Mittwoch, 18. Juli 2012

Der 4. Geburtstag war super. Einen Tag vor Tag X davor behauptete das Kind plötzlich, dass es selbstverständlich in unserem Garten feiern wollte und so atmeten wir alle auf.

Allerdings regnete es eigentlich den gesamten Geburtstag über. Unsere anfänglichen Panik-Überlegungen, die beinhalteten mit allen Gästen wieder zurück nach Berlin zu fahren und dort das Grillgut für 12 Personen in die Pfanne zu hauen, haben wir glücklicherweise schnell verworfen.

Es war nass, aber echt total schön.
Wir haben den Kindern Plasiktüten angezogen ("Mama, ziehst du mir die Verpackung wieder aus"), aus Planen ein Grillzelt gebaut und ein feucht-fröhliches Fest gefeiert.
Abends hat dann der kleine Bruder auf Zeit bei uns übernachtet- die Kinder waren bester Laune und entspannt....und wir Erwachsenen auch.









Am nächsten Morgen sind Kind, Großeltern und ich an die Ostsee gefahren.
Das allerbeste an dem ganzen Urlaub war Martin- fand das Kind. Eine lustige kleine Katze.

Das zweitbeste waren sicher die Pferde. Ich persönlich habe ja noch nie in meinem gesamten Leben auf einem Pferd gesessen- sie ist mal vor einigen Monaten in der Hasenheide zwei Runden für 50cent geritten und seitdem wünscht sie sich ein eigenes Pferd.
Unsere Ferienwohnung haben wir also nicht nach dem Kriterium "fussläufig zum Strand" sondern "Reitmöglichkeit" ausgesucht. Und das war eine echt gute Entscheidung. Das Kind war total glücklich......und das was sie am meisten daran erfreut hat, war der schicke Reiterhelm.

Es waren echt schöne vier Tage am Meer und wir hatten wechselhaft schönes Wetter und ich war auch mutigerweise im Wasser (das Kind übrigens auch- 17C Wassertemperatur schrecken uns nicht- und seit das Kind weiß, dass Schwimmflügel sie über Wasser halten, schwimmt sie mit mir in jeder Tiefe- die coole Nudel).

Meine Eltern und ich- wir drei Coffeinsüchtigen sind aber nach vier Tagen intensiven testens zum Entschluß gekommen, dass es um Kühlungsborn nur einen einzigen Platz gibt, an dem es guten Espresso gibt und das ist eine Espressorösterei in Rerik. Ansonsten gab es nur zweifelhaften Automatenkaffee- oder sogar Pulvercappu mit Sprühsahne....total retro. Na ja, das hat unserer Laune nicht geschadet.....aber wenn jemand von Euch ein gutes Cafe eröffnen möchte- dort oben gibt es meiner Meinung nach Bedarf.











Nun sind wir wieder im herbstlichen Berlin- es regnet und regnet.....aber wir haben gute Regenjacken und in wenigen Tagen geht der Waldkindergarten los.....also wird hier nicht mehr übers Wetter gemeckert, sondern höhstens noch die Garderobe optimiert.......

Montag, 2. Juli 2012

Am WE hat das Kind Geburtstag und wird vier! Juhej.
R. haben da ganz romantische Kindergeburtstagsvorstellungen: wir laden 2-3 Kinder ein und die Großeltern kommen auch. Wir feiern ein kleines gemütliches Fest im Garten, essen Kuchen, Grillen, machen eine Schatzsuche, vielleicht Stockbrot.

Das Kind hat auch sehr genaue Vorstellungen und behauptet seit Monaten schon, dass sie am Brunnen vor unserem Haus feiern will. Vor unserem Haus, Mitten in Kreuzberg also- der Brunnen steht auf einer Wiese, die von allen Hunden als Klo genutzt wird und die von einer lauten vielbefahrenen Straße umzäunt ist. Idyllisch.

Aber das Kind will das. Und zwar am liebsten nur mit unserem Hund und dem Glas mit den Urzeitkrebsen- hat sie heute gesagt. (Wahrscheinlich als Reaktion auf unsere Laberei).

Okay.....nehmen wir mal an, dass wir das machen würden.....schließlich ist es ihr Geburtstag und sie ist die Entscheiderin....wird sie dann nicht irgendwie enttäuscht sein?

Wir haben sie immerhin soweit, dass R. und ich auch kommen dürfen, und Oma und Opa und die Maskenbildner-Tante auch.....und der kleine Bruder auf Zeit auch. (Dessen Eltern haben ihren ganzen Jahresurlaub um unser Geburtstagskind drumrumgeplant...da besteht also ein gewisser Druck ;-) ).

Ich finde, dass reicht auch wirklich an Gästen.....aber an diesen Brunnen will ich echt nicht....aber man kann mit dem Kind gerade sowieso schlecht diskutieren- sie ist gleich ganz wütend. Bei anderen Dingen auch.

R. hat das Problem heute auch treffend beschrieben: Er hätte das Gefühl, sie hat da eine ganz besondere Vorstellung und er denkt, dass wir noch nicht rausbekommen haben, was der "special point" ist an dieser Feier am Brunnen-
weil sie will auf jeden Fall eine mehrstöckige Torte und ein großes Fest usw. Je mehr wir versuchen das irgendwie zu besprechen, desto wütender und festgefahrener wird sie. Und ich habe auch das Gefühl, wir müssten aufhören sie zu betraschern....aber irgendwie müsste man das doch klären bis Samstag?!?

