Donnerstag, 26. August 2010

das bisschen Haushalt....

kennt ihr das? Als Verdrängungsmethode fürs Lernen putzt man seine Wohnung....

Unser Haushalt funktioniert ja nach dem Bombenprinzip. Erst schlägt eine Bombe ein und dann braucht man Tage um sich wieder einigermassen durch die Materie zu arbeiten.


VORHER




20 Minuten später





VORHER


und nach dem Aufräumen


Ich weiß wohl, dass es Menschen gibt (also z.B. meine Oma) - da ist es immer gleichmäßig aufgeräumt. "Das mach ich mal eben schnell" sagt sie und schwups ist es wieder ordentlich.
R. und ich haben mindestens einmal im Monate eine Krisensitzung auf der wir uns überlegen, wie wir vorgehen um diese Bomben zu vermeiden. In der Theorie sind wir auch beide sehr ordentliche Menschen mit einem strukturierten und oragnisierten Alltag.

Jedenfalls, als ich dann so schön dabei war mit dem Ablenken und dem Haushalt, da habe ich noch ein Brot gebacken



Und einen Kuchen, mit Pflaumen, die das Kind und ich heute um Mitternacht entkernt haben. Das Kind macht nämlich seit 3 Tagen folgendes: Mittagsschlaf fällt aus, sie will um 19Uhr ins Bett, schläft innerhalb von Minuten ein und wacht dann ausgeruht und fröhlich gegen 22Uhr auf. So um 1 Uhr ist sie dann wieder gewillt weiterzuschlafen- bis um 8.30Uhr der Bruder auf Zeit kommt und sie durch das Klingeln geweckt wird.
Aber ich glaube heute hat sich dieser neuer Lebensstil wieder gewandelt- es ist 00:30Uhr und das Kind schläft seit 19Uhr tief und fest. Puuh.

Also Kuchen


eigentlich finde ich zu Pflaumen geht nur Hefeteig- da aber keine Hefe im Haus war musste eine Alternative her. Bisschen zu süß und zu fettig- aber schon in Ordnung.






Jede einzelne Pflaume wurde vom Kind behutsam auf dem Teig drapiert. Das hat sicher 20 Minuten gedauert. In der Zeit war der kleine Bruder auf Zeit emsig damit beschäftigt sich den Gummistiefel anzuziehen. Hat leider nicht geklappt- aber er war auch nicht frustiert. Sobald der Kuchen fertig belegt war- stellte er den Gummistiefel fein säuberlich auf die Pflaumen und krabbelte davon.





das was da so eklig obendrauf aussieht ist Baiser- lecker.




Dannach habe ich noch aus diesen Zutaten


einen Auflauf gekocht



Weil wir nun wirklich keine Lebensmittel mehr hatten, die ich irgendwie verarbeiten konnte, habe ich an einer kleinen Überraschung gewerkelt

die Idee mit den Wimpeln ist nicht von mir- ich habe sie schon öfters im Netz gesehen- zuletzt bei fijn


und unsere neuen Haustiere- die Urzeitkrebse bespasst.
Ich weiß- ihr seht nur ein großes Glas mit trüben Wasser.
Aber da drin tummeln sich hunderte kleine Urzeitkrebschen. Zum ersten mal hatte ich eine solche Zucht mit 10 Jahren. Es gab sie damals im Yps-Heft.
Nun wollte ich sie nochmal für das Kind aufleben lassen- aber ich fürchte sie sieht soviel wie ihr- ein Glas mit trüben Wasser. Wenn ich ihr erzähle, dass da kleine Tierchen rumschwimmen- lächelt sie mich nur seltsam an. Na ja, die wachsen ja noch.
Übrigens hatte ich jetzt, im Gegensatz zu der Zeit als ich 10 Jahre alt war, ganz schöne skrupel so lebendige Tierchen einfach in so einem Einmachglas zu halten- aber als ich gelesen habe, wo ihr natürlicher Lebensraum ist, dachte ich, dass sie es in so einem Glas sicher nicht schlimm finden. Die wohnen nämlich gerne in solchen Salzauffangbecken- in denen man das Wasser verdunsten lässt um dann das Salz zu gewinnen. Ich meine, dass ist ja nun auch kein aufregender Lebensraum. Und Salz habe ich ihnen ins Einmachglas auch reichlich getan.

Morgen lerne ich dann wieder richtg- versprochen!

Dienstag, 24. August 2010

Wild und bunt

Heute hat es gemütlich gegossen- deshalb haben wir uns drin vergnügt.

Was noch vorsichtig mit zwei Fingersystem begann- sowohl beim Kind- als auch beim kleinen Bruder auf Zeit....





....das entwickelte sich schon sehr bald zu wilden und lustigem Rumgepansche.
Hier habe ich kurz überlegt, warum wir die Kinder nicht einfach nackt ausgezogen haben vor dem Malen....



Es war sehr super. Wir haben sehr viele Handabdrücke gemacht und die Beiden Kunstwerke am Laufenden Band- bis die Fingerfarbentöpfchen leer waren.

Und erstaunlicherweise haben beide Kinder ihre schöne rosige Hautfarbe wiedererlangen können- bei einem gemeinsamen Bad.

Dannach hat der kleine Bruder auf Zeit einen alten Hut anprobiert-


während das Kind die Puppe artgerecht in der Wohnung umhergetragen hat.




Und am Nachmittag konnten wir doch noch raus.

Montag, 23. August 2010

Wir sind wohl Ökoeltern- und ihr?

seit  Anfang meines Studiums und dem ersten Einzug in einer WG esse ich meistens Bioleensmittel. Unsere Marburger WG wurde geschlossen Mitglied bei Onkel Emma und wir zelebrierten das gemeinsame Kochen und Essen.

Nach dem Umzug nach Berlin standen mir plötzlich zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung.

Wir bestellten als WG die Bio-Kiste, kauften in großen Biosupermärkten ein oder auf dem Markt.

Immer hatte ich auch Phasen in denen ich plötzlich Lust hatte durch einen Discounter zu schlendern und mir lauter ungesundes und/oder superbilliges Zeug zu kaufen.
Außerdem finde ich eigentlich auch, dass nicht alles unbedingt Bio sein muss. Keine Kompromisse machen wir bei Milchprodukten und bestimmten Obst und Gemüsearten. (Und seit ich Fleisch esse natürlich auch bei Fleisch).

Nun ist es aber so, dass gegenüber unserer Wohnung eine LPG ist. Das funktioniert ähnlich wie damals bei Onkel Emma, man wird Mitgleid und bekommt dann die Lebensmittel zu einem günstigeren Preis. Ist allerdings nicht so familiär und auch nicht so günstig und auch nicht so hübsch wie bei Onkel Emma. ABER es ist auf der anderen Strassenseite. Also kaufen wir da eigentlich alles ein. (Außer R.s Vorrat an Getränken und Süßigkeiten).

