mir so unschlüssig. Denn eins ist klar- bei den Mietsteigungen gerade ist es Quatsch in zwei Jahren wieder zu suchen. Dann sind die Mieten noch teurer.
Aber wenn die Alternative ist, aus Kreuzberg wegzuziehen, den Kitaplatz den das Kind in zwei Wochen antritt wieder fallen zu lassen, unsere ganzen Betreuungskinder...ah das ist doch auch Käse.
Na ja, es gab heute auch durchaus nette Momente:
Eine kleine Stofflieferung von Frau Tulpe hängt gewaschen in der Sonne auf dem Balkon und das Kind hat alle ihre Puppen (eine mittelgroße und zwei klitzekleinen) Mixer genannt. Vielleicht auch Mixa: "Wo ist Mixa? Und dann noch die andere Mixa?"
Ich habe ihr daraufhin versucht die Vorzüge von verschiedenen Namen näher zu bringen- aber sie besteht drauf das sie alle Mixer heißen sollen.
Diese Namensgebung hat sich wohl gestern Abend schon ergeben, als ich gerade mit Wärmflasche am Bauch im Bett lag und geschlafen habe. Später wollte mir dann R. erzählen, wie alle Puppen heißen. Er: "Ganz lustig hat sie sie genannt- alle gleich, irgendwas mit X heißen die jetzt alle. Ah so, jetzt weiß ich es: Hexa!....*denk* oder so ähnlich."
Sonntag, 20. Februar 2011
kunstschnee
Draussen ist es gerade sooooo kalt- zumindest fühlt es sich nach den paar Tagen mit milden Temperaturen so an.
Deshalb sind die Spaziergänge zwar häufig aber immer recht kurz. Am Wochenende waren R., das Kind und ich in der EuropacenterTherme und es war vor allem sauteuer....aber auch kuschelig warm. Und das Kind war hocherfreut.
Und sonst vertreiben wir uns gerade unsere Zeit mit "im Schnee spielen". Und zwar während wir im warmen Wohnzimmer sitzen.
Man fülle 100ml Wasser auf einen Teelöffel Pulver und innerhalb weniger Sekunden entsteht flockiger Schnee.
Die Kinder waren begeistert und es wurde geschippt, gebuddelt und gematscht. Wir haben Lebensmittelfarbe in eine Sprühflasche gefüllt und den Schnee damit gefärbt.
Auf jeden Fall ein großer Spass.
Freitag, 18. Februar 2011
Kriminelles Kreuzberg
Schön ist es hier in unserem Kreuzberg. Das finden glaube ich noch paar mehr Menschen... denn wir verzweifeln bei unserer Wohnungssuche. Ich habe das Gefühl, die Mieten sind schon wieder gestiegen.
Natürlich ist es hier aber auch wahnsinnig Großstadtgefährlich.... da erzählte mir doch gestern eine Bioladenverkäuferin meines Vertrauens, dass in der Wrangelstraße die gesamte letzte Woche ein Mann, der sich als Polizist verkleidet hat, Tempolimitsünder angehalten und um 20€ abgezockt hat.
Eine Woche lang hat der kreative Mensch so sein Geld verdient, bis die echte Polizei auf ihn aufmerksam wurde.
Ein Aufgebot an Zivilpolizisten machte sich gestern also auf um die Bevölkerung zu verhören. Klar, alle kannten ihn- allerdings nur in der Rolle des Polizisten.
Und an das Tempolimit von 20 haben sich in dieser Woche auch mehr Autofahrer gehalten ;-)
Super Geschichte- finde ich.
Ungefähr das gleiche Spiel haben unsere kleinen Neffen letztens gespielt. Es gibt Bilder, wie beide als Polizisten verkleidet Autos in ihrer Straße aufhalten. Ich glaube nur, sie haben vergessen das Geld zu kassieren.
Natürlich ist es hier aber auch wahnsinnig Großstadtgefährlich.... da erzählte mir doch gestern eine Bioladenverkäuferin meines Vertrauens, dass in der Wrangelstraße die gesamte letzte Woche ein Mann, der sich als Polizist verkleidet hat, Tempolimitsünder angehalten und um 20€ abgezockt hat.