Was sagt ihr?
Ich lach mich tot. Wir sind echt ratlos.



Und dann nochwas:
Habe ich schon berichtet, dass gegenüber von uns meine Oma wohnt?
Leider nicht meine echte Oma, denn die wohnt 600km weit weg.

Aber gegenüber von uns wohnt eine Frau, die einfach ganz genauso aussieht wie meine Oma.....wie meine Oma vor 10 Jahren ausgesehen hat.....ich schwöre und alle können es bezeugen.
Es ist unglaublich.
Zuerst hat sie R. entdeckt, meine Eltern waren auch völlig von den Socken und meine Maskenbildner-Schwester und ich haben schon viel Zeit vor unserem Fenster verbracht und "unsere" Oma heimlich beobachtet.
Meine Schwester hatte vor einigen Tagen DIE Idee: Wir sollten rübergehen und bei ihr klingeln- und sie fragen, ob sie Enkelkinder hat, die genauso aussehen, wie wir.

Es ist echt unglaublich.....wie ein Zwilling.
Lustigerweise ist meine Oma auch ein Zwilling. Aber ihr Zwillingsbruder ist schon als Kind gestorben.
"Unsere" Oma fährt nun seit einigen Wochen bei geöffnetem Fenster Rad in ihrer Wohnung. Und ich sitze hier und schau zu ihr rüber und denke an meine Oma. Ist doch schön, irgendwie.... Ich alter Stalker ich.
Ich habe sie mal auf der Straße getroffen......da sah sie plötzlich nicht mehr so aus wie meine Oma. Sie bewegt sich anders und die Gesichtszüge sind natürlich auch andere......schade,

Hier tanzen wir wild zur guter Musik - das war auch in der Nähe von dem Brunnen- übrigens. Aber die Geburtstagsidee ist noch älter.

Freitag, 29. Juni 2012

wunderschöner neuer Geldbeutel

Gestern habe ich gemeinsam mit einer guten Freundin, die einen Abschluss in Modedesign hat und eigentlich gar nicht gerne näht....aber für mich hat sie da mal eine Ausnahme gemacht......gestern habe ich also mit dieser Freundin meinen neuen wunderschönen Geldbeutel genäht. Er ist ein Traum und genau so, wie ich ihn mir schon immer erträumt habe. Ich muss ihn die ganze Zeit in der Hand halten und streicheln. Tatatata- hier ist das gute Stück:




Außer dem Verschluß, den wir abgeändert haben, basiert der Geldbeutel auf dem ebook von ki-ba-doo
Außen aus ganz weichem Leder und innen nett bunt. Macht mich glücklich.

Und dann war ich heute noch 40 Minuten Schwimmen um 8Uhr morgens und das macht mich auch glücklich.
Alles gut- alles bunt, die Sonne scheint.

Montag, 25. Juni 2012

Eis mjami

Heute morgen bin ich aufgewacht und habe mir überlegt, dass es ja spannend wäre einige Tage lang nur Rohkost zu essen.
Allerdings ließ mich der Kaffeedurst noch lieber auf "vergan" umschwenken und ich ging hochmotiviert mit Kind und Hund eine Sojamilch kaufen.

Während ich, wieder zu Hause angekommen, so den Morgenkaffe kochte, dachte ich mir, dass ich vielleicht zu Anfang Soja- und Kuhmilch mischen könnte....weil so eine Cappu mit Sojamilch schmeckt mir zu süß.

Beim Mittagessen aß ich aus Unüberlegtheit ein halbes Wiener Würstchen und musste schon ein bisschen über mich und meine anfänglichen Pläne lachen.

Aber Nachmittags kam dann ein Durchbruch und ich  machte aus Cashewnüssen und Tiefkühlhimbeeren ein sehr leckeres verganes Eis.

Und weil es so lecker war, hier das Rezept.

50gr Cashewnüsse in Wasser einweichen. (2-8 Stunden)
Wasser abgießen und 50ml Rapsöl wieder draufgießen.
Dann noch 100ml Wasser dazu und mindestens eine lange Minute beherzt pürieren.
Zu dieser "Sahne" dann 2 Handvoll Tiefkühlobst....ich habe Himbeeren gewählt....schütten und nochmal sämig in die gewünschte Konsistenz pürieren.
Fertig ist das Eis. Nicht unbedingt kalorienarm, aber vegan und echt lecker.

Letztes Jahr habe ich Eis aus reifen, in Scheiben geschnittenen und tiefgekühlten Bananenscheiben und Obst gemacht.

Dieses schmeckt ähnlich nur etwas sahniger. (Hat ja auch mehr Fett durch die "vegane Sahne").
Lecker.

Die Kinder sind ja da immer recht streng in der Geschmackskontrolle und heute hatte ich hier ganze drei Testesser/innen, die alle absolut überzeugt waren und große Mengen verschlangen.


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Ich bringe das Kind ins Bett. Das Kind hat plötzlich die Idee die Nachttischlampe anzumachen. Ich: "Neee, wenn ich hier bei dir liege, dann bleibt das Licht aus."
Sie (total ernst und leicht genervt): "Aber du leuchtest doch gar nicht!"

Donnerstag, 21. Juni 2012


Freitag, 15. Juni 2012

Baumhaus Teil 1. und die Geschichte der Hagenunus

Heute waren R. und das Kind im Garten und haben den ersten Teil des Baumhauses gebaut. Sozusagen den Grundstock.