Und wenn ich jetzt in einem Discounter bin, dann spricht mich da nichts mehr an. Ich finde alles leicht eklig. Ich finde sogar die Verpackungen hässlich. Mir macht das Einkaufen keinen Spass und mich lacht nichts mehr an.
Das ist doch blöd- und teuer. :-)


Und wir werden dadurch zu den 08/15 Kreuzberger Eltern, die alle gleich sind.
Must haves sind:

-Bioessen (und zum Einkaufen im Winter muss man als Eltern natürlich HighEnd Funktionskleidungsjacken anhaben- so welche haben wir leider nicht)
-Geburt im Geburtshaus (ja)
-Tragetuch (haben wir)
-Manduca oder Ergo Carrier (haben wir)
-Walkkleidung für das Kind (damit haben wir uns eigentlich zurückgehalten- R. findet das alles so kratzig)
-Ökoschnuller (ja, da gibt es ein Foto mit so einem braunen riesen Schnuller von dem Kind- aber eigentlich fand sie Schnuller schon immer langweilig)
-Weleda Pflegeprodukte (haben wir auch)
-Bernsteinketten die gegen das Zahnen helfen (ich wollte aber R. war dagegen)
-Holzspielzeug (haben wir auch gehabt- im Moment sind wir ja aber gerade auf dem Duplofilm)
-Elterninitiativ-Kita (sind wir angemeldet)

Fällt Euch noch was ein?
Was sind die Must haves für  uns Ökoeltern die wir alle so individuell sind aber alle gleich aussehen und handeln. ;-)
_________
Edit: ich fühle mich da absolut als Teil von übrigens. Und ich finde Tragen, Stillen, Familienbett, Bioessen und unerzogene Kinder ziemlich gut. Trotzdem muss ich oft darüber lachen.

Ah so und übrigens. R. schnarcht nachts. Und das macht mich manchmal echt sauer und ich kneife ihn.
Jetzt benutzt er gerade die Besser Atmen Nasenstrips. Und ausser dass ich die echt schweineteuer finde wirken sie!!! Er schnarcht noch, aber um einiges dezenter und ich wache davon nachts kaum mehr auf und es ist echt richtig toll. Das ist einfach ein Pflaster mit irgendeiner Verstärkung drin. Das klebt sich der Herr auf die Nase (oder ich ihm, wenn er schon schläft und es vergessen hat). Und dann öffnet es ein bisschen die Nasenflügel. (Ich denke es würde sich auch eim Sport gut machen, oder bei einer Erkältung).
Das macht mich sehr froh.

Sonntag, 22. August 2010

Unerzogen?

als das Kind geschlüpft ist, da war uns eigentlich nur das mit dem Familienbett schon klar. Und alles andere ergab sich dann einfach durch den Umgang mit ihr und durch Gespräche untereinander.

Zu merken, dass sie wirklich schon ein fertiger Mensch ist, die wenn man sie nur lässt, Entscheidungen für sich trifft, mit denen wir gut leben können erstaunt R. und mich bis heute immer wieder.  Zu merken, dass der Umgang mit einem Kind meistens unbeschwert ist und immer viel einfacher als wir uns das vorher vorgestellt hatten.
Wir finden sie halt einfach toll und der Alltag mit ihr macht uns echt Spass.

Dass sie z.B. alleine entscheidet, wann sie ins Bett geht (und das ist meistens um 21Uhr der Fall- manchmal schon um 19Uhr selten erst um 23Uhr), dass sie gemeinsam mit uns entscheidet, was wir machen oder was wir essen.
Dass sie einfach ein vollwertiges Mitglied in unserer Familie ist und von uns auch so behandelt wird.

Das ist kein Dogma. Manchmal sind wir uns unsicher, manchmal sind wir einfach zu ungeübt, manchmal uneinig und oft auch zu ungeduldig. Ich würde uns jetzt nicht als die völlig überzeugten Antipädagogen sehen. Aber es ist ein Prozess und es macht Spass und fühlt sich richtig an. Und als ich das Unerzogen-Magazin entdeckt hatte, da war ich echt von den Socken. Schwarz auf weiß zu lesen, dass andere Eltern ganz ähnlich denken war echt nett und bereichernd. Wobei wir auch wirklich ziemlich glück haben und in einem Freundeskreis leben, der ganz ähnlich gestrickt ist.

Das Kind und der kleine Bruder auf Zeit fühlen sich meistens wohl, sind oft offen und häufig froh und wir sind größtenteils entspannt (das ist sowieso eines unserer großen Elterndaseinsziele).


So, und jetzt mal was anderes.



Darf ich vorstellen? Unser Hundi. Sie ist 9 Jahre alt und R. und ich bekamen Sie in unsere Obhut, als sie 6 Wochen alt war.
Mittlerweile ist aus dem Tobehund eine ältere Dame geworden.
Übrigens klappt das mit dem Unerzogen bei ihr eigentlich auch recht gut. Zumindest waren viele Sachen, für die wir in der Stadt sehr dankbar sind schon in ihr verankert, als sie bei uns einzog. So hat sie immer große Bedenken uns zu verlieren, läuft so immer ohne Leine und bleibt in unserer Nähe.
Nun war R. mit Kind und Hund einkaufen. Er sagte: "so leg dich hier hin, wir kommen bald wieder raus". Der Hund legte sich hin und wartete.
R. und das Kind gingen also einkaufen und sind dann gedankenverloren aus einem anderen Ausgang wieder raus um dann auf den etwa 10-15 Minuten Fussweg entfernten Spielplatz zu gehen. Dort angekommen bemerkte R. dass ihm irgendetwas fehlte. (Der Hund spielt für gewöhnlich ausserhalb der Umzäunung im Gebüsch, während R. und das Kind sich auf dem Spielplatz vergnügen.)
So hastete er mit Kind wieder zurück zu dem Supermarkt, wo der Hund- schon etwas ungeduldig immer noch davor wartete.

Okay- einmal ist keinmal.

Als aber R. heute aufbrach um mit dem Hund spazieren zu gehen und dann nach 3 Minuten klingelte: " Du, ich habe den Hund vergessen, kannst du ihn mir mal runterschicken"
... da dachte ich- was ein Glück kann das Kind reden und macht auf sich aufmerksam. R. wird irgendwie bedenklich alt mit seinen 32 Jahren.

Freitag, 20. August 2010

kleine Türen für kleine Leute

kleine Türen für kleine Leute finde ich ziemlich einfallsreich.
Wenn wir nicht in einer Mietwohnung wohnen würden, hätten wir morgen auch sowas.

Bild und Idee habe ich hier gefunden.



Ansonsten war ich gestern mit der Freundin joggen und wir waren guuuuuut. Eigentlich war sie besser und hat mich super angetrieben. Wir sind jedenfalls beinah meine Originalstrecke gelaufen, die ich geschafft habe, als ich noch regelmäßig gelaufen bin. Was toll ist, weil seit dieser Zeit 1 Jahr Magisterarbeitschreiben, eine Schwangerschaft in der ich nur gekotzt habe, bis zum 7. Monat im Bett lag und 15 kg abgenommen habe und 2 Jahre Kinderalltag hinter mir liegen.
Wir waren ziemlich überrascht und sehr stolz.