Eine Woche lang hat der kreative Mensch so sein Geld verdient, bis die echte Polizei auf ihn aufmerksam wurde.
Ein Aufgebot an Zivilpolizisten machte sich gestern also auf um die Bevölkerung zu verhören. Klar, alle kannten ihn- allerdings nur in der Rolle des Polizisten.
Und an das Tempolimit von 20 haben sich in dieser Woche auch mehr Autofahrer gehalten ;-)
Super Geschichte- finde ich.
Ungefähr das gleiche Spiel haben unsere kleinen Neffen letztens gespielt. Es gibt Bilder, wie beide als Polizisten verkleidet Autos in ihrer Straße aufhalten. Ich glaube nur, sie haben vergessen das Geld zu kassieren.
Mittwoch, 16. Februar 2011
Mit 2 Jahren 7 Monaten und 9 Tagen....
....kommen manchmal Ängste auf. Das der Buggy die Treppen runterfällt, oder dass Monster kommen.
Ist man sehr kussig und küsst alle. Allerdings kaum ins Gesicht- lieber Hände, Beine, Rücken usw. Alle Gäste werden so verabschiedet gerade.
Man hat beschlossen nun polnisch zu lernen und hat in 3 Wochen schon einen Wortschatz von 20 Wörtern und zwei Liedern. Natürlich Akzentfrei und äußerst reizend.
Man beginnt nun wirklich versunken und konzentriert für sich alleine zu spielen- dabei singt man sich selbst erdachte Liedchen vor oder führt Selbstgespräche. Das ist echt toll- ich dachte, dass kommt nie. Nun sitzen R. und ich manchmal ganz still und völlig fasziniert daneben und tun so, als ob wir lesen würden und sind einfach total entzückt, wie groß sie schon ist.
Man kommt bald in die Kita und weiß noch nicht so recht was man davon halten soll. (Mal schauen wie sie die Eingewöhnung findet- gezwungen wird hier natürlich keiner. Wenns doof ist, muss sie nicht.)
Man war letztens auf dem zweiten Geburtstag des kleinen Bruders auf Zeit und sagte beim Abschied: "Danke, das war eine unvergessliche Party". (Und das ist wohl ein Zitat von Janosch).
Man kann eine Stunde auf dem Teppich sitzen und sich Bilderbücher anschauen.
Man hat schon sehr genaue Vorstellungen davon was chic ist, und der Geschmack deckt sich nicht unbedingt mit meinem oder R.s. Aber da lässt man auch gar nicht mit sich diskutieren. Der größte Herzenswunsch gerade wären rosa Ballerinas oder Lackhighheels.
Man hat von seinem Opa ein Dreirad bekommen und ist an ihm festgewachsen. In der Wohnung bewegt man sich quasi nur noch auf diesem Dreirad fort. (Und ich hatte ja Zweifel wozu man wohl ein Dreirad braucht- ich Blöde. Wie soll man sonst von der Küche bis zum Bad kommen?)
Man hat ziemlich gute Ideen- z.B. ist die Taucherbrille ein prima Windschutz, wenn es draußen stürmt. Die Leute haben was zu schauen. ;-)
Man ist jeden Tag ein anderes Tier. Zur Zeit sind wir also alle als Familie Kühe, Robben, Katzen oder Erdmännchen.
Puzzle ist völlig uninteressant. Draussen sein ist immer toll. Vorgelesen bekommen ist immer prima. Zusammen kochen ist immer super. Baden ist immer eine gaudi.
Man spricht super und merkt sich jedes Sprichwort.
Man ist sehr feinfühlig und kann auch super auf die Launen von R. und mir reagieren: "Etwas ärgert dich gerade, oder?" So eine Frage besänftigt mich immer.
Man ist gestern aufgewacht und der erste Satz war: "Meine Lieblingsfarbe ist rosa, weißt du?" (Ich hatte es irgendwie schon geahnt.)
Man ist toll wie eh und je und ist echt schon kein Kleinkind mehr.
Ist man sehr kussig und küsst alle. Allerdings kaum ins Gesicht- lieber Hände, Beine, Rücken usw. Alle Gäste werden so verabschiedet gerade.