Beim nächsten mal kommt auf diese Plattform ein Haus drauf.

Und während jedenfalls im Garten gewerkelt wurde, habe ich in einem Kinderladen ausgeholfen.
Das war ein echt schöner Tag und ich hatte richtig super viel Spass mit den Kindern.
Zuerst habe ich mit den großen Jungs, dieses Spiel gespielt. Wir haben um ein Sammelkartenpack von Star Wars gespielt......hätte ich gewonnen, hätte ich 2€ bekommen, haben sie mir versichert. Habe ich leider nicht.....also muss ich in den nächsten Tagen in so ein Star Wars Pack investieren.....Wettschulden sind ja Ehrenschulden, habe ich mir sagen lassen. Natürlich erwähnte die Erzieherin im vorbeigehen, dass wir doch auch einfach aus Freude spielen könnten (sowas muss wahrscheinlich eine Erzieherin sagen, schätze ich mal), aber wir grinsten uns nur wohlwissend an.

Und eine  Hagenunugeschichte habe ich auch erzählt. Ich hatte über die Geschichte schon mal vor 2 Jahren gepostet.
Es ist ein kleines Indianervolk und dieses begeistert einfach ALLE Kinder, die ich kenne.

Ich habe heute mal gegooglet und festgestellt, dass es viele verschiedene Versionen der Geschichte gibt.

Also schaut mal hier oder hier oder eben bei mir.

Aber der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt und die Kinder spinnen auch gerne selbst ein bisschen mit. Wichtig ist aus vollem Leib den Hagenunuschlachtruf zu brüllen....! He Hagenunu he Hagehagenunu he Hagenunu Yeaaaaaaaah!!!!! Das hilft auch grandios gegen Traurigkeit.


Das Kind nächtigt jetzt nun übrigens doch wieder bei uns. "Meine Güte, habe ich schon lange nicht mehr hier geschlafen!" rief sie gestern Abend entzückt, als sie nach einer Probenacht im eigenen Zimmer wieder bei uns einzog. Aber heute zum Beispiel wiedermal alleine....mit mir auf der Türschwelle und als "Kuscheltier" unseren großen roten Koffer. Das wäre nämlich ihr "liebster Abenteuerkoffer und er müsse nun immer mit im Bett schlafen". Für uns bleibt da nun nicht mehr viel Platz, fürchte ich. Das Kind ist ein Freak.

Mittwoch, 13. Juni 2012


Uns geht es gerade echt seltsam.Es passieren so verrückte und blöde Sachen gerade mit uns und um uns herum.
Das führt dazu, dass wir so ungeduldig werden und auch manchmal unfair zum Kind. Das tut mir natürlich total leid...aber irgendwie ist es eben gerade so.
Gestern haben wir uns zusammengerissen und R. hat den ganzen Tag mit dem Kind draußen Tolles gemacht und ich habe ihr einen riesigen neuen Basteltisch gebaut und ihn in IHR NEUES ZIMMER gestellt.
Unser Zimmeraufteilung war ja irgendwie so rein nach Gefühl hier in der Wohnung sortiert. Küche und Schlafzimmer gibt es, dann ein großes Zimmer, in der meine Nähmaschine, Bücher und bisher auch alles Sachen des Kindes standen. Und dann ein weiteres Zimmer mit zusätzlichem Bett, einem kleinen TV und auch paar Sachen vom Kind.
Das führte in letzter Zeit dazu, dass das Kind sich im größten Zimmer eingeschlossen hat um in Ruhe Hörspiele zu hören und nebenbei Wände zu bemalen, Decken zu zerschneiden und sonstige lustige Experimente.

Nun hat sie ein Zimmer, was zum einen einfach viel übersichtlicher ist. Wir haben nur die Sachen reingestellt, sie sie wirklich gerade benutzt.
Es sind also nur ihre Sachen drin....also ärgere ich mich nicht, wenn sie mal was "umgestaltet" und sie findet das auch viel entspannter.

Sie hat sich soooooooooo gefreut. Und dann gleich beschlossen, dass sie in dem Zimmer schlafen will.....*schluck* wie jetzt, ohne uns?
"Ja- ich bin jetzt groß"

Das Einschlafen ging übrigens in den letzten Tagen völlig skurril von statten. Es hat bis jetzt eigentlich, bis auf einmal, immer geklappt. Aber wir sind dazu übergegangen, dass einer von uns an der Türschwelle sitzt- am Laptop oder mit Leselicht und Buch. Dann sieht sie unser Gesicht und kann auch noch was dringendes erzählen, muss aber nicht immerzu aufstehen.
R. und ich wäre echt bereit uns wieder mit ihr hinzulegen.....aber sie will es auf keinen Fall. Sie ist so entschieden, dass ein Gespräch darüber ausgeschlossen ist.

Gestern also Premiere im eigenen Zimmer und eigenen Bett......der Hund entschied sich dann auch zu allem Überfluss, bei ihr und dann im eigenen Körbchen zu nächtigen. Das war vielleicht komisch. So ein großes Bett nur für uns zwei.

Heute morgen um 8Uhr hat sie uns dann freudestrahlend geweckt. Gut hätte sie geschlafen und heute Nacht will sie das wieder.

Verrückte Welt.




Dienstag, 12. Juni 2012

ziemlich genau ein Jahr nach der ersten Diagnose....