Zu Feier des Tages bin ich heute gleich nochmal ins T9 um dort den Fatburner-Kurs zu absolvieren. Der war eigentlich echt recht gut und bestand größtenteils aus Stepaerobic. Ich bin nur ein- bis zweimal vom Stepper runtergefallen und habe ansonsten recht gut ausgehalten. Nur eins frag ich mich- warum muss man in so einem Kurs immer diese Schrittfolgen auswendig lernen- ich will da einfach nur stupide sporten mit lauter und gruseliger 90er Jahre Musik im Ohr. Ich will nicht für einen Tanzauftritt üben.
Jedenfalls war ich ganz dankbar dass ich mich bei diesem Teil der Stunde nicht im Spiegel betrachten musste.

Mittwoch, 18. August 2010

Schnittvorlage für den perfekten Rock

Ich würde mir gerne einen Rock nähen.
Einen mit einer schlichten Form, der bis zu den Knien geht. So einen unter dem man gut eine Leggins anziehen kann und der bei Größe 42/44 immer noch nett aussieht.

Kennt jemand unter Euch ein gutes Schnittmuster?

Ich bewege mich ja auf neuen Pfaden- denn Kleidung habe ich bisher nur für das Kind genäht und auch da, beschränkt sich das ganze auf Schürzen und Pullunder.

mit zwei Jahren, einem Monat und zehn Tagen

....ist man schon ein ganz schön schlaues Ei.

-das Kind spricht- schon beinah wie ne Große. Sie kann schon alles sagen und benutzt Redewendungen.

-sie singt gerne und viel  und laut und denkt sich Texte alleine aus. "Was soll ich jetzt singen?"

-wir schlafen alle in einem Bett und keiner von uns kann sich vorstellen, dass es jemals mal anders sein wird (also wird es sicherlich- aber das kann noch bisschen dauern.)
-das Kind wird noch immer gestillt. Nachts, tagsüber, zwischendurch. Mal finde ich es gut und mal wünsche ich mir, dass sie sich endlich abstillt.
-sie lässt sich gerne Bücher vorlesen. Schon immer und immer sehr konzentriert und aufmerksam. Wir organisieren immer wieder Neue und sie kann nach einmaligem Lesen beinah alle Sätze beenden. Lieblingsbücher sind die Wimmlinger Geschichten von Rotraut Susanne Berner, alle Bücher in denen es um Körperteile geht, viele Bücher von Axel Scheffler und  Julia Donaldson, Klopf an von Anna-Clara Tidholm, Bücher von Antje Damm usw.
- sie tanzt gerne
-sie ist ganz wild und findet  seit einigen Wochen Schlagen und geschlagen werden ganz spannend. (also bei beiden Varianten sind wir natürlich nicht beteiligt.) Im Urlaub haben sich die Kinder fast alle einen riesen Spass daraus gemacht, sich gegenseitig zu hauen. Sich gegenüberstehend und sich volle Lotte und immer abwechselnd auf den Kopf zu schlagen. Und dann dieser amüsierte, interessierter Gesichtsausdruck dabei. Meine Mutter, die eine private Kinderkrippe leitet und sich also bestens mit dieser Altersgruppe auskennt ist der Meinung, dass diese Phase beinah alle Zweijährigen durchmachen. Kennt ihr das auch? Wir haben schon alle Reaktionen darauf durch. Irgendwie habe ich auch den Eindruck dass Schimpfen da sinnlos ist. Wenn das Gegenüber alt genug ist, sagen wir sowas wie: "ihr sollt das bitte nur solange machen, wie es beiden Spass macht und euch gegenseitig sagen, wenn es genug ist." Das klappt auch recht gut.
Wenn das geschlagene Kind aber jünger ist, oder sich einfach aus anderen Gründen nicht wehren kann bin ich etwas ratlos. (Der kleine Bruder auf Zeit ist wirklich der leidtragende. Wir gehen natürlich sofort dazwischen- aber das hauen kommt so plötzlich und unerwartet, dass er mir wirklich leid tut).Tipps?
-sie ist wirklich trocken- auch nachts. Das finde ich wirklich unglaublich wie einfach das ging. Und wirklich kaum Unfälle. Vielleicht 4 oder 5 mal nasse Hose seit 3 Monaten.nur vor öffentlichen Toiletten hat sie Angst. Vor allem vor den Hochmodernen, da geht die Spülung plötzlich an, die riechen so komisch. "Sofort an den Baum Pipi machen" sagt dann das Kind energisch. Okay.
-sie kuschelt gerne.
-sie sitzt kaum mehr im Kinderwagen. Sie läuft lange Strecken, fährt Laufrad und seit neustem findet sie es auch toll den Puppenwagen zu schieben. Und super gerne reist sie auch im Manduca.
-Lieblingsessen zu Zeit sind Maiskolben.
-sie sagt immer, wann sie ins Bett möchte. "So, ich geh jetzt ins Bett. Komm Zähneputzen!" verkündet sie und ist dann auch nicht mehr davon abzubringen. Seit einiger Zeit fragen wir sie immer, ob sie ins Bett will. Manchmal sagt sie nein, dann warten wir einfach noch 20min und fragen sie dann. Irgendwann sagt sie dann immer ja. Ich finde Schlafen und Essen sind Sachen, über die sie selbst bestimmen kann. Und unser Vertrauen in Sie wird total bestätigt.
-seit 2,5 Monaten ist R. nun zu Hause und ich lerne an den Vormittagen. Erstaunlich wie sehr sich das Verhältnis von R. und dem Kind verändert hat. Dabei haben sie schon immer viel gemeinsam unternommen. Aber nun habe ich wirklich das Gefühl, dass wir beiden zwei völlig gleichwertige Bezugspersonen sind und das finde ich wirklich super schön.
-sie liebt den kleinen Bruder auf Zeit sehr und ich kann mir gar nicht so recht vorstellen, wie das sein wird, wenn die Beiden- wie grob geplant- ab november in die Kita gehen.(in zwei verschiedene)


Dienstag, 17. August 2010

Müllmann

Gestern war nicht so mein Tag- im großen und ganzen. Auch wenn es wirklich schöne Momente gab.