Man hat beschlossen nun polnisch zu lernen und hat in 3 Wochen schon einen Wortschatz von 20 Wörtern und zwei Liedern. Natürlich Akzentfrei und äußerst reizend.
Man beginnt nun wirklich versunken und konzentriert für sich alleine zu spielen- dabei singt man sich selbst erdachte Liedchen vor oder führt Selbstgespräche. Das ist echt toll- ich dachte, dass kommt nie. Nun sitzen R. und ich manchmal ganz still und völlig fasziniert daneben und tun so, als ob wir lesen würden und sind einfach total entzückt, wie groß sie schon ist.
Man kommt bald in die Kita und weiß noch nicht so recht was man davon halten soll. (Mal schauen wie sie die Eingewöhnung findet- gezwungen wird hier natürlich keiner. Wenns doof ist, muss sie nicht.)
Man war letztens auf dem zweiten Geburtstag des kleinen Bruders auf Zeit und sagte beim Abschied: "Danke, das war eine unvergessliche Party". (Und das ist wohl ein Zitat von Janosch).
Man kann eine Stunde auf dem Teppich sitzen und sich Bilderbücher anschauen.
Man hat schon sehr genaue Vorstellungen davon was chic ist, und der Geschmack deckt sich nicht unbedingt mit meinem oder R.s. Aber da lässt man auch gar nicht mit sich diskutieren. Der größte Herzenswunsch gerade wären rosa Ballerinas oder Lackhighheels.
Man hat von seinem Opa ein Dreirad bekommen und ist an ihm festgewachsen. In der Wohnung bewegt man sich quasi nur noch auf diesem Dreirad fort. (Und ich hatte ja Zweifel wozu man wohl ein Dreirad braucht- ich Blöde. Wie soll man sonst von der Küche bis zum Bad kommen?)
Man hat ziemlich gute Ideen- z.B. ist die Taucherbrille ein prima Windschutz, wenn es draußen stürmt. Die Leute haben was zu schauen. ;-)
Man ist jeden Tag ein anderes Tier. Zur Zeit sind wir also alle als Familie Kühe, Robben, Katzen oder Erdmännchen.
Puzzle ist völlig uninteressant. Draussen sein ist immer toll. Vorgelesen bekommen ist immer prima. Zusammen kochen ist immer super. Baden ist immer eine gaudi.
Man spricht super und merkt sich jedes Sprichwort.
Man ist sehr feinfühlig und kann auch super auf die Launen von R. und mir reagieren: "Etwas ärgert dich gerade, oder?" So eine Frage besänftigt mich immer.
Man ist gestern aufgewacht und der erste Satz war: "Meine Lieblingsfarbe ist rosa, weißt du?" (Ich hatte es irgendwie schon geahnt.)
Man ist toll wie eh und je und ist echt schon kein Kleinkind mehr.
Sonntag, 13. Februar 2011
hier bin ich wieder
das Kind ist entspannt. Die Grippe, Krankheit von unseren Tageskindern, der Aufenthalt bei meinen Eltern, dann war R.s Fuß verletzt und er konnte nicht laufen....das alles führte zu viel viel Zeit zwischen R.,mir und dem Kind. Und diese paar Wochen haben ein völlig in sich ruhendes Kind geschaffen. Immer gut gelaunt, total witzig. Sonst ist ja auch immer einer von uns beiden hier und wir nehmen uns immer Zeit zum Spielen, Vorlesen, usw. Aber in Dreierkombination sind wir in den letzten Monaten wegen meinem Lernen und R.s Arbeit eben nicht so wahnsinnig häufig. Das haben wir mal wieder alle gebraucht. Aufgetankt gehe ich morgen wieder Lernen. Der Nachschreibetermin für meine Klausur ist am 3.03.
Da am Wochenende die Sonne schien machten wir einen kleinen Ausflug in den Plänterwald. Das ist irgendwie überhaupt kein richtiger Wald- würde ich sagen- ich als Kind vom Land. Das sind ein paar Bäume- man braucht ungefähr eine knappe Stunde um ihn gänzlich zu umrunden. Aber nach Jahren in Berlin fühlt es sich zumindest mal sehr waldmäßig an. Der Hund ist total davon überzeugt, dass er im Wald ist- und sehr glücklich und das Kind wollte sowieso nur piknicken im Wald. Das haben wir dann auch gleich an dem ersten Baumstamm getan.