Ich bin gestern endlich mal wieder in einem See geschwommen und dann nachmittags kam plötzlich der Anruf von ihr, dass seine unerklärlichen Schmerzen sich als neue Metastasen rausgestellt haben.
Wir haben sie im Krankenhaus abgeholt und ich habe Abends auf ihrem Balkon mit ihr das gleiche Gespräch wie schon vor einem Jahr, nach der ersten Dianose geführt.
Nur, dass jetzt ein Jahr mit Höhen und Tiefen hinter ihm liegt, die ganzen Chemos und Bestrahlungen ihn müde und kraftlos gemacht haben und sie traurig und dass nun einfach schon alles ausprobiert wurde.
"Kannst du dir vorstellen, dass R. sterben würde in nächster Zeit?" hat sie mich gestern gefragt. "Nein...manchmal versuche ich mir das vorzustellen, aber dann höre ich auf, wenn es anfängt weh zu tun."

Der neue Tumor ist mal wieder riesig und so um die Niere geschlungen, dass die Ärzte nicht große Hoffnungen haben, dass sie ihn rausschnippeln können.
Ich bin irgendwie nicht mehr so richtig traurig.....ich bin so genervt von dieser arschlochhinterhältigen Krankheit.


Edit vom 14.06.:

Er darf nach Hause. Krebs ist nun überall und er muss nicht mehr im Krankenhaus sein.


Sonntag, 10. Juni 2012


Freitag, 8. Juni 2012

Vor kurzem hat Manati-Mum darüber geschrieben, dass Moritz es geschafft hatte an einem Abend alleine einzuschlafen. Wow...ich war beeindruckt. Ich las den Post total interessiert, weil wir uns auch fragten, wann und wie das mit dem alleine Einschlafen wohl funktionieren wird.
Obwohl bisher das mit der "Kindererziehung" im Großen und Ganzen viel einfacher als gedacht war.
Es funktioniert in etwa so:
Wir machen gar nichts (weitesgehend bin ich da mit Tom Hodgkinson einer Meinung) und das Kind wird immer coller, lustiger, schlauer und größer.
Sie lernt alles was man so zum Leben braucht einfach von selbst. Mit 9 Monaten lief sie los, mit 15 Monaten begann sie zu sprechen, mit 19 Monaten brauchte sie plötzlich keine Windel mehr, Abgestillt haben wir gemeinsam nach einem Gespräch, bei der ich ihr erklärte, dass ich es echt gerne gemacht habe aber nun keine Lust mehr habe.
Schnulli fand sie immer doof, "Danke und Bitte" sagen finden wir nett, aber jemanden (auch wenn der "jemand" drei Jahre alt ist) darauf hinzuweisen, dass man "Bitte und Danke" sagen sollte, finden wir extrem unhöflich....deshalb haben wir da noch nie irgendwie "erzieherisch" auf das Kind eingewirkt, aber sie sagt es trotzdem - mit großem Enthusiasmus.- Wie auch "Guten Tag" (und das mit noch größerem Enthusiasmus und einfach zu allen Menschen, denen wir im Alltag begegnet und auch zu allen an denen wir nur vorbeilaufen). Keine Ahnung....was sind sonst noch die üblichen Erziehungsziele in diesem Alter? Mag sein, dass ich in einigen Jahren anders darüber denke....zur Zeit wird das Kind ganz von alleine sehr gesellschaftsfähig- falls das hier überhaupt das Ziel ist oder sein sollte.

Also: Schlafen funktioniert bei uns so.
Nach der Geburt des Kindes kauften R. und ich eine riesige Matratze und schlafen seitdem gemeinsam darauf. Zu Dritt- manchmal noch mit Hund zu unseren Füßen.
Wenn wir wollen würden, könnten wir das Kind mittlerweile auch in das zusätzliche Gästebett legen- da würde sie sicher auch einschlafen- aber wir finden es viel "heimeliger" so zusammen. Wenn sie aber mal alleine schlafen will bzw schlafen wollen würde, dann wäre das natürlich absolut erlaubt ;-).
Einschlafen ging lange lange Zeit mit Stillen. Und dann mit Geschichtenerzählen und Kuscheln.
Dann habe ich R. und dem Kind des Post von Manati-Mum vorgelesen.
Vorgestern habe ich dann gefragt, ob sie es auch eigentlich mal alleine versuchen will.
JAAAAA!!!! (Okay...sie hat Ja gesagt....leichte Verwirrung meinerseits....aber nun gut. Dann soll es geschehen.)


"Okay. Dann kuschel ich dich hier ein und lass die Tür auf und gehe ins Wohnzimmer. Kuss Kuss, Schlaf gut!"

Nun beginnt ein reger Verkehr im Flur. Jede 20 Sekunden stürmt ein sehr gut gelauntes und sehr aufgeregtes Kind zu mir ins Wohnzimmer um mir Verschiedenes mitzuteilen.
Ich sitze auf dem Sofa und lese und schmunzel.