Für eine Freundin soll ich den polnischen Teil einer Broschüre über Gedenkstättenpädagogik, die sie rausbringen wird (200Seiten) korrektur lesen. Da unser Drucker seltsam streikt (er macht alle paar Buchstaben eine senkrechte Lücke. Ich habe schon Druckköpfe gereinigt und neu justiert- was will der von mir?) bin ich in einen Copyshop. Das letzte mal war ich da drin im September 2007, als ich meine Magisterarbeit nach 3 durchgearbeiteten Nächten ausdrucken und binden ließ um sie dann 5 Minuten vor Abgabe an der FU abzuliefern.
Jedenfalls war mein Plan, dass ich das ganze einfach mal schnell ausdrucke- und 2 Seiten auf eine Seite zusammenquetsche (wie groß diese Kostenersparnis dafür werden würde, hätte ich mir zu dem Zeitpunkt nicht träumen lassen).
Gesagt getan, lässig gab ich meine Bestellung ab und der Drucker begann seine Arbeit. Als ich so wartete entdeckte ich die Preistafel. Und ich wurde bleich. Eine Farbkopie 50cent. Eine s/w Kopie 6cent. Und auf einmal war es mir schlagartig bewusst- die Broschüre war in Farbe. Das ist so ein Moment, in dem bei mir das magische Denken wieder einsetzt. Wenn ich mir nur ganz fest wünsche, dass der Copyshoptyp das ganze in s/w drucken lässt- dann wird es auch passieren.

Ich bezahlte also 50€.

Ich bin so doof.
Vor Wut habe ich dann ein bisschen geweint auf dem Heimweg- weil ist doch fies wenn man so doof ist. Wie üblich rufe ich dann R. an und heule ihm in den Hörer- das hilft irgendwie ungemein.


Abends war ich dann mit einer Freundin zum Sport verabredet. Unser Plan ist, alle Sportstätten die sich in fußläufiger Entfernung von uns befinden zu testen.
Das erste Testobjekt war ein BBP Kurs in diesem äußerst preiswerten Fitnessstudio. Bewegen kann ich mich spätestens morgen überhaupt nicht. Denn ich habe bemerkt, dass ich Muskeln habe-  in Bauch, Beinen und dem Po.

Was mich mit dem Tag gänzlich versöhnt hat, war das Ausklingen des Abends bei einem leckeren Essen mit der Freundin.Und ihr verspätetes Geburtstagsgeschenk an mich.

Aber heute morgen, als ich meine Sportklamotten waschen wollte, habe ich bemerkt, dass sie nicht im Rucksack sind ??? Ich glaube sie haben sich einfach aufgelöst, wegen dem Schweiß.


Ah ja, und zwischendurch habe ich eine Pixiebuchhülle genäht. Ich brauche noch zwei oder sogar drei um die Sammlung des Kindes gänzlich zu verstauen.





Und als spezial am Dienstag will ich Euch dieses hier zeigen.
Ich habe Träääääänen gelacht.

Montag, 16. August 2010

Duplo und Madita-Schürzen

Es scheint am Wetter zu liegen, denn ich habe wieder Lust aufs nähen.
Den Beginn macht eine neue Maditaschürze.
Kind war hochbegeistert- ich find sie nett, aber irgendwie sieht sie zu sehr nach Sonntagskleidchen aus (und wofür braucht man eigentlich solche Klamotten ). Kommt vielleicht in den Shop- mal sehen.



Unser Wochenende war echt schön. Wir haben nur gespielt und gelesen, waren draussen im Regen spazieren und dann haben wir wieder gespielt. Und zwar Duplo- R. und ich sind so begeistert und fühlen uns in unsere Kindheit zurückgebeamt (wobei ich ja Lego hatte- und R. gar nichts).

Einen Teil der Steine haben wir von einer Freundin geschenkt bekommen und vor einer Woche habe ich noch eine riesige Tüte auf dem Flohmarkt gekauft. Ich habe jetzt ein ultimatives Flohmarktgesetz entdeckt: Spielsachen am besten bei Vätern kaufen. Die haben nämlich scheinbar keine Ahnung wieviel die Sachen neu kosten und machen die besten Schnäppchenpreise. Oder aber, sie sind entschlossener die Sachen loszuwerden.
Nun haben wir also schon eine beachtliche Sammlung, aber wir brauchen mehr!!!!! R. wünscht sich lange Klötze um Brücken zu bauen und ich hätte gerne das hier.
Also künftige Flohmarktverkäufer- holt Eure Duplos aus dem Keller, wir kaufen sie alle!!!!!

(Das Kind durfte übrigens auch mitspielen. Ihr liebstes Spiel besteht daraus super hohe Türme zu bauen- die größer sind als sie selbst- und die Duplotiere in den Duplostall zu quetschen. Das mit der Massentierhaltung erklär ich ihr später)

Sonntag, 15. August 2010

Die Faulen in Zimtbutter

Einer meiner absoluten Kindkeitsgeschmackserinnerungen sind Leniwe. (Die Faulen). Ich glaube übersetzt sind es Quarknockerl.

Ich habe einige mehr oder weniger komplizierte Rezepte im Netz gefunden. Meines ist das einfachste und sie schmecken ausserordentlich nach meiner Kindheit in Polen.

Man nehme 250gr. Quark (ob Mager- oder Vollfettstufe ist Eurer Linie überlassen), ein Ei und dann soviel Mehl, bis das ganze die Konsistenz eines lockeren, leicht klebrigen Teigs hat.(also etwa 1/2-3/4 Tasse)



Dann kommt der spassigste Teil. Lange Würste kneten und dann mit dem Messer in kleine mundgerechte Stücke schneiden. Wenn ihr Eure Hände und die Ablage mit Mehl einstreut, dann klebt das Ganze auch kaum.

Ah ja, hatte ich schon erwähnt, dass ihr Wasser kochen sollt? Also- jetzt jedenfalls braucht es einen großen Topf mit leicht gesalzenem Wasser.
Sobald das Wasser kocht, kann die erste Portion der Faulen reinhüpfen.
Nach etwa einer Minute schwimmen sie oben. Ich lasse sie da so eine knappe Minute schwimmen und dann fische ich sie wieder raus.

(Jetzt ist das Bild leider auf der Seite)

Und dann sind die Faulen auch so gut wie fertig. Wer mehr Geduld hat, oder eine größere Menge gemacht hat, kann sie nach dem Abkühlen noch in einer Pfanne mit Butter goldgelb anbraten. Dann sind sie am allerleckersten- aber dafür war der Hunger heute zu groß.

Mit ein wenig Butter, braunem Zucker und einer Prise Zimt ist das ganze mein super Sonntagnachmittag-Kindheitstraum.

Die Faulen heißen sie wahrscheinlich, weil es so turboschnell geht sie herzustellen. (10 Minuten von der Idee bis zum ersten Bissen- höhstens)

Die Portion mit 250gr. Quark reicht bei uns für mich und das Kind (weil R. die Dinger eklig findet- was ich echt gar nicht nachvollziehen kann. Er meint sie sind ihm zu quarkig- als ob es zu quarkig überhaupt geben würde)

Samstag, 14. August 2010

Berlintipp mit Kindern I

in Ordnung- dann gebe ich mir die Berlintipps eben selbst.
Inspiriert von meinem gestrigen Eintrag sind das Kind und ich heute im strömenden Regen in das Science Center Spectrum gefahren. Es war eigentlich voherzusehen, dass ungefähr alle diese Idee an einem verregneten Tag am Wochenende haben würden. So hatten wir es kuschelig.
Empfohlen ist das Museum für Kinder ab 4 Jahren. Ich denke Madita hätte da schon echt Spass gehabt mit ihren knapp zwei Jahren- weil man alles anfassen und ausprobieren darf und das museum echt toll und liebevoll ausgestattet ist. Leider waren die allermeisten Experimente so hoch oben angebracht, dass ich sie immer auf dem Arm halten musste. Das war ein bisschen schade und saumäßig schwer. Gruselig fand sie allerdings den Technik und Kunst Bereich, da es in den Räumen sehr dunkel war. Toll fand sie die Bereiche Sehen und Wahrnehmen mit vielen Spiegeln und Drehscheiben.
Auf jeden Fall machen wir das bald mal wieder- aber dann unter der Woche und bei Sonnenschein.