Das tolle und zauberhafte am Plänterwald ist aber der verlassene und leicht gruselige Jahrmarkt.
Da am Wochenende die Sonne schien machten wir einen kleinen Ausflug in den Plänterwald. Das ist irgendwie überhaupt kein richtiger Wald- würde ich sagen- ich als Kind vom Land. Das sind ein paar Bäume- man braucht ungefähr eine knappe Stunde um ihn gänzlich zu umrunden. Aber nach Jahren in Berlin fühlt es sich zumindest mal sehr waldmäßig an. Der Hund ist total davon überzeugt, dass er im Wald ist- und sehr glücklich und das Kind wollte sowieso nur piknicken im Wald. Das haben wir dann auch gleich an dem ersten Baumstamm getan.
Das tolle und zauberhafte am Plänterwald ist aber der verlassene und leicht gruselige Jahrmarkt.
Samstag, 5. Februar 2011
Kennt ihr noch Bärenwald?
Wir husten vor uns hin, aber irgendwie geht es langsam wirklich bergauf.
Ich habe aus Versehen in der Woche bei meinen Eltern ein Twilight-Buch gelesen- und das war wirklich nicht besonders förderlich für mein künftiges Zeitmanagement. Es ist sehr platt, kitschig und teeniemäßig und genau das wonach mein Hirn sich nach wochenlangem Lernen gesehnt hat. Ich bin verwirrt und sehe mich schon im Affenzahn alle 4 Bände durchlesen um wieder in Ruhe weiterlernen zu können. Ist doch bescheuert- man könnte denken, dass man mit 31 irgendwie klüger ist.
Meine Eltern haben dem Kind ein Puppenhaus geschenkt- genaugenommen dieses hier, was ich auch schon im Blick hatte.
Und dazu meine alte Simba Bärenwaldfamilie. Ich war megamäßig entzückt- das Kind irgendwie nicht so. Zur Zeit ist irgendwo sitzen und sich in Ruhe mit etwas so filigranem wie einem Puppenhaus und einer Retrobärenwaldfamilie zu beschäftigen nicht ihr Ding.
Aber ICH habe mich sehr gefreut.
Das Kind ist unterdessen wie bekloppt mit einem kleinen Dreirad rumgefahren und hat darauf bestanden, dass wir es mit nach Berlin nehmen. Sie liebt es heiß und innig und hat sich schon immer eins gewünscht. Irgendwie ist mit der Sinn eines Dreirads noch nicht wirklich klar. Sie scheint dafür schon irgendwie zu groß zu sein- allerdings schafft sie es kaum in die Pedalen zu treten, weil es total anstrengend ist. Aber sie quält sich über den Hof und ist sehr zufrieden mit sich und der Welt. Ich hoffe auf die baldige Rückbesinnung auf das Laufrad- dass um einiges praktischer ist um von A nach B zu kommen. ;-)
Und heute kam ein Päckchen an. In dem Päckchen war eine neue Fernbedienung. Seit zwei Monaten ging fernsehen bei uns nämlich nur so.
Man stelle sich mit der Fernbedienung vor den Reciever- der sich auch nicht per Hand umschalten lässt- und drücke und klopfe und fluche- nach 5-10Minuten erbarmt sich die Fernbedienung für einige Sekunden zu funktionieren.
Das führte dazu, dass ich einfach mit dem fernsehen komplett aufgehört habe. Und das Kind und R. ein Battle hatten- da das Kind gerne Sandmännchen schaut und R. Phönix. Also musste man das Umschaltdrama zweimal am Tag erleben.
Bis....ich vor einigen Tagen die Idee hatte, dass wir doch einfach eine neue Fernbedienung bestellen könnten. Die hat 12€gekostet- ist Original und funktioniert einwandfrei. Ganz beeindruckt saßen R. und ich gerade vor der Kiste und zappten 10Minuten wild von einem Programm zum anderen. Dann machten wir den Fernseher aus und waren sehr glücklich.