1. "Du, ich muss dir was ganz wichtiges sagen: Ich habe am 7. Juli Geburtstag"
2. "Du, aber die Überraschung morgen früh, die soll aus Schokolade sein". (Aha....jetzt verstehe ich das begeisterte "JA!". Sie hat sich also gemerkt, dass Moritz einen Schokokuchen bekommen hat. Die neue Erkenntnis: Mein Kind macht also alles für Süßigkeiten. Leicht beunruhigt lese ich weiter.)
3. Ich höre sie aus dem Schlafzimmer glücklich seufzen: "Ah wie toll!" (spricht sie sich Mut zu?)
4. R. kommt heim. Er schlägt ihr gleich vor, dass er sich zu ihr legt: "Nein, auf keinen Fall- das mach ich ganz alleine. Niemand darf sich zu mir legen."
5. "Du ich muss dir was ganz dringendes sagen: hast du gesehen, wie hell es draußen noch ist?"
6. R. sagt dem Kind, dass wir morgen früh gerne auch den Versuch groß feiern. Auch wenn es heute noch nicht ganz klappt. Er könnte sich gerne zu ihr legen. (Ich muss über R. leise in mich hineingrinsen. Vielleicht braucht er morgen früh zur Belohnung einen Schikokuchen eher als das Kind. Dieses versucht es nun seit 10 Minuten, ist total guter Laune und voller Vorfreude.)
7. Das Kind stürmt nochmal ins Wohnzimmer: "Papa, du darfst mich nicht ins Bett bringen heute, das mache ich alleine." (Okay- er hat es kapiert und legt sich mit einem Buch neben mir aufs Sofa.)
8. Das Letzte was wir von ihr hören, ruft sie uns aus dem Schlafzimmer zu: "Aber sagt mir bloß bescheid, wenn es schon morgen früh ist!!!"

Und dann nach insgesamt 15 Minuten aufgeregtes Rumgelaufe ist es nach wenigen Minuten plötzlich ganz still im Schlafzimmer. Das Kind schläft. Ich freu mich total für sie.....und geh nochmal einkaufen....wegen der Schoko.


Morgens wacht das Kind auf und ist begeistert: "Ich habs geschafft!!! Ich bin alleine eingeschlafen!!!!"
Dann gibt es Himbeertörtchen und Luftschlangen im Bett und auch Schoko.
Das Kind ruft stolz Oma an und erzählt ihr aufgeregt was passiert ist. Die Oma ist auch beeindruckt und verspricht auch eine Überraschung zu schicken. "Und heute Abend?" Kind: "Na dann schlaf ich auch alleine ein- ich kann das ja jetzt!"  Wer weiß.....ist ja auch egal. Wir haben jedenfalls wild gefeiert!

Gestern Abend: "Na, soll ich mich zu dir legen, oder probierst du es nochmal?" Kind: "Na, ich schlafe natürlich alleine- jetzt kann ich es doch"
Wieder beginnt eine bewegte Flurzeit in der das Kind und noch allehand Wichtigkeiten mitteilt. Sie ist nicht ganz so begeistert wie beim ersten mal...aber immer noch sehr entschlossen. Am Ende sitze ich in der Tür und sie schläft tatsächlich wieder alleine ein.

Heute Abend sind noch alle Karten offen. R. liegt noch bei ihr und liest ihr eine Gute Nacht Geschichte vor....mal sehen.


P.S. Einige male rübergekommen. R. legt sich zu ihr, sie schickt ihn weg. Wieder einge Wanderungen über den Flur. Ich sage, dass ich mich etwas zu ihr kuschel und dann aufstehe. (Sie will es ja unbedingt alleine schaffen). Ich liege so da und beobachte wie ihr nun doch die Augen zufallen. Als ich gerade überlege, dass ich jetzt nun aufstehen sollte, weil ich es ja versprochen habe, flüstert sie mit letzter Kraft: "Du musst jetzt verschwinden....ich bin schon total müde."

Ich bewundere den eisernen Willen und beschließe mir eine Scheibe davon abzuschneiden.


P.P.S. Ich habe mir meinen Post nochmal durchgelesen. R. und ich sind einfach bekloppt. Echt. Vielleicht R. noch ein bisschen mehr als ich....aber so über den Daumen gepeilt sind wir zwei einfach Idioten- wir haben ihr das einfach nicht zugetraut....aber das Kind ist zum Glück ein eigener Mensch....und ein Toller.
_________
Edit: Vierter Abend. Irendwie flutscht es heute nicht und R. bringt das Kind schließlich ins Bett. Aber das hat sie (und R.) sich auch verdient. ;-)

Dienstag, 5. Juni 2012

Was habe ich für einen Müll studiert?

Echt mal....wäre ich nochmal 19 Jahre alt, dann würde ich Hebamme werden.....oder ich würde Sozialpädagogik an der FH studieren.
Ein universitärer Abschluss in Erziehungswissenschaft will kein Mensch.
Ja, das Studium war ganz nett.....ich habe viel zu Prävention von sexuellem Missbrauch gelernt und zu pädagogischen Bilderbüchern, ich habe eine nette Studienzeit gehabt, mit Demos, WG-Küchen und vielen Gesprächen bei Rotwein und Zigaretten. Ich habe viel rumgejobbt (selten was Studienbezogenes leider) und nun bin ich über 30 Jahre alt und habe also einen Magisterabschluss (das ist wenigstens ganz nett- mir scheint es in den Stellenanzeigen wird Magister und Master gleichgesetzt) und keinen Beruf gelernt und es gibt überhaupt keine Stellen für diesen blöden Abschluss.
Gerne kann ich als Soz Päd irgendwo anfangen, oder als Erzieherin. Alles ganz nette Berufe.....und ich könnte mir vielleicht auch die dafür vorausgesetzten Fertigkeiten selbst anlesen ( denn das ist es ja, was man in so einem Geisteswissenschaftlichen Studium lernt. Lesen.)....aber WARUM habe ich dann nicht so eine Erzieherinausbildung gemacht oder echt spaßig kurz und knackig an der FH studiert, wie R.???