Den Eintrittpreis von 4,50€ fand ich wirklich nett- mit der Tageskarte konnte man auch noch rüber ins das Technikmuseum was auch wirklich große Faszination auf das Kind ausgeübt hat. Aber da war es bereits 12Uhr und das Museum war so voll, dass man kaum durchkam außerdem war das Kind da schon ziemlich platt und wollte eigentlich nur im Manduca sitzen und Nektarinen essen. Deshalb sind wir da schnell wieder geflüchtet.

Alle Eindrücke wurden bei einem fast 4-stündigem Mittagsschlaf verarbeitet. Das war toll. Da konnte ich in der Blogwelt umherreisen und dann noch nähen und dann noch Kaffee trinken.

Freitag, 13. August 2010

Über tolle Tipps für Berlinalltag mit Kindern

würde ich mich sehr freuen.

Wir gehen auf Spielplätze- im Sommer gerne mit Wasser. (in der Hobrechtstr- gibt es einen netten, am Weichselplatz), R. schwärmt für den Abenteuerspielplatz in der Hasenheide.
Berliner Zoo haben wir ausprobiert und für doof befunden.
Das Kind läuft auch gerne durch die Strassen und spielt Sachen suchen. Wir gehen manchmal schwimmen oder fahren in den Wald. Oft treffen wir uns mit anderen Kindern.

Aber ich bin auf der Suche nach einem tolle Museum, in dem bereits 2 Jährige Spass haben. Wenn ich solch ein Museum bauen würde, dann wären da Barfusspfade, Tast- und Riechboxen, Lichtspiele, Kurbeln, tolle Bilder und Skulpturen. Gibts sowas in Berlin?

Was macht ihr so mit Euren Kindern? Die Frage ist natürlich auch an NichtberlinerInnen gerichtet? Ich habe ganz viele Ideen für 3, 4, 5 Jährige- Theater, Mitmachmuseum, Naturkundemuseum, Technikmuseum....aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass die Tochter dafür noch bisschen klein ist. Oder irre ich mich da einfach?

Mittwoch, 11. August 2010

Paradiesli II ( und faule 12 von 12 plus paar Janoschbilder) :-)

Es gibt relativ wenig Strom im Paradiesli.
Eine Solarzelle auf dem Dach produziert welchen für das Licht und einige wenige Handyakkuaufladungen. (wenn es denn nötig ist)
Verbraucht man tagsüber zu viel, ist Abends einfach plötzlich das Licht aus. Dafür gibt es lustige Solarlampen, die tagsüber zum Sonnetanken auf der Terasse parkten.


Es gibt zwar einen kleinen Gasherd, die Gasflasche muss aber wie alles andere gute 30-40min durch den Wald bis zum Haus geschleppt werden.
Deshalb wird in Meraggia bevorzugt auf einem Holzofen gekocht.
Es fehlt nur noch der Pilz von der Decke und es würde Original wie in einem Janosch-Bilderbuch aussehen.















































































Da der Holzofen allerdings nicht genug Power für einen Kuchen hatte, benutzen wir für einen super leckeren Schokokuchen dieses Teil:

 Einen selbstgebauten Solarofen, der auf über 100C heizt, wenn er in der Sonne steht.


Begeistert waren wir zu Beginn von dem Kompost-Trennklo (R. und ich im Besonderen, da wir ja so ein Teil nun auch in unserem Waldgarten haben- uns aber noch nicht recht getraut haben es zu nutzen)

Das besondere an den Trennklos ist die Trennung von Urin und Kacke. So kann die Kacke leichter zur duften Komposterde kompostieren und das ganze stinkt nicht so arg.
Es bedarf allerdings etwas Übung und eines lockeren Beckenbodens um vorne in den Urintrichter zu zielen. (Vor allem als Frau)
Vielleicht lag es einfach an unserer unsportlichkeit- aber gegen Ende musste man beim Klogehen schon die Luft anhalten.
Aber das Kind war hochbegeistert. Ließ sich bei jedem Klogang die aushängende Bedienungsanleitung vorlesen und warf mit großem Eifer die Erde (typischerweise nutzt man Rindenmulch) auf das erledigte Geschäft um es zu bedecken. ("und nicht in den Tricher werfen, sonst verstopft es" zitierte sie dabei jedes mal aus der Anleitung).
Ein großes Highlight war auch das Händewaschen dannach. Besonders die große gelbe Seife hatte es allen Kindern angetan.

























Jetzt wieder in Berlin angekommen, vergessen wir dauernd auf die Spülung zu drücken.


Es gibt ganz zauberhaft hübsche Orte auf dem Grundstück. Eine riesige Bühne, mit einem dicken gefilzten Teppich und einem Lagerfeuerplatz davor. Leider habe ich vergessen das zu fotografieren. Aber es war eine dankbare Tobewiese für die Kinder und sicher kann man ganz klasse okkultistische Sitzungen dort abhalten, wenn man die Neigung dazu hat.

Viel genutzt wurde das Aussensofa auf dem Aussichtspunkt.


Und viel genutzt auch der Tisch auf der Terasse. Weil wir alle so gerne und in großen Mengen essen.

Und von uns kaum genutzt, aber sicher wildromantisch
das Aussenbett


Aber zurück in der Berliner Zivilisation zu sein ist auch echt wieder mal schön.

Dienstag, 10. August 2010

Meraggia- Paradiesli

So, erholt und gut gelaunt sind wir nun schon seit einigen Tagen wieder in Berlin.
Zwei Wochen mit 13 Erwachsenen und 8 Kindern liegen hinter uns. Gelacht haben wir viel, und geredet, gegessen und geplanscht.
Den zauberhaften Ort Meraggia haben wir alle ins Herz geschlossen und mit dem Hauswart Georg einige skurile Gespräche geführt. Seit 16 Jahren wohnt er dort und pflegt dem riesigen Gemüse- und Kräutergarten und empfängt Gäste.

Ausserdem ist er ein Tüfftler und so gibt es viele echt tolle Orte auf dem Gelände zu entdecken.
Beindruckt hat mich z.B. dieser Stein hier, der vor dem Küchenfenster hängt:

In Meraggia wird das Wasser was benötigt wird mit einer Pumpe ins Haus gepumpt. Dieser Stein zeigt an, wie hoch der Wasserpegel im Tank ist. Ist der Stein ganz oben muss wieder gepumpt werden.