In dem Päckchen waren kleine Styroporkugeln und das Kind hat eine ganze Stunde damit verbracht mit einem Handtuch bewaffnet durch das Wohnzimmer zu hüpfen und unter: "Ich zauber die alle weg! Hex Hex!" Schreien- oder besser gesagt Brüllen....das Handtuch so zu schwingen, dass die Kügelchen sich gemütlich in jede kleinste Ritze unseres Wohnzimmers verkrümeln konnten. Den ganzen Teppich hatte sie nach einer Stunde saubergezaubert. Sehr fleißig.
Ich habe aus Versehen in der Woche bei meinen Eltern ein Twilight-Buch gelesen- und das war wirklich nicht besonders förderlich für mein künftiges Zeitmanagement. Es ist sehr platt, kitschig und teeniemäßig und genau das wonach mein Hirn sich nach wochenlangem Lernen gesehnt hat. Ich bin verwirrt und sehe mich schon im Affenzahn alle 4 Bände durchlesen um wieder in Ruhe weiterlernen zu können. Ist doch bescheuert- man könnte denken, dass man mit 31 irgendwie klüger ist.
Meine Eltern haben dem Kind ein Puppenhaus geschenkt- genaugenommen dieses hier, was ich auch schon im Blick hatte.
Und dazu meine alte Simba Bärenwaldfamilie. Ich war megamäßig entzückt- das Kind irgendwie nicht so. Zur Zeit ist irgendwo sitzen und sich in Ruhe mit etwas so filigranem wie einem Puppenhaus und einer Retrobärenwaldfamilie zu beschäftigen nicht ihr Ding.
Aber ICH habe mich sehr gefreut.
Das Kind ist unterdessen wie bekloppt mit einem kleinen Dreirad rumgefahren und hat darauf bestanden, dass wir es mit nach Berlin nehmen. Sie liebt es heiß und innig und hat sich schon immer eins gewünscht. Irgendwie ist mit der Sinn eines Dreirads noch nicht wirklich klar. Sie scheint dafür schon irgendwie zu groß zu sein- allerdings schafft sie es kaum in die Pedalen zu treten, weil es total anstrengend ist. Aber sie quält sich über den Hof und ist sehr zufrieden mit sich und der Welt. Ich hoffe auf die baldige Rückbesinnung auf das Laufrad- dass um einiges praktischer ist um von A nach B zu kommen. ;-)
Und heute kam ein Päckchen an. In dem Päckchen war eine neue Fernbedienung. Seit zwei Monaten ging fernsehen bei uns nämlich nur so.
Man stelle sich mit der Fernbedienung vor den Reciever- der sich auch nicht per Hand umschalten lässt- und drücke und klopfe und fluche- nach 5-10Minuten erbarmt sich die Fernbedienung für einige Sekunden zu funktionieren.
Das führte dazu, dass ich einfach mit dem fernsehen komplett aufgehört habe. Und das Kind und R. ein Battle hatten- da das Kind gerne Sandmännchen schaut und R. Phönix. Also musste man das Umschaltdrama zweimal am Tag erleben.
Bis....ich vor einigen Tagen die Idee hatte, dass wir doch einfach eine neue Fernbedienung bestellen könnten. Die hat 12€gekostet- ist Original und funktioniert einwandfrei. Ganz beeindruckt saßen R. und ich gerade vor der Kiste und zappten 10Minuten wild von einem Programm zum anderen. Dann machten wir den Fernseher aus und waren sehr glücklich.
In dem Päckchen waren kleine Styroporkugeln und das Kind hat eine ganze Stunde damit verbracht mit einem Handtuch bewaffnet durch das Wohnzimmer zu hüpfen und unter: "Ich zauber die alle weg! Hex Hex!" Schreien- oder besser gesagt Brüllen....das Handtuch so zu schwingen, dass die Kügelchen sich gemütlich in jede kleinste Ritze unseres Wohnzimmers verkrümeln konnten. Den ganzen Teppich hatte sie nach einer Stunde saubergezaubert. Sehr fleißig.
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