Ich bin ein Volkswirtschaftlicher Totalschaden....irgendjemand aus meiner Generation hat es letztens so genannt. Das sind Leute die also ewig studieren um dann nicht in diesem Bereich zu arbeiten.
Erziehungswissenschaftler verdienen gut 1000€ brutto mehr als Sozialpädagogen.....deshalb werden sie kaum angestellt. Eigentlich nur an der Uni...dazu habe ich weder Lust noch die nötigen Conections.
Grundschullehramt wäre fein, dämmert es mir.
Ich erkundige mich da gerade. "Guten Tag, ich habe gerade das Studium beendet. Erziehungswissenschaften und Germanistik.....wollen wir nun vielleicht die Vernunft gelten lassen und daraus einen echten Beruf basteln? Grundschullehramt zum Beispiel?"

Wir überlegen auch gerade ob SOS-Kinderdorf-Eltern nicht ein echt passender Beruf für uns wäre. Wir haben uns da erkundigt. Wenn R. mit seiner Erzieherausbildung da einsteigt, dann startet er mit einem echt guten Gehalt (wirklich etwa auf Erziehungswissenschaften Niveau- AHA!). Man bekommt ein Haus und Garten gestellt (glaube ich) und kann da mit der ganzen Familie einziehen. Einer von uns würde dann auch noch "ausser Haus" arbeiten.
Kinder finden wir ja eh gut. Und ich denke wir sind auch eigentlich im Stande mit Kindern liebevoll und richtig umzugehen die Schlimmes erlebt haben. Ich denke schon, dass wir gute Pädagogen sind. (Eigentlich das Einzige was wir können, denke ich mal.)
Unser Kind hätte dann plötzlich Geschwister- das wäre auch schön.
Irgendwie platt war ich zu lesen, dass man sechs Kinder bekommt. Dann sind wir mit einem Schlag eine Großfamilie. Und natürlich sollte man sich vorher überlegen, ob man diese Familie eine Generation begleitet. Die Kinder sind 0-12 Jahre wenn sie zu uns ziehen und  bleiben bis sie 18 Jahren alt sind. (Dannach hat man natürlich immer noch diese sechs Kinder, aber wohnt dann nicht mehr zusammen.)
Das macht mir irgendwie echt Angst- ganz schön gebunden- ganz schön viel Verantwortung.
Was ich noch seltsamer finde ist, dass man ja dann in einem Angestelltenverhältnis ist und somit Anspruch/Pflicht auf Urlaub und freie Tage hat. "So Tschüss meine Kinder, ich nehme jetzt meine Frau und mein "echtes" Kind und fahre in den Urlaub und ihr bleibt hier mit der Familienhelferin". Das schnürt mir auch irgendwie leicht die Kehle zu.
Wir schauen uns mal so ein Kinderdorf vielleicht bald mal an. Ist ja schon was anderes als darüber nur zu lesen.

Ansonsten bewerbe ich mich auch brav auf Soz Päd Stellen und schaue was so kommen mag. Ob man sich wohl als Kitaleitung bewerben kann, wenn man kaum in einer Kita gearbeitet hat? Blöd, oder?
Gedenkstättenpädagogik? Ich kann ja mal zumindest echt gut polnisch sprechen.....

Das ist irgendwie so wie Abizeit (was will ich werden?) nur dass es nicht mehr so spassig ist und dass man sich fragt, was man wohl die ganzen Jahre während des Studiums gedacht hat.

Das Kind hat auch stets gute Ideen. Eine Eisdiele sollten wir eröffnen! Oder eine Konditorei!


P.S.
Neu entdeckt und für sehr gut befunden. Am Donnerstag um 19Uhr gibt es ein Kurzkonzert bei Dussmann- Eintritt frei.



Dienstag, 29. Mai 2012

Prinzessin....oder mit 3 jahren, 10 Monaten und 22 Tagen

Wir waren auf dem Kinderkarneval hier in Kreuzberg. Das Kind hatte sehr genaue Vorstellungen, wie sie aussehen wollte: "Rübschenkleid und rote Backen von der Zugluft.....ganz wichtig auch rote Lippen.....und selbstverständlich eine standesgemäße Krone.....mit Zacken bitte......"
Diese Krone ist nun übrigens auch leider am Kopf angewachsen und selbst beim Baden bleibt sie drauf. Aber die Leute auf der Straße verbeugen sich und das Prinzessin-Dasein ist halt eben ein harter Job.

Das Kind hat gerade ein super lustige (leicht lässtig manchmal für Dritte) Phase. Sie spricht JEDEN an. Sie ist so offen und kommunikativ, dass mir die Leute auf Spielplätzen und in Freibädern schon manchmal ein bisschen leid tun. Besonders beliebt sind natürlich Mütter mit Babys. Ich erinnere mich auch noch an die vielen Mädchen die sich mit mir über das Babykind unterhalten wollten, die sie sich mal kurz "leihen" wollten um mit ihr zu schaukeln. Meistens war das Babykind begeistert von diesen großen Mädchen. Manchmal war es eine Entlasstung und eine Möglichkeit sich mal für paar Minuten hinzusetzen. Manchmal bin ich geflüchet ;-)

 "Na....wie schmeckt das Getränk?" "Schau mal, ich habe neue Schuhe" "Weißt du was, ich habe einen Hund" "Schau mal, das ist meine Mama" "Soll ich dir mal zeigen wie gut ich schwimmen kann?". So fangen Gespräche an.
Ich unterhalte mich gerne mit Kindern.