Zum Glück gab es eine zusätzliche Aussendusche, deren Wasser direkt aus dem Bach kam. Sonst hätten wir glaube ich ständig pumpen müssen.
Das besondere an dieser Dusche war, dass das warme Wasser nur durch die Sonne erwärmt wurde. An den Amaturen waren ein heller Schlauch für das kalte Wasser und ein schwarzer Schlauch für das heiße Wasser angebracht. Der schwarze Schlauch verlief zusätzlich durch eine selbstgebaute "Heizanlage" in der das Wasser im Schlauch durch eine  Glaskiste verlief und so die Sonne die volle Power entfalten konnte. Nach nur wenigen Minuten Sonne, war das Wasser richtig heiß und ich sehr beeindruckt von der Konstruktion.


Und einer der Orte, an dem sich unsere Kinder am häufigsten aufgehalten haben, war sicherlich die komfortable Badewanne auf der Terasse. Selbstverständlich kam das Wasser auch hier aus der "Heizungsanlage" und war mollig warm.



Es gibt noch viel mehr spannende Orte in Meraggia... ich schreibe sicher in den nächsten Tagen noch etwas darüber.


Während wir uns in den Schweizer Bergen vergnügten regnete es in Berlin wohl häufiger. Jedenfalls hatten Niki und Pim leider doch nicht ihren geplanten Faulenzer-wir-liegen-auf-der-Wiese-rum-und-beobachten-Leute-Urlaub. Aber Berlin ist ja auch bei Regen spannend.
Als wir jedenfalls am Freitagabend nach Hause kamen war alles in der Wohnung gruselig unberührt und wenn nicht der Haustürschlüssel im Briefkasten gewesen wäre und ein lieber Brief auf dem Tisch gelegen hätte, hätten wir nicht erahnt, dass die beiden einige Tage in unserer Wohnung gewohnt haben. Ihr könntet beide super beim Geheimdienst arbeiten :-)))). Und vielen Dank für die leckeren Sachen im Kühlschrank. Madita hat am nächsten Tag beseelt die ganze Rote Beete verputzt.

Sonntag, 8. August 2010

wir sind wieder da...


wir sind wieder da. es war superschön, spannend und entspannend. Hier ein paar erste Eindrücke.

Donnerstag, 22. Juli 2010

ich verabschiede mich schon mal...

morgen abend werden wir packen, Tickets ausdrucken, noch ein bisschen Wohnung aufräumen, Buspläne studieren und dann wiedermal viel zu spät ins Bett gehen. (wie vor jedem Urlaub)

Am Samstag dann gaaaaanz früh aufstehen um bereits um 8Uhr morgens im Flieger zu sitzen.

Wir fliegen in die Schweiz. Unser Hund ist schon vorgestern mit Freunden im Auto vorgefahren.

Wir verbringen die nächsten 2 Wochen in einem Haus mit sehr vielen Kindern (8 Stück) und Erwachsenen (12 Stück), sicher vielen guten Gesprächen, leckerem Essen, Lagerfeuer, Streifzügen durch den Wald, Wanderungen über die Berge... ich freu mich.

Und in dieser Zeit wird sie in unserer Berliner Wohnung wohnen.

Ich bin gespannt auf alles was kommt und wir lesen uns im August.

Mittwoch, 21. Juli 2010

Kindheitserinnerungen

das bin ich, schätzungsweise 3 Jahre alt.
Es gibt von mir als Kind zwei Fotoalben. Und dann noch einige Dias- die ich aber gar nicht richtig kenne, weil meine Eltern keinen Diaprojektor mehr haben.

Von Madita gibt es nach zwei Jahren schon so unendlich viele Bilder, dass wir eigens hierfür eine Externe Festplatte gekauft haben. Vom ersten Jahr gibt es immerhin ein echtes Album mit den Best of-
In den ersten zwei Monaten haben wir für jeden Tag einen Ordner. Dann für jeden Monat. Bis heute.
Ich nehme mir immer wieder vor, die alle mal durchzugehen. Vieles zu Löschen-
ich meine- was soll man später anfangen mit 10 000en von Bildern und Filmen aus der Kindheit. Setzt man sich da mal hin und schaut sie an?
Wie macht ihr das?

Montag, 19. Juli 2010

Nachts eine Decke zu benutzen....

....ist echt toll. Das kann man ja nun seit gestern. Man erfriert zwar auch nicht ohne- aber man kann es unter einer Decke aushalten und das find ich richtig gut.

R. und das Kind sind leider krank und fiebern rum. Das Kind ist so schlappi und arm- ich habe sie sogar singend durch die Wohnung getragen- beim letzten mal, war sie deutlich leichter und etwa 4 Monate alt. Heute ist sie 2 Jahre alt- deutlich schwerer- aber sie fand es trotzdem schön.
Jetzt schläft sie zum Glück seit 10 min. eng an den fiebernden R. gekuschelt- ich hoffe die beiden Süßen sind morgen wieder gesünder.

Und ich hoffe der kleine Bruder auf Zeit und ich stecken uns nicht an- so dass wir die beiden Kranken morgen belustigen und pflegen können.


Ich war gestern auf dem Mauerparkflohmarkt- aber nicht besonders erfolgreich, da viel zu spät dran.
Dann war ich noch im Anschluss auf dem neuen "Flowmarkt" am Maybachufer. Jeden 3. Sonntag im Monat gibt es ihn jetzt. Wirklich super. Viele Privatleute- kaum Händler, nette familiäre Stimmung. Gekauft habe ich dies hier- eine Kindheitserinnerung. Nach dem Urlaub eröffnen wir die Zucht- ich werde berichten.

Habe ich schon geschrieben- bald fahren wir in Urlaub. 12 Erwachsene und 8 Kinder in ein Haus ohne Türen mitten im Schweizer Wald. Sicher unvergesslich- ich hoffe unvergesslich gut ;-)
Und wisst ihr wer in der Zeit in unserer Wohnung wohnen wird? Überraschung.

Freitag, 16. Juli 2010

Ideenreich

Ich freue mich auf morgen früh. Denn da werde ich nicht um 6:20Uhr von superlauten Ziegeln geweckt, die durch ein voll langes Rohr in einen leeren Container plumsen (vom Dach eines 5 stöckigen Hauses- das Nachbarhaus). Und da werden keine Bauarbeiter sein, die sich laut was zurufen und auch nicht das Bauarbeiterradio mit der schrecklichen 90er Jahre Musik.
Ich werde nicht  wach werden und dann das Fenster zumachen- sondern ich werde weiterschlummern und das Kind wird schlummern und R. wird schlummern und der Hund wird schlummern...und es werden angenehme und kühle 26 C im Schlafzimmer sein und es wird wunderbar sein. Ich hoffe das Kind weiß bescheid und schläft mindestens mit 9Uhr.

Und dann hätte ich noch gerne von der Menschheit dieses Buch . Ich habe schon mal ein bisschen reingelesen und finde es super nett.

Donnerstag, 15. Juli 2010

Einfach den Zahn wieder reindrehen

heute war ich bei meiner Zahnärztin.
Und während sie mir eine Blombe reinsetzte unterhielten wir uns so über dies und das. Unter anderem über die Zähne meiner Tochter.
dann sagte meine Zahnärztin: Übrigens, wenn ihr Kind mal einen Unfall hat und einer der Milchzähne wird dabei verdreht, einfach beherzt zugreifen und ihn wieder richtig reindrehen.
Ich: schluck
Sie: Ja, weil die Eltern trösten und kühlen und geben Arnica und kommen dann zu mir- und ich mache dann auch nichts anderes. Ich dreh den Zahn dann wieder zurück. Da geht natürlich der Schmerz von vorne los.
Ich: mmmh
Sie: Der Zahn wächst dann nämlich wieder an. Der wird dann dunkel, aber das ist nur ein Schönheitsfehler.
Also nicht erst warten, sondern selbst zurückdrehen- gleich nach dem Unfall.

Ich: okay

So- jetzt wisst ihr alle bescheid.
Ich hoffeja aber stark, dass wir so einen Unfall  nicht haben werden. Weder Madita noch ich.

Spielplatz I I

"Also wirklich Leon, das schmeckt doch gut!" könnte man ersetzen durch "Schmeckt dir nicht, na gut- mir schmeckt es gut, aber Geschmäcker sind ja verschieden"

"Nichts passiert- brauchst nicht weinen, das tut gar nicht weh"
könnte man ersetzen durch "Ah mist, hast du dir wehgetan. Komm ich nehm dich in den Arm- das ist ja doof, wa?"

Ist übrigens der erste und einer der wichtigsten Grundsätze bei der Prävention von sexuellem Missbrauch an Kindern.
Die Kinder dabei unterstützen ihre Gefühle ernst zu nehmen. So lassen sich Kinder nicht ganz so leicht vom Täter verwirren, wenn dieser behauptet, dass sich das doch "schön anfühlt"- und sie eigentlich ein seltsames Gefühl im Bauch haben, wenn er ihren Po streichelt.
Kindern beizubringen auf ihre Gefühle zu hören funktioniert inden man sie ernst nimmt und zwar in Alltagssituationen und indem man ihre Gefühle und Bedürfnisse nicht abtut.

Bin ich mit meinem Freund essen und er behauptet, dass ihm die Lasagne nicht schmeckt, würde ich doch auch nicht sagen: "Doch, das schmeckt, jetzt iss auf"
Ich würde sagen: "Echt, schmeckt dir nicht? Mir schmeckt sie gut."
Wahlweise würde ich übrigens zu meiner 2 jährigen Tochter IMMER sagen: "Lass stehen, wenn es dir nicht schmeckt." Alles andere ist auch sinnfrei. Wenn es ihr nicht schmeckt, dann braucht sie es natürlich nicht zu essen. Da brauchen wir nicht zu disskutieren. Und  ob es mir schmeckt oder nicht, sieht sie ja daran ob ich es esse oder nicht.

Und schon gar nicht würde ich zu einer Freundin, die eben hingefallen ist und anfängt zu weinen sagen: "Los, aufstehen- das hat nicht wehgetan." oder "Stell dich nicht so an, das war nur ein Schreck!"

Mittwoch, 14. Juli 2010

Spielplatz I

Junge, ca. 2 Jahre alt, nennen wir ihn Anton spielt mit einer Gießkanne auf dem Wasserspielplatz.
Zweiter Junge, auch ca. 2 Jahre alt, sagen wir mal er heißt Emil kommt und reisst Anton die Gießkanne aus der Hand.
Darauf hin bekommt Anton einen Wutanfall heult vor Wut und petzt Emil in den Rücken.

Antons Mutter kommt angerannt und sagt:
Anton, du musst deine Sachen auch mal teilen. Und kneifen darf man nicht.

Typische Spielplatzsituation und mir schnürrt sich der Hals zu vor soviel Ungerechtigkeit.

Erwartet hätte ich ja, dass Antons Mutter sagt: Anton, Emil darf dir natürlich nichts einfach so aus der Hand reissen. Aber sag ihm das doch. Kneifen find ich doof.
Dann zusammen mit anton zu Emil geht und sagt: Emil, Anton wollte mit der Gießkanne noch spielen- gibst du ihm die bitte wieder.
Wahlweise kann man Emil auch was tolles zum Tausch anbieten.

Weil, wenn ich zum Beispiel mit meinem Laptop im Cafe sitzen würde während ich das hier schreibe und eine Frau würde angerannt kommen und mir den Laptop aus der Hand zerren. Dann würde ich sie vielleicht nicht in den Rücken petzen, aber ganz sicher wäre ich ziemlich sauer und wütend.
Wenn dann der Kellner kommt und sagt: Also hören sie mal, sie können doch den Laptop mit der Frau teilen- dann würde ich sicher den Kellner ziemlich fest in den Rücken petzen.

Montag, 12. Juli 2010

Sexueller Missbrauch

ich habe mich lange und ausführlich mit sexuellem Missbrauch an Kindern beschäftigt und meine Magisterarbeit zu diesem Thema geschrieben.
Selbst betroffen bin ich nicht- aber durch zahlreiche Gespräche im Rahmen meiner Magisterarbeit habe ich mit Erstaunen festgestellt, dass fast jeder und jede jemanden kennt der als Kind missbraucht wurde, manche waren selbst betroffen.

Mir ist es ein Anliegen Eltern für das Thema Missbrauch an Kindern zu sensibilisieren. Und weil ich heute eine neue Statistik gesehen habe aus der hervorgeht, wieviele meinen Blog eigentlich lesen, bin ich auf die Idee gekommen, dass es sinnvoll wäre hier das Thema aufzugreifen.
 

Etwa jedes 4.  Mädchen und jeder 9. Junge wird im Lauf seiner Kindheit  sexuell missbraucht.
Dabei handelt es sich  in 50% der Fälle um schweren Missbrauch. Das bedeutet Mastrubation an dem Täter/der Täterin oder an dem Opfer, analer, oraler oder vaginaler Geschlechtsverkehr, oder Einführen von verschiedenen Gegenständen in Scheide oder After des Kindes usw.

Bei den anderen 50% der Fälle ist der Körperkontakt nicht so intensiv, was aber wenig über die schwere des Missbrauchs bzw. die Traumatisierung des Opfers aussagt. Hierbei geht es z.B. um anschauen von Pornos, Anfassen des Busens oder des Pos, Zungenküsse, sexuell gefärbte Sprüche usw.