Also mit beinnahe 4 Jahren ist das Leben so:

-mit Schwimmflügeln schwimmt das Kind im tiefsten Wasser und wie ein Fisch. Ausdauernd und ohne Anflug von Angst. Großer Wunsch ist es dieses Jahr an einen richtigen Strand zu fahren.
-Englischlernen ist gerade groß angesagt. Angefangen hat es mit einer "Die kleine Hexe lernt Englisch" CD, die ich aus aus der Bib mitgenommen habe, weil ich nicht richtig geschaut habe. Die kam riesig gut an. Also liehen wir noch "Englisch lernen mit Raabe Socke" und noch irgendwas und der Knüller ist wie immer Ritter Rost - Rusty Movie. Das Kind sitzt stundenlang vor der Anlage und hört die CDs rauf und runter. Sie hat ganz viele englische Wörter und Sätze gelernt. Aber vor allem spricht sich jetzt ununterbrochen eine lustige Phantasiesprache mit "englischem Akzent".
-ähnlich angesagt ist eine CD zum Thema Wald. Letztens hielt sie mir einen echt spannenden Vortrag über Baumsterben durch Wildschweine und irgendwelche Vögel usw. Ich war schwer beeindruckt.
-Kochen und Backen und Putzen - dafür lässt das Kind jedes Spiel stehen. Ich koche schon immer schnell und heimlich um mal was in meinem Tempo und Ruhe zu machen. Aber das Kind hat ein gutes Gespür im richtigen Moment in die Küche zu kommen und das Bad feucht "feudeln" kann sie auch schon super.
-Heute haben R. und das Kind im Park einen kleinen Stein in Herzform gefunden. "Mama, Mama......ich habe eine Überraschung für Dich. Einen super schönen Stein. (Anerkennende Begeisterung meinerseits)..... den legen wir auf dein Grab, wenn du mal stirbst- aber das dauert noch lange. (Netterweise hat sie nicht "leider" gesagt.)





Sonntag, 27. Mai 2012

Mittwoch, 23. Mai 2012


Donnerstag, 17. Mai 2012

Fluffige, duftende, goldbraune, leckere Waffeln

Heute habe ich die beste Waffel gegessen.
Und das grandioseste daran ist, dass das Kind und ich sie hier gemeinsam zubereitet haben....also habe ich das Rezept. Juhu.
Das zweitbeste ist, dass ich nach Waffeln gesucht habe, in die kein ganzes Stück Butter kommt- also sind sie sozusagen sogar figurfreundlich (soweit Waffeln das sein können und überhaupt sollen oder gar wollen)

Zutaten
(für etwa 10 Waffeln....vielleicht auch nur 8...die waren hier so schnell weg, keine Ahnung wieviele ich gebacken habe)

150g Quark (ich habe Magerquark genommen, weil wir den da hatten)
50g zerlassene Butter
40g Zucker
150g Mehl (ich habe Dinkel- und Weizenmehl gemischt)
eine kleine Tasse Milch
3 Eier
eine Prise Salz

Eigelbe und Zucker solange mixen bis sich diese oberleckere cremige, schaumige Masse gebildet hat (die ich als Kind auch immer als "Koggelmoggel" essen durfte...jetzt wegen Salmonellengefahr aber nicht mehr tue), dann Quark und die flüssige Butter hinzufügen und zum Schluss noch Mehl und Milch.

Eiweiß mit einer Prise Salz zu Eisschnee schlagen und dann unterheben.

Und dann die Waffeln backen und gut aufpassen, dass man noch eine abbekommt.


Samstag, 12. Mai 2012

Waldkindergarten

Es gibt doch eine Waldkita hier in "der Nähe"!!! Das wußte ich gar nicht. Es ist echt zu schaffen und sie haben noch Plätze frei!
Wenn alles soweit läuft wie geplant und nicht irgendwas Unvorhersehbares dazwischen kommt, wird das Kind, die bester Freundin und der kleine Bruder auf Zeit ab August wieder gemeinsam in eine Kita gehen. Und zwar in diesen integrierten Waldkindergarten. Da kommen gerade viele Kinder in die Schule und sie wollen die Gruppe mit möglichst wenig Kleinen auffüllen. Da kommt unser Grüppchen gerade recht. Puuuh. Was ein Glück.

35 Minuten dauert es von Tür zur Tür mit den Öffentlichen (und das ist natürlich super, wenn man bedenkt, dass wir Mitten in der Stadt wohnen). Integriert bedeutet in diesem Fall, dass die Kita auch Räume hat. Dort werden die Kinder morgens abgegeben. Um halb neun geht es in den 10 Minuten entfernten Wald.
Mittagessen gibt es wieder in der Kita und dannach gehen dann die müden Kinder schlafen und die Großen gehen wieder raus. Bei extremer Kälte oder Gewitter können die Kinder auch in den Räumen bleiben. Ansonsten sind sie aber im Wald.

Ich weiß nicht, ob Waldkita für alle Kinder das Optimum ist- für unser Kind aber sicher. Sie will einfach IMMER raus.

Aber wir sind schon einfach nach unserer Vorgeschichte ganz schön geschädigt.
Ich bin so unsicher. Ich habe Probleme damit der Kitaleitung zu vertrauen, ich bin mir unsicher, die richtige Entscheidung zu treffen. Ich will auf keinen Fall dem Kind einen weiteren Wechsel zumuten. Die nächste Kita muss dann bleiben! Und wir müssen diese Entscheidung natürlich nach 60 Minuten reinschnuppern treffen. Aber- dieses Gefühl werden ich ja bei allen Kitas haben. Nach unserer Kitaerfahrung ja auch irgendwie klar.

Dieser Waldkindergarten ist keine Elternini (und das finde ich so lalala......aber wenn ich genauer darüber nachdenke, dann finde ich es durchaus famos und erholsam).

Und nachdem wir uns nun entschieden haben und zugesagt haben, stellt sich jeden Tag ein sichereres und besseres Gefühl ein und ich glaube es wird gut.


Also, wie sind Eure Kleidungstipps? Ist jemand Waldkitaerfahren und kann uns ein paar Wichtigkeiten zum Einstieg sagen?

P.S. Ich weiß schon.....die bekloppten Berliner. Ziehen sie Mitten in die laute, volle stinkende Stadt mit ihren Kindern und wollen dann das Kind jeden Morgen in den Wald fahren.......ja, echt bekloppt.

Montag, 7. Mai 2012

Helga und die wilden Stühle.....äh die bunte Stühle


"Helga war ein kleiner Küchenstuhl. Sie lebte mit ihren Brüdern in einer alten gemütlichen Küche. Sie hatten es im Leben zu etwas gebracht. Der erste war Zahnarztstuhl, der andere hatte sich mit Freunden zusammengetan und arbeitetet als Stapelstuhl und der dritte war sogar ein Lehrstuhl. Helga beeindruckte das überhaupt nicht. Wie alle kleinen Stühle träumte sie davon, später einmal Schleudersitz zu werden oder ein Raketenstuhl im Weltraum."

Ich habe Helga in einem Buch kennengelernt, welches die Oma dem Kind geschenkt hat. Ein super nettes Buch. Es ist eine sehr ausgesuchte Sammlung von Vorleseklassikern. Klein in einer großen Welt heißt es. Und ich finde viele Geschichte wirklich wirklich besonders schön.
"Du groß und ich klein" von Gregoire Solotareff, "Das kleine große Mädchen" von Uri Orlev, "Katz und Maus" von Margaret Mahy oder "Die Schildkröte hat Geburtstag" von Elizabeth Shaw.

Aber hier erstmal einige Kumpels von Helga. Unsere "neuen" Wildstühle.


So ein Stuhlsitzpolster zu beziehen dauert 5 Minuten.
Einen ollen Stuhl rosa zu streichen dauert 15 Minuten (selbstverständlich blutet da R.s Schreinerherz, wenn ich den Stuhl vorher weder wasche, noch abschleife und auch nur einmal dick Lack drüberpinsle....aber meine Konzentrationsspanne bei kreativem Handwerk reicht immer höchstens 60 Minuten.....und ich finde der Stuhl ist prima geworden.)

Da lacht mein Herz!

Samstag, 5. Mai 2012

Barfußpfad liegt genau im derzeitigen Interessengebiet....

Mit dem Barfußpfad in Bad Sobernheim haben meine Mutter und ich genau ins Schwarze getroffen, was die derzeitigen Interessen des Kindes angeht.
Barfuß sein....ungefähr das Wichtigste was es so gibt....dicht gefolgt von nackig sein. Klettern, rennen, Wasserspiele, Pusteblumen, Sonnenschein und Infotafeln- alles Dinge die das Kind liebt.

Schade, dass es sowas in Berlin nicht gibt. Wir hätten sicher eine Jahreskarte.....

















Sowieso ist das Kind eine gute und ausdauernde Läuferin. Wir haben ja einen Hund, also sind Spaziergänge hier mehrmals am Tag dran und auch immer sehr beliebt. Ich denke es ist ein Verdienst von R., dass sie so gerne draussen ist. Weltentdecken, sich Zeit nehmen für Kleinigkeiten, Kreide oder Seifenblasen in der Tasche, Parcouring in der Stadt, so sind die Spaziergänge der Beiden.
Ich bin viel ungeduldiger, ängstlicher....so insgesamt.

Jedenfalls waren die 3,5km Barfußpfad ein Klacks und wir hätten ihn sicher gleich nochmal umrunden können.
Stattdessen sind wir nach Bad Sobernheim rein gefahren und haben ein dickes Biene Maja Eis gegessen und dann hat das Kind noch auf dem Marktplatz im Brunnen gespielt.....(Barfuß versteht sich).




Auf dem letzten Bild zeigt sie uns übrigens wie lange sie noch dableiben will......15 Minuten nämlich ;-).



Gestern haben das Kind und ich hier übrigens fleißig Stühle gestrichen und Polster frisch aufgezogen.....das zeig ich Euch dann morgen.

Donnerstag, 3. Mai 2012

Freie Tage

Kind und ich waren für einige Tage bei meinen Eltern. Das war total schön. Ich will echt irgendwann mal raus aus dieser stinkenden und vollen Berlinstadt. Das Kind ist nacktfüssig über jede Wiese gerannt, die uns in die Quere gekommen ist.

Seit gestern sind wir wieder zu Hause. Auch schön....aber irgendwie ist mir die Stadt gerade echt über.