Die Mehrzahl der Opfer werden mehrmals missbraucht, wenige nur einmal. Dies belegt auch, dass die meisten Täter eben nicht der berühmte Fremde mit den Bonbons auf dem Spielplatz ist, vor dem die meisten Eltern warnen, sondern viel häufiger aus dem nahen Umfeld des Kindes kommt und so Gelegenheit hat, dass Kind über einen längeren Zeitraum zu missbrauchen.
Es gehört zu den Strategien eines Täters oder einer Täterin sich z.B. einen Beruf im nahen Umfeld von Kindern auszusuchen.
So finden sich viele Täter und Täterinnen unter Erziehern und Erzieherinnen, Lehrern und Lehrerinnen, in Sportvereinen und Kinder- und Jugendfreizeiten.

85% der Täter sind männlich und heterosexuell. 15% sind Frauen. Wobei es hier auch spannend ist, dass die Zahlen sich nur auf die kleine Zahl der Fälle bezieht, die ei der Polizei angezeigt werden. Es ist davon auszugehen, dass Fälle mit Täterinnen seltener zur Anzeige kommen, als die mit männlichen Tätern. Zum einen wird Kindern noch weniger geglaubt, wenn sie von einem Missbrauch von einer Frau berichten zum anderen glaubt man, dass der Missbrauch "weniger schlimm" gewesen sein muss. (Was allerdings  nicht der Wahrheit entspricht).

1/3 der verurteilten Täterinnen und Täter sind unter 18 Jahre alt. Wobei man hier auch von einer größeren Dunkelziffer ausgeht-


85% der Opfer sind Mädchen. Oft sind die Kinder zwischen 6-12 wenn der Missbrauch beginnt. Es werden aber durchaus auch viel jüngere Kinder, Kleinkinder und Säuglinge.

Es gibt Hinweise darauf, wenn ein Kind missbraucht wird. Diese sind aber nur als erste Orientierung zu sehen und natürlich keinesfalls Beweise. Jedes Opfer benimmt sich anders.
- ist mein Kind immer seltsam, nach dem es mit diesem Erwachsenen oder Jugendlichen alleine war?
-schafft ein bestimmter Erwachsener/Jugendlicher in unserem Umfeld immer wieder Situationen, in denen er mit meinem Kind alleine sein kann?
-habe ich gehört oder mitbekommen, dass ein Erwachsener/Jugendlicher öfters "medizinische Gründe" nennt um mein Kind auszuziehen oder am ganzen Körper einzucremen. (Z.Bsp. wegen Zeckensuche nackt ausziehen)

Immer wenn ein Kind von sexuellem Missbrauch berichtet muss man es ernst nehmen. Ganz häufig erzählen Kinder erstmal kleine Ausschnitte aus dem ihnen passierten um zu schauen, wie der Erwachsene dem sie sich anvertrauen reagiert. Oder auch, weil ihnen einfach die Worte fehlen um genau auszudrücken, was passiert ist.
Man sollte in einer solchen Situation versuchen ruhig zu bleiben und dem Kind geduldig zuzuhören und ihm das Gefühl zu geben, dass man ihm glaubt. Der nächste Schritt wäre es eine Beratungsstelle aufzusuchen und natürlich das Kind nicht mehr mit dem Täter oder der Täterin alleine zu lassen.

Gerne verschicke ich meine Magisterarbeit als pfd, wenn jemand von Euch die Quellen zu den Infos haben möchte oder einfach in das Thema tiefer einsteigen will.
Ich habe in meiner Arbeit den Schwerpunkt auf Prävention durch Bilderbücher gelegt, die das Thema "Sexueller missbrauch" thematisieren. Viele Bilderbücher die auf dem Markt sind, sind wirklich doof und wirken nicht präventiv sondern eher angstmachend und schuldauslösend. Es gibt aber einige, die ich wirklich weiterempfehlen kann.
Wenn es euch interessiert, kann ich gerne dazu nochmal was schreiben.

Ich bin mir bewusst darüber, dass der Post sehr aufwühlend ist und natürlich sind die knappen  Infos auch irgendwie unbefriedigend.


Samstag, 10. Juli 2010

Ein völlig gesundes Eis

Mein Vater und R. sind sich einig- hier in Kreuzberg würde es sich gut verkaufen.
Das super gesunde Eis.

Man nehme eine reife Banane, schneide sie in Scheiben und friere sie ein.

Dann noch Erdbeeren, Himbeeren, Blaubeeren oder was ihr gerade so da habt dazu (Menge nach Geschmack) und mit dem Zauberstab zu einem super leckerem Eis verwandeln.
Man könnte noch ein Päckchen Vanillezucker dazukippen- aber den haben wir gar nicht benötigt.

Die Bananen ersetzen  sowohl Sahne wie auch Zucker. Das Eis schmeckt wirklich super lecker und wir verdrücken gerade jeden Tag eine riesige Schüssel davon.

Auf die Idee bin ich nicht alleine gekommen sondern habe mir Inspiration von Fijn geholt.

Jedenfalls- Guten Appetit!

Und das Eis eignet sich super als Mittel zum Abnehmen. Ich wieg nämlich gerade soviel wie einen Tag vor Maditas Geburt. Und das ist krass und ich fühl mich nicht wohl.

Freitag, 9. Juli 2010

2 Jahre alt

seit Mittwoch ist Sie 2 Jahre alt

mit 2 Jahren
-trägt man tagsüber keine Windeln mehr (von einem Tag auf den anderen)
-spricht man, wie eine Große. "Ich bin ganz arg schick- totschick."
-isst man gerne und viel
-spielt am allerliebsten mit dem kleinen Bruder auf Zeit alleine im Schlafzimmer- indem man gemeinsam auf dem Bett rumhüpft
-geht gaaaaanz spät ins Bett- aber dafür schläft man immer durch.
-legt man sich manchmal einfach so in den Sand auf dem Spielplatz und schaut anderen Kindern zu
-liebt man das Lied "Aramsamsam" und tanz wild dazu
-man trinkt supergerne an der Brust
-kennt alle Nachbarn mit Namen und hält Schwätzchen
-man füttert alleine den Hund und ist stolz wie Bolle
-ist es einem manchmal zu laut und man sorgt für Ruhe. "Es ist zu laaaaaut!!!"
-man kuschelt supergerne
-man ist einfach toll, witzig, glücklich und süß

Montag, 5. Juli 2010

Muffins

habt ihr tolle Muffinsrezepte?
Wir würden gerne Verschiedenste für Maditas Geburtstag am Mittwoch backen.

Ich bin auch dankbar für sonstige Kindergeburtstagstipps.



Ansonsten sind wir alle bisschen fertig von der Hitze aber versuchen das beste daraus zu machen.
Pickniken und in den "Bechern" chilen (Schade, dass ich nicht in diese Becher passe....)
Und der kühlste Raum in der Wohnung ist das Badezimmer.
Deshalb schläft der kleine Bruder auf Zeit gerade entspannt in der Badewanne (ohne Wasser mit bequemer Decke als Unterlage)....und ich quetsch mich da heute Nacht auch rein. (Mit Wasser?)

Donnerstag, 1. Juli 2010

Balkonien

Okay- einer der "Becher" auf dem Bild ist ein Viledawischmopeimer- den fand das Kind an dem Tag so super.Und sie hat sogar reingepasst ;-)